Aciclovir Noridem 250 mg Pul.z.Herst.e.Inf.-Lsg.

DEMO Pharmaceuticals GmbH
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Wirkstoff: Aciclovir →

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N3 10 ST 89,70 €

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Fachinformationen

Indikation

  • immunsupprimierte Patienten
    • Infektionen mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV)
    • Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus (HSV)
  • immunkompetente Patienten
    • VZV-Infektionen
      • schwere Gürtelrose aufgrund des Ausmaßes der Läsionen oder ihrer Fähigkeit zum Fortschreiten
      • Windpocken bei schwangeren Frauen, wenn der Ausschlag 8 - 10 Tage vor der Entbindung auftritt
      • Varizellen bei Neugeborenen
      • Neugeborene ohne Ausschlag, wenn der Ausbruch der Windpocken bei der Mutter innerhalb von 5 Tagen vor und 2 Tagen nach der Entbindung auftrat
      • schwere Formen von Windpocken bei Kindern unter 1 Jahr
      • komplizierte Windpocken, insbesondere Varizellenpneumonie
    • HSV-Infektionen
      • schwere primäre Herpesinfektion der Genitalien
      • Behandlung der akuten herpetischen Gingivostomatitis, wenn die funktionellen Beschwerden eine orale Behandlung unmöglich machen
      • Kaposi-Juliusberg-Dermatitis (Ekzem herpeticum)
      • Behandlung der herpetischen Meningoenzephalitis

Dosierung

Basiseinheit: jede Durchstechflasche enthält 250 mg Aciclovir (als Natriumsalz)

  • Infektionen mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV)
    • Patienten mit normaler Nierenfunktion
      • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
        • Varizella-Zoster-Virus (VZV)-Infektionen
          • 10 mg Aciclovir / kg KG / 8 Std.
          • schwangere Frauen
            • 10 - 15 mg Aciclovir / kg / 8 Std.
        • Herpes-simplex-Virus (HSV) (außer Meningoenzephalitis)
          • 10 mg Aciclovir / kg KG / 8 Std.
        • Herpetische Meningoenzephalitis
          • 10 mg Aciclovir / kg KG / 8 Std.
      • Kinder (>/= 3 Monate - 12 Jahre)
        • 10 mg Aciclovir / kg KG / 8 Std.
        • max. 400 mg Aciclovir / 8 Std.
        • immunsupprimierte Kinder
          • 20 mg Aciclovir / kg / 8 Std.
            • max. 800 mg Aciclovir / 8 Std.
      • Neugeborene und Säuglinge (</= 3 Monate)
        • bekannter oder vermuteter Neugeborenen-Herpes
          • 20 mg Aciclovir i. v. / kg / 8 Std.
          • Behandlungsdauer
            • disseminierte und ZNS-Erkrankung: 21 Tage
            • auf Haut und Schleimhäute beschränkte Erkrankung: 14 Tage
    • Behandlungsdauer:
      • i. d. R. 5 Tage, kann aber je nach Zustand des Patienten und Ansprechen auf die Behandlung angepasst werden
      • Varicella-Zoster-Virus: 8 - 10 Tage
      • herpetische Meningoenzephalitis: 10 Tage (muss an den Zustand des Patienten und sein Ansprechen auf die Behandlung angepasst werden)
      • andere Infektionen mit dem Herpes-simplex-Virus: 5 - 10 Tage
      • Neugeborenen-Herpes bei mukokutanen Infektionen (Haut/Augen/Mund): 14 Tage
      • Neugeborenen-Herpes bei disseminierter Erkrankung oder Erkrankung des zentralen Nervensystems: 21 Tage
      • Dauer der prophylaktischen Behandlung richtet sich nach der Länge der Risikoperiode

