ACE-Hemmer-ratiopharm comp 50mg/25mg Tabletten

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Captopril/Hydrochlorothiazid →

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N3 100 ST 21,98 €

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Fachinformationen

Indikation

  • essentielle Hypertonie
  • Hinweise
    • fixe Kombination indiziert für Patienten, deren Blutdruck mit Captopril alleine oder mit Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • Erwachsene
      • Verabreichung der fixen Kombination üblicherweise im Anschluss an stufenweise Dosiseinstellung der Einzelkomponenten
      • falls klin. angezeigt, direkter Wechsel von Monotherapie zur fixen Kombination erwägen
      • Erhaltungsdosis
        • 1 Tablette (50 mg Captopril plus 25 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag morgens
      • max. Tagesdosis
        • 1 Tablette (50 mg Captopril plus 25 mg Hydrochlorothiazid)
        • ggf. Einsatz zusätzlicher antihypertensiver Arzneimittel
      • Patienten, deren Blutdruck unter 25 mg Hydrochlorothiazid nicht ausreichend kontrolliert werden kann und vor der stufenweisen Einstellung der Captopril-Komponente
        • 25 mg Captopril plus 25 mg Hydrochlorothiazid 1mal / Tag
      • 50 mg/25 mg- und 25 mg/25 mg-Dosierungen sind zur einmal täglichen Anwendung gedacht, da 2 Tabletten zu einer unverhältnismäßig hohen Hydrochlorothiazid-Dosis (50 mg / Tag) führen würden
Dosisanpassung
  • Kinder
    • keine Indikation für die Anwendung bei Kindern
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Kreatinin-Clearance: 30 - 80 ml / Min.
      • initial: 1/2 Tablette (25 mg Captopril plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag morgens
    • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
      • Anwendung kontraindiziert
  • schwere Leberinsuffizienz
    • Anwendung kontraindiziert
  • Salz-/ Volumenmangel; ältere Patienten; Diabetiker
    • übliche Anfangsdosis: 1/2 Tablette (25 mg Captopril plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag

Kontraindikationen

Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Captopril oder andere ACE-Hemmer
  • Überempfindlichkeit gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-Derivate
  • Angioödeme in der Anamnese, assoziiert mit einer früheren ACE-Hemmer-Therapie
  • vererbte oder idiopathische Angioödeme
  • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 mg/ml)
  • schwere Leberinsuffizienz
  • 2. und 3. Schwangerschaftstrimester
  • gleichzeitige Anwendung der Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)
  • gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/ Valsartan-Therapie
    • Behandlung mit Captopril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral

Captopril

  • unerwünschte Wirkungen, die bei Captopril und/oder einer ACE-Hemmer-Therapie berichtet wurden
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Neutropenie
        • Agranulozytose
        • Panzytopenie, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung
        • Anämie (einschließlich aplastischer und hämolytischer)
        • Thrombozytopenie
        • Lymphadenopathie
        • Eosinophilie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Autoimmunerkrankungen und/oder
        • positive ANA-Titer
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Anorexie
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Hyperkaliämie
        • Hypoglykämie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schlafstörungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Verwirrung
        • Depression
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Geschmacksstörung
        • Schwindel
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Parästhesie
        • Kopfschmerzen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Benommenheit
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • cerebrovaskuläre Ereignisse einschließlich
          • Schlaganfall
          • zerebrovaskuläre Insuffizienz
          • Synkope
    • Augenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • verschwommenes Sehen
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Tachykardie
        • Tachyarrhythmie
        • Angina pectoris
        • Palpitationen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Herzstillstand
        • kardiogener Schock
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypotonie
        • Raynaud-Syndrom
        • Gesichtsrötung
        • Blässe
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • trockener irritierender (nicht produktiver) Husten
        • Dyspnoe
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Bronchospasmus
        • Rhinitis
        • allergische Alveolitis
        • eosinophile Pneumonie
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Magenverstimmung
        • Bauchschmerzen
        • Diarrhoe
        • Verstopfung
        • Mundtrockenheit
        • peptisches Ulkus
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Stomatitis/Ulzerationen mit Aphthen
        • intestinales Angioödem
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Glossitis
        • Pankreatitis
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Beeinträchtigung der Leberfunktion
        • Cholestase (einschließlich Gelbsucht)
        • Hepatitis einschließlich
          • Nekrose
          • erhöhte Leberenzyme
          • erhöhte Bilirubin-Werte
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Pruritus mit oder ohne Ausschlag
        • Ausschlag
        • Alopezie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angioödeme
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Urtikaria
        • Stevens-Johnson Syndrom
        • Erythema multiforme
        • Photosensibilität
        • Erythrodermie
        • pemphigoide Reaktionen
        • exfoliative Dermatitis
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Myalgie
        • Arthralgie
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwegeselten
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Nierenfunktionsstörungen
          • einschließlich Nierenversagen
          • Polyurie
          • Oligurie
          • erhöhte Häufigkeit des Wasserlassens
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Nephrotisches Syndrom
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Brustschmerzen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Impotenz
        • Gynäkomastie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Erschöpfung
        • Unwohlsein
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Fieber
    • Untersuchungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Proteinurie
        • Eosinophilie
        • Erhöhung der Serum-Kaliumkonzentration
        • Abfall der Serum-Natriumkonzentration
        • Erhöhung von BUN
        • Erhöhung von Serum-Kreatinin
        • Erhöhung von Serum-Bilirubin
        • Erniedrigung von Hämoglobin
        • Erniedrigung von Hämatokrit
        • Erniedrigung von Leukozyten
        • Erniedrigung von Thrombozyten
        • positive ANA-Titer
        • erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit

