Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ML | 22,82 € |
| N2 | 3X5 ML | 33,94 € |
| N3 | 6X5 ML | 62,45 € |
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Indikation
- Senkung des erhöhten intraokularen Drucks (IOD) bei Offenwinkelglaukom oder okulärer Hypertension
- als Monotherapie bei Kontraindikation einer Therapie mit topischen Betablockern
- als Zusatztherapie mit anderen intraokular drucksenkenden Medikationen wenn Zielwert für intraokularen Druck nicht mit einzelner Substanz erreicht werden kann
Dosierung
- Senkung des erhöhten intraokularen Drucks (IOD) bei Offenwinkelglaukom oder okulärer Hypertension
- 1 Tropfen 2mal / Tag in das betroffene Auge
- Applikationsintervall: ca. 12 Stunden
- ältere Patienten: keine Dosisanpassung erforderlich
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Jugendliche (12 - 17 Jahre)
- keine klinischen Studien vorhanden
- Kinder (< 12 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Neugeborene und Kleinkinder (< 2 Jahre)
- kontraindiziert (schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten)
- Jugendliche (12 - 17 Jahre)
- Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz
- keine Untersuchungen vorhanden
Kontraindikationen
Brimonidin - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Brimonidin
- Neugeborene
- Kleinkinder
- gleichzeitige Therapie mit Monoaminooxidasehemmern (MAO)
- gleichzeitige Therapie mit Antidepressiva, die die noradrenerge Neurotransmission beeinflussen (z.B. trizyklische Antidepressiva und Mianserin)
Nebenwirkungen
Brimonidin - okulär
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- systemische allergische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- saisonale Allergie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depressionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Schlaflosigkeit / Insomnie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Geschmacksveränderungen / Störungen des Geschmacksempfindens
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Synkope
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenreizungen, einschließlich
- Hyperämie
- Augenbrennen und Augenstechen
- Juckreiz
- Fremdkörpergefühl
- Bindehautfollikel
- verschwommenes Sehen / Schleiersehen
- allergische Blepharitis
- allergische Blepharokonjunktivitis
- allergische Konjunktivitis
- okulare allergische Reaktion
- follikuläre Konjunktivitis
- Augenreizungen, einschließlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Reizungen, einschließlich
- Lidhyperämie und Ödem
- Blepharitis
- Bindehautödem und -absonderungen
- Augenschmerzen
- tränendes Auge
- Lichtscheu / Photophobie
- Hornhauterosionen und -verfärbungen
- trockenes Auge
- Bindehautblässe
- Sehveränderungen
- Konjunktivitis
- lokale Reizungen, einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Iritis
- Miosis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Iridozyklitis (Uveitis anterior)
- Augenlidjucken
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen / Arrhythmien, einschließlich
- Bradykardie
- Tachykardie
- Palpitationen / Arrhythmien, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefässerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypertonie
- Hypotonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Symptome der oberen Atemwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- trockene Nase
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- Dysphonie
- Husten
- Nasenverstopfung
- trockener Hals
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Symptome
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Dysgeusie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Dermatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautreaktionen, einschließlich
- Erythem
- Gesichtsödem
- Pruritus
- Hautausschlag
- Vasodilatation
- Hautreaktionen, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Durst
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- In Fällen, bei denen Brimonidin als Teil einer medikamentösen Behandlung des kongenitalen Glaukoms eingesetzt wurde, wurden bei Neugeborenen und Kleinkindern, die Brimonidin erhielten, Symptome einer Brimonidin-Überdosierung berichtet, wie
- Bewusstlosigkeit
- Lethargie
- Somnolenz
- Hypotonie
- Tonusverminderung
- Bradykardie
- Hypothermie
- Zyanose
- Apnoe
- in einer Phase 3 Studie über 3 Monate an 2-7jährigen Kindern mit Glaukom, das mit Betablockern nur unzureichend kontrolliert werden konnte, wurde mit Brimonidin als Zusatztherapie ein häufiges Auftreten von Somnolenz (55 %) berichtet
- bei 8% der Kinder war dies schwerwiegend und führte bei 13% der Kinder zum Therapieabbruch
- Inzidenz von Somnolenz nahm mit zunehmendem Alter ab und lag in der Altersgruppe der 7-jährigen am niedrigsten (25%), wurde jedoch stärker vom Körpergewichtbeeinflusst und trat häufiger bei Kindern mit einem Körpergewicht </= 20 kg (63%) auf als bei Kindern mit einem Gewicht > 20 kg (25%).
