Alfentanil-hameln 0.5mg/ml Injektionslösung

hameln pharma gmbh Wirkstoff: Alfentanil →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 5X10 ML 36,60 €
N2 10X2 ML 22,19 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • als Analgetikum bei Einleitung einer Allgemeinanästhesie
    • als Analgetikum bei Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie
  • Neugeborene, Kleinkinder und Kinder
    • als Opioid in Verbindung mit einem Hypnotikum zur Einleitung einer Anästhesie
    • als narkotisches Analgetikum in Verbindung mit einer Allgemeinanästhesie sowohl für kurze als auch langdauernde Eingriffe

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 0,5438 mg Alfentanilhydrochlorid-Hydrat, entsprechend 0,5 mg Alfentanil-Base

  • Erwachsene
    • Anpassung der Dosierung an individuelle Gegebenheiten des Patienten im Hinblick auf Alter, Körpergewicht, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, Medikation sowie Art des Anästhesie- und Operationsverfahren
    • einmalige Bolusinjektion zur Einleitung einer Allgemeinanästhesie
      • Kurzeingriffe (bis 10 Minuten)
        • 15 - 20 µg / kg KG
        • 2 - 3 ml / 70 kg KG
      • mittlere Eingriffe (10 - 30 Minuten)
        • 20 - 40 µg / kg KG
        • 3 - 6 ml / 70 kg KG
      • längere Eingriffe (30 - 60 Minuten)
        • 40 - 80 µg / kg KG
        • 6 - 12 ml / 70 kg KG
      • Langzeiteingriffe (> 60 Minuten)
        • nach angemessener Bolusinjektion Infusion zur Aufrechterhaltung vorziehen
    • fraktionierte Bolusinjektion bei Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie
      • Repetitionsdosis: 5 - 15 µg / kg KG / 15 min
    • Infusion bei Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie
      • Infusionsgeschwindigkeit: 0,5 - 3,0 µg / kg KG / min
      • Verabreichung am besten im Perfusor
    • Hinweise:
      • Hineinreichen einer Atemdepression (vor allem nach Infusionsanwendung oder hohen Dosen) bis in die frühe postoperative Phase und erneutes Auftreten bei nachlassender Vigilanz möglich
      • adäquate Überwachung notwendig
      • apparative und medikamentöse Standardausrüstung zur Wiederbelebung (inkl. Opioidantagonisten) muss sofort verfügbar sein
  • Kinder und Jugendliche
    • Anpassung der Dosierung an individuelle Gegebenheiten des Patienten im Hinblick auf Alter, Körpergewicht, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, Medikation sowie Art des Anästhesie- und Operationsverfahren
    • selbst für kurze Eingriffe sollten Geräte für Unterstützung der Atmung zur Anwendung auch bei spontan atmenden Kindern für alle Altersklassen verfügbar sein
    • nur begrenzt Daten zu Kindern, insbesondere bei jenen zwischen 1 Monat und 1 Jahr
    • Neugeborene (0 - 27 Tage)
      • Pharmakokinetik sehr variabel
      • eventuell niedrigere Dosis Alfentanil nötig
      • Neugeborene eng überwachen und Alfentanildosis nach Ansprechen titrieren
    • Säuglinge und Kleinkinder (28 Tage - 23 Monate)
      • zur Aufrechterhaltung der Analgesie muss Infusionsrate eventuell erhöht werden
    • Kinder (2 bis 11 Jahre)
      • Infusionsrate muss eventuell erhöht werden
    • Jugendliche
      • keine spezifischen Dosierungsempfehlungen notwendig
      • Dosierung entspricht der Dosierung für Erwachsene
      • Dosierungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche
        • durch große Variabilität des Ansprechens auf Alfentanil schwierig, für jüngere Kinder Dosierungsempfehlungen zu geben
        • für ältere Kinder wird Bolus von 10 - 20 µg / kg KG Alfentanil zur Einleitung der Anästhesie (d. h. zur Ergänzung von Propofol oder einer Inhalationsnarkose) oder als Analgetikum als angemessen erachtet
        • in angemessenen Abständen zusätzliche Injektionen von 5 - 10 µg / kg KG Alfentanil verabreichen
        • zur Aufrechterhaltung der Analgesie bei Kindern während einer Operation
          • Alfentanil-Infusion mit Rate von 0,5 - 2 µg / kg KG / Min. verabreichen
          • Dosis muss nach Bedürfnissen jedes individuellen Patienten auf- oder abtitriert werden
        • wenn Alfentanil mit i. v. Anästhetikum kombiniert wird
          • empfohlene Dosis ungefähr 1 µg / kg KG / Min.
        • Verabreichung an Neugeborene oder sehr jungen Kinder
          • ggf. erhöhtes Risiko für respiratorische Komplikationen und Muskelrigidität
  • ältere Patienten (> 65 Jahre) und Patienten in geschwächtem Allgemeinzustand
    • Dosisreduktion erforderlich
    • Wirkung der initialen Dosis bei der Bemessung weiterer Dosen in Betracht ziehen
  • Niereninsuffizienz
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
    • verlängerte postoperative Überwachung erforderlich
  • Leberinsuffizienz
    • Dosisreduktion kann erforderlich sein
    • verlängerte postoperative Überwachung erforderlich
  • Patienten unter chronischer Therapie mit Opioiden oder mit anamnestisch bekanntem Opioidabusus
    • es kann von einem erhöhten Dosisbedarf ausgegangen werden