Hydrochlorothiazid

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Speicheldrüsenentzündung
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
        • auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Agranulozytose
      • Thrombozytopenie
      • aplastische Anämie
      • hämolytische Anämie
      • Knochenmarkdepression
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anorexie
      • Hyperglykämie
      • Glykosurie
      • Hyperurikämie
      • Elektrolytstörungen einschließlich
        • Hyponatriämie
        • Hypokaliämie
      • Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Unruhe
      • Depression
      • Schlafstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Appetitlosigkeit
      • Parästhesie
      • Benommenheit
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Xanthopsie
      • vorübergehendes verschwommenes Sehen
      • akute Myopie
      • sekundäres akutes Winkelblockglaukom
      • (sekundäres akutes) Engwinkelglaukom
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • orthostatische Hypotonie
      • Herzrhythmusstörungen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe einschließlich
        • Pneumonitis
        • Lungenödem
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Magenverstimmung
      • Diarrhoe
      • Verstopfung
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer Ikterus)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Photosensitivitätsreaktionen
      • Hautausschlag
      • kutane Lupus erythematodesartige Reaktionen
      • Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes
      • Urtikaria
      • anaphylaktische Reaktionen
      • toxische epidermale Nekrolyse
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nierenfunktionsstörungen
      • interstitielle Nephritis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fieber
      • Schwäche
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyperglykämie
      • Glykosurie
      • Hyperurikämie
      • Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden
      • orthostatische Hypotonie

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten unabhängig von Nahrungsaufnahme
  • Einnahme der Tagesdosis als morgendliche Einmalgabe oder verteilt auf 2 Einzelgaben

Stillzeithinweise

Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
  • Anwendung der Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen
  • bei Anwendung der Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid während der Stillzeit
    • Dosis so niedrig wie möglich
  • Captopril
    • einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von Captopril in der Muttermilch erreicht werden
    • Anwendung von Captopril während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen
      • auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen
        • da beim Säugling mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten besteht
        • da für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt
    • wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Captopril bei stillenden Müttern erwogen werden
      • wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird
  • Hydrochlorothiazid
    • Anwendung von Hydrochlorothiazid während der Stillzeit nicht empfohlen
    • wenn Hydrochlorothiazid während der Stillzeit angewandt wird
      • Dosis sollte so niedrig wie möglich sein
    • Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen

Schwangerschaftshinweise

Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral
  • in allen Trimestern der Schwangerschaft kontraindiziert (jeweilige Fachinformation beachten)
    • im 1. Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen
    • 2. und 3. Schwangerschaftstrimester kontraindiziert
  • ACE-Hemmer
    • bei Feststellen einer Schwangerschaft Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich beenden und wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
    • Patientinnen, die planen, schwanger zu werden
      • sofern ein Fortsetzen der Therapie mit ACE-Hemmern nicht als notwendig erachtet wird, sollte auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
    • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des 1. Schwangerschaftstrimesters vorliegend
    • ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
    • bei Therapie mit ACE-Hemmern während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) möglich
      • neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) möglich
    • im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem 2. Schwangerschaftstrimester
      • Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
    • Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden
  • Hydrochlorothiazid
    • Hydrochlorothiazid sollte bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
      • auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen
    • bei essenzieller Hypertonie schwangerer Frauen
      • Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, anwenden
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
    • nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft
      • insbesondere während des 1. Trimesters
    • auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimesters zu
      • einer Störung der feto-plazentaren Perfusion
      • fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
    • Ergebnisse aus Tierstudien: unzureichend

Warnhinweise

Captopril, Hydrochlorothiazid - peroral

Captopril

  • Hypotonie
    • Hypotonie bei unkomplizierten Hypertonie-Patienten vereinzelt beobachtet
    • symptomatische Hypotonie
      • kann eher bei hypertensiven Patienten auftreten, bei denen infolge starker Diuretikatherapie, salzarmer Ernährung, Diarrhoe, Erbrechen oder Hämodialyse ein Flüssigkeits- und/oder Salzmangel vorliegt
    • vor Verabreichung eines ACE-Hemmers
      • ein Flüssigkeits- und/oder Salzmangel ausgleichen
      • eine niedrigere Anfangsdosis in Erwägung ziehen
    • wie bei allen anderen Antihypertensiva kann eine zu starke Blutdrucksenkung bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer oder cerebrovaskulärer Erkrankung das Risiko eines Myokardinfarkts oder Schlaganfalls erhöhen
    • im Falle einer sich entwickelnden Hypotonie
      • Patient in eine liegende Position bringen
      • Volumenauffüllung mit intravenös verabreichter physiologischer Kochsalzlösung kann angezeigt sein
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
      • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
    • falls Therapie mit einer dualen Blockade absolut notwendig
      • Therapie nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig anwenden
  • Renovaskuläre Hypertonie
    • Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei einer einzigen funktionierenden Niere
      • bei Behandlung mit ACE-Hemmern besteht ein erhöhtes Risiko für Hypotonie und Niereninsuffizienz
    • Verlust der Nierenfunktion kann mit nur mäßigen Veränderungen des Serum-Kreatinins einhergehen
    • bei diesen Patienten sollte Therapie unter sorgfältiger medizinischer Überwachung mit niedrigen Dosen, sorgfältiger stufenweiser Einstellung und Überwachung der Nierenfunktion begonnen werden
  • Überempfindlichkeit/Angioödeme
    • Berichte von angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf unter ACE-Hemmern einschließlich Captopril
    • Auftreten zu jedem Zeitpunkt während der Therapie möglich;
      • insb. in den ersten Behandlungswochen, in seltenen Fällen schweres Angioödem aber auch nach Langzeitbehandlung gemeldet
    • bei Auftreten eines Angioödems
      • in solchen Fällen Therapie mit Captopril-haltigen Arzneimitteln sofort absetzen
      • Notfallmaßnahmen einleiten
      • Patient stationär mindestens 12 bis 24 Stunden sorgfältig überwachen, um eine vollständige Rückbildung der Symptome vor der Entlassung aus der Klinik sicherzustellen
