ACICLO BASICS 200mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 25 ST | 14,15 € |
| N3 | 100 ST | 22,66 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Herpes-simplex-, insbesondere Herpes-genitalis-Infektion der Haut und der Schleimhäute (primärer sowie häufig rezidivierender Herpes genitalis), nicht jedoch bei Kindern unter 5 Jahren sowie schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern
- vorbeugende Behandlung bei erwachsenen Patienten, die an sehr schweren Verlaufsformen sehr häufig rezidivierender genitaler Herpes-simplex-Infektionen leiden
Dosierung
- Herpes-simplex-, insbes. Herpes-genitalis-Infektionen der Haut und der Schleimhäute (Erstinfektion sowie häufig wiederkehrende Infektion im Genitalbereich)
- Erwachsene und Kinder (> 5 Jahre)
- Herpes-simplex-Infektionen
- 1 Tablette (200 mg Aciclovir) 5mal / Tag tagsüber in Abständen von 4 Stunden
- Behandlungsdauer: 5 Tage, abhängig vom klin. Zustand des Patienten ggf. länger
- Herpes-simplex-Infektionen
- Erwachsene und Kinder (> 5 Jahre)
- Vorbeugung von schweren Verlaufsformen und sehr häufig wiederkehrenden genitalen Herpessimplex- Infektionen
- Immunkompetente Erwachsene
- 1 Tablette (200 mg Aciclovir) 4mal / Tag in Abständen von 6 Stunden
- alternativ 400 mg Aciclovir 2mal / Tag im Abstand von 12 Stunden
- tägliche Gesamtdosis: 800 mg
- in Einzelfällen wirksame Vorbeugung auch möglich mit
- 1 Tablette (200 mg Aciclovir) 3mal / Tag in Abständen von 8 Stunden oder
- 1 Tablette (200 mg Aciclovir) 2mal / Tag in Abständen von 12 Stunden
- falls es trotz Tagesdosis 800 mg zum Rezidiv kommt:
- 200 mg Aciclovir 5mal / Tag im Abstand von 4 Stunden
- Behandlungsdauer: 5 Tage
- anschließend oben genannte Dosierung geben
- Immunsupprimierte Patienten
- 1 Tablette (200 mg Aciclovir) 4mal / Tag in Abständen von 6 Stunden
- tägliche Gesamtdosis: 800 mg
- stark immunsupprimierte Patienten, z.B. nach Organtransplantationen
- 2 Tabletten (400 mg Aciclovir) 4mal / Tag in Abständen von 6 Stunden
- tägliche Gesamtdosis: 1600 mg
- Behandlungsdauer
- bei gesunder körpereigener Abwehr:
- abhängig von Schwere der Verlaufsformen und Häufigkeit der Rezidive
- max. 6 - 12 Monate
- bei stark geschädigter körpereigener Abwehr: abhängig von Schwere der Immunsuppression und von der Dauer des Infektionsrisikos
- bei gesunder körpereigener Abwehr:
- Immunkompetente Erwachsene
Dosisanpassung
- Kinder:
- Kinder > 5 Jahre:
- Erwachsenendosis
- Kinder < 5 Jahre:
- andere Darreichungsformen wählen
- Kinder > 5 Jahre:
- Patienten mit gestörter enteraler Resorption:
- ggf. Aciclovir-Trockensubstanz zur i.v. Infusion anwenden
- ältere Patienten
- ggf. Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Kreatinin-Clearance > 10 ml / Min: Standarddosierung
- Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min:
- 200 mg 2mal / Tag im Abstand von 12 Stunden
- tägliche Gesamtdosis: 400 mg
Kontraindikationen
Aciclovir - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Aciclovir
- Überempfindlichkeit gegen Valaciclovir
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Aciclovir - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Anämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- Hinweis
- diese Nebenwirkungen waren im Allgemeinen reversibel; überwiegend bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit anderen prädisponierenden beobachtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Symptome von Psychosen
- Halluzinationen
- Agitation
- Verwirrtheitszustände
- Hinweis
- Erkrankungen des Nervensystems
- Hinweis
- diese Nebenwirkungen waren im Allgemeinen reversibel; überwiegend bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit anderen prädisponierenden beobachtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allgemeine körperliche Unruhe
- Tremor
- Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
- Enzephalopathie
- Krampfanfälle
- Ataxie
- Dysarthrie
- Schläfrigkeit
- Hinweis
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Durchfall
- Abdominalschmerzen
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Bilirubin- und Leberenzym-Anstiege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis
- Gelbsucht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Juckreiz
- Hautausschlag (einschließlich Photosensibilitätsreaktionen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- vermehrter diffuser Haarausfall
- da vermehrter diffuser Haarausfall einer großen Vielzahl von Krankheitsverläufen und Arzneimitteln zugeordnet wird, ist der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir-haltigen Arzneimitteln unklar
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- angioneurotisches Ödem (Quincke-Ödem)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Serumharnstoff- und Kreatinin-Anstiege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Nierenversagen
- Nierenschmerzen (können mit Nierenversagen in Zusammenhang stehen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Erschöpfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten unzerkaut möglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser)