Kontraindikationen

Alfentanil - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Alfentanil oder andere Opioide

Nebenwirkungen

Alfentanil - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit, einschließlich
        • anaphylaktische Reaktion
        • anaphylaktoide Reaktion
        • Urtikaria
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Euphorie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agitation
      • Weinen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Desorientierung
      • Abhängigkeit
      • Entzugserscheinungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bewegungsstörung
      • Schwindel
      • Sedierung
      • Dyskinesie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerz
      • Somnolenz
      • nichtansprechen auf Stimuli
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bewusstlosigkeit (postoperative Periode)
      • Konvulsion
      • Myoklonus
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Miosis
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bradykardie
      • Tachykardie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmie
      • verminderte Herzfrequenz
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Herzstillstand
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
      • Hypotonie
      • erniedrigter Blutdruck
      • erhöhter Blutdruck
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Venenschmerzen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Apnoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schluckauf
      • Hyperkapnie
      • Laryngospasmus
      • Atemdepression, einschließlich Fällen mit letalem Ausgang
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bronchospasmus
      • Epistaxis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Atemstillstand
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Obstipation
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Dermatitis
      • Hyperhidrose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pruritus
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erythem
      • Hautausschlag
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelrigidität
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schüttelfrost
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Fatigue
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pyrexie
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verfahrensbedingte Schmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • postoperative Agitation
      • Atemwegskomplikationen der Anästhesie
      • postoperative Verwirrtheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • neurologische anästhesiologische Komplikationen
      • verfahrensbedingte Komplikationen
      • Komplikationen der endotrachealen Intubation

Anwendungshinweise

  • Verabreichung als Bolus (kurze Eingriffe), fraktionierte Bolusinjektionen oder Infusion (lange, schmerzhafte Operationen)
  • für Kurz- und Langzeitnarkosen
  • letzte Alfentanil-Gabe 15 Minuten vor dem zu erwartenden Operationsende
  • einmalige oder wiederholte Anwendung möglich
  • Infusionsanwendung:
    • Beenden der Infusion ca. 20 - 30 Minuten vor Operationsende
  • Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Alfentanil - invasiv
  • bis 24 Stunden nach der Anwendung von Alfentanil
    • sollte nicht gestillt werden
    • in dieser Zeit abgepumpte Milch sollte nicht verwendet werden
  • Alfentanil kann in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Alfentanil - invasiv
  • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich, bevor Alfentanil Schwangeren verabreicht wird
  • tierexperimentelle Studien
    • unzureichende Daten vorliegend, um eventuelle Auswirkungen auf den Menschen evaluieren zu können
    • fehlende Hinweise auf teratogene oder akute embryotoxische Effekte
  • chronische Anwendung eines Opioids während der Schwangerschaft
    • kann beim Neugeborenen zu einer Drogenabhängigkeit führen, die zum Neugeborenenentzugssyndrom führt
    • wenn bei einer schwangeren Frau über einen längeren Zeitraum ein Opioidkonsum erforderlich ist
      • Patientin über das Risiko eines Neugeborenen-Opioidentzugssyndroms informieren
        • falls es nicht erkannt und behandelt wird
          • kann lebensbedrohend sein
      • Sicherstellung, dass eine geeignete Behandlung verfügbar sein wird
  • während der Geburt, einschließlich Kaiserschnitt
    • sollte nicht verabreicht werden
      • geht in die Plazenta über
      • kann Spontanatmung beim Neugeborenen unterdrücken
    • falls Alfentanil trotzdem eingesetzt wird
      • müssen für Mutter und Kind Geräte zur Unterstützung der Atmung unmittelbar verfügbar sein
      • Opioidantagonist für das Kind muss immer verfügbar sein
        • Halbwertszeit des Opioidantagonisten kann kürzer sein als die Halbwertszeit von Alfentanil
          • zusätzliche Dosen des Antagonisten können erforderlich werden