    • Angioneurotische Ödeme mit Beteilung der Zunge, der Glottis und des Kehlkopfes können letal verlaufen
    • in Fällen, in denen die Schwellung auf Gesicht und Lippen begrenzt war
      • Symptomatik bildete sich meist ohne Behandlung wieder zurück
      • Antihistaminika waren jedoch hilfreich bei der Linderung der Symptome
    • sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, so dass eine Atemwegsobstruktion droht
      • unverzüglich eine geeignete Therapie einleiten [z. B. subkutane Gabe von 0,3 ml - 0,5 ml Adrenalin (1 : 1.000 verdünnt)]
      • und/oder Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege treffen
    • im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer Hautfarbe eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet
    • Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelöstem Angioödem
      • können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen ACE-Hemmer erhalten
    • intestinale Angioödeme
      • bei mit ACE-Inhibitoren behandelten Patienten wurden selten intestinale Angioödeme beobachtet
        • diese Patienten sprachen mit Bauchbeschwerden (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen) vor
      • in einigen Fällen wurde kein Angioödem im Gesicht beobachtet und die C-1 Esterase-Spiegel waren normal
      • Angioödem wurde durch verschiedene Methoden einschließlich CT, Ultraschall oder Operationen des Bauchraumes diagnostiziert
    • Symptome sind nach Absetzen des ACE-Hemmers abgeklungen
      • daher auch an ein intestinales Angioödem denken, wenn Patienten mit Bauchbeschwerden vorsprechen
    • gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)
      • eventuell erhöhtes Risiko für ein Angioödem (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit oder ohne Beeinträchtigung der Atemwege)
  • Husten
    • Berichte über Husten bei Verwendung von ACE-Hemmern
    • Husten charakteristischerweise
      • nicht produktiv
      • hartnäckig
      • verschwindet nach Absetzen der Therapie
  • Leberversagen
    • selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem Ikterus beginnt und bis zur plötzlichen hepatischen Nekrose mit (manchmal) letalem Ausgang fortschreitet
    • Mechanismus dieses Syndroms unklar
    • Patienten, die unter einer ACE-Hemmer-Therapie Ikterus oder deutliche Erhöhungen der Leberenzyme entwickeln
      • ACE-Hemmer absetzen und entsprechend medizinisch überwachen
  • Hyperkaliämie
    • Hyperkaliämie während Behandlung möglich
    • Serum-Kalium-Erhöhungen wurden bei Patienten beobachtet, die mit ACE-Hemmern, einschließlich Captopril, behandelt wurden
    • Patienten, bei denen ein Risiko für die Entwicklung einer Hyperkaliämie besteht, sind z. B.
      • Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
      • Diabetes mellitus oder
      • Patienten, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ersatzpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe einnehmen oder
      • solche Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die zu Serum-Kalium-Erhöhungen führen können (z. B. Heparin; Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol)
    • falls eine gleichzeitige Anwendung der oben genannten Substanzen für nötig gehalten wird regelmäßige Überwachung des Serum-Kaliums empfohlen
  • Aorten- und Mitralklappenstenose/obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie/ kardiogener Schock
    • Patienten mit einer Behinderung der linksventrikulären Klappe und des Ausflusstraktes
      • ACE-Hemmer mit Vorsicht anwenden
      • in Fällen von kardiogenem Schock und hämodynamisch signifikanter Behinderung nicht anwenden
  • Neutropenie/Agranulozytose
    • Berichte von Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie bei Patienten, die mit ACE-Hemmern, einschließlich Captopril, behandelt wurden
    • bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne andere erschwerende Faktoren
      • Neutropenie tritt selten auf
    • Captopril mit größter Vorsicht anwenden werden bei
      • Patienten mit Kollagenose-assoziierten vaskulären Erkrankungen
      • Patienten, die mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid behandelt werden
      • Patienten, die mit einer Kombination dieser erschwerenden Faktoren, insbesondere bei bereits vorliegender eingeschränkter Nierenfunktion, behandelt werden
    • einige dieser Patienten entwickelten schwere Infektionen, die in einigen Fällen auf eine intensive Antibiotika-Therapie nicht ansprachen
