Actikerall 5 mg/g + 100 mg/g Lsg.z.Anw.a.d.Haut
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 25 G | – |
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Indikation
- topische Behandlung leicht tastbarer und/oder mäßig dicker hyperkeratotischer aktinischer Keratosen (Grad I/II) bei immunkompetenten erwachsenen Patienten
Dosierung
Basiseinheit: 1 g (1,05 ml) Lösung enthält 5 mg Fluorouracil und 100 mg Salicylsäure
- topische Behandlung leicht tastbarer und/oder mäßig dicker hyperkeratotischer aktinischer Keratosen (Grad I/II)
- Erwachsene
- 1mal / Tag auf zu behandelnden Hautbereich (</= 25 cm2) auftragen
- Behandlungsdauer:
- Anwendung
- bis zum vollständigen Abheilen der Läsionen oder
- bis zu max. 12 Wochen
- Ansprechen auf das Arzneimittel
- nach 4 Wochen sichtbar
- verstärkt sich im Lauf der Zeit (Daten über Behandlung bis zu 12 Wochen vorhanden)
- vollständige Heilung der Läsion(en) oder optimale therapeutische Wirkung evtl. erst bis zu 8 Wochen nach Behandlungsende sichtbar
- Anwendung
- multipel auftretende aktinische Keratosen
- gleichzeitige Behandlung, auch der umgebenden Haut, möglich (Erfahrungswerte für gleichzeitige Behandlung von bis zu 10 Läsionen)
- Gesamtfläche der zu behandelnden Haut </= 25 cm2 (5 cm x 5 cm)
- rezidivierende Läsionen: Wirksamkeit einer wiederholten Behandlung formal nicht in klinischen Studien untersucht
- Erwachsene
Dosisanpassungen
- Kinder und Jugendliche
- keine relevante Anwendung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Niereninsuffizienz
- kontraindiziert
- bei Auftreten schwerer Nebenwirkungen
- reduzierte Anwendung: 3mal / Woche, bis zur Besserung
- bei Behandlung von Hautarealen mit dünner Epidermis
- weniger häufige Anwendung
- häufige Kontrolle des Therapieverlaufs
Kontraindikationen
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- Überempfindlichkeit gegen Fluorouracil oder Salicylsäure
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- Anwendung zusammen mit Brivudin, Sorivudin und Analoga
- da diese Wirkstoff potente Hemmstoffe des Fluorouracil-abbauenden Enzyms Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD) sind
- Anwendung auf großen Hautflächen (Hautfläche nicht größer als 25 cm2)
- darf nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung gebracht werden
- Säuglinge
- Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- kontaktallergische Reaktionen (aufgrund der enthaltenen Salicylsäure)
- derartige kontaktallergische Reaktionen können in Form von Jucken, Rötungen und Bläschen auch außerhalb des Applikationsareals auftreten
- kontaktallergische Reaktionen (aufgrund der enthaltenen Salicylsäure)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- trockene Augen
- Augenjucken
- vermehrte Tränensekretion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautabschuppung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- am Verabreichungsort:
- Erytheme
- Entzündungen
- Reizungen (inklusive Brennen)
- Schmerzen
- Pruritus
- am Verabreichungsort:
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- am Verabreichungsort:
- Blutungen
- Hauterosionen
- Verkrustungen
- am Verabreichungsort:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- am Verabreichungsort:
- Dermatitis
- Ödem
- Ulzeration
- am Verabreichungsort:
- ohne Häufigkeitsangabe
- in seltenen Fällen kann ein starkes Brennen zum Absetzen der Therapie führen
- durch die starke hornschichterweichende Wirkung kann es insbesondere in der Umgebung der Warze zu weißlichen Verfärbungen und Abschilferungen der Haut kommen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
Anwendungshinweise
- nur zur Anwendung auf der Haut
- Lösung mit beiliegendem Pinselapplikator auftragen
- Pinsel vor der Anwendung am Flaschenhals abstreifen (um zu starkes Tränken zu verhindern)
- jedoch genügend Produkt verwenden, damit sich nach dem Trocknen ein Film bilden kann
- behandeltes Areal nach dem Auftragen nicht abdecken, damit die Lösung auf dem betroffenen Bereich trocknen und einen Film bilden kann
- vor jeder erneuten Anwendung bereits bestehenden Film durch vorsichtiges Abziehen entfernen (evtl. leichter mit warmem Wasser)
- nicht auf behaarter Haut anwenden (kann zum Verkleben der Haare im Behandlungsbereich führen)
- bei Anwendung auf behaarter Haut: Haare vor jeder Anwendung durch Rasieren oder mit anderen geeigneten Methoden entfernen
Stillzeithinweise
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- kontraindiziert in der Stillzeit
- nicht bekannt, ob Fluorouracil oder seine Metaboliten nach topischer Anwendung in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- kontraindiziert bei Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann
- keine Daten über die Anwendung von topischem Fluorouracil bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Fluorouracil
- bei systemisch verabreichten Fluorouracil bei Tieren teratogene Wirkung beobachtet
- Salicylsäure
- Salicylsäure kann den Schwangerschaftsausgang bei Nagetieren negativ beeinflussen
- Fluorouracil
- Fertilität
- Fertilitätsstudien mit systemisch angewendetem Fluorouracil zeigten eine transiente Infertitilität bei männlichen und reduzierte Trächtigkeitsraten bei weiblichen Nagetieren
- jedoch ist aufgrund der sehr geringen Resorption der Wirkstoffe nach topischer Anwendung auf der Haut eine Relevanz für die Anwendung beim Menschen unwahrscheinlich
- Fertilitätsstudien mit systemisch angewendetem Fluorouracil zeigten eine transiente Infertitilität bei männlichen und reduzierte Trächtigkeitsraten bei weiblichen Nagetieren
Warnhinweise
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- Arzneimittel enthält das Zytostatikum 5-Fluorouracil (5-FU)
- Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-(DPD)-Enzym-Mangel
- das Enzym Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD) spielt eine wichtige Rolle für denAbbau von Fluorouracil
- Inhibierung, ein Mangel oder eine verringerte Aktivität dieses Enzyms kann zu einer Akkumulation von Fluorouracil führen
- da jedoch die perkutane Resorption von Fluorouracil vernachlässigbar ist, wenn das Arzneimittel gemäß der zugelassenen Produktinformation angewendet wird, sind in dieser Subpopulation keine Unterschiede im Sicherheitsprofil zu erwarten
- Dosisanpassungen nicht als notwendig angesehen
- Patienten, die Phenytoin gleichzeitig mit Fluorouracil einnehmen
- sollten regelmäßig auf einen erhöhten Phenytoin-Plasma-Spiegel untersucht werden
- falls Hautareale mit dünner Epidermis von Warzen befallen sind
- Wirkstofflösung weniger häufig auftragen und Therapieverlauf öfter kontrollieren, da es durch die stark hornschichterweichende Wirkung der enthaltenen Salicylsäure zu Narbenbildung kommen kann
- Vorbehandlung von Warzen mit sehr starker Verhornungstendenz
- bei Warzen mit sehr starker Verhornungstendenz manchmal angebracht, mitSalicylsäure-Pflaster vorzubehandeln
- sollte nicht nicht auf blutigen Läsionen angewendet werden
- Patienten mit Sensibilitätsstörungen (z.B. bei Diabetes mellitus)
- engmaschige ärztliche Kontrolle erforderlich
- Sonnenexposition bei aktinischen Keratosen
- aktinische Keratosen entstehen durch chronische UV-Schäden
- jede lokale Reizung an den behandelten Hautstellen kann sich durch Sonnenexposition verschlechtern
- Patienten sollte angeraten werden, die Haut gegen weitere übermäßige und gehäufte Sonneneinstrahlung zu schützen, insbesondere an den behandelten Hautstellen
- andere Hauterkrankungen bei der Behandlung von aktinischen Keratosen
- keine Erfahrungen mit der Behandlung von aktinischen Keratosen in einem Hautareal vorliegend, das gleichzeitig von einer anderen Hautkrankheit betroffen ist
- Arzt sollte in Betracht ziehen, dass sich das Behandlungsergebnis unterscheiden kann
- Basalzellkarzinome (BCC) sowie Morbus Bowen
- sollten nicht mit diesem Arzneimittel behandelt werden, da hierfür keine Erfahrungen vorliegen