ACE-Hemmer-ratiopharm comp 50mg/25mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 21,98 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- essentielle Hypertonie
- Hinweise
- fixe Kombination indiziert für Patienten, deren Blutdruck mit Captopril alleine oder mit Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann
Dosierung
- essentielle Hypertonie
- Erwachsene
- Verabreichung der fixen Kombination üblicherweise im Anschluss an stufenweise Dosiseinstellung der Einzelkomponenten
- falls klin. angezeigt, direkter Wechsel von Monotherapie zur fixen Kombination erwägen
- Erhaltungsdosis
- 1 Tablette (50 mg Captopril plus 25 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag morgens
- max. Tagesdosis
- 1 Tablette (50 mg Captopril plus 25 mg Hydrochlorothiazid)
- ggf. Einsatz zusätzlicher antihypertensiver Arzneimittel
- Patienten, deren Blutdruck unter 25 mg Hydrochlorothiazid nicht ausreichend kontrolliert werden kann und vor der stufenweisen Einstellung der Captopril-Komponente
- 25 mg Captopril plus 25 mg Hydrochlorothiazid 1mal / Tag
- 50 mg/25 mg- und 25 mg/25 mg-Dosierungen sind zur einmal täglichen Anwendung gedacht, da 2 Tabletten zu einer unverhältnismäßig hohen Hydrochlorothiazid-Dosis (50 mg / Tag) führen würden
- Erwachsene
- Kinder
- keine Indikation für die Anwendung bei Kindern
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Kreatinin-Clearance: 30 - 80 ml / Min.
- initial: 1/2 Tablette (25 mg Captopril plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag morgens
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
- Anwendung kontraindiziert
- Kreatinin-Clearance: 30 - 80 ml / Min.
- schwere Leberinsuffizienz
- Anwendung kontraindiziert
- Salz-/ Volumenmangel; ältere Patienten; Diabetiker
- übliche Anfangsdosis: 1/2 Tablette (25 mg Captopril plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag
Kontraindikationen
Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Captopril oder andere ACE-Hemmer
- Überempfindlichkeit gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-Derivate
- Angioödeme in der Anamnese, assoziiert mit einer früheren ACE-Hemmer-Therapie
- vererbte oder idiopathische Angioödeme
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 mg/ml)
- schwere Leberinsuffizienz
- 2. und 3. Schwangerschaftstrimester
- gleichzeitige Anwendung der Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)
- gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/ Valsartan-Therapie
- Behandlung mit Captopril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
Captopril
- unerwünschte Wirkungen, die bei Captopril und/oder einer ACE-Hemmer-Therapie berichtet wurden
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Neutropenie
- Agranulozytose
- Panzytopenie, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung
- Anämie (einschließlich aplastischer und hämolytischer)
- Thrombozytopenie
- Lymphadenopathie
- Eosinophilie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Autoimmunerkrankungen und/oder
- positive ANA-Titer
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anorexie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyperkaliämie
- Hypoglykämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlafstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verwirrung
- Depression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Geschmacksstörung
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesie
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- cerebrovaskuläre Ereignisse einschließlich
- Schlaganfall
- zerebrovaskuläre Insuffizienz
- Synkope
- cerebrovaskuläre Ereignisse einschließlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- verschwommenes Sehen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- Tachyarrhythmie
- Angina pectoris
- Palpitationen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzstillstand
- kardiogener Schock
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Raynaud-Syndrom
- Gesichtsrötung
- Blässe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- trockener irritierender (nicht produktiver) Husten
- Dyspnoe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus
- Rhinitis
- allergische Alveolitis
- eosinophile Pneumonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magenverstimmung
- Bauchschmerzen
- Diarrhoe
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- peptisches Ulkus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stomatitis/Ulzerationen mit Aphthen
- intestinales Angioödem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Glossitis
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Beeinträchtigung der Leberfunktion
- Cholestase (einschließlich Gelbsucht)
- Hepatitis einschließlich
- Nekrose
- erhöhte Leberenzyme
- erhöhte Bilirubin-Werte
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus mit oder ohne Ausschlag
- Ausschlag
- Alopezie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödeme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Urtikaria
- Stevens-Johnson Syndrom
- Erythema multiforme
- Photosensibilität
- Erythrodermie
- pemphigoide Reaktionen
- exfoliative Dermatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Myalgie
- Arthralgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwegeselten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierenfunktionsstörungen
- einschließlich Nierenversagen
- Polyurie
- Oligurie
- erhöhte Häufigkeit des Wasserlassens
- Nierenfunktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nephrotisches Syndrom