Warnhinweise

Alfentanil - invasiv
  • Atemdepression
    • Alfentanil kann eine dosisabhängige Atemdepression hervorrufen
      • kann durch spezifische Opioidantagonisten aufgehoben werden
      • kurze Wirkdauer der Antagonisten
        • erneute Atemdepression kann auftreten
          • wiederholte Gabe des Antagonisten
    • tiefe Anästhesie mit einer ausgeprägten Atemdepression und Bewusstlosigkeit einhergehend
      • kann bis in die postoperative Phase anhalten bzw. in dieser Phase erneut auftreten
        • adäquate Überwachung der Patienten in der postoperativen Phase unabdingbar
    • es ist sicherzustellen, dass die apparative und medikamentöse Standardausrüstung zur Wiederbelebung (einschließlich Opioidantagonisten) sofort verfügbar ist
    • Hyperventilation des Patienten während der Anästhesie kann die Ansprechbarkeit seines Atemzentrums auf CO2 vermindern und auf diese Weise die postoperative Atmung beeinträchtigen
  • Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
    • bei wiederholter Anwendung von Opioiden können sich folgende Risiken entwickeln
      • Toleranz
      • physische und psychische Abhängigkeit
      • Opioidgebrauchsstörung
    • Missbrauch oder absichtliche Fehlanwendung von Opioiden kann Überdosierungen und / oder Tod zur Folge haben
    • Risiko für Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung ist erhöht bei
      • Pateinten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte
      • Rauchern
      • Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen in der Anamnese, z. B.
        • Major Depression
        • Angststörungen
        • Persönlichkeitsstörungen
  • Neugeborenenentzugssyndrom
    • wenn Frauen während der Schwangerschaft chronisch Opioide einnehmen
      • besteht das Risiko, dass bei ihren Neugeborenen ein Neugeborenenentzugssyndrom auftritt
    • Neugeborene, die chronisch Opioiden ausgesetzt sind
      • können auch ein Neugeborenenentzugssyndrom aufweisen
  • Muskelrigidität
    • eine Muskelrigidität (Rigor) mit möglicher Beteiligung der Thoraxmuskulatur kann auftreten
    • kann in der Regel durch folgende Maßnahmen vermieden werden
      • langsame i. v. Injektion (gewöhnlich ausreichend bei niedrigen Alfentanil-Dosen)
      • Prämedikation mit Benzodiazepinen
      • Verabreichung von Muskelrelaxanzien
    • nicht-epileptische (myo)klonische Bewegungen können auftreten
  • Herz-Kreislauf-System
    • kann zu Bradykardie bis hin zum Herzstillstand kommen, wenn
      • das vorher gegebenenfalls verabreichte Anticholinergikum unterdosiert wurde
      • Alfentanil mit einem nicht-vagolytisch wirkenden Relaxans kombiniert wurde
    • Bradykardie kann mit Atropin behandelt werden
    • Alfentanil kann insbesondere bei hypovolämischen Patienten, eine Hypotonie auslösen
      • angemessene Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines stabilen Blutdrucks sollten zur Anwendung kommen
  • erhöhter intrakranialer Druck
    • bei Patienten mit eingeschränkter intrazerebraler Compliance (erhöhtem Hirndruck)
      • schnelle Bolusinjektionen sollten vermieden werden
    • vorübergehender Abfall des mittleren arteriellen Blutdruckes bei diesen Patienten
      • geht gelegentlich mit einer kurzdauernden Reduktion des zerebralen Perfusionsdrucks einher
  • Opioid-induzierte Hyperalgesie (OIH)
    • OIH ist eine paradoxe Reaktion auf ein Opioid, insbesondere
      • bei hohen Dosen oder bei chronischer Anwendung, bei der die Schmerzwahrnehmung trotz stabiler oder erhöhter Opioidexposition zunimmt
