ADVANTAN MILCH
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 G | 14,74 € |
| N2 | 50 G | 19,44 € |
| N3 | 100 G | 27,01 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- leichte bis mittelschwere akute exogene Ekzeme
- allergische Kontaktdermatitis
- irritative Kontaktdermatitis
- nummuläres Ekzem
- dyshidrotisches Ekzem
- Eczema vulgaris
- endogene Ekzeme
- atopische Dermatitis
- Neurodermitis
- stark entzündetes seborrhoisches Ekzem
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Milch enthält 1 mg Methylprednisolonaceponat (0,1 %).
- leichte bis mittelschwere akute exogene Ekzeme, endogene Ekzeme, stark entzündetes seborrhoisches Ekzem
- nur in niedrigster Dosierung anwenden, insbes. bei Kindern, und nur so lange wie es zur Erzielung und Erhaltung der gewünschten therapeutischen Wirkung unbedingt erforderlich ist
- keine großflächige Anwendung (auf > 40 % der Körperoberfläche)
- Erwachsene
- Milch topisch anwenden und 1mal / Tag dünn auf die erkrankten Hautpartien auftragen und leicht einreiben
- Behandlungsdauer
- i.A. max. 2 Wochen
- stark entzündetes seborrhoisches Ekzem: betroffene Hautpartien im Gesicht max. 1 Woche behandeln
- bei der Behandlung größerer Hautflächen sollte die Anwendungsdauer möglichst kurz gehalten werden, da die Möglichkeit einer Resorption sowie systemische Wirkungen nicht völlig ausgeschlossen werden können
- Säuglinge >/= 4 Monate, Kinder und Jugendliche
- Anpassung der Dosierung nicht erforderlich
- Behandlungsdauer
- Therapie bei Kindern prinzipiell auf möglichst kurze Zeiträume beschränken
- bei der Behandlung größerer Hautflächen sollte die Anwendungsdauer möglichst kurz gehalten werden, da die Möglichkeit einer Resorption sowie systemische Wirkungen nicht völlig ausgeschlossen werden können
- Säuglinge und Kinder 4 Monate - 3 Jahre
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung vornehmen
Dosisanpassung
- Säuglinge < 4 Monate
- Anwendung nicht empfohlen (fehlende Daten zur Unbedenklichkeit; keine Erfahrungen)
Kontraindikationen
Methylprednisolonaceponat - extern
- Überempfindlichkeit gegen Methylprednisolonaceponat
- virale Infektionen (z.B. Herpes, Varicellae)
- tuberkulöse oder syphilitische Prozesse
- virale Infektionen (z.B. Herpes, Varicellae)
- Rosacea
- periorale Dermatitis
- Ulcera
- Acne vulgaris
- Hautatrophien/atrophische Hauterkrankungen
- Impfreaktionen im Behandlungsbereich
- bakteriell und mykotisch infizierte Hautkrankheiten
Nebenwirkungen
Methylprednisolonaceponat - extern
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pilzinfektion der Haut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen (mögliche Nebenwirkung, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurde)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ekzem
- Hautfissuren
- Teleangiektasien
- Hautatrophie
- Ekchymose
- Impetigo
- fettige Haut
- Seborrhoe der Kopfhaut
- Haarausfall
- Exfoliation der Haut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pyodermitis
- Akne
- ohne Häufigkeitsangabe
- Striae (mögliche Nebenwirkung, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurde)
- periorale Dermatitis (mögliche Nebenwirkung, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurde)
- Hautverfärbung (mögliche Nebenwirkung, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurde)
- allergische Hautreaktionen (mögliche Nebenwirkung, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurde)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brennen an der Applikationsstelle
- Juckreiz an der Applikationsstelle
- Follikulitis an der Applikationsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hauttrockenheit an der Applikationsstelle
- Erythem an der Applikationsstelle
- Bläschen an der Applikationsstelle
- Ausschlag an der Applikationsstelle
- Parästhesie an der Applikationsstelle
- Pusteln an der Applikationsstelle
- Schmerzen an der Applikationsstelle
- Papeln/papulöser Ausschlag an der Applikationsstelle
- Hautreizungen an der Applikationsstelle
- Ekzem an der Applikationsstelle
- Wärme an der Applikationsstelle
- Erosion an der Applikationsstelle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Cellulitis an der Applikationsstelle
- Ödem an der Applikationsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypertrichose (mögliche Nebenwirkung, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurde)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- systemische Effekte infolge Resorption nach topischer Anwendung von corticoidhaltigen Arzneimitteln
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Milch topisch anwenden und dünn auf die erkrankten Hautpartien auftragen und leicht einreiben
- keine großflächige Anwendung (auf > 40 % der Körperoberfläche)
- wenn unter der Anwendung der Milch die Haut zu stark austrocknet, abhängig vom individuellen Hauttyp eine zusätzliche indifferente Therapie (W/OEmulsion oder Einphasenfettsalbe) zum Auffetten der Haut empfohlen
- Milch darf nicht in die Augen, tiefe offene Wunden oder auf Schleimhäute gelangen
- Kinder und Jugendliche
- Milch nicht unter okklusiven Bedingungen anwenden (Windeln können wie ein Okklusivverband wirken)
- zusätzlich spezielle Therapie bei bakteriellen und/oder mykotischen Hautinfektionen notwendig
Stillzeithinweise
Methylprednisolonaceponat - extern
- Methylprednisolonaceponat sollte bei stillenden Frauen umsichtig angewendet werden
- entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sollten ergriffen werden
- keine großflächige Anwendung
- keine Anwendung über längere Zeit
- keine Anwendung unter Okklusionsverbänden
- während der Stillzeit nicht im Brustbereich anwenden
- Übergang in die Muttermilch
- Untersuchungen an Ratten zeigten praktisch keinen Übergang von Methylprednisolonaceponat durch die Muttermilch auf das Neugeborene
- allerdings nicht bekannt, ob Methylprednisolonaceponat beim Menschen in die Muttermilch übergeht
- nach systemischer Verabreichung von Corticosteroiden an stillende Frauen wurde die Ausscheidung in die Muttermilch beobachtet
- allerdings nicht bekannt, ob die topische Anwendung in einer ausreichend hohen systemischen Resorption resultiert, um detektierbare Mengen in menschlicher Muttermilch nachzuweisen
- Untersuchungen an Ratten zeigten praktisch keinen Übergang von Methylprednisolonaceponat durch die Muttermilch auf das Neugeborene
Schwangerschaftshinweise
Methylprednisolonaceponat - extern
- 1. Trimenon der Schwangerschaft: es sollten grundsätzlich keine topischen, corticoidhaltigen Zubereitungen angewendet werden
- bei Anwendung von systemischen Glucocorticoiden im 1. Trimenon
- zeigten epidemiologische Studien Hinweise auf erhöhtes Risiko für das Auftreten von Gaumenspalten
- bei Anwendung von systemischen Glucocorticoiden im 1. Trimenon
- Anwendung in der Schwangerschaft:
- nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation
- nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- nicht großflächig
- nicht über längere Zeiträume
- nicht unter okklusiven Verbänden
- keine ausreichenden Daten über Anwendung in der Schwangerschaft beim Menschen
- tierexperimentelle Studien mit Methylprednisolonaceponat
- haben embryotoxisch und/oder teratogene Wirkungen bei Dosen, die die therapeutischen Dosen übersteigen, gezeigt
- Fertilität
- keine Daten
Warnhinweise
Methylprednisolonaceponat - extern
- Anwendung von Glucocorticoiden
- nur in niedrigster Dosierung, insbesondere bei Kindern
- nur so lange wie es zur Erzielung und Erhaltung der gewünschten therapeutischen Wirkung unbedingt erforderlich ist
- Zusätzlich ist eine spezielle Therapie bei bakteriellen und/oder mykotischen Hautinfektionen notwendig
- lokale Hautinfektionen können möglicherweise durch topisch applizierte Glucocorticoide verstärkt werden
- bei Anwendung ist darauf zu achten, dass das Arzneimittel nicht in die Augen, tiefe offene Wunden oder auf Schleimhäute gelangt
- großflächige Anwendung
- die flüssige fetthaltige Darreichungsform darf nicht großflächig (auf > 40 % der Körperoberfläche) angewendet werden
- nach Anwendung auf 60 % der Hautoberfläche von gesunden erwachsenen Probanden unter okklusiven Bedingungen über 22 Stunden wurde die Unterdrückung der Plasma-Cortisol-Spiegel und ein Einfluss auf den Tagesrhythmus beobachtet
- die großflächige oder lang andauernde Anwendung großer Mengen topischer Corticosteroide, insbesondere unter Okklusion, erhöht signifikant das Risiko für Nebenwirkungen
- bei der Behandlung größerer Hautflächen sollte die Anwendungsdauer möglichst kurz gehalten werden
- da die Möglichkeit einer Resorption sowie systemische Wirkungen nicht völlig ausgeschlossen werden können
- die Anwendung unter okklusiven Bedingungen sollte vermieden werden, außer für den Fall, dass sie indiziert ist
- beachten, dass sowohl Windeln als auch intertriginöse Bereiche okklusive Bedingungen darstellen können
- wie bei allen anderen Glucocorticoiden können bei unsachgemäßer Anwendung klinische Symptome maskiert werden
- wie von systemischen Corticoiden bekannt, kann sich auch bei Anwendung lokaler Corticoide Grüner Star (Glaukom) entwickeln, z. B. nach
- hoch dosierter oder großflächiger Anwendung über einen längeren Zeitraum
- nach Verwendung von Okklusivverbänden
- nach Anwendung auf der Haut in Augennähe
- Sehstörung
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden;diese umfassen unter anderem
- Katarakt
- Glaukom
- seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
- Kindern und Jugendlichen
- flüssige fettfreie Darreichungsform
- nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten
- flüssige fetthaltige Darreichungsform
- keine Anwendung unter okklusiven Bedingungen
- beachten, dass Windeln wie ein Okklusivverband wirken können
- Kinder < 4 Monate: Anwendung nicht empfohlen
- Kinder >/= 4 Monate bis </= 3 Jahre: sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung vornehmen
- flüssige fettfreie Darreichungsform