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brustschmerzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Impotenz
- Gynäkomastie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erschöpfung
- Unwohlsein
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Proteinurie
- Eosinophilie
- Erhöhung der Serum-Kaliumkonzentration
- Abfall der Serum-Natriumkonzentration
- Erhöhung von BUN
- Erhöhung von Serum-Kreatinin
- Erhöhung von Serum-Bilirubin
- Erniedrigung von Hämoglobin
- Erniedrigung von Hämatokrit
- Erniedrigung von Leukozyten
- Erniedrigung von Thrombozyten
- positive ANA-Titer
- erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Hydrochlorothiazid
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Speicheldrüsenentzündung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukopenie
- Neutropenie
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- aplastische Anämie
- hämolytische Anämie
- Knochenmarkdepression
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anorexie
- Hyperglykämie
- Glykosurie
- Hyperurikämie
- Elektrolytstörungen einschließlich
- Hyponatriämie
- Hypokaliämie
- Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Unruhe
- Depression
- Schlafstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Appetitlosigkeit
- Parästhesie
- Benommenheit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Xanthopsie
- vorübergehendes verschwommenes Sehen
- akute Myopie
- sekundäres akutes Winkelblockglaukom
- (sekundäres akutes) Engwinkelglaukom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- orthostatische Hypotonie
- Herzrhythmusstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspnoe einschließlich
- Pneumonitis
- Lungenödem
- Dyspnoe einschließlich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Magenverstimmung
- Diarrhoe
- Verstopfung
- Pankreatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer Ikterus)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Photosensitivitätsreaktionen
- Hautausschlag
- kutane Lupus erythematodesartige Reaktionen
- Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes
- Urtikaria
- anaphylaktische Reaktionen
- toxische epidermale Nekrolyse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelkrämpfe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenfunktionsstörungen
- interstitielle Nephritis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fieber
- Schwäche
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperglykämie
- Glykosurie
- Hyperurikämie
- Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden
- orthostatische Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten unabhängig von Nahrungsaufnahme
- Einnahme der Tagesdosis als morgendliche Einmalgabe oder verteilt auf 2 Einzelgaben
Stillzeithinweise
Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
- Anwendung der Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen
- bei Anwendung der Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid während der Stillzeit
- Dosis so niedrig wie möglich
- Captopril
- einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von Captopril in der Muttermilch erreicht werden
- Anwendung von Captopril während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen
- auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen
- da beim Säugling mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten besteht
- da für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt
- auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen
- wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Captopril bei stillenden Müttern erwogen werden
- wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird
- Hydrochlorothiazid
- Anwendung von Hydrochlorothiazid während der Stillzeit nicht empfohlen
- wenn Hydrochlorothiazid während der Stillzeit angewandt wird
- Dosis sollte so niedrig wie möglich sein
- Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen
Schwangerschaftshinweise
Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
- in allen Trimestern der Schwangerschaft kontraindiziert (jeweilige Fachinformation beachten)
- im 1. Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen
- 2. und 3. Schwangerschaftstrimester kontraindiziert
- ACE-Hemmer
- bei Feststellen einer Schwangerschaft Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich beenden und wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
- Patientinnen, die planen, schwanger zu werden
- sofern ein Fortsetzen der Therapie mit ACE-Hemmern nicht als notwendig erachtet wird, sollte auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des 1. Schwangerschaftstrimesters vorliegend
- ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
- bei Therapie mit ACE-Hemmern während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters
- fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) möglich
- neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) möglich
- im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem 2. Schwangerschaftstrimester
- Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
- Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden
- Hydrochlorothiazid
- Hydrochlorothiazid sollte bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
- auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen
- bei essenzieller Hypertonie schwangerer Frauen
- Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, anwenden
- Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
- nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft
- insbesondere während des 1. Trimesters
- auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimesters zu
- einer Störung der feto-plazentaren Perfusion
- fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
- Ergebnisse aus Tierstudien: unzureichend
- Hydrochlorothiazid sollte bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
Warnhinweise
Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
Captopril
- Hypotonie
- Hypotonie bei unkomplizierten Hypertonie-Patienten vereinzelt beobachtet
- symptomatische Hypotonie
- kann eher bei hypertensiven Patienten auftreten, bei denen infolge starker Diuretikatherapie, salzarmer Ernährung, Diarrhoe, Erbrechen oder Hämodialyse ein Flüssigkeits- und/oder Salzmangel vorliegt
- vor Verabreichung eines ACE-Hemmers
- ein Flüssigkeits- und/oder Salzmangel ausgleichen
- eine niedrigere Anfangsdosis in Erwägung ziehen
- wie bei allen anderen Antihypertensiva kann eine zu starke Blutdrucksenkung bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer oder cerebrovaskulärer Erkrankung das Risiko eines Myokardinfarkts oder Schlaganfalls erhöhen
- im Falle einer sich entwickelnden Hypotonie
- Patient in eine liegende Position bringen
- Volumenauffüllung mit intravenös verabreichter physiologischer Kochsalzlösung kann angezeigt sein
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
- falls Therapie mit einer dualen Blockade absolut notwendig
- Therapie nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig anwenden
- Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- Renovaskuläre Hypertonie
- Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei einer einzigen funktionierenden Niere
- bei Behandlung mit ACE-Hemmern besteht ein erhöhtes Risiko für Hypotonie und Niereninsuffizienz
- Verlust der Nierenfunktion kann mit nur mäßigen Veränderungen des Serum-Kreatinins einhergehen
- bei diesen Patienten sollte Therapie unter sorgfältiger medizinischer Überwachung mit niedrigen Dosen, sorgfältiger stufenweiser Einstellung und Überwachung der Nierenfunktion begonnen werden
- Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei einer einzigen funktionierenden Niere
- Überempfindlichkeit/Angioödeme
- Berichte von angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf unter ACE-Hemmern einschließlich Captopril
- Auftreten zu jedem Zeitpunkt während der Therapie möglich;
- insb. in den ersten Behandlungswochen, in seltenen Fällen schweres Angioödem aber auch nach Langzeitbehandlung gemeldet
- bei Auftreten eines Angioödems
- in solchen Fällen Therapie mit Captopril-haltigen Arzneimitteln sofort absetzen
- Notfallmaßnahmen einleiten
- Patient stationär mindestens 12 bis 24 Stunden sorgfältig überwachen, um eine vollständige Rückbildung der Symptome vor der Entlassung aus der Klinik sicherzustellen
- Angioneurotische Ödeme mit Beteilung der Zunge, der Glottis und des Kehlkopfes können letal verlaufen
- in Fällen, in denen die Schwellung auf Gesicht und Lippen begrenzt war
- Symptomatik bildete sich meist ohne Behandlung wieder zurück
- Antihistaminika waren jedoch hilfreich bei der Linderung der Symptome
- sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, so dass eine Atemwegsobstruktion droht
- unverzüglich eine geeignete Therapie einleiten [z. B. subkutane Gabe von 0,3 ml - 0,5 ml Adrenalin (1 : 1.000 verdünnt)]
- und/oder Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege treffen
- im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer Hautfarbe eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet
- Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelöstem Angioödem
- können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen ACE-Hemmer erhalten
- intestinale Angioödeme
- bei mit ACE-Inhibitoren behandelten Patienten wurden selten intestinale Angioödeme beobachtet
- diese Patienten sprachen mit Bauchbeschwerden (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen) vor
- in einigen Fällen wurde kein Angioödem im Gesicht beobachtet und die C-1 Esterase-Spiegel waren normal
- Angioödem wurde durch verschiedene Methoden einschließlich CT, Ultraschall oder Operationen des Bauchraumes diagnostiziert
- bei mit ACE-Inhibitoren behandelten Patienten wurden selten intestinale Angioödeme beobachtet
- Symptome sind nach Absetzen des ACE-Hemmers abgeklungen
- daher auch an ein intestinales Angioödem denken, wenn Patienten mit Bauchbeschwerden vorsprechen
- gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)
- eventuell erhöhtes Risiko für ein Angioödem (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit oder ohne Beeinträchtigung der Atemwege)
- Husten
- Berichte über Husten bei Verwendung von ACE-Hemmern
- Husten charakteristischerweise
- nicht produktiv
- hartnäckig
- verschwindet nach Absetzen der Therapie
- Leberversagen
- selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem Ikterus beginnt und bis zur plötzlichen hepatischen Nekrose mit (manchmal) letalem Ausgang fortschreitet
- Mechanismus dieses Syndroms unklar
- Patienten, die unter einer ACE-Hemmer-Therapie Ikterus oder deutliche Erhöhungen der Leberenzyme entwickeln
- ACE-Hemmer absetzen und entsprechend medizinisch überwachen
- Hyperkaliämie
- Hyperkaliämie während Behandlung möglich
- Serum-Kalium-Erhöhungen wurden bei Patienten beobachtet, die mit ACE-Hemmern, einschließlich Captopril, behandelt wurden
- Patienten, bei denen ein Risiko für die Entwicklung einer Hyperkaliämie besteht, sind z. B.