Dosisanpassung

  • ältere Menschen
    • Möglichkeit einer Nierenfunktionsstörung berücksichtigen
    • Dosierung entsprechend der Kreatinin-Clearance anpassen
    • auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
  • adipöse Patienten
    • bei adipösen Patienten, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder bei älteren Patienten: Dosisreduktion in Erwägung ziehen
  • Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
    • Anwendung mit Vorsicht
    • auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
    • Intervall zwischen zwei Dosen und die Dosierung auf Grundlage der
      • Kreatinin-Clearance in ml / Min. für Erwachsene und Jugendliche
      • Kreatinin-Clearance in ml / Min. / 1,73 m2 für Säuglinge und Kinder < 13 Jahre
    • Dosisanpassung bei Erwachsenen und Jugendlichen (> 12 Jahre):
      • Kreatinin-Clearance 25 - 50 ml / Min.
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 5 mg Aciclovir / kg KG / 12 Std.
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Kindern oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 10 mg Aciclovir / kg KG / 12 Std.
      • Kreatinin-Clearance 10 - 25 ml / Min.
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 5 mg Aciclovir / kg KG / 24 Std.
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Kindern oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 10 mg Aciclovir / kg KG / 24 Std.
      • Kreatinin-Clearance 0 (anurisch) - 10 ml / Min.
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 2,5 mg Aciclovir / kg KG / 24 Std.
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Kindern oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 5 mg Aciclovir / kg KG / 24 Std.
      • Hämodialysepatienten
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 2,5 mg Aciclovir / kg KG / 24 Std. und nach der Hämodialyse
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Kindern oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 5 mg Aciclovir / kg KG / 24 Std. und nach der Hämodialyse
    • Dosisanpassung bei Kindern (</= 12 Jahre), Säuglingen und Neugeborenen
      • Kreatinin-Clearance 25 - 50 ml / Min. / 1,73 m2
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 10 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Patienten oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 20 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag
      • Kreatinin-Clearance 10 - 25 ml / Min. / 1,73 m2
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 5 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Patienten oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 10 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag
      • Kreatinin-Clearance 0 (anurisch) - 10 ml / Min. / 1,73 m2
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 2,5 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Patienten oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 5 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag
      • Hämodialysepatienten
        • HSV oder VZV Infektionen (außer Meningoenzephalitis)
          • 2,5 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag und nach der Hämodialyse
        • VZV Infektionen bei immungeschwächten Patienten oder herpetischer Meningoenzephalitis
          • 5 mg Aciclovir / kg KG 2mal / Tag und nach der Hämodialyse

Kontraindikationen

Aciclovir - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Aciclovir und/oder Valaciclovir

Nebenwirkungen

Aciclovir - invasiv
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Absinken hämatologischer Parameter (Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Anaphylaxie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
      • Erregung
      • Verwirrtheitszustände
      • Tremor
      • Ataxie
      • Dysarthrie
      • Halluzinationen
      • psychotische Symptome
      • Krämpfe
      • Somnolenz
      • Enzephalopathie
      • Koma
        • die oben genannten Nebenwirkungen sind im Allgemeinen reversibel und wurden meist bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder anderen prädisponierenden Faktoren berichtet
  • Gefässerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Phlebitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Atemnot
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Diarrhoe
      • Bauchschmerzen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • reversibler Anstieg von Leberenzymen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • reversibler Anstieg von Bilirubin
      • Gelbsucht
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
      • Urtikaria
      • Ausschläge (einschließlich Photosensibilität)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg der Harnstoff- und Kreatininspiegel im Blut
        • es wird angenommen, dass der schnelle Anstieg der Harnstoff- und Kreatininspiegel im Blut mit den maximalen Plasmaspiegeln und dem Hydratationszustand des Patienten zusammenhängt
        • um diese Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte das Arzneimittel nicht als intravenöse Bolusinjektion, sondern als langsame Infusion über eine Zeitspanne von einer Stunde angewendet werden
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Beeinträchtigung der Nierenfunktion
      • akutes Nierenversagen
      • Nierenschmerzen
        • es sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden
        • eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion spricht normalerweise schnell auf eine Rehydratation des Patienten und/oder eine Verringerung der Dosis oder das Absetzen des Arzneimittels an
        • in Ausnahmefällen kann es jedoch zu einer Progression bis zu akutem Nierenversagen kommen
        • Nierenschmerzen können mit Nierenversagen und Kristallurie in Zusammenhang stehen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erschöpfung
      • Fieber
      • lokale Entzündungsreaktionen
        • bei versehentlicher Infusion von Aciclovir i.v. in extrazelluläres Gewebe traten schwere lokale Entzündungsreaktionen auf, die manchmal zu Hautnekrosen führten

