AKYNZEO 300 mg/0.5 mg Hartkapseln B

Docpharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Netupitant/Palonosetron →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1 ST 88,44 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Prävention von akuter und verzögert auftretender Übelkeit und Erbrechen bei
    • stark emetogener Chemotherapie auf Cisplatin-Basis aufgrund einer Krebserkrankung
    • mäßig emetogener Chemotherapie aufgrund einer Krebserkrankung

Dosierung

  • Prävention von akuter und verzögert auftretender Übelkeit und Erbrechen bei emetogener Chemotherapie aufgrund einer Krebserkrankung
    • Erwachsene
      • 1 Kapsel (300 mg Netupitant plus 0,5 mg Palonosetron) 1 Stunde vor Beginn jedes Chemotherapiezykluses
      • gleichzeitige Einnahme von Dexamethason
        • Dexamethason-Dosis um ca. 50 % reduzieren

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • > 75 Jahre
      • Vorsicht bei der Anwendung (lange Halbwertszeit, nur begrenzte Erfahrungen)
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen, keine Daten
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • leicht - stark
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • hämodialysepflichtige Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen, keine Daten
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • leicht oder mäßig (Child-Pugh-Score 5 - 8)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • stark (Child-Pugh-Score >/= 9)
      • Anwendung mit Vorsicht, nur begrenzt Daten

Kontraindikationen

Palonosetron, Kombinationen - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Palonosetron und/oder Netupitant
  • Schwangerschaft

Nebenwirkungen

Palonosetron, Kombinationen - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Zystitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Neutropenie
      • Leukozytose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leukopenie
      • Lymphozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Appetit vermindert
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypokaliämie
  • Psychiatrische Ekrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlaflosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akute Psychose
      • Stimmungsänderung
      • Schlafstörung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Benommenheit / Schwindelgefühl
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypästhesie
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Konjunktivitis
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Atrioventrikulärer Block 1. Grades
      • Kardiomyopathie
      • Überleitungsstörung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arrhythmie
      • Atrioventrikulärer Block 2. Grades
      • Schenkelblock
      • Mitralklappeninsuffizienz
      • Myokardischämie
      • ventrikuläre Extrasystolen
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypertonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bauchschmerzen
      • Diarrhoe
      • Dyspepsie
      • Flatulenz
      • Übelkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dysphagie
      • Zunge belegt
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Rückenschmerzen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ermüdung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Wärmegefühl
      • Thoraxschmerz nicht kardialen Ursprungs
      • anomaler Geschmack des Arzneimittels
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lebertransaminasen erhöht
      • Alkalische Phosphatase im Blut erhöht
      • Kreatinin im Blut erhöht
      • Elektrokardiogramm QT verlängert
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bilirubin im Blut erhöht
      • Kreatinphosphokinase vom Muscle-Brain-Typ im Blut erhöht
      • Elektrokardiogramm ST-Streckensenkung
      • Elektrokardiogramm ST-T-Strecke abnormal
      • Troponin erhöht

Anwendungshinweise

  • Hartkapseln zum Einnehmen, im Ganzen schlucken
  • Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Palonosetron, Kombinationen - peroral
  • soll während Stillzeit nicht angewendet werden
    • während der Behandlung und bis 1 Monat nach der letzten Dosis: Stillen unterbrechen
  • nicht bekannt ob Palonosetron oder Netupitant in die Muttermilch übergeht
  • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Palonosetron, Kombinationen - peroral
  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
    • Netupitant
      • keine Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
      • tierexperimentelle Studien
        • Reproduktionstoxizität
        • teratogene Wirkungen am Kaninchen ohne Sicherheitsabstand
    • Palonosetron
      • keine Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
      • tierexperimentelle Studien
        • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Reproduktionstoxizität
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • dürfen unter der Behandlung nicht schwanger sein
    • dürfen unter der Behandlung nicht schwanger werden
    • Schwangerschaftstest vor der Behandlung durchführen bei allen prämenopausalen Frauen
    • während und bis einen Monat nach der Behandlung zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
  • Fertilität
    • Netupitant
      • tierexperimentelle Studien
        • keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet
    • Palonosetron
      • tierexperimentelle Studien
        • an Ratten wurde eine Degeneration des Epithels der Samenkanälchen beobachtet