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
- Diabetes mellitus oder
- Patienten, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ersatzpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe einnehmen oder
- solche Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die zu Serum-Kalium-Erhöhungen führen können (z. B. Heparin; Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol)
- falls eine gleichzeitige Anwendung der oben genannten Substanzen für nötig gehalten wird regelmäßige Überwachung des Serum-Kaliums empfohlen
- Aorten- und Mitralklappenstenose/obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie/ kardiogener Schock
- Patienten mit einer Behinderung der linksventrikulären Klappe und des Ausflusstraktes
- ACE-Hemmer mit Vorsicht anwenden
- in Fällen von kardiogenem Schock und hämodynamisch signifikanter Behinderung nicht anwenden
- Patienten mit einer Behinderung der linksventrikulären Klappe und des Ausflusstraktes
- Neutropenie/Agranulozytose
- Berichte von Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie bei Patienten, die mit ACE-Hemmern, einschließlich Captopril, behandelt wurden
- bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne andere erschwerende Faktoren
- Neutropenie tritt selten auf
- Captopril mit größter Vorsicht anwenden werden bei
- Patienten mit Kollagenose-assoziierten vaskulären Erkrankungen
- Patienten, die mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid behandelt werden
- Patienten, die mit einer Kombination dieser erschwerenden Faktoren, insbesondere bei bereits vorliegender eingeschränkter Nierenfunktion, behandelt werden
- einige dieser Patienten entwickelten schwere Infektionen, die in einigen Fällen auf eine intensive Antibiotika-Therapie nicht ansprachen
- bei Anwendung von Captopril bei diesen Patienten das weiße Blutbild und das Differenzialblutbild vor der Therapie, alle 2 Wochen während der ersten 3 Therapiemonate und danach in regelmäßigen Abständen kontrollieren
- während der Behandlung alle Patienten anweisen, den Arzt über jedes Anzeichen einer Infektion zu informieren (z. B. Halsschmerzen, Fieber)
- in diesem Fall Differenzialblutbild der weißen Blutkörperchen erstellen
- wenn eine Neutropenie (< als 1.000/mm3 Neutrophile) entdeckt wird oder der Verdacht darauf besteht
- Captopril und andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel absetzen
- bei den meisten Patienten kehrt die Zahl der Neutrophilen nach Absetzen von Captopril schnell zu normalen Werten zurück
- Proteinurie
- Auftreten einer Proteinurie insbesondere bei Patienten
- mit bereits bestehender eingeschränkter Nierenfunktion oder
- bei relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern
- bei ca. 0,7 % der Patienten, die Captopril erhielten, wurde eine Gesamt-Proteinmenge im Urin von > 1 g pro Tag gesehen
- bei einem Großteil der Patienten bestand vorher eine Nierenerkrankung oder die verabreichten Captopril-Dosen waren relativ hoch (mehr als 150 mg/Tag) oder beides
- ein nephrotisches Syndrom trat bei ca. einem Fünftel der Patienten mit Proteinurie auf
- in den meisten Fällen ließ die Proteinurie innerhalb von 6 Wochen nach oder verschwand ganz, unabhängig davon, ob Captopril weiter eingenommen wurde oder nicht
- Nierenfunktionsparameter wie BUN und Kreatinin waren bei Patienten mit Proteinurie selten verändert
- bei Patienten mit bestehender Nierenerkrankung
- vor Behandlungsbeginn und danach in regelmäßigen Abständen eine Bestimmung des Proteingehalts im Urin durchgeführt werden (Teststreifen im ersten Morgenurin)
- Auftreten einer Proteinurie insbesondere bei Patienten
- anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung
- während der Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer
- seltene Berichte über anhaltende lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten während einer Desensibilisierungstherapie mit Hymenopterengift
- bei den gleichen Patienten wurden diese Reaktionen vermieden
- wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde
- traten aber bei unbeabsichtigter nochmaliger Exposition wieder auf
