Aciclovir PUREN 400 mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 35 ST | 19,14 € |
| N2 | 70 ST | 27,05 € |
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Indikation
- Behandlung von Infektionen mit Herpes-simplex-Viren (HSV) der Haut und der Schleimhäute, einschließlich primärer sowie rezidivierender Herpes genitalis
- keine Anwendung bei HSV-Infektionen bei Neugeborenen sowie schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern
- Unterdrückung (Verhinderung von Rezidiven) von wiederkehrenden Herpes-simplex-Infektionen bei immunkompetenten Patienten
- Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei immungeschwächten Patienten
- Behandlung von Varizellen-(Windpocken) und Herpes-Zoster (Gürtelrose)-Infektionen
Dosierung
- Erwachsene
- Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen
- 200 mg Aciclovir 5mal / Tag, im Abstand von ca. 4 Stunden, unter Weglassen der nächtlichen Dosierung
- Dauer der Behandlung
- Fortsetzung für 5 Tage
- bei schweren Erstinfektionen: ggf. notwendig die Behandlungsdauer zu verlängern
- stark immunsupprimierte Patienten (z. B. nach Knochenmarktransplantation) oder Patienten mit verminderter Resorption aus dem Darm
- Dosis auf 400 mg Aciclovir verdoppeln, oder alternativ i.v. Anwendung in Betracht ziehen
- Behandlungsbeginn
- so früh wie möglich nach Beginn einer Infektion
- bei wiederkehrenden Episoden vorzugsweise bereits in der Prodromalphase oder bei ersten Anzeichen von Läsionen
- Unterdrückung von Herpes-simplex-Infektionen bei immunkompetenten Patienten
- 200 mg Aciclovir 4mal / Tag, im Abstand von ca. 6 Stunden
- alternativ: viele Patienten können ausreichend mit einer Dosis von 400 mg Aciclovir 2mal / Tag, im Abstand von ca. 12 Stunden behandelt werden
- Dosissenkung kann sich als wirksam erweisen
- 200 mg Aciclovir 3mal / Tag, im Abstand von ca. 8 Stunden oder
- 200 mg Aciclovir 2mal / Tag, im Abstand von ca. 12 Stunden
- Erleiden einer Durchbruchinfektion
- bei einigen Patienten bei einer Gesamtdosis von 800 mg Aciclovir / Tag möglich
- Dauer der Behandlung
- in regelmäßigen Abständen von 6 - 12 Monaten unterbrechen, um mögliche Veränderungen im natürlichen Verlauf der Erkrankung zu beobachten
- Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei immunsupprimierten Patienten
- 200 mg Aciclovir 4mal / Tag, ca. alle 6 Stunden
- bei stark immunsupprimierten Patienten (z. B. nach Knochenmarktransplantation) oder bei Patienten mit verminderter Resorption aus dem Darm
- Dosis auf 400 mg Aciclovir verdoppeln, oder alternativ i.v. Anwendung in Betracht ziehen
- Dauer der prophylaktischen Anwendung
- wird durch die Dauer der Risikoperiode bestimmt
- Behandlung von Varizellen- und Herpes-Zoster-Infektionen
- 800 mg Aciclovir 5mal / Tag, im Abstand von ca. 4 Stunden, unter Weglassen der nächtlichen Dosierung
- Dauer der Behandlung: 7 Tage
- stark immunsupprimierte Patienten (z. B. nach Knochenmarktransplantation) oder Patienten mit verminderter Resorption aus dem Darm
- i.v. Anwendung in Betracht ziehen
- Beginn der Behandlung
- so früh wie möglich nach Beginn einer Infektion
- Behandlung von Herpes Zoster
- so schnell wie möglich nach Auftreten des Ausschlags
- Behandlung von Windpocken bei immunkompetenten Patienten
- innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten des Ausschlags
- Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen
- Kinder und Jugendliche
- Herpes-simplex-Infektionen und Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei Immunschwäche
- Kinder >/= 2 Jahre
- Dosis für Erwachsene
- Kinder </= 2 Jahre
- Hälfte der Dosis für Erwachsene
- Kinder >/= 2 Jahre
- Infektionen mit Herpesviren bei Neugeborenen
- i.v. Anwendung von Aciclovir
- Varizellen-Infektion
- >/= 6 Jahre
- 800 mg Aciclovir 4mal / Tag
- 2 - 5 Jahre
- 400 mg Aciclovir 4mal / Tag
- </= 2 Jahre
- 200 mg Aciclovir 4mal / Tag
- Dauer der Behandlung
- 5 Tage
- genauere Berechung
- 20 mg Aciclovir / kg Kg 4mal / Tag
- max. Tagesdosis: 800 mg
- >/= 6 Jahre
- immunkompetente Kinder
- keine spezifischen Daten zur Unterdrückung von Herpes-simplex-Infektionen oder zur Behandlung von Herpes-Zoster Infektionen vorhanden
- Herpes-simplex-Infektionen und Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei Immunschwäche
Dosisanpassung
- ältere Menschen
- Möglichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion berücksichtigen: Dosierung entsprechend anpassen
- Patienten, die hohe Dosen von Aciclovir einnehmen: ausreichende Hydratation aufrechterhalten
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Anwendung mit Vorsicht
- ausreichende Hydratation aufrechterhalten
- Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen
- empfohlene orale Dosen führen nicht zu einer Akkumulation von Aciclovir über das Niveau hinaus, das durch i.v. Infusion als sicher eingestuft wurde
- schwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance </= 10 ml / Min.)