Warnhinweise

Palonosetron, Kombinationen - peroral
  • Obstipation
    • Palonosetron kann die Dickdarmpassage verlängern
      • Patienten mit anamnestisch bekannter Obstipation oder Anzeichen eines subakuten Ileus überwachen
      • im Zusammenhang mit der Gabe von 0,75mg Palonosetron: Berichte über Fälle von Obstipation mit Stuhlimpaktion, die stationäre Behandlung erforderlich machten
  • Serotonin-Syndrom
    • Meldungen über Auftreten von Serotonin-Syndromen liegen vor bei Anwendung von 5-HT3-Agonisten
      • allein oder
      • in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen wie:
        • Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
        • SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
    • Beobachtung der Patienten auf Serotonin-Syndrom-ähnliche Anzeichen empfohlen
  • Verlängerung des QT-Intervalls
    • Studie mit EKG-Befundung an gesunden männlichen und weiblichen Freiwilligen durchgeführt
    • Probanden erhielten orale Dosierung von 200 oder 600mg Netupitant in Kombination mit 0,5 bzw. 1,5mg Palonosetron
    • Ergebnisse:
      • keine klinisch bedeutsamen Wirkungen auf EKG-Parameter
      • größte Punktschätzer des Placebo- und Baseline-korrigierten QTc-Intervalls betrug 7,0 ms (einseitige obere 95%-Konfidenzgrenze 8,8 ms); wurde 16 Stunden nach Gabe subtherapeutischer Dosen (600mg / 1,5mg) beobachtet
      • obere 95%-Konfidenzgrenze lag über einen Zeitraum von 2 Tagen nach Gabe des Prüfpräparates zu allen Zeitpunkten innerhalb von 10ms
    • Da 5-HT3-Antagonist enthalten, dennoch Vorsicht bei
      • gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern
      • Patienten mit verlängertem QT-Intervall
      • Patienten, die zu einer Verlängerung des QT-Intervalls neigen z.B.
        • eigen- oder familienanamnestisch bekannte QT-Intervall-Verlängerung
        • Elektrolytstörungen
        • dekompensierte (kongestive) Herzinsuffizienz
        • Bradyarrhythmien
        • Überleitungsstörungen
        • Einnahme von Antiarrhythmika
        • Einnahme von anderen Arzneimitteln die QT-Intervall verlängern oder zu Elektrolytstörungen führen
    • Vor Anwendung sollten eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie korrigiert werden
  • Anwendungseinschränkung
    • keine Anwendung in den Tagen nach der Therapie zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen, außer im Zusammenhang mit einer weiteren Chemotherapeutika-Gabe
    • keine Anwendung zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie
  • stark eingeschränkte Leberfunktion
    • Vorsicht geboten
    • nur begrenzte Daten vorliegend
  • CYP3A4-Substrate
    • Netupitant mäßiger CYP3A4-Inhibitor; Exposition gegenüber CYP3A4-Substraten kann erhöht sein
    • gleichzeitige Anwendung bei Patienten, die CYP3A4-Substrate mit geringer therapeutischen Breite einnehmen, mit Vorsicht, z.B.
      • Ciclosporin
      • Tacrolimus
      • Sirolimus
      • Everolimus
      • Alfentanil
      • Diergotamin
      • Ergotamin
      • Fentanyl
      • Chinidin
      • Docetaxcel
      • Irinotecan
    • bei Chemotherapeutika, die CYP3A4-Substrate sind (Docetaxel, Irinotecan), auf vermehrte toxische Wirkungen überwachen
    • verminderte Wirksamkeit von Chemotherapeutika möglich, die durch CYP3A4 aktiviert werden