AKINETON 5mg/ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X1 ML | 15,08 € |
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Indikation
- alle Formen des Parkinsonismus
- medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome wie exzitomotorische Phänomene Parkinsonoid, Akinesie, Rigidität, Akathisie, akute Dystonien
- Nikotinvergiftung
- Vergiftung durch organische Phosphorverbindungen
- Hinweis:
- Injektionslösung insbesondere geeignet wenn
- rascher Wirkungseintritt erforderlich ist
- zur einleitenden Therapie in schweren Fällen von Parkinsonismus
- Injektionslösung insbesondere geeignet wenn
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 5 mg Biperidenlactat, entsprechend 3,9 mg Biperiden
- Erwachsene
- Parkinsonsyndrom
- in schweren Fällen und zu Beginn der Behandlung
- initial: 10 - 20 mg Biperidenlactat ( 2 - 4 ml Injektionslösung) i.m. oder langsam i.v. auf mehrere Einzelgaben über den Tag verteilt
- in schweren Fällen und zu Beginn der Behandlung
- Medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome
- 2,5 - 5 mg Biperidenlactat ( 0,5 bis 1 ml Injektionslösung) als Einzeldosis i.m. oder langsam i.v.
- Injektion der gleichen Dosis, optional nach 30 Min.
- tägliche Maximaldosis: 10 - 20 mg Biperidenlactat (2 - 4 ml Injektionslösung)
- Nikotinvergiftung
- 5 - 10 mg Biperidenlactat (1 - 2 ml Injektionslösung) i.m.
- in Notfällen: 5 mg Biperidenlactat (1 ml Injektionslösung) i.v. zusätzlich zu den Standardmaßnahmen
- Vergiftungen durch organische Phosphorverbindungen
- 5 mg Biperidenlactat i.v. mehrmals bis zum Abklingen der Vergiftungszeichen
- individuelle Dosierung, je nach Vergiftungsbild
- Verschwinden die Symptome während der Injektion, so sollte sie abgebrochen werden
- Parkinsonsyndrom
- Kinder und Jugendliche (</= 18 Jahre)
- Medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome
- Kinder < / = 1 Jahr:
- 1 mg Biperidenlactat (entsprechend 0,2 ml)
- Kinder < / = 6 Jahren:
- 2 mg Biperidenlactat (entsprechend 0,4 ml)
- Kinder < / = 10 Jahren:
- 3 mg Biperidenlactat (entsprechend 0,6 ml)
- Kinder < / = 1 Jahr:
- Medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome
- Dauer der Anwendung
- richtet sich nach Art und Verlauf der Erkrankung
- kann von einer kurzfristigen Gabe bis zur Dauermedikation reichen oder bis die Behandlung mit oralen Darreichungsformen fortgeführt werden oder beendet werden kann
- das Absetzen einer Behandlung sollte nicht abrupt, sondern schrittweise erfolgen
Dosisanpassung:
- Ältere Patienten
- vorsichtige Dosierung erforderlich
- initial mit niedrigster Dosis beginnen und dann, je nach Ansprechen des Patienten, Dosis langsam steigern
- Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
- keine pharmakokinetischen Daten
- vorsichtige Dosierung erforderlich
- initial mit niedrigster Dosis beginnen und dann, je nach Ansprechen des Patienten, Dosis langsam steigern
Kontraindikationen
Biperiden - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Biperiden
- unbehandeltes Engwinkelglaukom
- mechanische Stenosen im MagenMagen-Darm-Trakt
- Megakolon
- Ileus
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Biperiden - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Parotitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Unruhe
- Agitiertheit
- Angst
- Verwirrtheit
- delirante Syndrome
- Halluzinationen
- Schlaflosigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nervosität
- Euphorie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Müdigkeit
- Schwindelgefühl
- Gedächtnisstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Kopfschmerzen
- Dyskinesien
- Ataxie und Sprachstörungen
- erhöhte zerebrale Anfallsbereitschaft und Konvulsionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehende Reduktion des REM-Schlafes (Schlafstadium mit schnellen Augenbewegungen), charakterisiert durch
- Zunahme der Zeit bis zur Erreichung dieses Stadiums
- prozentualer Abnahme dieses Stadiums am Gesamtschlaf
- vorübergehende Reduktion des REM-Schlafes (Schlafstadium mit schnellen Augenbewegungen), charakterisiert durch
