Aciclovir-ratiopharm 50mg/g Creme

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Aciclovir →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 5 G 14,21 €
N3 20 G 21,30 €

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Fachinformationen

Indikation

  • lindernde Therapie von Schmerzen und Juckreiz bei rezidivierendem Herpes genitalis und labialis
  • Hinweis
    • Creme bereits bei den 1. Anzeichen der Herpes-Erkrankung (Brennen, Jucken, Spannungsgefühl und Rötung) anwenden, um einen größtmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen
    • wenn die Hauteffloreszenzen das Krustenstadium erreicht haben, ist eine virustatische Behandlung mit Aciclovir nicht mehr sinnvoll

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 50 mg Aciclovir

  • zur lindernden Therapie von Schmerzen und Juckreiz bei rezidivierendem Herpes genitalis und labialis
    • 5mal / Tag alle 4 Stunden auf die Haut auftragen
    • Behandlungsdauer
      • 5 Tage
      • im Einzelfall so lange, bis die Bläschen verkrustet oder abgeheilt sind
      • max. 10 Tage

Kontraindikationen

Aciclovir - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Aciclovir oder Valaciclovir
  • darf nicht auf Schleimhäute (z.B. in der Mundhöhle oder am Auge) aufgetragen werden, da sonst mit lokalen Reizerscheinungen zu rechnen ist

Nebenwirkungen

Aciclovir - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp, einschließlich
        • Angioödem
      • Urticaria
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vorübergehendes Brennen oder Stechen auf den behandelten Hautabschnitten
      • Eintrocknung oder Abschuppung der behandelten Haut
      • Juckreiz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythrem / Rötung
      • Auftreten einer Kontaktdermatitis
        • Kontaktdermatitis ist daran zu erkennen, dass die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten und über die mit dem Arzneimittel behandelten Hautabschnitte hinausgehen

Anwendungshinweise

  • tagsüber auf die infizierten Hautbereiche dünn aufgetragen
  • Creme mit Hilfe eines Wattestäbchens dünn auf infizierte Hautbereiche auftragen
  • Creme nicht nur auf die bereits sichtbaren Anzeichen des Herpes (Bläschen, Schwellung, Rötung), sondern auch angrenzende Bereiche auftragen
  • bei Auftragung mit der Hand, diese vorher und nachher intensiv reinigen (Vorbeugung einer zusätzlichen Infektion der geschädigten Hautpartie bzw. einer Übertragung der Viren auf noch nicht infizierte Schleimhaut- und Hautbereiche)
  • wegen lokaler Reizerscheinungen keine Anwendung auf Schleimhäuten (Mundhöhle, am Auge, in der Scheide)

Stillzeithinweise

Aciclovir - extern
  • begrenzt verfügbare Daten beim Menschen zeigen, dass Aciclovir nach systemischer Anwendung in die Muttermilch übergeht
    • jedoch ist die Dosis, die ein Kind nach externer Anwendung von Aciclovier bei der Mutter durch das Stillen aufnehmen würde, vernachlässigbar
    • Aciclovir ist nach topischer Applikation auf die gesunde Haut kaum systemisch verfügbar
  • wenn Aciclovir während der Stillzeit angewendet wird
    • sollte ein Kontakt des gestillten Kindes mit den behandelten Körperstellen vermieden werden

Schwangerschaftshinweise

Aciclovir - extern
  • Aciclovir sollte nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens und möglicher Risiken aufgetragen werden
    • auch wenn die systemisch verfügbare Menge Aciclovir nach topischer Anwendung sehr niedrig ist
  • begrenzte Erfahrungen über eine orale Anwendung von Aciclovir in der Schwangerschaft lassen nicht auf Nebenwirkungen von Aciclovir auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus / Neugeborenen schließen
  • bisher keine einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
  • seit Markteinführung werden Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft (über alle verfügbaren Darreichungsformen und Stärken von Aciclovir) in einem so genannten Schwangerschaftsregister dokumentiert
    • dieses zeigt keine erhöhte Missbildungsrate im Vergleich zur normalen Bevölkerung
    • die aufgetretenen Geburtsschäden zeigten weder Einzigartigkeit noch ein konsistentes Muster, so dass nicht auf Aciclovir als Ursache geschlossen werden kann
  • tierexperimentelle Studien
    • in Studien nach international akzeptiertem Standard führte eine systemische Verabreichung von Aciclovir nicht zu embryotoxischen oder teratogenen Wirkungen an Kaninchen, Ratten oder Mäusen
    • in einem Nicht-Standardtest an Ratten wurden nur bei sehr hohen subkutanen Dosen, die zu maternaler Toxizität führten, fetale Abnormalitäten beobachtet
      • klinische Relevanz dieser Befunde ist unklar

Warnhinweise

Aciclovir - extern
  • Kontakt mit Schleimhäuten / Augen
    • darf nicht auf Schleimhäute (z. B. in der Mundhöhle, am Auge oder in der Scheide) aufgetragen werden, da sonst mit lokalenReizerscheinungen zu rechnen ist
    • besonders sollte darauf geachtet werden, ein versehentliches Einführen in das Auge zu vermeiden
  • bei schweren Verlaufsformen von rezidivierendem Herpes labialis
    • vor Behandlungsbeginn einen Arzt konsultieren
  • bei stark immungeschwächten Patienten (z.B. AIDS-Patienten oder Empfänger einer Knochenmarktransplantation)
    • Anwendung nicht empfohlen
    • orale Verabreichung von Aciclovir sollte in Betracht gezogen werden
    • diese Patienten sollten bei jeder Infektion vor Behandlungsbeginn einen Arzt konsultieren
  • Patienten, die an einer akuten Episode von Lippenherpes leiden
    • sollten die Verbreitung des Virus vermeiden, insbesondere bei offener Wunde