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N2 60 ST 15,29 €
N3 100 ST 17,42 €
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Fachinformationen

Indikation

  • alle Formen des Parkinsonismus
  • medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome wie
    • exzitomotorische Phänomene
    • Parkinsonoid
    • Akinesie
    • Rigidität
    • Akathisie
    • akute Dystonien

Dosierung

  • Parkinson-Syndrom
    • initial: 1/2 Tablette (2 mg Biperidenhydrochlorid) 2mal / Tag
    • mögliche Dosiserhöhung um 2 mg Biperidenhydrochlorid / Tag
    • Erhaltungsdosis: 1/2 - 2 Tabletten 3 - 4mal / Tag (3 - 16 mg Biperidenhydrochlorid / Tag)
    • max. Tagesgesamtdosis: 8 Tabletten (16 mg Biperidenhydrochlorid)
    • Behandlungsdauer
      • abhängig von Art und Verlauf der Erkrankung
      • kurzfristige Gabe bis Dauermedikation
      • Absetzen des Arzneimittels sollte nicht abrupt, sondern schrittweise erfolgen
  • medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome (begleitend zum Neuroleptikum)
    • je nach Stärke der Symptome: 1/2 - 1 Tablette 2 - 3mal / Tag (2 - 6 mg Biperidenhydrochlorid / Tag)
    • Kinder (3 - 15 Jahre)
      • 1/2 - 1 Tablette 1 - 3mal / Tag (1 - 6 mg Biperidenhydrochlorid / Tag)
    • Behandlungsdauer
      • abhängig von Art und Verlauf der Erkrankung
      • kurzfristige Gabe bis Dauermedikation
      • Absetzen des Arzneimittels sollte nicht abrupt, sondern schrittweise erfolgen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • vorsichtige Dosierung
    • mit niedrigster Dosierung beginnen; langsame Dosissteigerung
  • eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion
    • keine pharmakokinetischen Daten vorhanden
    • vorsichtige Dosierung
    • mit niedrigster Dosis beginnen
    • danach, je nach Ansprechen des Patienten, Dosis langsam steigern

Kontraindikationen

Biperiden - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Biperiden
  • unbehandeltes Engwinkelglaukom
  • mechanische Stenosen im Magen-Darm-Kanal
  • Megakolon
  • Ileus

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Biperiden - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Parotitis
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • bei höheren Dosen
        • Unruhe
        • Agitiertheit
        • Angst
        • Verwirrtheit
        • delirante Syndrome
        • Halluzinationen
        • Schlaflosigkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Nervosität
      • Euphorie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vorübergehende Reduktion des REM-Schlafes (Schlafstadium mit schnellen Augenbewegungen)
      • zentral erregende Wirkung
        • ist häufig bei Patienten mit Hirnleistungsstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Müdigkeit
      • Schwindelgefühl
      • Gedächtnisstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Kopfschmerzen
      • Dyskinesien
      • Ataxie
      • Sprachstörungen
      • erhöhte zerebrale Anfallsbereitschaft
      • Konvulsionen
  • Augenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Akkommodationsstörungen
      • Mydriasis
      • Lichtempfindlichkeit
      • Engwinkelglaukom
        • Augeninnendruck kontrollieren
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tachykardie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Bradykardie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Mundtrockenheit
      • Magenbeschwerden
      • Übelkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Obstipation
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verminderung der Schweißabsonderung
      • allergische Hautausschläge
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Muskelzuckungen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Miktionsstörungen, insb.
        • bei Patienten mit Prostataadenom (Dosisreduktion)
      • Harnverhaltung (seltener)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Benommenheit

Anwendungshinweise

  • bei erforderlichem raschen Wirkungseintritt: Injektionslösung verwenden
  • Einnahme der Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit vorzugsweise während oder nach einer Mahlzeit
  • Einnahme unmittelbar nach den Mahlzeiten vermindert unerwünschte Nebenwirkungen auf MagenMagen-Darm-Trakt

Stillzeithinweise

Biperiden - peroral
  • Abstillen empfohlen
  • aufgrund der chemischen Struktur des Wirkstoffes ist anzunehmen, dass Biperiden in die Muttermilch übergeht
  • Anticholinergika können die Milchbildung hemmen

Schwangerschaftshinweise

Biperiden - peroral
  • Biperiden soll während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung angewendet werden
    • keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
  • Fertilität
    • zur Auswirkung auf die Fertilität liegen keine Daten vor

Warnhinweise

Biperiden - peroral
  • Krampfbereitschaft
    • zentralwirksame Anticholinergika wie Biperiden können zu einer erhöhten zerebralen Anfallsbereitschaft führen
      • vorsichtige Dosierung bei Patienten mit erhöhter Krampfbereitschaft
  • Harnverhalt
    • beim Auftreten von Harnverhalten sollte der Patient jeweils vor der Anwendung von Biperiden die Blase entleeren
    • vereinzelt kann Biperiden, insbesondere bei Patienten mit Prostatahypertrophie, zu Miktionsbeschwerden, seltener zu Harnverhaltung führen
  • Augeninnendruck
    • Augeninnendruck sollte regelmäßig kontrolliert werden
    • Vorsicht bei bestehenden Glaukomen
  • Myasthenia gravis
    • Biperiden darf bei Patienten mit Myasthenia gravis nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
  • Tachykardien
    • bei Patienten, die unter Erkrankungen leiden, die zu Tachykardien führen können ist Biperiden mit Vorsicht anzuwenden
  • Mundtrockenheit
    • tritt ausgeprägte Mundtrockenheit auf, lässt sich diese durch häufiges Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder durch Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bessern
  • Vorsichtsmaßnahmen bei bestimmten Patientengruppen
    • ältere Patienten, insbesondere solchen mit hirnorganischer Symptomatik
      • vorsichtige Dosierung erforderlich
      • ältere Patienten, insbesondere solche mit hirnorganischen Veränderungen vaskulärer oder degenerativer Art, weisen häufig schon gegenüber therapeutischen Dosen des Wirkstoffes eine erhöhte Empfindlichkeit auf
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Erfahrungen mit Biperiden sind begrenzt
      • erstrecken sich in erster Linie auf die zeitlich befristete Anwendung bei medikamentös ausgelösten Dystonien (z.B. durch Neuroleptika oder Metoclopramid und analoge Verbindungen), die als Nebenwirkungen oder Intoxikationssymptome auftreten können
  • Gedächtnisstörungen
    • durch Anwendung von Biperiden können Gedächtnisstörungen hervorgerufen werden
  • Missbrauch und Abhängigkeitsentwicklung
    • sind wegen der gelegentlich beobachteten stimmungsaufhellenden und euphorisierenden Wirkung vereinzelt berichtet worden
  • Absetzen
    • außer beim Auftreten lebensbedrohlicher Komplikationen abruptes Absetzen wegen der Gefahr überschießender Gegenregulationen vermeiden
  • Nebenwirkungen
    • treten besonders zu Beginn der Behandlung und bei zu rascher Dosissteigerung auf
    • zentral erregende Wirkung
      • ist häufig bei Patienten mit Hirnleistungsstörungen
      • kann zu einer Dosisverminderung zwingen