Anwendungshinweise

  • streng intravenöse Anwendung
    • jede Dosis sollte langsam intravenös (per Pumpe oder Infusion) über mind. 1 Std. injiziert werden
  • Anweisungen zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Aciclovir - invasiv
  • während der Behandlung mit Aciclovir sollte nicht gestillt werden
  • Übergang in Muttermilch
    • nach oraler Verabreichung von 200 mg Aciclovir 5-mal täglich wurden in der Muttermilch Aciclovir-Konzentrationen gefunden, die dem 0,6 bis 4,1fachen der jeweiligen Aciclovir-Plasmaspiegel entsprechen.
    • ein Säugling wäre demnach Aciclovir-Konzentrationen von bis zu 0,3 mg/kg KG/Tag ausgesetzt

Schwangerschaftshinweise

Aciclovir - invasiv
  • Anwendung von Aciclovir während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung, wenn der potentielle Nutzen für den Patienten das potentielle Risiko nicht bekannter Risiken überwiegt (strenge Indikationsstellung)
    • gilt besonders im 1. Trimenon
    • sollte sich die intravenöse Gabe von Aciclovir in der Schwangerschaft als notwendig erweisen, so ist darauf zu achten, dass maximalen Einzel- und Tagesdosen nicht überschritten werden
    • der Verlauf dieser Schwangerschaften sollte dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden
  • mit der intravenösen Verabreichung von Aciclovir beim Menschen in der Schwangerschaft liegen erst wenige Erfahrungen vor
  • nach Markteinführung wurde der Ausgang von Schwangerschaften unter der Behandlung mit allen Formen von Aciclovir in einem Schwangerschaftsregister dokumentiert
    • die Befunde aus dem Register lassen keine erhöhte Zahl an Fehlbildungen bei mit Aciclovir behandelten Patienten im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung erkennen
    • erfasste Fehlbildungen zeigten weder einzigartige noch konstante Muster, die auf einen Zusammenhang hindeuten könnten
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte Effekte in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
    • die systemische Verabreichung von Aciclovir in international anerkannten Standardtests hatte keine embryotoxischen oder teratogenen Auswirkungen auf Kaninchen, Ratten oder Mäuse
    • ein nicht-standardisierter Test an Ratten hatte fetale Missbildungen zur Folge, allerdings nur bei Verabreichung hoher subkutaner, maternal-toxischer Dosen
      • die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist unklar
  • Fertilität
    • es liegen keine Informationen über einen Einfluss auf die weibliche Fertilität nach oraler oder intravenöser Anwendung von Aciclovir beim Menschen beim Menschen vor
    • in einer Studie an 20 männlichen Patienten mit normaler Spermienzahl, die Aciclovir oral in Dosen bis zu 1 g pro Tag über bis zu 6 Monaten einnahmen, wurden keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Zahl, Motilität oder Morphologie der Spermien gefunden