Anwendungshinweise
- Augentropfen in das / die betroffene/n Auge/n eintropfen
- unmittelbar nach Eintropfen der Lösung den Tränensack am inneren Augenwinkel für 1 Minute komprimieren (punktuelles Verschließen), um eine eventuelle systemische Resorption zu reduzieren
- Erhöhung lokaler Wirksamkeit
- Um eine Kontamination des Auges oder der Augentropfen zu vermeiden, darf die Tropferspitze nicht mit irgendeiner Oberfläche in Kontakt kommen
- bei Verwendung mehrerer ophthalmologischer Medikamente: verschiedene Medikamente in Abständen von 5 - 15 Minuten einträufeln
- Kontaktlinsenträger
- nach Einträufeln der Augentropfen mind. 15 Min. bis zum Einsetzen der Kontaktlinsen warten
Stillzeithinweise
Brimonidin - okulär
- Brimonidin darf / sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- möglicher Übertritt beim Menschen in die Muttermilch unbekannt
- tierexperimentelle Studien
- bei der Ratte wird der Wirkstoff in die Muttermilch sezerniert
Schwangerschaftshinweise
Brimonidin - okulär
- Brimodin darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt
- bislang keine Untersuchungen über die Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft, Sicherheit ist nicht belegt
- Sicherheit der Anwendung während der Schwangerschaft nicht untersucht
- tierexperimentelle Studien
- in Tierversuchen keine teratogenen Wirkungen festgestellt
- bei Kaninchen zeigte Brimonidin bei höheren Plasmawerten als beim Menschen
- erhöhte Präimplantationsverluste
- postnatale Wachstumsverzögerungen
- Fertilität
- keine Daten über die Wirkung von topischem, okular verabreichtem Brimonidin auf die menschliche Fertilität
- basierend auf den konventionellen Studien zur Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen
Warnhinweise
Brimonidin - okulär
- Kinder im Alter >/= 2 Jahre, insbesondere Kinder in der Altersgruppe von 2 - 7 Jahre und / oder mit einem Körpergewicht </= 20 kg sollten mit Vorsicht behandelt und aufgrund des häufigen Auftretens von Somnolenz engmaschig kontrolliert werden
- Brimonidin wird für Kinder ab 2 Jahren wegen der Möglichkeit einer ZNS-Depressionnicht empfohlen
- bei der Behandlung von Patienten mit schweren oder instabilen und unbehandelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist mit Vorsicht vorzugehen
- bei einigen Patienten trat im Rahmen der klinischen Prüfungen eine allergische Reaktion der Augen auf (12,7 %)
- im Falle eines Auftretens allergischer Reaktionen sollte die Behandlung unterbrochen werden
- verzögerte okulare Überempfindlichkeitsreaktionen
- Berichte über verzögerte okulare Überempfindlichkeitsreaktionen waren zum Teil mit einem Anstieg des Augeninnendrucks verbunden
- darf bei Patienten mit den folgenden Erkrankungen nur mit Vorsicht angewendet werden
- Depressionen
- Zerebral- oder Koronarinsuffizienz
- Raynaud-Syndrom
- orthostatischer Hypotension
- Thrombangiitis obliterans
- Brimonidin wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion nicht untersucht
- bei der Behandlung solcher Patienten ist Vorsicht geboten
- Empfehlungen zum Tragen von Kontaktlinsen bzw. Informationen zu ggf. enthaltenen Konservierungsmitteln siehe Herstellerinformation
- bei längerer Anwendung sollten die Patienten überwacht werden