- bei eingeschränkter Nierenfunktion verstärkt auf angemessene Flüssigkeitszufuhr während Behandlung achten
Stillzeithinweise
Aciclovir - peroral
- während der Behandlung mit Aciclovir soll nicht gestillt werden
- ist eine systemische Behandlung der Mutter wegen einer schweren Infektion erforderlich, sollte das Stillen aufgrund des Infektionsrisikos beendet werden
- andernfalls sollte eine lokale Behandlung erfolgen, um das Stillen weiter zu ermöglichen
- Vorsicht bei der Behandlung von stillenden Müttern
- Übergang in die Muttermilch
- nach oraler Verabreichung von 200 mg Aciclovir 5mal / Tag in der Muttermilch Aciclovir-Konzentrationen, die dem 0,6- bis 4,1-fachen der jeweiligen Aciclovir-Plasmaspiegel entsprachen, gefunden
- Säugling wäre demnach Aciclovir-Konzentrationen bis zu 0,3 mg / kg KG / Tag ausgesetzt
- nach oraler Verabreichung von 200 mg Aciclovir 5mal / Tag in der Muttermilch Aciclovir-Konzentrationen, die dem 0,6- bis 4,1-fachen der jeweiligen Aciclovir-Plasmaspiegel entsprachen, gefunden
Schwangerschaftshinweise
Aciclovir - peroral
- Anwendung von Aciclovir in der Schwangerschaft sollte nur dann erfolgen, wenn der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken überwiegt
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Aciclovir auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- Register
- nach Markteinführung wurde der Ausgang von Schwangerschaften unter der Behandlung mit allen Formen von Aciclovir in einem Schwangerschaftsregister dokumentiert
- Befunde aus dem Register lassen keine erhöhte Zahl an Fehlbildungen bei mit Aciclovir behandelten Patienten im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung erkennen
- erfasste Fehlbildungen zeigten weder einzigartige noch konstante Muster, die auf einen Zusammenhang hindeuten könnten
- tierexperimentelle Studien
- in Studien nach international akzeptiertem Standard führte eine systemische Exposition mit Aciclovir nicht zu embryotoxischen oder teratogenen Wirkungen an Kaninchen, Ratten oder Mäusen
- in einer nicht dem Standard entsprechenden Untersuchung an Ratten wurden fötale Anomalien gefunden, jedoch erst bei derart hohen subkutanen Dosen, die zu maternaler Toxizität führte
- klinische Relevanz dieser Befunde ist unklar
- Fertilität
- keine Informationen über einen Einfluss auf die weibliche Fertilität nach oraler oder intravenöser Anwendung von Aciclovir beim Menschen
- Studie an 20 männlichen Patienten mit normaler Spermienzahl, die Aciclovir oral in Dosen bis zu 1 g pro Tag über bis zu 6 Monate einnahmen:
- keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Zahl, Motilität oder Morphologie der Spermien gefunden
Warnhinweise
Aciclovir - peroral
- Behandlungsbeginn
- um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte Aciclovir so früh wie möglich verabreicht werden, d. h. möglichst nach dem Auftreten der ersten Hauterscheinungen
- insbesondere bei rezidivierenden Herpessimplex-Infektionen sollte mit der Einnahme von Aciclovir bereits bei ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B. Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) begonnen werden
- Hydratationsstatus
- bei Patienten, die oral hohe Aciclovir-Dosen erhalten, sollte auf angemessene Flüssigkeitszufuhr geachtet werden
- Anwendung gemeinsam mit anderen nephrotoxischen Arzneimitteln
- Risiko einer Nierenfunktionsstörung bei gemeinsamer Anwendung erhöht
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und ältere Patienten
- Dosisreduktion bei vorliegender Nierenfunktionsstörung, da Aciclovir renal ausgeschieden wird
- ältere Patienten
- Wahrscheinlichkeit für eine Einschränkung der Nierenfunktion erhöht, Dosisreduktion erwägen
- ältere Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen haben erhöhtes Risiko für neurologische Nebenwirkungen
- sollten daher engmaschig auf entsprechende Anzeichen überwacht werden
- in den berichteten Fällen waren diese Nebenwirkungen im Allgemeinen nach Beendigung der Behandlung reversibel
- da über die vorbeugende Anwendung von Aciclovir bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Anurie noch keine Angaben vorliegen, sollte ein Einsatz des Präparates unter diesen Bedingungen nicht erfolgen
- Resistenzentwicklung
- bei stark immunsupprimierten Patienten kann eine längere oder wiederholte Behandlung mit Aciclovir zu einer Selektion von Virusstämmen mit reduzierter Empfindlichkeit führen
- Folge: Patienten sprechen möglicherweise auf die weitere Behandlung mit Aciclovir nicht mehr an
- Übertragung von Herpes genitalis
- Patienten sollte geraten werden, bei bestehenden Symptomen keinen Geschlechtsverkehr zu haben, selbst wenn die antivirale Behandlung bereits begonnen wurde
- während der Suppressions-Therapie mit antiviralen Mitteln ist Virusausscheidung signifikant reduziert, jedoch weiterhin Risiko einer Übertragung.
- empfohlen, zusätzlich zur Therapie mit Aciclovir auf geschützten Geschlechtsverkehr („Safer Sex") zu achten