- daher Vorsicht bei Patienten, die
- solche Desensibilisierungstherapien erhalten und mit ACE-Hemmern behandelt werden
- daher Vorsicht bei Patienten, die
- während der Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer
- anaphylaktoide Reaktionen auf High-Flux-Dialyse-/Lipoprotein-Apherese-Membranen
- Patienten, die sich einer Hämodialyse mit High-Flux-Dialysemembranen oder einer Low-Density-Lipoprotein-Apherese mit Dextransulfat-Adsorption unterzogen
- Berichte über anaphylaktoide Reaktionen unter ACE-Hemmer-Therapie
- bei diesen Patienten Verwendung einer anderen Dialysemembran oder einer anderen Arzneimittelklasse in Erwägung ziehen
- Patienten, die sich einer Hämodialyse mit High-Flux-Dialysemembranen oder einer Low-Density-Lipoprotein-Apherese mit Dextransulfat-Adsorption unterzogen
- Operationen/Anästhesie
- während größerer Operationen oder während einer Behandlung mit Anästhetika, die bekanntermaßen den Blutdruck senken
- Auftreten einer Hypotonie möglich
- bei Auftreten einer Hypotonie
- diese kann durch Volumenexpansion ausgeglichen werden
- während größerer Operationen oder während einer Behandlung mit Anästhetika, die bekanntermaßen den Blutdruck senken
- Diabetiker
- Diabetikern, die in der Vergangenheit mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt wurden
- Blutzuckerwerte genau überwachen, insbesondere während des ersten Behandlungsmonats mit einem ACE-Hemmer
- Diabetikern, die in der Vergangenheit mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt wurden
- ethnische Unterschiede
- wie auch andere Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, senkt Captopril den Blutdruck bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe weniger effektiv als bei Menschen mit nicht schwarzer Hautfarbe
- dies könnte auf ein häufigeres Vorkommen eines Niedrig-Renin-Status in der schwarzen Bevölkerung mit Bluthochdruck zurückzuführen sein
- Schwangerschaft
- kontraindiziert während 2. und 3. Schwangerschaftstrimester
- nicht empfohlen während des 1. Schwangerschaftstrimesters
- Behandlung mit ACE-Hemmern nicht während der Schwangerschaft beginnen
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
- Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn,
- eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich
- bei Feststellen einer Schwangerschaft
- Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich beenden und, wenn erforderlich,
- alternative Therapie beginnen
- Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn,
Hydrochlorothiazid
- eingeschränkte Nierenfunktion
- bei Patienten mit einer Nierenerkrankung können Thiazide eine Azotämie auslösen
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kumulative Effekte des Arzneimittels möglich
- bei einem Fortschreiten der Niereninsuffizienz, charakterisiert durch ein Ansteigen des Gesamtstickstoffgehalts des Blutes ohne Eiweißstickstoff
- es muss kritisch über ein Weiterführen der Behandlung entschieden werden
- Absetzen der Diuretikatherapie in Erwägung ziehen
- eingeschränkte Leberfunktion
- bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender Lebererkrankung
- Thiazide mit Vorsicht anwenden
- da geringfügige Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen können
- Thiazide mit Vorsicht anwenden
- bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender Lebererkrankung
- metabolische und endokrine Effekte
- Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen
- bei Diabetikern möglicherweise eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen blutzuckersenkenden Substanzen erforderlich
- latenter Diabetes mellitus kann während der Thiazidtherapie manifest werden
- Anstieg der Cholesterin- und Triglyceridspiegel wurde mit der Thiaziddiuretika-Therapie in Zusammenhang gebracht
- Auftreten einer Hyperurikämie oder eines Gichtanfalls unter einer Thiazidtherapie möglich
- Störungen im Elektrolythaushalt
- bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie
- regelmäßig in angemessenen Abständen eine Bestimmung der Serumelektrolyte durchführen
- Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose) verursachen
