ALDACTONE 25
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 15,34 € |
| N3 | 100 ST | 19,23 € |
| NotApplicable | 30 ST | – |
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Indikation
- primärer Hyperaldosteronismus, sofern nicht eine Operation angezeigt ist
- Ödeme und/ oder Aszites bei mit sekundärem Hyperaldosteronismus einhergehenden Erkrankungen
Dosierung
- Hyperaldosteronismus
- individuell dosieren, abhängig von Schweregrad und Ausmaß der Erkrankung
- initial für 3 - 6 Tage: 100 - 200 mg Spironolacton / Tag
- Dosiserhöhung, bei unzureichender Wirksamkeit, auf max. 400 mg Spironolacton / Tag
- Erhaltungsdosis: 50 - 100 mg Spironolacton / Tag bis max. 100 - 200 mg Spironolacton /Tag
- Applikationsintervall, je nach Bedarf: 1mal / 1, 2 oder 3 Tage
- Kinder
- initial für 5 Tage: 3 mg Spironolacton / kg KG / Tag
- Dosissteigerung, bis Eintritt der klin. Wirkung, bis 9 mg Spironolacton / kg KG / Tag
- anschließende Dosissenkung unter Erhalt der Wirkung soweit möglich
- Kinder (< 6 Jahre bzw. < 17 kg KG)
- Tabletten aufgrund Größe und enthaltener Wirkstoffmenge nicht geeignet
- Behandlungsdauer
- auf möglichst kurzen Zeitraum begrenzt
- Notwendigkeit einer Therapie über längeren Zeitraum periodisch überprüfen
- Kinder: max. 30 Tage
Kontraindikationen
Spironolacton - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Spironolacton
- Anurie
- akutes Nierenversagen
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min. pro1,73 m² KOF und/oder Serum-Kreatinin > 1,8 mg/dl)
- Hyperkaliämie
- Hyponatriämie
- Hypovolämie und Dehydratation
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Spironolacton - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie durch Spironolacton-induzierte Antikörper
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Eosinophilie bei Patienten mit Leberzirrhose
- Agranulozytose
- Hinweise auf Agranulozytose können Fieber mit Schüttelfrost, Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen sein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen (können als Haut- und Schleimhautreaktionen auftreten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stimmveränderungen
- Spironolacton kann bei Frauen zu einer Vertiefung der Stimmlage, bei Männern zu einer Erhöhung der Stimmlage führen
- Stimmveränderungen können auch in Form von Heiserkeit auftreten
- Veränderung der Stimmlage geht bei manchen Patienten auch nach Absetzen von Spironolacton nicht zurück
- Stimmveränderungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperkaliämien
- unter Gabe von Spironolacton häufig lebensbedrohliche Hyperkaliämien (insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion), die bis zum Auftreten von Muskellähmungserscheinungen (hyperkaliämische Paralysen) und Herzrhythmusstörungen führen können
- zusätzliche Gabe von Kalium, anderen kaliumsparenden Diuretika oder eine kaliumreiche Diät daher vermeiden
- bei unregelmäßigem Pulsschlag, Müdigkeit oder Muskelschwäche (z.B. in den Beinen) muss besonders an die Möglichkeit einer Hyperkaliämie gedacht werden
- unter Gabe von Spironolacton häufig lebensbedrohliche Hyperkaliämien (insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion), die bis zum Auftreten von Muskellähmungserscheinungen (hyperkaliämische Paralysen) und Herzrhythmusstörungen führen können
- Hyperkaliämien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, u.a. Hyponatriämie, Hypomagnesiämie, Hyperchlorämie, Hyperkalzämie
- als Folge der vermehrten Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion
- Hypovolämie (infolge übermäßiger Diurese)
- Hyponatriämie (infolge übermäßiger Diurese)
- als Folge der Elektrolytstörungen im Blut kann es zu Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit, Durst, Erbrechen, Kopfschmerzen bzw. Kopfdruck, Schwächegefühl, Schwindel, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Sehstörungen, Apathie, Verwirrtheitszuständen, allgemeiner Muskelschwäche, Muskelkrämpfen (Wadenkrämpfen) sowie Herzrhythmusstörungen und Kreislaufstörungen kommen
- wichtig, unerwünschte Flüssigkeitsverluste (z.B. bei Erbrechen, Durchfall, starkem Schwitzen) auszugleichen
- Störungen im SäureSäure-Basen-Haushalt
- Spironolacton kann eine hyperchlorämische metabolische Azidose hervorrufen oder verschlechtern
- Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, u.a. Hyponatriämie, Hypomagnesiämie, Hyperchlorämie, Hyperkalzämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Ataxie
- Schwäche
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheitszustände
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lethargie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- infolge übermäßiger Diurese kann es aufgrund einer Hypovolämie zu Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst sowie zu orthostatischen Regulationsstörungen oder zu Blutdruckabfall bis zum Kreislaufkollaps kommen
- bei exzessiver Diurese kann es zu Dehydratation und als Folge einer Hypovolämie zur Hämokonzentration kommen
- als Folge der Hämokonzentration, insbesondere bei älteren Patienten
- erhöhte Neigung zu Thrombosen und Embolien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, gastrointestinale Krämpfe)
- Blutungen der Magenschleimhaut und gastrointestinale Ulcera (auch mit Blutungen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- krankhafte Veränderungen der Leber (Hepatotoxizität) mit Ansteigen der Leberenzyme und histologisch nachgewiesener Hepatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautrötung
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema anulare
- Lichenruber-planus-ähnliche Hautveränderungen
- Haarausfall bis zur Alopezie
- Lupus-erythematodes-artiges Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pemphigoid
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Osteomalazie (Knochenerweichung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperurikämie
- kann bei prädisponierten Patienten zu Gichtanfällen führen
- Hyperurikämie
- ohne Häufigskeitsangabe
- vorübergehender Anstieg der Serumkonzentrationen von Kreatinin und Harnstoff
- verstärkte Harnproduktion kann bei Patienten mit Behinderung des Harnabflusses zu Beschwerden führen bzw. bereits bestehende Beschwerden verstärken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gesteigerte Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen und Brustspannung
- Männer
- meist reversible Gynäkomastie
- Frauen
- Menstruationsstörungen, in seltenen Fällen Mastodynie, Zwischenblutungenund Amenorrhö
- Hirsutismus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Potenzstörungen (dosisabhängig)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten mit den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (erheblich bessere Resorption als bei nüchtener Einnahme)
Stillzeithinweise
Spironolacton - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- keine Daten zur Ausscheidung von Spironolacton in die Muttermilch vorliegend
- pharmakologisch aktiver Metabolit Canrenoat ist in der Muttermilch nachgewiesen worden (Milch-Plasma-Konzentrationsverhältnis 0,7)
- sollte eine Behandlung dennoch erforderlich sein, muss abgestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Spironolacton - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Spironolacton bei Schwangeren
- tierexperimentelle Untersuchungen
- Feminisierung der Genitalien männlicher Nachkommen
- Hinweise auf endokrine Störungen bei weiblichen und männlichen Nachkommen
- beim Menschen sind antiandrogene Wirkungen nachgewiesen worden
- Fertilität
- keine Daten zur Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Spironolacton - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei:
- Nierenfunktionseinschränkung leichteren Grades (Serum-Kreatinin-Werte zwischen 1,2 und 1,8 mg/dl bzw. einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/Min.)
- Patienten, die als Folge ihrer Grunderkrankung zu Azidose und/oder Hyperkaliämie neigen (z.B. Diabetes mellitus)
- Hypotonie
- gleichzeitige Anwendung von Spironolacton und kaliumsparenden Diuretika (z.B. Amilorid, Triamteren), Kaliumsubstituenten oder ACE-Hemmern nicht empfohlen
- kann zu lebensgefährlichen Hyperkaliämien kommen
- Kombination der vorgenannten Arzneimittel mit Spironolacton daher nicht empfohlen
- Anwendung von Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Hyperkaliämie hervorrufen können
- kann in Verbindung mit Spironolacton zu einer schwerwiegenden Hyperkaliämie führen
- bei schwerer Niereninsuffizienz (Glomerulumfiltrat < 30 ml/Min. und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg/dl)
- Spironolacton nicht nur unwirksam, sondern sogar schädlich, da die glomeruläre Filtrationsrate weiter gesenkt wird
- Behandlung mit Spironolacton sollte nur unter häufiger Kontrolle des Serum-Kalium-Spiegels erfolgen
- bei eingeschränkter Nierenfunktion mit Serum-Kreatininwerten zwischen 1,2 und 1,8mg/dl und einer Kreatinin-Clearance zwischen 60 und 30 ml/Min.
- bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die zu einem Anstieg des Serum-Kaliumspiegels führen können
- Kontrolle in regelmäßigen Abständen erforderlich:
- Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Calcium, Bicarbonat)
- harnpflichtige Substanzen Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure im Serum
- SäureSäure-Basen-Haushalt
- Gewichtsverlust
- der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht überschreiten
- Diuretika-Abusus
- bei chronischem Diuretika-Abusus kann ein Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Ödemen auftreten
- Ödeme sind Ausdruck eines Anstiegs des Renins mit der Folge eines sekundären Hyperaldosteronismus
- bei chronischem Diuretika-Abusus kann ein Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Ödemen auftreten
- diagnostische Tests
- Spironolacton kann Störung bestimmter diagnostischer Tests verursachen (z.B. RIA-Bestimmung der Digoxinserumkonzentration)
- Flüssigkeitsaufnahme
- während der Behandlung sollten Patienten auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten
- Stimmveränderungen
- Spironolacton kann bei Frauen zu einer Vertiefung der Stimmlage, bei Männern zu einer Erhöhung der Stimmlage führen
- Stimmveränderungen können auch in Form von Heiserkeit auftreten
- Veränderung der Stimmlage geht bei manchen Patienten auch nach Absetzen von Spironolacton nicht zurück
- deshalb therapeutische Notwendigkeit gegenüber diesem Risiko abwägen, insbesondere bei Personen mit Berufen, in denen die Stimme eine besondere Bedeutung hat (z.B. Theater-, Lehrberufe)
- Doping
- Anwendung von Spironolacton kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- die gesundheitlichen Folgen der Anwendung als Dopingmittel können nicht abgesehen werden; schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen nicht auszuschließen