Adcetris 50mg Pulver
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 3378,54 € |
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Indikation
- Hodgkin-Lymphom
- Behandlung erwachsener Patienten mit bislang unbehandeltem CD30+ Hodgkin-Lymphom (HL) im Stadium III oder IV in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD)
- Behandlung erwachsener Patienten mit bislang unbehandeltem CD30+ HL im Stadium IIB mit Risikofaktoren, im Stadium III oder im Stadium IV in Kombination mit Etoposid, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Dacarbazin, Dexamethason (BrECADD)
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit CD30+ HL mit erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko nach einer autologen Stammzellentransplantation (ASCT)
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem CD30+ Hodgkin-Lymphom (HL)
- 1. nach einer ASCT oder
- 2. nach mind. zwei vorangegangenen Therapien, wenn eine ASCT oder eine Kombinationschemotherapie nicht als Behandlungsoption in Frage kommt
- systemisches anaplastisches großzelliges Lymphom
- Anwendung in Kombination mit Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (CHP) bei erwachsenen Patienten mit bislang unbehandeltem systemischem anaplastischem großzelligem Lymphom (sALCL)
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem sALCL
- kutanes T-Zell-Lymphom
- Behandlung erwachsener Patienten mit CD30+ kutanem T-Zell-Lymphom (CTCL) nach mind. einer vorangegangenen systemischen Behandlung
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml der rekonstituierten Lösung enthält 5 mg Brentuximab vedotin
- allg.
- Anwendung unter Aufsicht eines in der Anwendung von Krebsmedikamenten erfahrenen Arztes
- Patienten mit Körpergewicht (KG) > 100 kg
- Wert von 100 kg für die Dosisberechnung verwenden
- vor der Verabreichung jeder Dosis dieses Medikamentes sollte ein komplettes Blutbild durchgeführt werden
- Patienten während und nach der Infusion überwachen
- bislang unbehandeltes HL
- Brentuximab vedotin + AVD
- Tag 1 und 15 jedes 28-Tage-Zyklus
- 1,2 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min., in Kombination mit einer Chemotherapie (Doxorubicin [A], Vinblastin [V] und Dacarbazin [D] [AVD])
- Behandlungsdauer
- 6 Zyklen
- bei allen erwachsenen Patienten mit bislang unbehandeltem HL, die Kombinationstherapie erhalten, wird ab der 1. Dosis eine Primärprophylaxe mit Wachstumsfaktoren (granulocyte-colony stimulating factor, G-CSF) empfohlen
- s. Fachinformationen der Chemotherapeutika, die in Kombination mit Brentuximab Vedotin zur Behandlung von bislang unbehandelten Patienten mit HL verabreicht werden
- Tag 1 und 15 jedes 28-Tage-Zyklus
- BrECADD
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG / 3 Wochen, als i.v. Infusion über 30 Min., in Kombination mit einer Chemotherapie (Etoposid (E), Cyclophosphamid (C), Doxorubicin (A), Dacarbazin (D), Dexamethason (D) [BrECADD])
- Behandlungsdauer
- bis zu 6 Zyklen
- bei allen erwachsenen Patienten mit zuvor unbehandeltem HL, die Kombinationstherapie erhalten, muss ab dem 5. Tag jedes Zyklus eine Primärprophylaxe mit Wachstumsfaktorunterstützung (G-CSF) durchgeführt werden
- Vorbehandlung mit Dexamethason über 4 Tage vor dem 1. Chemotherapiezyklus wird für Patienten > 40 Jahre oder nach Ermessen des Arztes empfohlen
- während der gesamten Dauer der Chemotherapie muss 3mal / Woche eine Antibiotikaprophylaxe erfolgen
- Anfangsdosierung und Dosisverringerungsstufen für das BrECADD-Behandlungsschema
- siehe Dosisanpassung
- Brentuximab vedotin + AVD
- HL mit erhöhtem Risiko für Rezidiv oder Progression
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- Behandlung sollte gem. klin. Beurteilung nach der Erholung von der ASCT einsetzen
- Behandlungsdauer
- bis zu 16 Zyklen
- rezidiviertes oder refraktäres HL
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- entspricht empfohlener Anfangsdosierung für die Wiederholungsbehandlung von Patienten, die zuvor schon auf die Behandlung angesprochen haben
- alternativ:
- Behandlungsbeginn mit der zuletzt tolerierten Dosierung
- Behandlungsdauer
- bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität
- Patienten, bei denen eine Stabilisierung oder Besserung der Erkrankung erreicht wird:
- mind. 8 Zyklen
- max. 16 Zyklen (ca. 1 Jahr)
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- bislang unbehandeltes sALCL
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Minuten / 3 Wochen in Kombination mit einer Chemotherapie (Cyclophosphamid [C], Doxorubicin [H] und Prednison [P]; [CHP])
- Primärprophylaxe mit G-CSF ab der 1. Dosis empfohlen
- s. Fachinformationen der Chemotherapeutika, die in Kombination mit Brentuximab Vedotin zur Behandlung von bislang unbehandelten Patienten mit sALCL verabreicht werden
- Behandlungsdauer
- 6 - 8 Zyklen
- rezidiviertes oder refraktäres sALCL
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- entspricht empfohlener Anfangsdosierung für die Wiederholungsbehandlung von Patienten, die zuvor schon auf die Behandlung angesprochen haben
- alternativ:
- Behandlungsbeginn mit der zuletzt tolerierten Dosierung
- Behandlungsdauer
- bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität
- Patienten, bei denen eine Stabilisierung oder Besserung der Erkrankung erreicht wird:
- mind. 8 Zyklen
- max. 16 Zyklen (ca. 1 Jahr)
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- CTCL
- 1,8 mg Brentuximab Vedotin / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- Behandlungsdauer
- bis zu 16 Zyklen
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Kombinationstherapie
- engmaschige Überwachung auf unerwünschte Ereignisse
- keine Erfahrungswerte aus klin. Studien mit Brentuximab Vedotin in Kombination mit einer Chemotherapie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und
- Serumkreatinin >/= 2,0 mg / dl und / oder
- Kreatinin-Clearance oder errechnete Kreatinin-Clearance </= 40 ml / Min.
- schwer
- Einsatz von Brentuximab Vedotin in Kombination mit einer Chemotherapie vermeiden
- Monotherapie
- engmaschige Überwachung auf unerwünschte Ereignisse
- schwere Nierenfunktionsstörung
- initial: 1,2 mg / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- Kombinationstherapie
- eingeschränkte Leberfunktion
- Kombinationstherapie
- engmaschige Überwachung auf unerwünschte Ereignisse
- leicht
- Kombinationstherapie mit AVD
- initial: 0,9 mg / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 2 Wochen
- Kombinationstherapie mit CHP
- initial: 1,2 mg / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- keine Erfahrungswerte aus klin. Studien mit Brentuximab Vedotin in Kombination mit einer Chemotherapie bei Patienten, bei denen
- Bilirubinwert > 1,5fach Obere Normalgrenze (ON) (ausgenommen: Patienten mit Gilbert Syndrom) oder
- Alanin-Aminotransferase (ALT)- oder Aspartat-Aminotransferase (AST)-Wert > 3fach ON oder
- > 5fach ON, wenn es gute Gründe gibt, diese Erhöhung auf Leber-lokalisiertes HL zurückzuführen
- Kombinationstherapie mit AVD
- mittelgradig - schwer
- Einsatz von Brentuximab Vedotin in Kombination mit einer Chemotherapie vermeiden
- Monotherapie
- engmaschige Überwachung auf unerwünschte Ereignisse
- initial: 1,2 mg / kg KG, als i.v. Infusion über 30 Min. / 3 Wochen
- Kombinationstherapie
- Neutropenie
- wenn sich während der Behandlung eine Neutropenie entwickelt, sollte die Gabe der nächsten Dosis verzögert werden oder bei nachfolgenden Zyklen eine Dosisanpassung vorgenommen werden
- Monotherapie*
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (< LLN - 1.500 / mm3 < LLN - 1,5 x 109 / l) oder Grad 2 (< 1.500 - 1.000 / mm3 < 1,5 - 1,0 x 109 / l)
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Grad 3 (< 1.000 - 500 / mm3 < 1,0 - 0,5 × 109 / l) oder Grad 4 (< 500 / mm3 < 0,5 x 109 / l)
- Verabreichung der Dosis verzögern, bis die Toxizität wieder auf </= Grad 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist
- danach Behandlung in unveränderter Dosierung und unveränderten Behandlungsintervallen fortführen
- bei Patienten, die eine Lymphopenie Grad 3 oder Grad 4 entwickeln, kann die Behandlung ohne Unterbrechung fortgesetzt werden
- bei Patienten, die eine Neutropenie Grad 3 oder Grad 4 entwickeln, kann in den folgenden Zyklen G-CSF oder GM-CSF in Betracht gezogen werden
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (< LLN - 1.500 / mm3 < LLN - 1,5 x 109 / l) oder Grad 2 (< 1.500 - 1.000 / mm3 < 1,5 - 1,0 x 109 / l)
- AVD/CHP-Kombinationstherapie*
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (< LLN - 1.500 / mm3 < LLN - 1,5 x 109 / l) oder Grad 2 (< 1.500 - 1.000 / mm3 < 1,5 - 1,0 x 109 / l) oder Grad 3 (< 1.000 - 500 / mm3 < 1,0 - 0,5 × 109 / l) oder Grad 4 (< 500 / mm3 < 0,5 x 109 / l)
- Primärprophylaxe mit G-CSF ab der 1. Dosis empfohlen
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (< LLN - 1.500 / mm3 < LLN - 1,5 x 109 / l) oder Grad 2 (< 1.500 - 1.000 / mm3 < 1,5 - 1,0 x 109 / l) oder Grad 3 (< 1.000 - 500 / mm3 < 1,0 - 0,5 × 109 / l) oder Grad 4 (< 500 / mm3 < 0,5 x 109 / l)
- Hämotoxizitäten während einer BrECADD-Kombinationstherapie*
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Leukozyten >/= 2500 / mm3 >/= 2,5 x 109 / l ODER Neutrophile >/= 1500 / mm3 >/= 1,5 x 109 / l UND Thrombozyten >/= 80000 / mm3 >/= 80 x 109 / l
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Leukozyten < 2000 - 1000 / mm3 < 2,0 - 1,0 x 109 / l ODER Neutrophile < 1000 - 500 / mm3 < 1,0 - 0,5 x 109 / l UND Thrombozyten < 50000 - 25000 / mm3 < 50,0 - 25,0 x 109 / l
- Behandlung aussetzen bis Toxizität wieder auf den Ausgangswert zurückgegangen ist
- Werte bis zum 28. Tag des Zyklus nicht erholt: Dosisverringerung von Brentuximab vedotin von 1,2 mg / kg KG - max. 120 mg / 3 Wochen in Betracht ziehen
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Leukozyten < 1000 / mm3 < 1,0 x 109 / l ODER Neutrophile < 500 / mm3 < 0,5 x 109 / l UND Thrombozyten < 25000 / mm3 < 25,0 x 109 / l
- Behandlung aussetzen bis Toxizität wieder auf den Ausgangswert zurückgegangen ist
- dann Behandlung mit Brentuximab vedotin fortsetzen mit einer verringerten Dosis von 1,2 mg / kg KG - max. 120 mg / 3 Wochen
- Schweregrad der Neutropenie (Anzeichen und Symptome): Leukozyten >/= 2500 / mm3 >/= 2,5 x 109 / l ODER Neutrophile >/= 1500 / mm3 >/= 1,5 x 109 / l UND Thrombozyten >/= 80000 / mm3 >/= 80 x 109 / l
- *Einteilung basiert auf den Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) V3.0 des National Cancer Institute (NCI), s. Neutrophile / Granulozyten; LLN = unterer Grenzwert des Normbereichs
- BrECADD-Behandlungsschema
- Dosis bei Auftreten eines oder mehrerer Ereignisse in einem bestimmten Zyklus auf den unten angegebenen Wert senken und über die nächsten Zyklen beibehalten
- treten Ereignisse in 2 aufeinanderfolgenden Zyklen auf, wird die Dosis auf den Ausgangswert gesenkt (siehe unten)
- zu den Ereignissen gehören
- Leukopenie über > 4 Tage
- Thrombozytopenie an einem oder mehreren Tagen
- Infektion CTCAE Grad 4
- andere CTCAE-Grad-Toxizitäten
- Behandlungsverzögerung von > 2 Wochen aufgrund einer unzureichenden Erholung der Blutwerte
- Anfangsdosierung und Dosisverringerungsstufen
- Dosis 4 (Anfangsdosierung)
- 1250 mg / m2 Cyclophosphamid (C)
- 40 mg / m2 Doxorubicin (A)
- 150 mg / m2 Etoposid (E)
- 250 mg / m2 Dacarbazin (D)
- 40 mg / m2 Dexamethason (D)
- Dosis 3
- 1100 mg / m2 Cyclophosphamid (C)
- 40 mg / m2 Doxorubicin (A)
- 125 mg / m2 Etoposid (E)
- 250 mg / m2 Dacarbazin (D)
- 40 mg / m2 Dexamethason (D)
- Dosis 2
- 950 mg / m2 Cyclophosphamid (C)
- 40 mg / m2 Doxorubicin (A)
- 100 mg / m2 Etoposid (E)
- 250 mg / m2 Dacarbazin (D)
- 40 mg / m2 Dexamethason (D)
- Dosis 1
- 800 mg / m2 Cyclophosphamid (C)
- 40 mg / m2 Doxorubicin (A)
- 100 mg / m2 Etoposid (E)
- 250 mg / m2 Dacarbazin (D)
- 40 mg / m2 Dexamethason (D)
- Ausgangswert
- 650 mg / m2 Cyclophosphamid (C)
- 35 mg / m2 Doxorubicin (A)
- 100 mg / m2 Etoposid (E)
- 250 mg / m2 Dacarbazin (D)
- 40 mg / m2 Dexamethason (D)
- Dosis 4 (Anfangsdosierung)
- periphere Neuropathie (sensorisch oder motorisch, neu auftretend oder sich verschlechternd)
- Monotherapie
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (Parästhesie und / oder verminderte Reflexe, ohne Funktionsverlust)
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 2 (Beeinträchtigung der Funktion, jedoch keine Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten)
- Verabreichung der Dosis verzögern, bis Toxizität </= Grad 1 oder Ausgangswert
- danach Behandlung mit reduzierter Dosierung von 1,2 mg / kg KG - max. 120 mg / 3 Wochen fortsetzen
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 3 (Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten)
- Vergabe aussetzen, bis Toxizität </= Grad 1 oder Ausgangswert
- danach Behandlung mit reduzierter Dosierung von 1,2 mg / kg KG bis max. 120 mg / 3 Wochen wieder aufnehmen
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 4 (sensorische Neuropathie, die stark behindernd ist, oder motorische Neuropathie, die lebensbedrohlich ist oder zu einer Lähmung führt)
- Behandlung abbrechen
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (Parästhesie und / oder verminderte Reflexe, ohne Funktionsverlust)
- Kombinationstherapie
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (Parästhesie und / oder verminderte Reflexe, ohne Funktionsverlust)
- Kombinationstherapie mit AVD
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Kombinationstherapie mit CHP
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Kombinationstherapie mit BrECADD
- Dosis und Behandlungsintervalle beibehalten
- Kombinationstherapie mit AVD
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 2 (Beeinträchtigung der Funktion, jedoch keine Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten)
- Kombinationstherapie mit AVD
- Dosisreduktion auf 0,9 mg / kg KG - max. 90 mg / 2 Wochen
- Kombinationstherapie mit CHP
- sensorische Neuropathie
- Behandlung mit der gleichen Dosis fortsetzen
- motorische Neuropathie
- Dosisreduktion auf 1,2 mg / kg KG bis max. 120 mg / 3 Wochen
- sensorische Neuropathie
- Kombinationstherapie mit BrECADD
- Behandlung aussetzen bis Symptome auf Werte </= Grad 1 oder den Ausgangswert zurückgegangen sind
- dann Behandlung mit Brentuximab vedotin fortsetzen mit einer verringerten Dosis von 1,2 mg / kg KG - max. 120 mg / 3 Wochen
- Kombinationstherapie mit AVD
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 3 (Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten)
- Kombinationstherapie mit AVD
- Behandlung aussetzen, bis Toxizität </= Grad 2
- danach Behandlung mit reduzierter Dosierung von 0,9 mg / kg KG bis max. 90 mg / 2 Wochen wieder aufnehmen
- Kombinationstherapie mit CHP
- sensorische Neuropathie
- Dosisreduktion auf 1,2 mg / kg KG bis max. 120 mg / 3 Wochen
- motorische Neuropathie
- Behandlung abbrechen
- sensorische Neuropathie
- Kombinationstherapie mit BrECADD
- siehe Grad 2
- Kombinationstherapie mit AVD
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 4 (sensorische Neuropathie, die stark behindernd ist, oder motorische Neuropathie, die lebensbedrohlich ist oder zu einer Lähmung führt)
- Kombinationstherapie mit AVD
- Behandlung abbrechen
- Kombinationstherapie mit CHP
- Behandlung abbrechen
- Kombinationstherapie mit BrECADD
- Behandlung abbrechen
- Kombinationstherapie mit AVD
- Schweregrad der peripheren sensorischen oder motorischen Neuropathie (Anzeichen und Symptome): Grad 1 (Parästhesie und / oder verminderte Reflexe, ohne Funktionsverlust)
- Einteilung basiert auf den Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) V3.0 des National Cancer Institute (NCI), siehe Neuropathie: motorisch; Neuropathie: sensorische und neuropathische Schmerzen
- Monotherapie
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Dosierungsempfehlungen s. Erwachsene
- Sicherheit und Wirksamkeit als Teil des BrECADD-Schemas bei Patienten >/= 60 Jahre nicht nachgewiesen
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- derzeit verfügbaren Daten werden beschrieben
- jedoch keine Dosierungsempfehlungen möglich
Kontraindikationen
Brentuximab vedotin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Brentuximab Vedotin
- kombinierte Anwendung von Bleomycin und Brentuximab Vedotin (verursacht pulmonale Toxizität)
Nebenwirkungen
Brentuximab vedotin - invasiv
Monotherapie
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektion
- Infektion der oberen Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herpes zoster
- Pneumonie (möglicherweise häufiger bei älteren Patienten)
- Herpes simplex
- orale Candidose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pneumocystis-jiroveci-Pneumonie
- Staphylokokken-Bakteriämie
- Cytomegalovirusinfektion oder Reaktivierung dieser Infektion
- Sepsis/septischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- progressive multifokale Leukoenzephalopathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie (möglicherweise häufiger bei älteren Patienten)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- febrile Neutropenie (möglicherweise häufiger bei älteren Patienten)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktische Reaktionen (Symptome einer anaphylaktischen Reaktion können unter anderem Urtikaria, Angioödem, Hypotonie und Bronchospasmus umfassen, müssen sich aber nicht darauf beschränken)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Entwicklung von Anti-Wirkstoff-Antikörpern
- assoziiert mit einer höheren Inzidenz von infusionsbedingten Reaktionen als bei Patienten, die als temporär positiv oder negativ getestet wurden
- führte nicht zu einer Verminderung der Wirksamkeit von Brentuximab vedotin
- Entwicklung von Anti-Wirkstoff-Antikörpern
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tumorlyse-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- periphere sensorische Neuropathie
- periphere motorische Neuropathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- demyelinisierende Polyneuropathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Husten
- Dyspnoe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Diarrhö
- Erbrechen
- Obstipation
- Abdominalschmerz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akute Pankreatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Alanin-Aminotransferase / Aspartat-Aminotransferase (ALT / AST)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alopezie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stevens-Johnson-Syndrom / Epidermolysis acuta toxica
- toxisch epidermale Nekrolyse (wurde im Bereich der Kombinationstherapie nicht berichtet)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittlexanthem mit Eosinophilie und systemischen Manifestationen (DRESS)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Myalgie
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rückenschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ermüdung/Fatigue
- Fieber
- Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, einschl.
- Kopfschmerzen
- Ausschlag
- Rückenschmerzen
- Erbrechen
- Schüttelfrost
- Übelkeit
- Atemnot
- Pruritus
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schüttelfrost
- ohne Häufigkeitsangabe
- Extravasation an der Infusionsstelle
- ein Paravasat kann zu Hautrötung, Schmerzen, Schwellung, Blasenbildung, Exfoliation und Zellulitis an der bzw. um die Infusionsstelle herum führen
- Extravasation an der Infusionsstelle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewicht erniedrigt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Kombinationstherapie
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektion
- Infektion der oberen Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pneumonie
- orale Candidose
- Sepsis / septischer Schock
- Herpes zoster
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herpes simplex
- Pneumocystis jiroveci Pneumonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie
- Anaemie
- febrile Neutropenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombozytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktische Reaktionen (Symptome einer anaphylaktischen Reaktion können unter anderem Urtikaria, Angioödem, Hypotonie und Bronchospasmus sein)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Entwicklung von Anti-Wirkstoff-Antikörpern
- Auswirkung auf die Wirksamkeit uneindeutig
- Entwicklung von Anti-Wirkstoff-Antikörpern
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Appetit vermindert
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tumorlyse-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- periphere sensorische Neuropathie
- periphere motorische Neuropathie
- Schwindelgefühl
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Husten
- Dyspnoe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Obstipation
- Erbrechen
- Diarrhö
- Abdominalschmerz
- Stomatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akute Pankreatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Alanin-Aminotransferase / Aspartat-Aminotransferasewerte (ALT / AST)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Alopezie
- Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stevens-Johnson-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Knochenschmerzen
- Arthralgie
- Rückenschmerzen
- Myalgie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ermüdung/Fatigue
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, einschl.
- Kopfschmerzen
- Ausschlag
- Rückenschmerzen
- Erbrechen
- Schüttelfrost
- Übelkeit
- Dyspnoe
- Pruritus
- Husten
- Schmerzen an der Infusionsstelle
- Fieber
- Schüttelfrost
- Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, einschl.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewicht erniedrigt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Infusion über 30 Min. (nach Rekonstitution)
- Patienten während und nach der Infusion überwachen
- nicht als intravenöse (i.v.) Stoßtherapie oder als Bolus verabreichen
- Brentuximab Vedotin muss durch eine dafür reservierte i.v. Leitung verabreicht werden und darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden
- Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Brentuximab vedotin - invasiv
- Entscheidung treffen, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll / die Behandlung zu unterbrechen ist
- sowohl das potentielle Risiko des Stillens für das Kind als auch den Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- nur ungenügende Informationen vorliegend, ob Brentuximab Vedotin oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Brentuximab vedotin - invasiv
- darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der potentielle Nutzen für die Mutter ist deutlich größer als das mögliche Risiko für den Fötus
- wenn eine schwangere Frau behandelt werden muss, muss sie deutlich über das potenzielle Risiko für den Fötus hingewiesen werden
- tierexperimentelle Studien
- zeigten Reproduktionstoxizität
- Frauen in gebärfähigem Alter
- sollen während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung mit Brentuximab Vedotin zwei zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
- Fertilität
- in präklinischen Studien verursachte die Behandlung mit Brentuximab Vedotin Hodentoxizität
- kann möglicherweise die männliche Fertilität verändern
- MMAE besitzt aneugenische Eigenschaften
- Männer, die mit diesem Arzneimittel behandelt werden, wird empfohlen
- vor der Behandlung Sperma-Proben einfrieren zu lassen
- während der Behandlung und bis zu 6 Monaten nach der letzten Dosis kein Kind zu zeugen
- in präklinischen Studien verursachte die Behandlung mit Brentuximab Vedotin Hodentoxizität
Warnhinweise
Brentuximab vedotin - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Progressive multifokale Leukenzephalopathie
- Reaktivierung des John Cunningham Virus (JCV) kann auftreten, die zu einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) und zum Tod führen kann
- wurde bei Patienten beobachtet, die diese Behandlung erhielten, nachdem sie zuvor mehrere andere Chemotherapien erhalten hatten
- PML ist eine seltene demyelinisierende Erkrankung des zentralen Nervensystems, die durch die Reaktivierung von latentem JCV verursacht wird und oft tödlich verläuft
- Patienten genau auf neue oder sich verschlechternde neurologische und kognitive Anzeichen oder Symptome für Verhaltensveränderungen, die möglicherweise auf eine PML hinweisen, überwachen
- Verabreichung von Brentuximab Vedotin sollte bei jedem Verdacht auf PML unterbrochen werden
- Arzt sollte insbesondere auf Symptome achten, die auf eine PML hinweisen, und die der Patient möglicherweise nicht bemerkt (z.B. kognitive, neurologische oder psychiatrische Symptome)
- Möglichkeiten zur Abklärung des PML-Verdachts
- neurologische Untersuchung
- Gadolinium-Kontrast-MRT des Gehirns
- Liquor-PCR-Untersuchung auf JCV-DNA
- Gehirn-Biopsie mit Nachweis von JCV
- negative JCV-PCR schließt PML nicht aus
- zusätzliche Nachuntersuchungen können gerechtfertigt sein, wenn keine alternative Diagnose gestellt werden kann
- Verabreichung von Brentuximab Vedotin muss dauerhaft eingestellt werden, wenn die Diagnose PML bestätigt wird
- Reaktivierung des John Cunningham Virus (JCV) kann auftreten, die zu einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) und zum Tod führen kann
- Pankreatitis
- bei Patienten, die mit Brentuximab Vedotin behandelt wurden, wurde akute Pankreatitis beobachtet
- über Fälle mit tödlichem Ausgang wurde berichtet
- Patienten sollen engmaschig hinsichtlich neu auftretender oder sich verschlimmernder Schmerzen im Abdomen kontrolliert werden
- diese Schmerzen könnten auf eine akute Pankreatitis hindeuten
- für die Abklärung am Patienten sollten körperliche Untersuchungen, Laboruntersuchungen auf Serumamylase und Serumlipase, und bildgebende Verfahren des Abdomens, solche wie Ultraschall und andere geeignete Untersuchungsmethoden, herangezogen werden
- bei Verdacht auf akute Pankreatitis sollte die Gabe von Brentuximab Vedotin ausgesetzt werden
- wenn sich die Diagnose einer akuten Pankreatitis bestätigt, muss Brentuximab Vedotin abgesetzt werden
- bei Patienten, die mit Brentuximab Vedotin behandelt wurden, wurde akute Pankreatitis beobachtet
- Pulmonale Toxizität
- es wurden Fälle von pulmonaler Toxizität, einschließlich Pneumonie, interstitieller Lungenerkrankung und akutem Atemnot-Syndrom (acute respiratory distress syndrome, ARDS), einige mit tödlichem Verlauf, bei Patienten berichtet, die mit Brentuximab Vedotin behandelt wurden
- kausaler Zusammenhang ist nicht gesichert, jedoch kann das Risiko für eine pulmonale Toxizität nicht ausgeschlossen werden
- im Fall von neu auftretenden oder sich verstärkenden pulmonalen Symptomen (z. B. Husten, Dyspnoe), sollte umgehend eine diagnostische Einschätzung vorgenommen sowie eine angemessene Behandlung von Patienten eingeleitet werden
- es sollte erwogen werden die Dosierung von Brentuximab Vedotin während der Auswertung und bis zur symptomatischen Verbesserung beizubehalten
- Schwere Infektionen und opportunistische Infektionen
- schwere Infektionen wie Lungenentzündung, Staphylokokken-Bakteriämie, Sepsis / septischer Schock (inklusive tödlichen Ausgängen) und Herpes zoster, sowie opportunistische Infektionen wie Pneumocystis-jiroverci Pneumonie und orale Candidose unter der Behandlung beobachtet
- Patienten sorgfältig überwachen, ob sich eine mögliche schwere und opportunistische Infektion entwickelt
- Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion
- Fälle von Sofort- und Spät-Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion (infusion-related reactions, IRR) sowie anaphylaktische Reaktionen beobachtet
- Patienten sollten während und nach der Infusion sorgfältig überwacht werden
- falls anaphylaktische Reaktion auftritt
- sofortiger und endgültiger Behandlungsabbruch
- geeignete medizinische Behandlung einleiten
- falls infusionsbedingte Reaktion auftritt
- Infusion unterbrechen
- geeignete medizinische Maßnahmen einleiten
- Infusion kann nach Abklingen der Symptome wieder mit einer langsameren Geschwindigkeit begonnen werden
- Patienten, bei denen bereits eine infusionsbedingte Reaktion aufgetreten war
- sollten für die nachfolgenden Infusionen entsprechend prämediziert werden
- Prämedikation kann Paracetamol, ein Antihistaminikum und ein Corticosteroid enthalten
- Patienten mit Antikörper gegen Brentuximab Vedotin
- infusionsbedingte Reaktionen häufiger und in schwererer Ausprägung
- Tumorlysesyndrom
- Fälle von Tumorlyse-Syndrom (TLS) berichtet
- Risiko bei Patienten mit rasch proliferierenden Tumoren und hoher Tumorlast
- diese Patienten sollten engmaschig überwacht und entsprechend medizinisch behandelt werden
- Behandlung von TLS u.a. durch
- forcierte Hydrierung
- Überwachung der Nierenfunktion
- Korrektur von Elektrolytstörungen
- anti-hyperurikämische Therapie
- unterstützende Behandlung
- Periphere Neuropathie
- eine Behandlung mit Brentuximab Vedotin kann eine sowohl sensorische als auch motorische periphere Neuropathie verursachen
- eine durch Brentuximab Vedotin ausgelöste periphere Neuropathie ist typischerweise eine Folge kumulativer Exposition zu diesem Arzneimittel und ist in den meisten Fällen reversibel
- in klinischen Studien zeigte sich bei einem Großteil der Patienten eine Besserung oder ein vollständiges Abklingen der Symptome
- Patienten auf Anzeichen einer Neuropathie hin überwachen, z.B.
- Hypästhesie
- Hyperästhesie
- Parästhesie
- Unwohlsein
- brennendes Gefühl
- neuropathische Schmerzen
- Schwäche
- Patienten mit neu auftretender oder sich verschlechternder peripherer Neuropathie
- evtl. Aufschub der Verabreichung und Dosisreduktion von Brentuximabvedotin oder Absetzen der Behandlung erforderlich
- Hämatologische Toxizität
- Grad 3 oder Grad 4 Anämie, Thrombozytopenie, und anhaltende (> / = 1 Woche) Grad 3 oder Grad 4 Neutropenie möglich
- vor Verabreichung jeder Dosis sollte komplettes Blutbild erstellt werden
- bei Entwicklung einer Grad 3 oder Grad 4 Neutropenie sollte eine Dosisanpassung erfolgen (siehe Dosierung)
- Febrile Neutropenie
- Fälle von febriler Neutropenie beobachtet (Fieber unbekannter Ursache, ohne klinisch oder mikrobiologisch dokumentierte Infektion mit < 1,0 × 109/l neutrophile Granulozyten, Fieber > / = 38,5°C; Ref. CTCAE v3)
- vor Verabreichung jeder Dosis sollte komplettes Blutbild erstellt werden
- Patienten engmaschig auf Fieber überwachen
- wenn sich febrile Neutropenie entwickelt, entsprechend dem besten medizinischen Verfahren behandeln
- bei einer Kombinationsbehandlung mit AVD oder CHP oder als BrECADD-Schema war ein fortgeschrittenes Alter ein Risikofaktor für febrile Neutropenie
- wenn Brentuximab Vedotin in Kombination mit AVD oder CHP gegeben wird, wird bei erwachsenen Patienten unabhängig von deren Alter ab der ersten Verabreichung eine vorhergehende Prophylaxe mit G-CSF empfohlen
- wenn Brentuximab vedotin in Kombination als Teil des BrECADD-Schemas gegeben wird, muss allen erwachsenen Patienten unabhängig von deren Alter ab dem 5. Tag jedes Zyklus eine Primärprophylaxe mit G-CSF verabreicht werden
- schwere Hautreaktionen (Severe Cutaneous Adverse Reactions, SCARs)
- unter Behandlung mit Brentuximab vedotin wurden Fälle schwerer Hautreaktionen (SCARs) gemeldet, einschließlich
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- Epidermolysis acuta toxica (TEN)
- Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (drug reaction with eosinophilia and systemic symptoms, DRESS)
- über tödliche Ausgänge von SJS und TEN wurde berichtet
- wenn ein SJS, TEN oder DRESS auftritt
- muss die Behandlung abgebrochen und eine geeignete medizinische Behandlung eingeleitet werden
- unter Behandlung mit Brentuximab vedotin wurden Fälle schwerer Hautreaktionen (SCARs) gemeldet, einschließlich
- Gastrointestinale Komplikationen
- Berichte, einige mit Todesfolge, über gastrointestinale (GI) Komplikationen einschließlich
- gastrointestinaler Obstruktion
- Ileus
- Enterokolitis
- neutropenische Kolitis
- Erosionen
- Geschwüre
- Perforationen
- Hämorrhagie
- bei dem Auftreten von neuen oder sich verschlechternden GI-Symptomen sollte umgehend eine diagnostische Auswertung und eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden
- Berichte, einige mit Todesfolge, über gastrointestinale (GI) Komplikationen einschließlich
- Hepatotoxizität
- Berichte von einer Hepatotoxizität in Form von erhöhten Alanin-Aminotransferase-(ALT) und Aspartat-Aminotransferase-(AST)-Werten im Zusammenhang mit Brentuximab Vedotin
- es sind auch schwerwiegende Fälle von Hepatotoxizität, einschließlich Todesfällen, aufgetreten
- vorbestehende Lebererkrankungen, Komorbiditäten und begleitende medikamentöse Behandlung können das Risiko ebenfalls erhöhen
- die Leberfunktion sollte vor dem Beginn einer Behandlung untersucht und bei Patienten, die Brentuximab Vedotin erhalten, regelmäßig überprüft werden
- Patienten, bei denen eine Hepatotoxizität auftritt, benötigen eventuell eine Verzögerung der Behandlung, eine Änderung der Dosierung oder einen Abbruch der Behandlung mit Brentuximab Vedotin
- Hyperglykämie
- in klinischen Studien Hyperglykämie beobachtet bei Patienten mit erhöhtem Body Mass Index (BMI) mit oder ohne Diabetes mellitus in der Anamnese
- bei jedem Patienten, bei dem ein hyperglykämisches Ereignis auftritt
- Glucosewerte im Serum eng überwachen
- bei Bedarf antidiabetische Behandlung verabreichen
- Paravasation an der Infusionsstelle
- es ist zu einem Paravasat während intravenösen Infusionen gekommen
- angesichts der Möglichkeit eines Paravasats wird empfohlen, die Infusionsstelle während der Arzneimittelverabreichung genau auf eine mögliche Infiltration zu überwachen
- Eingeschränkte Nieren- und Leberfunktion
- nur begrenzte Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion vorliegend
- verfügbare Daten ergeben, dass die MMAE-Clearance möglicherweise bei schweren Nierenfunktionsstörungen, Leberfunktionsstörungen und durch niedrige Serum-Albumin-Konzentrationen beeinträchtigt werden könnte
- CD30+ CTCL
- Ausmaß der Behandlungsauswirkungen bei anderen CD30+ CTCL-Subtypen außer Mycosis fungoides (MF) und primär kutanem anaplastischem großzelligem Lymphom (pcALCL) aufgrund fehlender belastbarer Nachweise nicht klar
- Nachweis der Krankheitsaktivität in den Subtypen Sézary-Syndrom (SS), lymphomatoide Papulose (LyP) und gemischte CTCL-Histologie in zwei einarmigen Phase-2-Studien mit Brentuximab Vedotin
- Daten legen nahe, dass die Wirksamkeit und Sicherheit auf andere CTCL CD30+ -Subtypen extrapoliert werden können
- dennoch sollte das Arzneimittel erst nach sorgfältiger Abwägung des potenziellen Nutzen-Risiko-Verhältnisses im Einzelfall und mit Vorsicht bei anderen CD30+ CTCL-Patienten eingesetzt werden