    • unterscheidet sich von der Toleranz, bei der höhere Opioiddosen erforderlich sind, um die gleiche analgetische Wirkung zu erzielen oder wiederkehrende Schmerzen zu behandeln
    • OIH kann sich manifestieren in
      • erhöhten Schmerzniveaus
      • allgemeineren Schmerzen (d.h. weniger fokal)
      • Schmerzen durch gewöhnliche (d.h. nicht schmerzhafte) Reize (Allodynie) ohne Anzeichen eines Fortschreitens der Krankheit
    • bei Verdacht auf OIH
      • Opioiddosis sollte nach Möglichkeit reduziert oder verringert werden
  • sonstige Patientengruppen
    • bei Patienten unter chronischer Therapie mit Opioiden oder solchen mit anamnestisch bekanntem Opioidabusus
      • kann von einem erhöhten Dosisbedarf ausgegangen werden
    • bei älteren Patienten und Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand
      • Dosis sollte reduziert werden
    • bei Vorliegen folgender Erkrankungen sollten Opioide, inklusive Alfentanil, mit Vorsicht titriert und Patienten verlängert postoperativ überwacht werden
      • nicht kompensierte Hypothyreose
      • pulmonale Erkrankungen mit verminderter pulmonaler Vitalkapazität
      • Alkoholkrankheit
      • eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion
  • Kinder und Jugendliche
    • bei Neugeborenen oder sehr jungen Kindern besteht ein erhöhtes Risiko für respiratorische Komplikationen
      • junge pädiatrische Patienten sofort nach dem Beginn der Verabreichung überwacht werden
    • selbst für kurze Eingriffe bei spontan atmenden Kindern
      • Geräte für eine Unterstützung der Atmung zur Anwendung in allen Altersklassen sollten verfügbar sein
    • wegen des Risikos der Muskelrigidität bei Verabreichung von Alfentanil an Neugeborene oder sehr junge Kinder
      • gleichzeitige Anwendung eines Muskelrelaxans in Betracht ziehen
    • alle Kinder sollten nach Beendigung der Anwendung von Alfentanil eine angemessene Zeit überwacht werden
      • um sicherzustellen, dass eine ausreichende Spontanatmung erreicht wurde
    • wegen der variablen Pharmakokinetik bei Neugeborenen
      • niedrigere Alfentanil-Dosis kann notwendig sein
    • Neugeborene sollten eng überwacht werden
      • Alfentanil-Dosis sollte nach dem Ansprechen titriert werden
    • bei Neugeborenen wurde häufig eine leichte bis mäßige Muskelrigidität beobachtet, wobei die Anzahl der Neugeborenen in den klinischen Studien klein war
      • schwere Rigidität und Zuckungen treten weniger häufig auf
        • können, besonders bei hohen Dosen oder einer schnellen Rate intravenöser Injektionen, vorübergehend von beeinträchtigter Atmung begleitet werden
  • Risiken, die sich aus der gleichzeitigen Anwendung zentral dämpfender Arzneimittel ergeben, insbesondere von
    • Benzodiazepinen oder Benzodiazepin-verwandten Mitteln
      • gleichzeitige Anwendung bei spontan atmenden Patienten kann das Risiko erhöhen für
        • tiefe Sedierung
        • Atemdepression
        • Koma
        • Tod
      • wenn entschieden wird, Alfentanil gleichzeitig mit einem zentral dämpfenden Arzneimittel, insbesondere einem Benzodiazepin oder einem Benzodiazepin-verwandten Mittel, zu verabreichen
        • sollte die niedrigste wirksame Dosis beider Arzneimittel für die kürzest mögliche gleichzeitige Anwendung verabreicht werden
      • Patienten sind sorgfältig hinsichtlich der Anzeichen und Symptome einer Atemdepression und tiefen Sedierung zu überwachen
      • nachdrücklich empfohlen, die Patienten und ihre Betreuer darauf hinzuweisen, dass auf diese Symptome zu achten ist