AJOVY 225 mg Injektionslös. in einer Fertigspritze

Teva GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Fremanezumab →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 1 ST 444,98 €
N3 3 ST 1312,28 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Migräneprophylaxe bei Erwachsenen mit mind. 4 Migränetagen / Monat

Dosierung

Basiseinheit: 1 Fertigspritze enthält 225 mg Fremanezumab.

  • Migräneprophylaxe bei Erwachsenen mit mind. 4 Migränetagen / Monat
    • 2 Dosierungsoptionen
      • monatliche Dosierung
        • 225 mg Fremanezumab 1mal / Monat
      • vierteljährliche Dosierung
        • 675 mg Fremanezumab 1mal / 3 Monate
    • Wechsel des Dosierungsplans
      • Verabreichung der 1. Dosis des neuen Plans am nächsten geplanten Verabreichungstermin des vorherigen Dosierungsplans
    • Kombinationstherapie mit anderem Arzneimittel zur Migräneprävention
      • bei Einleitung der Behandlung mit Fremanezumab kann die Therapie begleitend fortgeführt werden, sofern es vom Verordnenden für notwendig erachtet wird
    • Nutzenbewertung
      • innerhalb von 3 Monaten nach Behandlungsbeginn
      • Entscheidungen bezüglich einer Fortführung der Behandlung ist für jeden Patienten individuell abzuwägen
      • Empfehlung
        • die Notwendigkeit zur Fortsetzung der Behandlung danach regelmäßig beurteilen
    • ausgelassene Dosis
      • Verabreichung so bald wie möglich mit der angezeigten Dosis gemäß dem verordneten Dosierungsplan wieder aufnehmen
      • es darf keine doppelte Dosis verabreicht werden, um eine ausgelassene Dosis nachzuholen
    • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
      • nur begrenzte Daten verfügbar
      • auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse ist keine Dosisanpassung erforderlich
    • Nierenfunktionsstörung / Leberfunktionsstörung
      • leichte - mittelschwere Nierenfunktionsstörung oder Leberfunktionsstörung
        • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
      • keine Daten

Kontraindikationen

Fremanezumab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Fremanezumab

Nebenwirkungen

Fremanezumab - invasiv
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
        • vorübergehender Art (Abklingen meist innerhalb weniger Stunden oder Tage)
        • meist unmittelbar nach der Injektion
        • vorwiegend schwach bis mäßig ausgeprägt
      • Verhärtung an der Injektionsstelle
        • vorübergehender Art (Abklingen meist innerhalb weniger Stunden oder Tage)
        • meist unmittelbar nach der Injektion
        • vorwiegend schwach bis mäßig ausgeprägt
      • Erythem an der Injektionsstelle
        • vorübergehender Art (Abklingen meist innerhalb weniger Stunden oder Tage)
        • meist unmittelbar nach der Injektion
        • vorwiegend schwach bis mäßig ausgeprägt
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Juckreiz an der Injektionsstelle
        • vorübergehender Art (Abklingen meist innerhalb weniger Stunden oder Tage)
        • im Median nach 24 bzw. 48 Stunden
        • vorwiegend schwach bis mäßig ausgeprägt
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag an der Injektionsstelle
        • vorübergehender Art (Abklingen meist innerhalb weniger Stunden oder Tage)
        • im Median nach 24 bzw. 48 Stunden
        • vorwiegend schwach bis mäßig ausgeprägt
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Entwicklung von Anti-Drug-Antikörpern (ADA) bei 0,4% der mit Fremanezumab behandelten Patienten (in placebokontrollierten Studien)
        • die Antikörperantworten wiesen einen niedrigen Titer auf
        • ein Patient darunter entwickelte neutralisierende Antikörper
        • Sicherheit und Wirksamkeit von Fremanezumab wurden von der ADA-Entwicklung nicht beeinträchtigt

Anwendungshinweise

  • ausschließlich zur s.c. Anwendung (nicht i.v. oder i.m.)
  • mögliche Injektionsstellen (die nicht empfindlich, gerötet oder verhärtet sind und keine Hämatome aufweisen)
    • Abdomen
    • Oberschenkel oder Oberarme
  • werden mehrere Injektionen verabreicht, sollte die Injektionsstelle gewechselt werden
  • Patienten können sich das Arzneimittel selbst injizieren, nachdem sie von medizinischem Fachpersonal in der s.c. Selbstinjektion angeleitet wurden
  • weitere Anweisungen zur Verabreichung s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Fremanezumab - invasiv
  • Anwendung von Fremanezumab sollte während der Stillzeit nur in Betracht gezogen werden, falls diese klinisch erforderlich ist
  • nicht bekannt, ob Fremanezumab in die Muttermilch übergeht
  • humanes IgG geht bekanntlich in den ersten Tagen nach der Entbindung in die Muttermilch über, ihre Konzentration sinkt jedocht sehr bald danach auf niedrige Werte ab
    • daher kann ein Risiko während dieser Zeitspanne für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Fremanezumab - invasiv
  • aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden
  • bislang nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Fremanezumab bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxiziät
  • Fertilität
    • keine Daten zur Fertilität beim Menschen
    • tierexperimentelle Studien
      • präklinische Daten
        • keine Auswirkungen auf die Fertilität

Warnhinweise

Fremanezumab - invasiv
  • die Behandlung sollte von einem Arzt mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Migräne eingeleitet werden
  • Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel
    • Dokumentation des Namens und der Chargennummer des verabreichten Produktes
  • Überempfindlichkeit
    • Berichte in klinischen Studien:
      • Überempfindlichkeitsreaktionen unter Fremanezumab bei weniger als 1 % der Patienten berichtet
    • bei Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion:
      • Abbruch der Verabreichung von Fremanezumab in Erwägung ziehen
      • Einleitung einer geeigneten Therapie
  • Schwere kardiovaskuläre Erkrankungen
    • Patienten mit bestimmten schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren von der Teilnahme an den klinischen Studien ausgeschlossen
      • für diese Patienten keine Sicherheitsdaten vorliegend