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Akkommodationsstörungen
- Mydriasis
- Lichtempfindlichkeit
- Engwinkelglaukom (Augeninnendruck kontrollieren)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bradykardie
- Blutdrucksenkung (bei parenteraler Gabe)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Mundtrockenheit
- Magenbeschwerden
- Übelkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Obstipation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verminderung der Schweißabsonderung
- allergische Hautausschläge
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelzuckungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Miktionsstörungen, insbesondere bei Patienten mit Prostataadenom (Dosisreduktion)
- Harnverhaltung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Erwachsene: i.m. oder langsame i.v. Injektion
- Kinder und Jugendliche (</= 18 Jahre): langsame i.v. Injektion
- verschwinden die Symptome während der Injektion, so sollte diese abgebrochen werden
- nach Anbruch der Ampulle sind Reste der Lösung zu verwerfen
Stillzeithinweise
Biperiden - invasiv
- Abstillen empfohlen
- Anticholinergika können die Milchbildung hemmen
- aufgrund der chemischen Struktur des Wirkstoffes ist anzunehmen, dass Biperiden in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Biperiden - invasiv
- Biperiden soll während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung angewendet werden, weil keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Schwangerschaft vorliegen
- Fertilität
- zur Auswirkung von Biperiden auf die Fertilität keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Biperiden - invasiv
- Allgemein
- invasive Gabe ist insbesondere geeignet, wenn ein rascher Wirkungseintritt erforderlich ist, oder zur einleitenden Therapie in schweren Fällen von Parkinsonismus
- erhöhte Krampfbereitschaft
- zentralwirksame Anticholinergika wie Biperiden können zu einer erhöhten zerebralen Anfallsbereitschaft führen
- bei Patienten mit erhöhter Krampfbereitschaft ist Biperiden vorsichtig zu dosieren
- Harnverhaltung
- beim Auftreten von Harnverhalten sollte der Patient jeweils vor der Anwendung von Biperiden die Blase entleeren
- vereinzelt kann Biperiden, insbesondere bei Patienten mit Prostatahypertrophie, zu Miktionsbeschwerden, seltener zu Harnverhaltung führen
- Augeninnendruck
- sollte regelmäßig kontrolliert werden
- Vorsicht ist auch bei bestehenden Glaukomen geboten
- Myasthenia gravis
- Biperiden darf bei Patienten mit Myasthenia gravis nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
- Tachykardien
- bei Patienten, die unter Erkrankungen leiden, die zu Tachykardien führen können ist Biperiden mit Vorsicht anzuwenden
- Mundtrockenheit
- tritt eine ausgeprägte Mundtrockenheit auf, lässt sich diese durch häufiges Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder durch Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bessern
- Vorsichtsmaßnahmen bei bestimmten Patientengruppen
- ältere Patienten
- bei älteren Patienten, insbesondere solchen mit hirnorganischer Symptomatik, ist eine vorsichtige Dosierung erforderlich
- ältere Patienten, insbesondere solche mit hirnorganischen Veränderungen vaskulärer oder degenerativer Art, weisen häufig schon gegenüber therapeutischen Dosen des Wirkstoffes eine erhöhte Empfindlichkeit auf
- Kindern und Jugendlichen <=18 Jahre
- Erfahrungen mit Biperiden sind begrenzt und erstrecken sich in erster Linie auf die zeitlich befristete Anwendung bei medikamentös ausgelösten Dystonien (z.B. durch Neuroleptika oder Metoclopramid und analoge Verbindungen), die als Nebenwirkungen oder Intoxikationssymptome auftreten können
- ältere Patienten
- Gedächtnisstörungen
- durch die Anwendung von Biperiden können Gedächtnisstörungen hervorgerufen werden
- Missbrauchsgefahr
- Missbrauch und Abhängigkeitsentwicklung von Biperiden sind wegen der gelegentlich beobachteten stimmungsaufhellenden und euphorisierenden Wirkung vereinzelt berichtet worden
- Absetzen
- außer beim Auftreten lebensbedrohlicher Komplikationen ist abruptes Absetzen wegen der Gefahr überschießender Gegenregulationen zu vermeiden