    • bei Anwendung von Captopril bei diesen Patienten das weiße Blutbild und das Differenzialblutbild vor der Therapie, alle 2 Wochen während der ersten 3 Therapiemonate und danach in regelmäßigen Abständen kontrollieren
    • während der Behandlung alle Patienten anweisen, den Arzt über jedes Anzeichen einer Infektion zu informieren (z. B. Halsschmerzen, Fieber)
    • in diesem Fall Differenzialblutbild der weißen Blutkörperchen erstellen
    • wenn eine Neutropenie (< als 1.000/mm3 Neutrophile) entdeckt wird oder der Verdacht darauf besteht
      • Captopril und andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel absetzen
    • bei den meisten Patienten kehrt die Zahl der Neutrophilen nach Absetzen von Captopril schnell zu normalen Werten zurück
  • Proteinurie
    • Auftreten einer Proteinurie insbesondere bei Patienten
      • mit bereits bestehender eingeschränkter Nierenfunktion oder
      • bei relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern
    • bei ca. 0,7 % der Patienten, die Captopril erhielten, wurde eine Gesamt-Proteinmenge im Urin von > 1 g pro Tag gesehen
    • bei einem Großteil der Patienten bestand vorher eine Nierenerkrankung oder die verabreichten Captopril-Dosen waren relativ hoch (mehr als 150 mg/Tag) oder beides
    • ein nephrotisches Syndrom trat bei ca. einem Fünftel der Patienten mit Proteinurie auf
    • in den meisten Fällen ließ die Proteinurie innerhalb von 6 Wochen nach oder verschwand ganz, unabhängig davon, ob Captopril weiter eingenommen wurde oder nicht
    • Nierenfunktionsparameter wie BUN und Kreatinin waren bei Patienten mit Proteinurie selten verändert
    • bei Patienten mit bestehender Nierenerkrankung
      • vor Behandlungsbeginn und danach in regelmäßigen Abständen eine Bestimmung des Proteingehalts im Urin durchgeführt werden (Teststreifen im ersten Morgenurin)
  • anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung
    • während der Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer
      • seltene Berichte über anhaltende lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten während einer Desensibilisierungstherapie mit Hymenopterengift
    • bei den gleichen Patienten wurden diese Reaktionen vermieden
      • wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde
    • traten aber bei unbeabsichtigter nochmaliger Exposition wieder auf
      • daher Vorsicht bei Patienten, die
        • solche Desensibilisierungstherapien erhalten und mit ACE-Hemmern behandelt werden
  • anaphylaktoide Reaktionen auf High-Flux-Dialyse-/Lipoprotein-Apherese-Membranen
    • Patienten, die sich einer Hämodialyse mit High-Flux-Dialysemembranen oder einer Low-Density-Lipoprotein-Apherese mit Dextransulfat-Adsorption unterzogen
      • Berichte über anaphylaktoide Reaktionen unter ACE-Hemmer-Therapie
    • bei diesen Patienten Verwendung einer anderen Dialysemembran oder einer anderen Arzneimittelklasse in Erwägung ziehen
  • Operationen/Anästhesie
    • während größerer Operationen oder während einer Behandlung mit Anästhetika, die bekanntermaßen den Blutdruck senken
      • Auftreten einer Hypotonie möglich
    • bei Auftreten einer Hypotonie
      • diese kann durch Volumenexpansion ausgeglichen werden
  • Diabetiker
    • Diabetikern, die in der Vergangenheit mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt wurden
      • Blutzuckerwerte genau überwachen, insbesondere während des ersten Behandlungsmonats mit einem ACE-Hemmer
  • ethnische Unterschiede
    • wie auch andere Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, senkt Captopril den Blutdruck bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe weniger effektiv als bei Menschen mit nicht schwarzer Hautfarbe
    • dies könnte auf ein häufigeres Vorkommen eines Niedrig-Renin-Status in der schwarzen Bevölkerung mit Bluthochdruck zurückzuführen sein
  • Schwangerschaft
    • kontraindiziert während 2. und 3. Schwangerschaftstrimester
    • nicht empfohlen während des 1. Schwangerschaftstrimesters
    • Behandlung mit ACE-Hemmern nicht während der Schwangerschaft beginnen
    • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
      • Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn,
        • eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich
      • bei Feststellen einer Schwangerschaft
        • Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich beenden und, wenn erforderlich,
        • alternative Therapie beginnen