Warnhinweise

Aciclovir - invasiv
  • die fertige Infusionslösung hat einen pH-Wert von ca. 11 und darf nicht peroral verabreicht werden
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion / Nephrotoxizität
    • Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion reduzieren
      • um eine Akkumulation von Aciclovir im Körper zu vermeiden
      • Aciclovir wird renal eliminiert
    • Ältere Patienten
      • bei älteren Patienten die Notwendigkeit einer Dosisreduktion in Betracht ziehen
        • da eine verringerte Nierenfunktion wahrscheinlich ist
        • bei älteren Patienten nimmt die globale Aciclovir-Clearance parallel mit der Kreatinin-Clearance ab
        • es wird empfohlen die Flüssigkeitszufuhr und die Kreatinin-Clearance vor der Anwendung von hohen Dosen Aciclovir, besonders bei älteren Patienten, die eine eingeschränkte Nierenfunktion bei normalen Serum Kreatininwerten, zu überprüfen
    • wird Aciclovir in einer hohen Dosis verabreicht, wie z. B. bei der Behandlung von Herpes-Enzephalitis, sollte ebenfalls eine Überprüfung der Nierenfunktion erfolgen
      • dies gilt in besonderem Maße bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei Patienten, die wenig Flüssigkeit zu sich nehmen
      • es muss für eine angemessene Flüssigkeitszufuhr bei Patienten, die Aciclovir intravenös oder in hohen oralen Dosen erhalten, gesorgt werden
    • wenn die maximale Löslichkeit von freiem Aciclovir (2,5 mg/ml bei 37 °C Wasser) überschritten wird, kann es durch die Ausfällung von Aciclovir-Kristallen zu einer Schädigung der Nierentubuli kommen
      • Aciclovir-Infusionen sollten daher über eine Zeitspanne von wenigstens einer Stunde gegeben werden, um eine Schädigung der Nierentubuli zu vermeiden
      • schnelle Injektionen oder Bolusinjektionen sind zu vermeiden
    • Vorsicht ist geboten, wenn intravenös verabreichtes Aciclovir zusammen mit anderen nephrotoxischen Arzneimitteln angewendet wird
    • Erhöhung des Risikos einer Nierenschädigung bei
      • gleichzeitiger Verabreichung anderer nephrotoxischer Arzneimittel
      • vorbestehender Nierenfunktionseinschränkung
      • Dehydratation
  • Hydratationsstatus
    • es sollte darauf geachtet werden, dass Aciclovir-Infusionen von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr begleitet werden
      • gilt insbesondere bei Patienten, die höhere Aciclovir-Dosen erhalten (z. B. bei Herpes-Enzephalitis), sowie
      • innerhalb der ersten Stunden nach der Infusion, da dann die maximalen Aciclovir-Konzentrationen im Urin auftreten
  • Kontakt mit den Augen oder ungeschützter Haut vermeiden
  • Neurotoxizität
    • bei älteren Patienten und Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung neurologischer Nebenwirkungen
      • engmaschige Überwachung der Patienten auf entsprechende Symptome
      • aus den berichteten Fällen geht hervor, dass diese Reaktionen nach Absetzen der Behandlung im Allgemeinen reversibel waren
    • Vorsichtige Anwendung von Aciclovir bei Patienten
      • die auf zytotoxische Arzneimittel neurologische Reaktionen zeigen oder
      • die gleichzeitig Interferon oder intrathekal Methotrexat anwenden
      • mit signifikanter Hypoxie oder
      • schweren Leber- oder Elektrolytstörungen
  • Resistenzentwicklung
    • bei stark immunsupprimierten Patienten kann eine längere oder wiederholte Behandlung mit Aciclovir zu einer Selektion von Virusstämmen mit reduzierter Empfindlichkeit führen, mit der Folge, dass diese Patienten auf die weitere Behandlung mit Aciclovir möglicherweise nicht mehr ansprechen
  • Übertragung von Herpes genitalis
    • den Patienten sollte geraten werden, bei bestehenden Symptomen keinen Geschlechtsverkehr zu haben, selbst wenn die antivirale Behandlung bereits begonnen wurde
    • Empfehlung, zusätzlich zur Therapie mit Aciclovir auf geschützten Geschlechtsverkehr („Safer Sex") zu achten
    • während der Suppressionstherapie mit antiviralen Mitteln ist die Virusausscheidung signifikant reduziert, jedoch besteht weiterhin das Risiko einer Übertragung