AFPRED FORTE-THEO 200 mg

Glenwood GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Theophyllin →

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N1 5X5 ML 50,44 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Akutbehandlung von Atemnotzuständen aufgrund von Bronchokonstriktion bei
    • Asthma bronchiale
    • chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (z. B. chronische Bronchitis und Lungenemphysem)
  • Hinweis: nicht als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung von Asthma bei Kindern anwenden

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 40 mg Theophyllin

  • Akutbehandlung von Atemnotzuständen aufgrund von Einengung der Atemwege bei Asthma bronchiale und chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen
    • Dosierung individuell nach Wirkung
    • Dosierung nach Bestimmung der Theophyllin-Serumkonzentration
      • anzustrebender Bereich: 8 - 20 µg / ml
      • Kontrollen des Theophyllin-Serumspiegels insbesondere bei mangelhafter Wirksamkeit oder dem Auftreten unerwünschter Wirkungen angezeigt
    • zur Bestimmung der Initialdosis evtl. Vormedikation mit Theophyllin oder seinen Verbindungen hinsichtlich einer Dosisverminderung berücksichtigen
    • zur Vermeidung des Risikos unerwünschter Wirkungen bei der intravenösen Gabe
      • max. Dosis: 0,25 mg / kg KG / Min.
    • für die Ermittlung der Dosis Normalgewicht als Körpergewicht einsetzen (keine Aufnahme von Theophyllin ins Fettgewebe)
    • intravenöse Anwendung
      • Initialdosis
        • ohne Vorbehandlung mit Theophyllin-Verbindungen
          • 4 - 5 mg Theophyllin / kg KG i.v. innerhalb von 20 - 30 Min.
        • wenn Vorbehandlung mit Theophyllin bekannt bzw. nicht sicher auszuschließen
          • 2 - 2,5 mg Theophyllin / kg KG i.v. innerhalb von 20 - 30 Min.
      • Erhaltungsdosis
        • Kinder (6 Monate - 9 Jahre)
          • Stunde 1 - 12: 1 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • ab 13. Stunde: 0,8 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • tägl. Erhaltungsdosis: 19 mg Theophyllin / kg KG i.v.
        • Kinder (9 - 16 Jahre) und Erwachsene (Raucher)
          • Stunde 1 - 12: 0,8 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • ab 13. Stunde: 0,65 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • tägl. Erhaltungsdosis: 15 mg Theophyllin / kg KG i.v.
        • Erwachsene (Raucher)
          • Stunde 1 - 12: 0,8 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • ab 13. Stunde: 0,65 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • tägl. Erhaltungsdosis: 15 mg Theophyllin / kg KG i.v.
        • Erwachsene (Nichtraucher)
          • Stunde 1 - 12: 0,55 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • ab 13. Stunde: 0,4 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • tägl. Erhaltungsdosis: 9,5 mg Theophyllin / kg KG i.v.
        • Patienten > 60 Jahre und/ oder Cor pulmonale
          • Stunde 1 - 12: 0,5 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • ab 13. Stunde: 0,25 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • tägl. Erhaltungsdosis: 5,5 mg Theophyllin / kg KG i.v.
        • Erwachsene bei obstruktiver Kardiomyopathie oder schwerer Leberfunktionsstörung
          • Stunde 1 - 12: 0,4 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • ab 13. Stunde: 0,1 - 0,15 mg Theophyllin / kg KG i.v. / Stunde
          • tägl. Erhaltungsdosis: 2 - 4 mg Theophyllin / kg KG i.v.
    • orale Anwendung der Ampullenlösung
      • im Notfall auf unmittelbare Anweisung des Arztes
      • 1 - 2 Ampullen (Dosierung wie bei i.v. Applikation) verdünnt in Flüssigkeit
      • Mindestabstand zwischen 2 Einzeldosen: 8 Stunden
    • Behandlungsdauer
      • abhängig von Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung
      • vom behandelnden Arzt bestimmt

Dosisanpassung

  • Raucher
    • im Vergleich zu nicht rauchenden Erwachsenen höhere körpergewichtsbezogene Theophyllin-Dosis infolge einer erhöhten Eliminationsrate erforderlich
  • Raucher, die das Rauchen einstellen
    • vorsichtige Dosierung (Anstieg des Theophyllin-Spiegels)
  • Herzinsuffizienz
    • Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
  • schwerer Sauerstoffmangel
    • Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
  • Lungenentzündung
    • Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
  • Virusinfektion (insbes. Influenza)
    • Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
  • Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten
    • Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
  • nach Influenza- und BCG-Impfung
    • evtl. Dosisminderung erforderlich (Berichte über reduzierte Theophyllinausscheidung)
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt
    • Dosisreduktion
    • Dosissteigerungen mit besonderer Vorsicht
  • höhergradige Nierenfunktionsstörungen
    • mögliche Kumulation von Theophyllin-Metaboliten
    • Dosisreduktion
    • Dosissteigerungen mit besonderer Vorsicht
  • Kinder ab 6 Monate
    • im Vergleich zu nichtrauchenden Erwachsenen höhere körpergewichtsbezogene Theophyllin-Dosis erforderlich (erhöhte Eliminationsrate)
  • Säuglingen < 6 Monate:
    • keine Anwendung
    • Theophyllinausscheidung verlangsamt
  • ältere Patienten (ab 60. Lebensjahr)
    • Theophyllinausscheidung verlangsamt
    • erhöhtes Intoxikationsrisiko bei alten, polymorbiden, schwerkranken und/oder intensiv-medizinisch therapierten Patienten
    • Anwendungskontrolle durch therapeutisches Drug-Monitoring (TDM)