Hydrochlorothiazid

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • bei Patienten mit einer Nierenerkrankung können Thiazide eine Azotämie auslösen
    • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kumulative Effekte des Arzneimittels möglich
    • bei einem Fortschreiten der Niereninsuffizienz, charakterisiert durch ein Ansteigen des Gesamtstickstoffgehalts des Blutes ohne Eiweißstickstoff
      • es muss kritisch über ein Weiterführen der Behandlung entschieden werden
      • Absetzen der Diuretikatherapie in Erwägung ziehen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender Lebererkrankung
      • Thiazide mit Vorsicht anwenden
        • da geringfügige Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen können
  • metabolische und endokrine Effekte
    • Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen
    • bei Diabetikern möglicherweise eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen blutzuckersenkenden Substanzen erforderlich
    • latenter Diabetes mellitus kann während der Thiazidtherapie manifest werden
    • Anstieg der Cholesterin- und Triglyceridspiegel wurde mit der Thiaziddiuretika-Therapie in Zusammenhang gebracht
    • Auftreten einer Hyperurikämie oder eines Gichtanfalls unter einer Thiazidtherapie möglich
  • Störungen im Elektrolythaushalt
    • bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie
      • regelmäßig in angemessenen Abständen eine Bestimmung der Serumelektrolyte durchführen
    • Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose) verursachen
    • Warnhinweise für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind
      • Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen
    • Hypokaliämie
      • bei Anwendung von Thiaziddiuretika Auftreten einer Hypokaliämie möglich
        • jedoch kann die gleichzeitige Therapie mit Captopril eine Diuretika-induzierte Hypokaliämie verringern
      • Risiko einer Hypokaliämie am größten bei
        • Patienten mit Leberzirrhose
        • Patienten mit gesteigerter Diurese
        • Patienten ohne ausreichende orale Elektrolytaufnahme
        • Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit Corticosteroiden oder ACTH
    • Dilutions-Hyponatriämie kann bei ödematösen Patienten bei heißem Wetter auftreten
    • Chloridmangel im Allgemeinen mild und nicht behandlungsbedürftig
    • Calcium
      • Thiazide können die Calciumausscheidung im Urin verringern und eine vorübergehende und leichte Erhöhung des Serumkalziums ohne bekannte Störungen des Kalziumstoffwechsels verursachen
      • deutliche Hypercalcämie kann ein Anzeichen für einen versteckten Hyperparathyreoidismus sein
        • Thiazide vor einer Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion absetzen
    • Thiazide erhöhen die Magnesiumausscheidung im Urin
      • dies kann zu einer Hypomagnesiämie führen
  • Sonstige
    • Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen bei Patienten mit oder ohne Allergien oder Bronchialasthma in der Anamnese möglich
    • Berichte über eine mögliche Verstärkung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
  • akute Myopie und sekundäres akutes Winkelblockglaukom / Engwinkelglaukom
    • Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen
      • diese kann zu transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen
    • für das Sulfonamid Hydrochlorothiazid bisher nur vereinzelt Fälle ohne gesicherten Kausalzusammenhang von akutem Winkelblockglaukom berichtet
    • Symptome beinhalten eine akut einsetzende Verringerung der Sehschärfe oder Augenschmerzen
      • treten typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Therapiebeginn auf
    • unbehandeltes akutes Winkelblockglaukom kann zu permanentem Sehverlust führen
    • als Erstmaßnahme Arzneimitteleinnahme so schnell als möglich beenden
    • sofortige medizinische oder chirurgische Behandlung in Erwägung ziehen, wenn der Augeninnendruck unkontrolliert bleibt
    • Allergie gegenüber Sulfonamiden oder Penicillin zählt zu den Risikofaktoren, ein akutes Winkelblockglaukom zu entwickeln
  • nicht-melanozytärer Hautkrebs
    • in 2 epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet
    • photosensibilisierende Wirkungen von Hydrochlorothiazid könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
    • Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigenHautveränderungen zu melden
    • den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren;
      • z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im Falleiner Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
    • verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischerUntersuchungen von Biopsien
    • bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von Hydrochlorothiazid überprüft werden
  • Doping-Test
    • Hydrochlorothiazid könnte ein positives Analysenergebnis in einem Doping-Test hervorrufen

Fixkombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid

  • Schwangerschaft
    • Anwendung während des 1.Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen
    • falls die Behandlung aufgrund einer Schwangerschaft abgebrochen wird
      • behandelnder Arzt muss entscheiden, ob die Hypertonie-Behandlung fortgesetzt werden soll
  • Risiko einer Hypokaliämie
    • Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiazid-Diuretikum schließt das Auftreten einer Hypokaliämie nicht aus
    • Kaliumspiegel regelmäßig überwachen
  • Kombination mit Lithium
    • Anwendung in Verbindung mit Lithium aufgrund einer Potenzierung der Lithium-Toxizität nicht empfohlen
  • Doping-Test
    • Anwendung bei Dopingkontrollen kann zu positiven Ergebnissen führen
    • Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen