Ambroxol-ratiopharm 15 mg/2 ml Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10 ST | 21,03 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- sekretolytische Therapie bei akuten und chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen, bei Patienten, bei denen eine orale Behandlung mit Ambroxol nicht möglich ist
- Zusatzmedikation zur Stimulierung alveolärer oberflächenaktiver Substanz (Surfactant) beim Atemnotsyndrom Früh- und Neugeborener
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 15 mg Ambroxolhyrochlorid
- Sekretolyse
- 1 Ampulle 2 - 3mal / Tag
- Dosissteigerung, in schweren Fällen: 2 Ampullen 2 - 3mal / Tag
- Kinder
- Tagesrichtdosis: 1,2 - 1,6 mg Ambroxolhydrochlorid / kg KG
- 0 - 2 Jahre: 1/2 Ampulle (1 ml) 2mal / Tag
- 2 - 5 Jahre: 1/2 Ampulle (1 ml) 3mal / Tag
- > 5 Jahre: 1 Ampulle (2 ml) 2 - 3mal / Tag
- Tagesrichtdosis: 1,2 - 1,6 mg Ambroxolhydrochlorid / kg KG
- Behandlungsdauer: individuell nach Krankheitsverlauf
- Förderung der pulmonalen Surfactant-Produktion bei Frühgeborenen und Neugeborenen mit Atemnotsyndrom
- Tagesdosis: 30 mg Ambroxolhydrochlorid / kg KG, verteilt auf 4 Einzelgaben i.v. über mind. 5 Min. (Kurzzeitinfusion über Spritzenpumpe)
- Behandlungsdauer:
- individuell je nach Indikation und Krankheitsverlauf
- empfohlene Behandlungsdauer: 5 Tage
Dosisanpassung
- schwere Lebererkrankung
- Anwendung nur mit Vorsicht
- eingeschränkte Nierenfunktionsstörung
- Anwendung nur mit Vorsicht
- schwere Nierenfunktionsstörung
- Erhaltungsdosis entsprechend vermindern oder Abstand zwischen den Anwendungen (Dosierungsintervall) verlängern
Kontraindikationen
Ambroxol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ambroxol
- Krampfleiden unterschiedlicher Ätiologie
Nebenwirkungen
Ambroxol - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen, einschließlich anaphylaktischem Schock
- Angioödem
- Juckreiz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautausschlag
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Hautreaktionen (einschließlich Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse und akute generalisierte exanthematische Pustulose)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palpitationen
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gefäßsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Flush
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kreislaufstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhö
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Obstipation
- vermehrter Speichelfluss
- Trockenheit im Hals
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe (als Symptom einer Überempfindlichkeitsreaktion)
- Rhinorrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysurie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Temperaturanstieg mit Schüttelfrost
- Schleimhautreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Applikation der Injektionslösung langsam i.v. über 5 Min.
- Dauertropf:
- Injektionslösung kann zusammen mit 0,9%iger NaCl- oder Ringerlösung gegeben werden
- Zumischung unmittelbar vor der Anwendung
- fertige Mischung innerhalb von 6 Stunden applizieren
- nach Anbruch einer Ampulle Rest verwerfen
Stillzeithinweise
Ambroxol - invasiv
- Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen bzw. nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- bisher keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen
- tierexperimentelle Studien
- Übergang in die Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Ambroxol - invasiv
- insbesondere während des 1. Trimenons
- Anwendung von Ambroxol nicht empfohlen bzw. nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- übliche Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich einer Anwendung von Arzneimitteln während der Schwangerschaft beachten
- keine hinreichenden Daten für die Anwendung bei Schwangeren vorliegend (v.a. bis zur 28. Schwangerschaftswoche)
- verstärkte Wehentätigkeit in Einzelfällen beobachtet
- am Zustand des Muttermunds traten keine klinisch relevanten Änderungen auf
- Ambroxolhydrochlorid überschreitet die Plazentaschranke
- nichtklinische Studien
- keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung
- umfangreiche klinische Erfahrungen nach der 28. Schwangerschaftswoche
- keine Hinweise für schädliche Auswirkungen auf den Fetus
- Fertilität
- nichtklinische Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
- nichtklinische Studien
Warnhinweise
Ambroxol - invasiv
- gleichzeitige Anwendung mit Tokolytikum Fenoterol
- Ambroxol kann gleichzeitig mit dem Tokolytikum Fenoterol verabreicht werden
- Verabreichung über gemeinsamen venösen Zugang möglich
- Verabreichung in gemeinsamer Trägerlösung nicht empfohlen (Verabreichungsdauer unterschiedlich)
- Ambroxol in diesem Fall unverdünnt über Spritzenpumpe verabreichen (Flüssigkeitsüberladung vermeiden)
- Infusionsdauer
- Infusionsdauer einhalten (siehe entsprechende Fachinformation)
- bei Unterschreiten der empfohlenen Infusionsdauer
- im Einzelfall Unverträglichkeitserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Beinschwere, Zerschlagenheit, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden möglich
- bei gestörter Bronchomotorik und größeren Sekretmengen (z. B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom)
- Anwendung nur mit Vorsicht
- Gefahr eines Sekretstaus
- bei beeinträchtigter Nierenfunktion oder schwerer Leberkrankheit
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht (d. h. in größeren Anwendungsabständen oder in verminderter Dosis)
- wie für jedes Arzneimittel mit hepatischer Metabolisierung und anschließender renaler Elimination kann bei Vorliegen einer schweren Niereninsuffizienz eine Akkumulation der in der Leber gebildeten Metaboliten von Ambroxol erwartet werden
- schwere Hautreaktionen
- Berichte über schwere Hautreaktionen
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)/toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- im Falle von Symptomen oder Anzeichen eines progredienten Hautauschlages (manchmal verbunden mit Blasenbildung oder Schleimhautläsionen)
- Anwendung von Ambroxolhydrochlorid unverzüglich beenden und ärztlichen Rat einholen
- Berichte über schwere Hautreaktionen
- Kindern < 2 Jahren
- Anwendung nur unter ärztlicher Kontrolle
- Intensivmedizin
- Kombination von parenteraler und inhalativer Ambroxol-Therapie gut bewährt
- später kann die Therapie durch orale Ambroxol-Gaben bequem fortgesetzt werden
- Flüssigkeitszufuhr
- schleimlösende Wirkung von Ambroxol wird durch Flüssigkeitszufuhr unterstützt