- Warnhinweise für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind
- Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen
- Hypokaliämie
- bei Anwendung von Thiaziddiuretika Auftreten einer Hypokaliämie möglich
- jedoch kann die gleichzeitige Therapie mit Captopril eine Diuretika-induzierte Hypokaliämie verringern
- Risiko einer Hypokaliämie am größten bei
- Patienten mit Leberzirrhose
- Patienten mit gesteigerter Diurese
- Patienten ohne ausreichende orale Elektrolytaufnahme
- Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit Corticosteroiden oder ACTH
- bei Anwendung von Thiaziddiuretika Auftreten einer Hypokaliämie möglich
- Dilutions-Hyponatriämie kann bei ödematösen Patienten bei heißem Wetter auftreten
- Chloridmangel im Allgemeinen mild und nicht behandlungsbedürftig
- Calcium
- Thiazide können die Calciumausscheidung im Urin verringern und eine vorübergehende und leichte Erhöhung des Serumkalziums ohne bekannte Störungen des Kalziumstoffwechsels verursachen
- deutliche Hypercalcämie kann ein Anzeichen für einen versteckten Hyperparathyreoidismus sein
- Thiazide vor einer Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion absetzen
- Thiazide erhöhen die Magnesiumausscheidung im Urin
- dies kann zu einer Hypomagnesiämie führen
- bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie
- Sonstige
- Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen bei Patienten mit oder ohne Allergien oder Bronchialasthma in der Anamnese möglich
- Berichte über eine mögliche Verstärkung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
- akute Myopie und sekundäres akutes Winkelblockglaukom / Engwinkelglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen
- diese kann zu transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen
- für das Sulfonamid Hydrochlorothiazid bisher nur vereinzelt Fälle ohne gesicherten Kausalzusammenhang von akutem Winkelblockglaukom berichtet
- Symptome beinhalten eine akut einsetzende Verringerung der Sehschärfe oder Augenschmerzen
- treten typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Therapiebeginn auf
- unbehandeltes akutes Winkelblockglaukom kann zu permanentem Sehverlust führen
- als Erstmaßnahme Arzneimitteleinnahme so schnell als möglich beenden
- sofortige medizinische oder chirurgische Behandlung in Erwägung ziehen, wenn der Augeninnendruck unkontrolliert bleibt
- Allergie gegenüber Sulfonamiden oder Penicillin zählt zu den Risikofaktoren, ein akutes Winkelblockglaukom zu entwickeln
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen
- nicht-melanozytärer Hautkrebs
- in 2 epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet
- photosensibilisierende Wirkungen von Hydrochlorothiazid könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
- Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigenHautveränderungen zu melden
- den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren;
- z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im Falleiner Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
- verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischerUntersuchungen von Biopsien
- bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von Hydrochlorothiazid überprüft werden
- Doping-Test
- Hydrochlorothiazid könnte ein positives Analysenergebnis in einem Doping-Test hervorrufen
Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid
- Schwangerschaft
- Anwendung während des 1.Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen
- falls die Behandlung aufgrund einer Schwangerschaft abgebrochen wird
- behandelnder Arzt muss entscheiden, ob die Hypertonie-Behandlung fortgesetzt werden soll
- Risiko einer Hypokaliämie
- Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiazid-Diuretikum schließt das Auftreten einer Hypokaliämie nicht aus
- Kaliumspiegel regelmäßig überwachen
- Kombination mit Lithium
- Anwendung in Verbindung mit Lithium aufgrund einer Potenzierung der Lithium-Toxizität nicht empfohlen
- Doping-Test
- Anwendung bei Dopingkontrollen kann zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen