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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 84 ST | 56,17 € |
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Indikation
- Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen, die bereits zu Uratablagerungen geführt haben (einschließlich eines aus der Krankengeschichte bekannten oder aktuell vorliegenden Gichtknotens und/oder einer Gichtarthritis bei Erwachsenen
Dosierung
- chronische Hyperurikämie
- 80 mg Febuxostat 1mal / Tag
- Dosissteigerung, optional, wenn Serumharnsäurespiegel nach 2 - 4 Wochen immer noch > 6 mg/dl (357 µmol/l): 120 mg 1mal / Tag
- Behandlungsdauer: gegen Gichtanfälle Prophylaxe von mind. 6 Monaten empfohlen
- Hinweise
- Arzneimittel wirkt ausreichend schnell, so dass bereits nach 2 Wochen der Serumharnsäurespiegel erneut getestet werden kann
- therapeutisches Ziel: dauerhafte Senkung des Serumharnsäurespiegels < 6 mg/dl (357 µmol/l)
- Niereninsuffizienz
- leicht oder mittelschwer: keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min): Wirksamkeit und Sicherheit bislang nicht vollständig untersucht
- Leberinsuffizienz
- leicht: 80 mg 1mal / Tag
- mittelschwer: beschränkte Daten vorhanden
- schwer (Child-Pugh-Klassifikation C): Wirksamkeit und Sicherheit von Febuxostat nicht untersucht
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Organtransplantatempfänger
- Anwendung nicht empfohlen (keine Erfahrungen)
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
Kontraindikationen
Febuxostat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Febuxostat
Nebenwirkungen
Febuxostat - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Panzytopenie
- Thrombozytopenie
- Agranulozytose
- Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktion
- Arzneimittelüberempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thyreotropin im Blut erhöht
- Hypothyreose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verschluss einer Netzhautarterie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- akute Gichtanfälle
- wurden häufig kurz nach Beginn der Therapie und während der ersten Monate beobachtet; danach nimmt die Häufigkeit von akuten Gichtanfällen mit zunehmender Dauer der Behandlung ab
- Prophylaxe für akute Gichtanfälle wird empfohlen
- akute Gichtanfälle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diabetes mellitus
- Hyperlipidämie
- verminderter Appetit
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gewichtsabnahme
- gesteigerter Appetit
- Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Libido
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nervosität
- depressive Verstimmung
- Schlafstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesie
- Hemiparese
- Somnolenz
- Lethargie
- Geschmacksveränderung
- Hypoästhesie
- Hyposmie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ageusie
- Brennen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tinnitus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vorhofflimmern
- Palpitationen
- EKG anomal
- Arrhythmie
- Tumorlyse-Syndrom (bei Patienten mit hämatologischen Malignomen)
- Linksschenkelblock
- Sinustachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- plötzlicher Herztod
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- Flush
- Hitzewallungen
- Tumorlyse-Syndrom (bei Patienten mit hämatologischen Malignomen)
- Blutung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Kreislaufkollaps
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchitis
- Infektionen der oberen Atemwege
- Infektionen der unteren Atemwege
- Husten
- Rhinorrhö
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pneumonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- im Zusammenhang mit der Behandlung auftretender nicht-infektiöser Durchfall und erhöhte Leberfunktionswerte in der kombinierten Auswertung der Phase-3-Studien sind häufiger bei Patienten, die gleichzeitig mit Colchicin behandelt werden
- Übelkeit
- Durchfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen
- Schmerzen im Oberbauch
- aufgetriebener Bauch
- gastroösophageale Refluxkrankheit
- Erbrechen
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- Verstopfung
- hohe Stuhlfrequenz
- Flatulenz
- gastrointestinale Beschwerden
- Mundulzeration
- Schwellung der Lippen
- Pankreatitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- gastrointestinale Perforation
- Stomatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leberfunktionsstörungen
- im Zusammenhang mit der Behandlung auftretender nicht-infektiöser Durchfall und erhöhte Leberfunktionswerte in der kombinierten Auswertung der Phase-3-Studien sind häufiger bei Patienten, die gleichzeitig mit Colchicin behandelt werden
- Leberfunktionsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Cholelithiasis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hepatitis
- Ikterus
- Leberschädigung
- Cholezystitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag (darunter verschiedene Arten von Hautausschlag, die mit geringerer Häufigkeit berichtet wurden)
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dermatitis
- Urtikaria
- Hautverfärbung
- Hautläsion
- Petechien
- fleckiger Ausschlag
- makulo-papulöser Ausschlag
- papulöser Ausschlag
- Hyperhidrosis
- Alopezie
- Ekzem
- Erythem
- nächtliche Schweißausbrüche
- Psoriasis
- Ausschlag mit Juckreiz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Angioödem
- Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen
- generalisierter Hautausschlag (schwerwiegend)
- schuppiger Ausschlag
- follikulärer Ausschlag
- blasiger Hautausschlag
- pustulöser Ausschlag
- roter konfluierender Ausschlag
- masernförmiger Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- Myalgie
- Schmerzen in einer Extremität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthritis
- Schmerzen des Stütz- und Halteapparats
- Muskelschwäche
- Muskelkrampf
- Muskelspannung
- Bursitis
- Gelenkschwellung
- Rückenschmerzen
- muskuloskelettale Steifigkeit
- Gelenksteife
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rhabdomyolyse
- Rotatorensyndrom der Schulter
- Polymyalgia rheumatica
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nierenversagen
- Nephrolithiasis
- Hämaturie
- Pollakisurie
- Proteinurie
- Harndrang
- Harnwegsinfektion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- tubulo-interstitielle Nephritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erektile Dysfunktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ödem
- Ermüdung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abgeschlagenheit
- Brustkorbschmerz
- Brustkorbbeschwerden
- Schmerzen
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Durst
- Wärmegefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung der Amylase im Blut
- Rückgang der Thrombozytenzahl
- Rückgang der Leukozytenzahl im Blut
- Rückgang der Lymphozytenzahl im Blut
- Erhöhung des Kreatins im Blut
- Erhöhung des Kreatinins im Blut
- Rückgang des Hämoglobins
- Erhöhung des Blutharnstoffs
- Erhöhung der Triglyceride im Blut
- Erhöhung des Cholesterins im Blut
- Abnahme des Hämatokrits
- Erhöhung der Laktatdehydrogenase im Blut
- Erhöhung des Kaliums im Blut
- INR erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung des Blutzuckers
- Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit
- Erniedrigung der Erythrozytenzahl
- Erhöhung der alkalischen Phosphatase im Blut
- Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kontusion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten unabhängig von der Nahrungsaufnahme
Stillzeithinweise
Febuxostat - peroral
- Febuxostat sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- nicht bekannt, ob Febuxostat beim Menschen in die Muttermilch übergeht
- Risiko für den gestillten Säugling kann daher nicht ausgeschlossen werden
- tierexperimentelle Studien
- haben einen Übergang von Febuxostat in die Muttermilch und eine Beeinträchtigung der Entwicklung der gesäugten Jungtiere gezeigt
Schwangerschaftshinweise
Febuxostat - peroral
- Febuxostat sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- potentielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
- Daten über eine sehr begrenzte Anzahl von exponierten Schwangerschaften lassen nicht auf Nebenwirkungen von Febuxostat auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung oder Geburt schließen
- Fertilität
- Einfluss auf die menschliche Fertilität ist unbekannt
- in Reproduktionsstudien mit Tieren mit bis zu 48 mg/kg KG/Tag zeigten sich keine dosisabhängigen unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität
Warnhinweise
Febuxostat - peroral
- kardiovaskuläre Erkrankungen
- Behandlung der chronischen Hyperurikämie
- bei Patienten mit bestehenden schweren kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. Myokardinfarkt, Schlaganfall oder instabile Angina pectoris) sollte die Behandlung mit Febuxostat vermieden werden, es sei denn, es bestehen keine anderen Therapiemöglichkeiten
- während der Entwicklungsphase des Arzneimittels und in einer Studie nach Erteilung der Zulassung (CARES) eine höhere Anzahl von tödlichen kardiovaskulären Ereignissen unter Febuxostat im Vergleich zu Allopurinol beobachtet
- in einer weiteren Studie nach Erteilung der Zulassung (FAST) war Febuxostat in Bezug auf die Inzidenz tödlicher und nichttödlicher kardiovaskulärer Ereignisse Allopurinol jedoch nicht unterlegen
- Behandlung dieser Patientengruppe sollte mit Vorsicht erfolgen und diese Patienten sollten regelmäßig überwacht werden
- klinische Untersuchungsergebnisse
- zahlenmäßig höhere Inzidenz der vom Prüfarzt berichteten kardiovaskulären APTC-Ereignisse (definierter Endpunkte der „Anti-Platelet Trialists' Collaboration" [APTC], die Tod aus kardiovaskulären Ursachen, nicht-tödlichem Herzinfarkt und nicht-tödlichem Schlaganfall beinhalten) wurde in der Gesamt-Febuxostat-Gruppe im Vergleich zur Allopurinol-Gruppe in den APEX- und FACT-Studien (1,3 versus 0,3 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) beobachtet, nicht aber in der CONFIRMS-Studie
- Inzidenz der vom Prüfarzt berichteten kardiovaskulären APTC-Ereignisse in der kombinierten Auswertung der Phase-3-Studien (APEX-, FACT- und CONFIRMS-Studien) betrug 0,7 versus 0,6 Ereignisse pro 100 Patientenjahr
- in den Langzeit-Verlängerungsstudien betrugen die Inzidenzen der vom Prüfarzt berichteten APTC-Ereignisse 1,2 bzw. 0,6 pro 100 Patientenjahre für Febuxostat bzw. Allopurinol
- keine statistisch signifikanten Unterschiede konnten gefunden werden und kein kausaler Zusammenhang mit Febuxostat festgestellt werden
- die bei diesen Patienten ermittelten Risikofaktoren waren eine arteriosklerotische Erkrankung und/oder ein Myokardinfarkt oder eine dekompensierte Herzinsuffizienz in der Anamnese
- in der nach Erteilung der Zulassung durchgeführten CARES-Studie war die Häufigkeit schwerer unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) bei Febuxostat im Vergleich zu den mit Allopurinol behandelten Patienten vergleichbar (HR 1,03; 95%-KI 0,87 - 1,23), es wurde aber eine höhere Rate kardiovaskulärer Todesfälle beobachtet (4,3% versus 3,2 % der Patienten; HR 1,34; 95%-KI 1,03 - 1,73)
- bei Patienten mit bestehenden schweren kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. Myokardinfarkt, Schlaganfall oder instabile Angina pectoris) sollte die Behandlung mit Febuxostat vermieden werden, es sei denn, es bestehen keine anderen Therapiemöglichkeiten
- Vorbeugung und Behandlung von Hyperurikämie bei Patienten mit einem Tumorlyse-Syndrom (TLS)-Risiko
- Patienten mit hämatologischen Malignomen, die sich einer Chemotherapie mit einem mittleren bis hohen Risiko für ein Tumorlyse-Syndrom unterziehen und mit Febuxostat behandelt werden, sollten wenn klinisch erforderlich bezüglich ihrer Herzfunktion überwacht werden
- Behandlung der chronischen Hyperurikämie
- Arzneimittelallergie/Arzneimittelüberempfindlichkeit
- nach Markteinführung selten über schwerwiegende allergische Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- darunter lebensbedrohliches Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und akute anaphylaktische Reaktionen/Schock
- traten meist während des 1. Monats der Therapie mit Febuxostat auf
- einige, aber nicht alle Patienten berichteten über Nierenfunktionseinschränkungen und/oder vorangegangene Überempfindlichkeit gegen Allopurinol
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), waren in einigen Fällen mit Fieber, hämatologischer, renaler oder hepatischer Beteiligung verbunden
- Patienten über Anzeichen und Symptome allergischer Reaktionen aufklären und streng überwachen
- sofortiger Therapieabbruch und keine Wiederaufnahme der Therapie bei Auftreten von allergischen Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (frühes Absetzen in diesen Fällen mit besserer Prognose assoziiert)
- darunter lebensbedrohliches Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und akute anaphylaktische Reaktionen/Schock
- wenn beim Patienten allergische Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und einer akuten anaphylaktischen Reaktion/Schock, aufgetreten sind, darf die Febuxostatbehandlung bei diesem Patienten zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden
- nach Markteinführung selten über schwerwiegende allergische Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- akute Gichtanfälle (Gichtschub)
- mit der Febuxostatbehandlung erst nach vollständigem Abklingen des akuten Gichtanfalls beginnen
- während des Behandlungsbeginns kann es zu einem akuten Gichtanfall kommen, weil durch die Senkung des Serumharnsäurespiegels zunächst Harnsäureablagerungen im Gewebe mobilisiert werden können
- zu Beginn der Febuxostatbehandlung wird Anfallsprophylaxe über mind. 6 Monate empfohlen
- nicht-steroidales Antirheumatikum/Antiphlogistikum (NSAR) oder Colchicin
- wenn es während der Febuxostatbehandlung zu einem akuten Gichtanfall kommt, darf die Behandlung nicht abgesetzt werden
- Gichtanfall mit einer individuell auf den Patienten zugeschnittenen Begleittherapie behandeln
- kontinuierliche Weiterbehandlung mit Febuxostat senkt Häufigkeit und Intensität von Gichtanfällen
- Xanthinablagerung
- bei stark erhöhter Harnsäurebildungsrate kann absolute Xanthin-Konzentration im Urin in seltenen Fällen so weit ansteigen, dass es zu einer Ablagerung im Harntrakt kommt, z.B. bei
- malignen Erkrankungen und deren Behandlung
- Lesch-Nyhan-Syndrom
- da zu Febuxostat keine Erfahrungen vorliegen, Anwendung bei Patienten mit Lesch-Nyhan-Syndrom nicht empfohlen
- dies wurde im Rahmen der klinischen Zulassungsstudie mit Febuxostat beim Tumorlyse-Syndrom nicht beobachtet
- bei stark erhöhter Harnsäurebildungsrate kann absolute Xanthin-Konzentration im Urin in seltenen Fällen so weit ansteigen, dass es zu einer Ablagerung im Harntrakt kommt, z.B. bei
- Mercaptopurin/Azathioprin
- gleichzeitige Anwendung bei Patienten unter Febuxostat nicht empfohlen
- Hemmung der Xanthinoxidase durch Febuxostat kann erhöhte Plasmakonzentrationen von Mercaptopurin/Azathioprin verursachen, die zu einer schweren Toxizität führen könnten
- Wechselwirkungsstudien bei Menschen wurden nicht durchgeführt
- kann die Kombination nicht vermieden werden, wird Reduktion der Dosis von Mercaptopurin/Azathioprin auf 20 % oder weniger der zuvor verordneten Dosis empfohlen um mögliche hämatologische Wirkungen zu vermeiden
- basierend auf einer Modellierung und Simulationsanalyse von Daten aus einer präklinischen Studie an Ratten
- Patienten müssen engmaschig überwacht werden und die Dosis von Mercaptopurin/Azathioprin sollte anschließend auf Grundlage der Bewertung der therapeutischen Wirkung und des Auftretens eventueller toxischer Wirkungen angepasst werden
- Organtransplantatempfänger
- da es bei Organtransplantatempfängern keine Erfahrungen gibt, wird die Anwendung von Febuxostat in dieser Patientengruppe nicht empfohlen
- Theophyllin
- 80 mg Febuxostat können bei Patienten, die gleichzeitig Theophyllin erhalten, ohne Risiko eines Anstiegs der Theophyllinplasmaspiegel angewendet werden
- Anwendung von 80 mg Febuxostat zusammen mit einer Einzeldosis von 400 mg Theophyllin bei gesunden Probanden führte zu keinen pharmakokinetischen Interaktionen
- für 120 mg Febuxostat keine Daten vorliegend
- 80 mg Febuxostat können bei Patienten, die gleichzeitig Theophyllin erhalten, ohne Risiko eines Anstiegs der Theophyllinplasmaspiegel angewendet werden
- Lebererkrankungen
- während der klinischen Studien der Phase 3 leichte Auffälligkeiten der Leberfunktionswerte bei mit Febuxostat behandelten Patienten beobachtet (5,0%)
- vor Beginn der Febuxostatbehandlung und im weiteren Verlauf je nach klinischen Befund einen Leberfunktionstest durchführen
- Schilddrüsenerkrankungen
- erhöhte TSH-Werte (> 5,5 µIE / ml) bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Febuxostat in offenen Langzeit-Verlängerungsstudien (5,5%) beobachtet
- Vorsicht, wenn Febuxostat bei Patienten mit veränderter Schilddrüsenfunktion zur Anwendung kommen soll