Albendazol Micro Labs 400 mg Kautabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 60 ST | 300,69 € |
| – | 12 ST | 188,75 € |
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Indikation
- Behandlung der folgenden Helminthosen bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 60 kg KG
- Zystische Echinokokkose (Echinococcus granulosus-Infektion, Hundebandwurmbefall)
- inoperable Verlaufsform
- nicht radikal operierbare Verlaufsform
- präoperative Unterstützung der chirurgischen Therapie
- Alveoläre Echinokokkose (Echinococcus multilocularis-Infektion, Fuchsbandwurmbefall)
- inoperable Verlaufsform
- nicht radikal operierbare Verlaufsform
- präoperative Unterstützung der chirurgischen Therapie
- Trichinen-Befall (Trichinella spiralis Infektion, Trichinose)
- ein Behandlungsversuch auf Zwergfadenwurmbefall (Strongyloidiasis, Strongyloides stercoralis) ist indiziert
- Zystische Echinokokkose (Echinococcus granulosus-Infektion, Hundebandwurmbefall)
Dosierung
- Zystische und alveoläre Echinokokokkose; Trichinose
- Erwachsene und Jugendliche (KG >/= 60 kg)
- Zystische oder alveoläre Echinokokokkose
- 1. Behandlungszyklus (28 Tage): 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- anschließend 14 Tage Behandlungspause
- 2. Behandlungszyklus (28 Tage): 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- mindestens zwei, aber nicht mehr als drei Behandlungszyklen durchführen
- präoperativ
- vor chirurgischer Behandlung
- Behandlung mit Albendazol für 2 Zyklen durchführen:
- 1. Behandlungszyklus (28 Tage): 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- anschließend 14 Tage Behandlungspause
- 2. Behandlungszyklus (28 Tage): 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- Behandlung mit Albendazol für 2 Zyklen durchführen:
- wenn Operation vor Abschluss von zwei vollständigen Zyklen notwendig:
- Albendazol so lange wie möglich einnehmen
- max. 28 aufeinander folgende Tage
- vor chirurgischer Behandlung
- postoperative Nachbehandlung
- Operation in weniger als 14 Tage nach Behandlungsbeginn
- Albendazol nach der Operation für mindestens 2 Behandlungszyklen von je 28 Tagen mit einem 14-tägigen Abstand verabreichen:
- 1. Behandlungszyklus (28 Tage): 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- anschließend 14 Tage Behandlungspause
- 2. Behandlungszyklus (28 Tage): 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- Durchführung 2 kompletter Behandlungszyklen, auch wenn nach der präoperativen Behandlung oder nach einem Zystenbruch noch Zysten vorhanden sind
- Albendazol nach der Operation für mindestens 2 Behandlungszyklen von je 28 Tagen mit einem 14-tägigen Abstand verabreichen:
- Operation in weniger als 14 Tage nach Behandlungsbeginn
- Trichinose
- 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- Behandlungsdauer: 6 Tage
- in der Regel ist nur ein Behandlungszyklus erforderlich
- 1 Tablette 400 mg Albendazol 2mal / Tag
- bestätigte Diagnose oder Verdacht auf Zwergfadenwurmbefall (Strongyloidiasis)
- 1 Tablette 400 mg Albendazol 1mal / Tag
- Behandlungsdauer: 3 Tage
- Zystische oder alveoläre Echinokokokkose
- Erwachsene und Jugendliche (KG >/= 60 kg)
Dosisanpassung
- Patienten < 60 kg KG
- Arzneimittel nicht anwenden
- ältere Menschen (>/= 65 Jahre)
- nur begrenzte Erfahrungen
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Anwendung mit Vorsicht
- Kinder und Jugendliche (</= 60 kg KG)
- keine Anwendung
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Anwendung mit Vorsicht
- Patienten mit einer Vorgeschichte von Niereninsuffizienz sorgfältig überwachen
- Leberinsuffizienz
- sorgfältige Überwachung
- Therapieabbruch, wenn die Enzymwerte signifikant erhöht sind
- bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen Warnhinweise beachten
Kontraindikationen
Albendazol - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Albendazol
- Schwangerschaft
- Kinder < 6 Jahre
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Albendazol - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermindertes Hämoglobin
- verminderter Hämatokrit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Panzytopenie
- aplastische Anämie
- Agranulozytose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Patienten mit Lebererkrankungen, hepatische Echinokokkose eingeschlossen, scheinen anfälliger für eine myelosuppressive Wirkung zu sein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschl.