- Dosisanpassung: 200 mg Aciclovir 2mal / Tag, im Abstand von ca. 12 Stunden
- Behandlung von Herpes-Zoster-Infektionen
- schwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance </= 10 ml / Min.)
- Dosisanpassung: 800 mg Aciclovir 2mal / Tag, in ca. 12 Stunden Abständen
- mittelschwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 10 ml / Min. - 25 ml / Min.)
- 800 mg Aciclovir 3mal / Tag, in Abständen von ca. 8 Stunden
- schwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance </= 10 ml / Min.)
Kontraindikationen
Aciclovir - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Aciclovir
- Überempfindlichkeit gegen Valaciclovir
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Aciclovir - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Anämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- Hinweis
- diese Nebenwirkungen waren im Allgemeinen reversibel; überwiegend bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit anderen prädisponierenden beobachtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Symptome von Psychosen
- Halluzinationen
- Agitation
- Verwirrtheitszustände
- Hinweis
- Erkrankungen des Nervensystems
- Hinweis
- diese Nebenwirkungen waren im Allgemeinen reversibel; überwiegend bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit anderen prädisponierenden beobachtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allgemeine körperliche Unruhe
- Tremor
- Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
- Enzephalopathie
- Krampfanfälle
- Ataxie
- Dysarthrie
- Schläfrigkeit
- Hinweis
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Durchfall
- Abdominalschmerzen
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Bilirubin- und Leberenzym-Anstiege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis
- Gelbsucht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Juckreiz
- Hautausschlag (einschließlich Photosensibilitätsreaktionen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- vermehrter diffuser Haarausfall
- da vermehrter diffuser Haarausfall einer großen Vielzahl von Krankheitsverläufen und Arzneimitteln zugeordnet wird, ist der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir-haltigen Arzneimitteln unklar
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- angioneurotisches Ödem (Quincke-Ödem)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Serumharnstoff- und Kreatinin-Anstiege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Nierenversagen
- Nierenschmerzen (können mit Nierenversagen in Zusammenhang stehen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Erschöpfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- Tabletten ganz mit etwas Wasser schlucken
- Hinweis
- Patienten, die hohe Dosierungen erhalten, sollen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sein
Stillzeithinweise
Aciclovir - peroral
- während der Behandlung mit Aciclovir soll nicht gestillt werden
- ist eine systemische Behandlung der Mutter wegen einer schweren Infektion erforderlich, sollte das Stillen aufgrund des Infektionsrisikos beendet werden
- andernfalls sollte eine lokale Behandlung erfolgen, um das Stillen weiter zu ermöglichen
- Vorsicht bei der Behandlung von stillenden Müttern
- Übergang in die Muttermilch
- nach oraler Verabreichung von 200 mg Aciclovir 5mal / Tag in der Muttermilch Aciclovir-Konzentrationen, die dem 0,6- bis 4,1-fachen der jeweiligen Aciclovir-Plasmaspiegel entsprachen, gefunden
- Säugling wäre demnach Aciclovir-Konzentrationen bis zu 0,3 mg / kg KG / Tag ausgesetzt
- nach oraler Verabreichung von 200 mg Aciclovir 5mal / Tag in der Muttermilch Aciclovir-Konzentrationen, die dem 0,6- bis 4,1-fachen der jeweiligen Aciclovir-Plasmaspiegel entsprachen, gefunden
Schwangerschaftshinweise
Aciclovir - peroral
