Akynzeo 235 mg/0.25 mg Konz.z.Herst.e.Inf.Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 89,00 € |
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Indikation
Erwachsene
- Prävention von akuter und verzögert auftretender Übelkeit und Erbrechen bei stark emetogener Chemotherapie auf Cisplatin-Basis aufgrund einer Krebserkrankung
- Prävention von akuter und verzögert auftretender Übelkeit und Erbrechen bei mäßig emetogener Chemotherapie aufgrund einer Krebserkrankung
Dosierung
Basiseinheit: jeder ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 11,75 mg Fosnetupitant, was 9,87 mg Netupitant entspricht, und 0,0125 mg Palonosetron; nach Verdünnung enthält 1 ml Lösung 4,7 mg Fosnetupitant, entsprechend 3,95 mg Netupitant, und 0,005 mg Palonosetron
- Prävention von akuter und verzögert auftretender Übelkeit und Erbrechen bei Erwachsenen
- 235 mg Fosnetupitant (entspr. 197,5 mg Netupitant) plus 0,25 mg Palonosetron i. v. über 30 Min.
- Infusionsbeginn ca. 30 Min. vor Beginn jedes Chemotherapiezyklus
- empfohlene orale Dexamethason-Dosis bei gleichzeitiger Anwendung der Kombination Fosnetupitant und Palonosetronhydrochloridum etwa 50% reduzieren
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Vorsicht geboten bei Patienten > 75 Jahre aufgrund
- langer Halbwertszeit der Wirkstoffe
- begrenzter Erfahrung
- Kinder und Jugendliche (1 Monat bis < 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leichte - starke Nierenfunktionseinschränkung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Netupitant: renale Ausscheidung vernachlässigbar
- Palonosetron
- leichte bis mäßige Nierenfunktionseinschränkung
- kein nennenswerter Einfluss auf pharmakokinetische Parameter
- starke Nierenfunktionseinschränkung
- systemische Gesamtexposition erhöht sich im Vergleich zu Nierengesunden um 28% bei intravenöser Anwendung
- leichte bis mäßige Nierenfunktionseinschränkung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- hämodialysepflichtige Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz
- Anwendung vermeiden
- Pharmakokinetik nicht untersucht
- keine Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit vorliegend
- leichte - starke Nierenfunktionseinschränkung
- eingeschränkte Leberfunktion
- leichte - mäßige Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Score 5 - 8)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- starke Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Score >/= 9)
- Anwendung mit Vorsicht
- begrenzte Daten vorliegend
- Anwendung kann mit erhöhter Exposition gegenüber Netupitant verbunden sein
- leichte - mäßige Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Score 5 - 8)
Kontraindikationen
Palonosetron, Kombinationen - invasiv
Palonosetron und Fosnetupitant
- Überempfindlichkeit gegen Palonosetron und / oder Fosnetupitant bzw. Netupitant oder gegen einen der sonstigen Bestandteile
- Schwangerschaft
Nebenwirkungen
Palonosetron, Kombinationen - invasiv
Palonosetron und Fosnetupitant
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Zystitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Neutropenie
- Leukozytose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leukopenie
- Lymphozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Appetit vermindert
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypokaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Ekrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Psychose
- Stimmungsänderung
- Schlafstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Benommenheit / Schwindelgefühl
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypästhesie
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konjunktivitis
- verschwommenes Sehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vertigo
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atrioventrikulärer Block 1. Grades
- Kardiomyopathie
- Überleitungsstörung
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arrhythmie
- Atrioventrikulärer Block 2. Grades
- Linksschenkelblock
- Rechtsschenkelblock
- Mitralklappeninsuffizienz
- Myokardischämie
- ventrikuläre Extrasystolen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypotonie
- Flush
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schluckauf
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- aufgetriebener Bauch
- Bauchschmerzen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Flatulenz
- Übelkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Mundtrockenheit
- Dysphagie
- Aufstoßen
- Hämorrhoiden
- Zunge belegt
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erythem
- Pruritus
- Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rückenschmerzen
- Schmerzen in den Gliedmaßen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Wärmegefühl
- Thoraxschmerz nicht kardialen Ursprungs
- anomaler Geschmack des Arzneimittels
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lebertransaminasen erhöht
- Alkalische Phosphatase im Blut erhöht
- Kreatinin im Blut erhöht
- Elektrokardiogramm QT verlängert
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bilirubin im Blut erhöht
- Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
- Kreatinphosphokinase vom Muscle-Brain-Typ im Blut erhöht
- Blutharnstoff erhöht
- Elektrokardiogramm ST-Streckensenkung
- Elektrokardiogramm ST-T-Strecke abnormal
- Myoglobin im Blut erhöht
- Neutrophilenzahl erhöht
- Troponin erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Hinweis zu Nebenwirkungen aufgetreten bei Palonosetron invasiv (Monotherapie)
- es liegen sehr seltene Fälle von Anaphylaxie, anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen und Schock vor