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Urtikaria
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bei Behandlung einer Neurozystizerkose
- Symptomverschlimmerung
- Auftreten neuer neurologischer Störungen
- Epilepsie
- Hirnhautentzündung
- halbseitige Lähmung
- auffällige Müdigkeit
- bei Behandlung einer Neurozystizerkose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Magen-Darm-Beschwerden (in Zusammenhang mit der Behandlung von Patienten mit Echinokokkose)
- Magen- / Bauchschmerzen
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magen-Darm-Beschwerden (in Zusammenhang mit der Behandlung von Patienten mit Echinokokkose)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- geringe bis mäßig erhöhte Leberenzymwerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hepatitis
- Berichte auch über von der Norm abweichende Ergebnisse bei Leberbiopsien (jedoch wahrscheinlich eineFolge des Wurmbefalls)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- reversibler Haarausfall
- Ausdünnung der Haare
- moderater Haarausfall
- reversibler Haarausfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nasenbluten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Kautabletten zum Einnehmen
- Tabletten kauen
- morgens und abends zu den Mahlzeiten einnehmen
- für eine bessere Aufnahme des Wirkstoffs wird eine fetthaltige Ernährung empfohlen
- Aufnahme von Albendazol in den Körper kann durch fetthaltige Lebensmittel erhöht werden
- so fest wie möglich
- Fettgehalt / Mahlzeit soll > 40 g liegen
Stillzeithinweise
Albendazol - peroral
- Albendazol sollte nicht angewendet werden
- keine ausreichenden Daten bei stillenden Frauen oder aus Tierversuchen
Schwangerschaftshinweise
Albendazol - peroral
- während der Schwangerschaft oder bei Frauen, von denen angenommen wird, dass sie schwanger sind, sollte Albendazol nicht angewendet werden
- Albendazol sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, außer wenn es eindeutig notwendig ist
- keine geeigneten Daten aus der Anwendung von Albendazol bei schwangeren Frauen vorliegend
- Daten aus Tierstudien haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- zum Ausschluss einer Schwangerschaft sollte ein Test vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung mit Eskazole durchgeführt werden
- wegen der teratogenen Eigenschaften der Benzimidazolderivate wird empfohlen, darauf zu achten, dass Patientinnen im gebärfähigen Alter für effektive empfängnisverhütende Maßnahmen sorgen
- aufgrund unklarer Wechselwirkungen mit hormonalen Ovulationshemmern ist die alleinige Einnahme der „Pille" ungeeignet
- Verhütung muss kurz vor, während und noch einen Monat nach der Eskazole-Behandlung durchgeführt werden
- Fertilität
- keine Daten zur Auswirkung von Albendazol auf die menschliche Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Albendazol - peroral
- Auswirkungen auf die Leber und Leberinsuffizienz
- Leberinsuffizienz hat einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Albendazolsulfoxid, da Albendazol in der Leber schnell zu seinem primär pharmakologisch aktiven Metaboliten Albendazolsulfoxid abgebaut wird
- bei der Behandlung mit Albendazol können niedrige bis mäßig erhöhte Leberenzyme auftreten, die sich in der Regel nach Beendigung der Therapie wieder normalisieren
- Berichte über Fälle von Hepatitis
- Durchführung von Leberfunktionstests
- vor Beginn jedes Therapiezyklus
- nach 5 Tagen
- nach 10 Tagen
- dann mindestens alle 2 Wochen während der Therapie durchgeführt werden.
- wenn die Leberenzyme deutlich zugenommen haben (mehr als das Doppelte der Obergrenze des Normalbereichs): Albendazoltherapie abbrechen
- eine erneute Behandlung mit Albendazol kann in Betracht gezogen werden, wenn die Werte wieder in den Normalbereich zurückgekehrt sind
- Patienten dann sorgfältig und in einem kürzeren Intervall (wöchentlich) überwachen
- Patienten, die vor Beginn der Behandlung mit Albendazol anormale Werte von Leberfunktionstests (Transaminasen) aufweisen:
- sorgfältig überwachen
- Therapie abbrechen, wenn
- die Enzymwerte signifikant erhöht sind oder
- die Blutkörperchenzahlen klinisch signifikant abnehmen
- Myelosuppression
- Blutbildkontrollen während jedem der 28-tägigen Behandlungszyklen
- zu Beginn jedes Behandlungszyklus
- nach 5 Tagen
- nach 10 Tagen
- dann nach 14 Tagen Behandlung
- Patienten mit Lebererkrankungen, einschl. hepatische Echinokokkose, scheinen anfälliger für Myelosuppressionen zu sein, die zu Panzytopenie, aplastischer Anämie, Agranulozytose und Leukopenie führen
- daher bei diesen Patienten das Blutbild genauer überwachen.
- Albendazol absetzen, wenn die Blutkörperchenzahl klinisch signifikant sinkt
- Blutbildkontrollen während jedem der 28-tägigen Behandlungszyklen
- ältere Patienten
- Albendazol mit Vorsicht anwenden
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- Albendazol mit Vorsicht anwenden
- Schwangerschaft
- Schwangerschaft während der Behandlung vermeiden
- Neurozysterkose
- bei Patienten, die mit Albendazol behandelt werden, ist eine bestehende Neurozysterkose zu erkennen, insbesondere in Gebieten mit ausgeprägter Taeniasis-Infektion
- Bei diesen Patienten können neurologische Symptome auftreten, z.B. Anfälle, erhöhter Hirndruck oder fokale Symptome, die sich aus einer Entzündungsreaktion durch den Tod der Parasiten im Gehirn ergeben
- die Symptome können kurz nach der Behandlung auftreten
- eine sofortige Behandlung mit Corticosteroiden und Antikrampfmitteln sollte eingeleitet werden