- Anwendung von Aciclovir in der Schwangerschaft sollte nur dann erfolgen, wenn der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken überwiegt
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Aciclovir auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- Register
- nach Markteinführung wurde der Ausgang von Schwangerschaften unter der Behandlung mit allen Formen von Aciclovir in einem Schwangerschaftsregister dokumentiert
- Befunde aus dem Register lassen keine erhöhte Zahl an Fehlbildungen bei mit Aciclovir behandelten Patienten im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung erkennen
- erfasste Fehlbildungen zeigten weder einzigartige noch konstante Muster, die auf einen Zusammenhang hindeuten könnten
- tierexperimentelle Studien
- in Studien nach international akzeptiertem Standard führte eine systemische Exposition mit Aciclovir nicht zu embryotoxischen oder teratogenen Wirkungen an Kaninchen, Ratten oder Mäusen
- in einer nicht dem Standard entsprechenden Untersuchung an Ratten wurden fötale Anomalien gefunden, jedoch erst bei derart hohen subkutanen Dosen, die zu maternaler Toxizität führte
- klinische Relevanz dieser Befunde ist unklar
- Fertilität
- keine Informationen über einen Einfluss auf die weibliche Fertilität nach oraler oder intravenöser Anwendung von Aciclovir beim Menschen
- Studie an 20 männlichen Patienten mit normaler Spermienzahl, die Aciclovir oral in Dosen bis zu 1 g pro Tag über bis zu 6 Monate einnahmen:
- keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Zahl, Motilität oder Morphologie der Spermien gefunden
Warnhinweise
Aciclovir - peroral
- Behandlungsbeginn
- um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte Aciclovir so früh wie möglich verabreicht werden, d. h. möglichst nach dem Auftreten der ersten Hauterscheinungen
- insbesondere bei rezidivierenden Herpessimplex-Infektionen sollte mit der Einnahme von Aciclovir bereits bei ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B. Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) begonnen werden
- Hydratationsstatus
- bei Patienten, die oral hohe Aciclovir-Dosen erhalten, sollte auf angemessene Flüssigkeitszufuhr geachtet werden
- Anwendung gemeinsam mit anderen nephrotoxischen Arzneimitteln
- Risiko einer Nierenfunktionsstörung bei gemeinsamer Anwendung erhöht
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und ältere Patienten
- Dosisreduktion bei vorliegender Nierenfunktionsstörung, da Aciclovir renal ausgeschieden wird
- ältere Patienten
- Wahrscheinlichkeit für eine Einschränkung der Nierenfunktion erhöht, Dosisreduktion erwägen
- ältere Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen haben erhöhtes Risiko für neurologische Nebenwirkungen
- sollten daher engmaschig auf entsprechende Anzeichen überwacht werden
- in den berichteten Fällen waren diese Nebenwirkungen im Allgemeinen nach Beendigung der Behandlung reversibel
- da über die vorbeugende Anwendung von Aciclovir bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Anurie noch keine Angaben vorliegen, sollte ein Einsatz des Präparates unter diesen Bedingungen nicht erfolgen
- Resistenzentwicklung
- bei stark immunsupprimierten Patienten kann eine längere oder wiederholte Behandlung mit Aciclovir zu einer Selektion von Virusstämmen mit reduzierter Empfindlichkeit führen
- Folge: Patienten sprechen möglicherweise auf die weitere Behandlung mit Aciclovir nicht mehr an
- Übertragung von Herpes genitalis
- Patienten sollte geraten werden, bei bestehenden Symptomen keinen Geschlechtsverkehr zu haben, selbst wenn die antivirale Behandlung bereits begonnen wurde
- während der Suppressions-Therapie mit antiviralen Mitteln ist Virusausscheidung signifikant reduziert, jedoch weiterhin Risiko einer Übertragung.
- empfohlen, zusätzlich zur Therapie mit Aciclovir auf geschützten Geschlechtsverkehr („Safer Sex") zu achten