- Anzeichen sind u. a. Nesselsucht, Juckreiz, Angioödem, niedriger Blutdruck, Engegefühl im Rachen, Engegefühl in der Brust, Dyspnoe und Bewusstlosigkeit
- es liegen Berichte über ein Serotonin-Syndrom vor
- Anzeichen sind u. a. Tremor, Agitiertheit, Schweißausbruch, myoklonische Bewegungen, Hypertonie und Fieber
Anwendungshinweise
- intravenöse Anwendung vorzugsweise in Form einer über 30 Min. laufenden intravenösen Infusion
- am Ende der Infusion ist die Infusionsleitung mit der gleichen Trägerlösung zu spülen, damit sichergestellt ist, dass die vollständige Menge des Arzneimittels gegeben wurde
- Hinweise zur sachgemäßen Handhabung und Rekonstitution s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Palonosetron, Kombinationen - invasiv
Palonosetron und Fosnetupitant
- soll während Stillzeit nicht angewendet werden
- das Stillen soll während der Behandlung mit diesem Arzneimittel und für 1 Monat nach der letzten Dosis unterbrochen werden
- nicht bekannt ob Palonosetron oder Netupitant in die Muttermilch übergeht
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Palonosetron, Kombinationen - invasiv
Palonosetron und Fosnetupitant
- das Kombinationsarzneimittel ist in der Schwangerschaft kontraindiziert
- Fosnetupitant
- keine Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität
- teratogene Wirkungen am Kaninchen ohne Sicherheitsabstand
- Palonosetron
- keine Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Reproduktionstoxizität
- Fosnetupitant
- Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption bei Frauen
- dürfen unter der Behandlung nicht schwanger sein
- dürfen unter der Behandlung nicht schwanger werden
- Schwangerschaftstest vor der Behandlung durchführen bei allen prämenopausalen Frauen
- während und bis einen Monat nach der Behandlung zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Fertilität
- Fosnetupitant
- tierexperimentelle Studien
- keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet
- tierexperimentelle Studien
- Palonosetron
- tierexperimentelle Studien
- an Ratten wurde eine Degeneration des Epithels der Samenkanälchen beobachtet
- tierexperimentelle Studien
- Fosnetupitant
Warnhinweise
Palonosetron, Kombinationen - invasiv
Palonosetron und Fosnetupitant
- Obstipation
- Palonosetron kann die Dickdarmpassage verlängern
- Patienten mit anamnestisch bekannter Obstipation oder Anzeichen eines subakuten Ileus nach der Gabe überwachen
- Palonosetron kann die Dickdarmpassage verlängern
- Serotonin-Syndrom
- Meldungen über Auftreten von Serotonin-Syndromen liegen vor bei Anwendung von 5-HT3-Antagonisten
- allein oder
- in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen wie
- Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
- SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
- Beobachtung der Patienten auf Serotonin-Syndrom-ähnliche Symptome empfohlen
- Meldungen über Auftreten von Serotonin-Syndromen liegen vor bei Anwendung von 5-HT3-Antagonisten
- Verlängerung des QT-Intervalls
- Studie mit EKG-Befundung an gesunden erwachsenen männlichen und weiblichen Freiwilligen durchgeführt
- Probanden erhielten orale Dosierung von 200 oder 600mg Netupitant in Kombination mit 0,5 bzw. 1,5mg oral angewendetem Palonosetron
- Studienergebnisse
- keine klinisch bedeutsamen Wirkungen auf EKG-Parameter
- größte Punktschätzer des Placebo- und Baseline-korrigierten QTc-Intervalls betrug 7,0 ms (einseitige obere 95%-Konfidenzgrenze 8,8 ms); wurde 16 Stunden nach Gabe subtherapeutischer Dosen (600mg Netupitant/ 1,5mg Palonosetron) beobachtet
- obere 95%-Konfidenzgrenze der Punktschätzer des Placebo- und Baseline-korrigierten QTc-Intervalls lag über einen Zeitraum von 2 Tagen nach Gabe des Arzneimittels zu allen Zeitpunkten durchweg innerhalb von 10ms
- da 5-HT3-Antagonist in Kombinationsarzneimittel enthalten, dennoch Vorsicht bei
- gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern
- Patienten mit verlängertem QT-Intervall
- Patienten, die zu einer Verlängerung des QT-Intervalls neigen z.B.
- eigen- oder familienanamnestisch bekannte QT-Intervall-Verlängerung
- Elektrolytstörungen
- dekompensierte (kongestive) Herzinsuffizienz
- Bradyarrhythmien
- Überleitungsstörungen
- Einnahme von Antiarrhythmika
- Einnahme von anderen Arzneimitteln die QT-Intervall verlängern oder zu Elektrolytstörungen führen
- vor Anwendung sollten eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie korrigiert werden
- Studie mit EKG-Befundung an gesunden erwachsenen männlichen und weiblichen Freiwilligen durchgeführt
- Anwendungseinschränkung
- keine Anwendung in den Tagen nach der Chemotherapie zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen, außer im Zusammenhang mit einer weiteren Chemotherapeutika-Gabe
- keine Anwendung zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie
- stark eingeschränkte Leberfunktion
- Vorsicht geboten
- nur begrenzte Daten vorliegend
- CYP3A4-Substrate
- Anwendung des Arzneimittel mit Vorsicht bei Patienten, die gleichzeitig oral mit Wirkstoffen behandelt werden, die vorwiegend durch CYP3A4 metabolisiert werden und eine geringe therapeutische Breite aufweisen
- Chemotherapeutika, die CYP3A4-Substrate sind
- Netupitant ist ein mäßiger CYP3A4-Inhibitor
- Exposition gegenüber Chemotherapeutika, die CYP3A4-Substrate sind (z. B. Docetaxel), kann erhöht sein
- bei Chemotherapeutika, die CYP3A4-Substrate sind (Docetaxel, Irinotecan), auf vermehrte toxische Wirkungen überwachen
- mögliche Beeinträchtigung der Wirksamkeit von Chemotherapeutika, zu deren Aktivierung eine Metabolisierung durch CYP3A4 erforderlich ist
- Netupitant ist ein mäßiger CYP3A4-Inhibitor