Kontraindikationen

Theophyllin - intraoral
  • bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Theophyllin
  • frischer Herzinfarkt
  • akute tachykarde Arrhythmien
  • Kinder < 6 Monate

Therapiehinweise

Einschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Theophyllin - intraoral
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Veränderung der Serumelektrolyte, insbesondere Hypokaliämie
      • Anstieg von Serum-Calcium
      • Hyperglykämie
      • Hyperurikämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kopfschmerzen
      • Tremor
      • Krampfanfälle
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erregungszustände
      • Unruhe
      • Schlaflosigkeit
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Tachykardie
      • Arrhythmie
      • Palpitationen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutdruckabfall
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Magen-Darm-Beschwerden
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Stimulation der Magensäuresekretion
      • infolge der Tonusminderung im unteren Ösophagussphinkter kann ein bestehender gastroösophagaler Reflux in der Nacht verstärkt werden
  • Erkrankungen der Niere und der Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verstärkte Diurese
      • Anstieg von Serum-Kreatinin
  • Hinweis
    • ausgeprägtere Nebenwirkungen können bei individueller Überempfindlichkeit oder einer Überdosierung (Theophyllin-Blutspiegel > 20 µg/ml) auftreten

Anwendungshinweise

  • nur klare Lösungen verwenden
  • Inhalt der Injektionslösung nur zur einmaligen Entnahme bestimmt, Reste der Injektionslösung sind zu vernichten
  • i.v. Injektion
    • Anwendung Notfällen vorbehalten
    • langsame Injektion über mind. 10 Min. in ausreichend große Vene
    • Injektion muss unbedingt langsam erfolgen (Todesfälle nach zu rascher Injektion beschrieben)
  • i.v. Kurzinfusion
    • i. v. Infusion innerhalb von 20 - 30 Min. in 50 - 100 ml kompatibler Infusionslösung
    • kompatibel mit 5 und 10%iger Glukose-, 0,9%iger NaCl-, Ringer- und Glukose 5%/NaCl 0,9%-Lsg
  • i.v. Dauertropfinfusion
    • Applikation in 250 ml kompatibler Infusionslösung
    • Säuglinge und Kleinkinder
      • Begrenzung der zu infundierenden Flüssigkeitsmenge beachten
    • Patient nach erfolgter Infusion kurze Zeit ruhen lassen und überwachen
    • bei bekannter oder zu vermutender vorheriger Gabe von Methylxanthin-haltigen Arzneimitteln
      • bes. Überwachung der Infusion und Abbruch bei Anzeichen von Unverträglichkeit
  • orale Anwendung
    • Einnahme der Ampullen verdünnt in Flüssigkeit

Stillzeithinweise

Theophyllin - intraoral
  • Theophyllin geht in die Muttermilch über, es können therapeutische Serumkonzentrationen beim Kind erreicht werden
    • aus diesem Grund ist die therapeutische Theophyllin-Dosis bei einer stillenden Patientin so niedrig wie möglich zu halten
    • das Stillen sollte möglichst unmittelbar vor der Gabe des Arzneimittels erfolgen
  • das gestillte Kind muss sorgfältig auf ein mögliches Auftreten von Theophyllin-Wirkungen hin überwacht werden
  • sollten höhere therapeutische Dosen notwendig sein, muss abgestillt werden

Schwangerschaftshinweise

Theophyllin - intraoral
  • 1. Trimenon
    • Anwendung in dieser Zeit vermeiden
      • bislang keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend
  • 2. und 3. Trimenon
    • Anwendung während des 2. und 3. Trimenons nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
      • Theophyllin passiert die Plazenta und kann im Feten sympathomimetisch wirken
  • Dosisanpassung
    • mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft können die Plasmaproteinbindung und die Clearance von Theophyllin abnehmen
      • Dosisreduktion zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen kann notwendig werden
  • wird eine Patientin am Ende der Schwangerschaft mit Theophyllin behandelt
    • kann es zu Wehenhemmung kommen
  • pränatal exponierte Neugeborene müssen sorgfältig auf Theophyllin-Wirkungen überwacht werden

Warnhinweise

Theophyllin - intraoral
  • Theophyllin sollte nur bei strengster Indikation und mit Vorsicht angewendet werden bei:
    • instabiler Angina pectoris
    • Neigung zu tachykarden Arrhythmien
    • schwerem Bluthochdruck
    • hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie
    • Hyperthyreose
    • epileptischem Anfallsleiden
    • Magen- und / oder Zwölffingerdarmgeschwür
    • Porphyrie
    • schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
  • sollte die empfohlene Dosierung keine ausreichende Wirkung zeigen und falls Nebenwirkungen auftreten
    • sollte die Serumkonzentration von Theophyllin überwacht werden
  • akute fiebrige Erkrankungen
    • Fieber vermindert die Clearance von Theophyllin
    • um Intoxikationen zu vermeiden, kann eine Reduzierung der Dosis notwendig sein
  • alte, polymorbide, schwerkranke und/oder intensiv-medizinisch therapierte Patienten
    • Anwendung von Theophyllin bei alten, polymorbiden, schwerkranken und / oder intensiv-medizinisch therapierten Patienten ist mit einem erhöhten Intoxikationsrisiko verbunden und soll daher durch therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) kontrolliert werden
  • Patienten, die eine Elektrokrampftherapie erhalten
    • besondere Vorsicht geboten, da Theophyllin die Anfälle verlängern kann
    • Auftreten eines Status epilepticus ist möglich
  • Schwangerschaft
    • erstes Schwangerschaftstrimenon
      • Anwendung während des ersten Schwangerschaftstrimenons vermeiden
    • zweites und drittes Trimenon
      • Theophyllin nur nach strenger Nutzen- Risiko-Abwägung anwenden