AMGLIDIA 0.6 mg/ml Suspension z.Einn. 5 ml Applik.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 30 ML | 1391,94 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- neonataler Diabetes mellitus bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
- es wurde gezeigt, dass Sulfonylharnstoffe bei Patienten mit Mutationen in der genetischen Codierung für den ATP-sensitiven Kaliumkanal der ß-Zelle und durch das Chromosom 6q24 bedingtem transientem neonatalem Diabetes mellitus wirksam sind
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml der Suspension enthält 0,6 mg Glibenclamid
- neonataler Diabetes mellitus bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
- Dosierungsfehler durch Verwechslung von mg und ml vermeiden
- richtige Dosis kommunizieren und ausgeben
- Maximaldosis: 1 ml / kg KG / Tag
- die Wirkstärke 0,6 mg Glibenclamid / ml Suspension zum Einnehmen sollte daher nicht für Dosierungen > 0,6 mg / kg / Tag angewendet werden
- empfohlene maximale Dosierung (ausgedrückt in mg / kg / Tag), bei der die 0,6 mg / ml-Stärke angewendet werden kann
- </= 10 kg KG: max. 0,6 mg / kg (KG) / Tag
- 11 kg KG: max. 0,5 mg / kg (KG) / Tag
- 12 kg KG: max. 0,5 mg / kg (KG) / Tag
- 13 kg KG: max. 0,4 mg / kg (KG) / Tag
- 14 kg KG: max. 0,4 mg / kg (KG) / Tag
- 15 kg KG: max. 0,4 mg / kg (KG) / Tag
- 16 kg KG: max. 0,3 mg / kg (KG) / Tag
- 17 kg KG: max. 0,3 mg / kg (KG) / Tag
- 18 kg KG: max. 0,3 mg / kg (KG) / Tag
- 19 kg KG: max. 0,3 mg / kg (KG) / Tag
- 20 kg KG: max. 0,3 mg / kg (KG) / Tag
- in allen anderen Fällen ist die Wirkstärke 6 mg / ml vorzuziehen
- Therapiebeginn im Rahmen einer stationären Behandlung
- initial: 0,2 mg / kg KG / Tag in 2 aufgeteilten Dosen vor dem Füttern (einschließlich Flaschenernährung)
- Dosiserhöhung um 0,2 mg / kg / Tag bis Insulinunabhängigkeit erreicht ist
- es ist das Volumen zu verwenden, das dem berechneten Volumen am nächsten kommt
- engmaschige Kontrolle während der Titrationsphase
- Tag 1
- Basal- und Bolusinsulin wie gewohnt verabreichen
- Tag 2
- Basalinsulin auslassen, falls s.c. Anwendung
- bei Verwendung einer Insulinpumpe: Basalrate der Insulinpumpe um 50% reduzieren und gemäß den Messungen der Glucose im Kapillarblut weiter verringern
- während des Umstellungszeitraums
- Bolusinsulin oder Insulinpumpen-Boli nach Bedarf mit den Mahlzeiten geben (um gute glykämische Kontrolle aufrechtzuerhalten)
- Tag 2 bis Ende der Titrationsrate
- Glucose im Kapillarblut >/= 7 mmol / L
- Dosiserhöhung: 0,2 mg / kg KG / Tag
- Glucose im Kapillarblut < 7 mmol / L
- Dosis nicht erhöhen und Insulin-Boli vor den Mahlzeiten um 50 % verringern
- täglich so lange wiederholen, bis die Insulinunabhängigkeit erreicht ist
- Glucose im Kapillarblut >/= 7 mmol / L
- Hinweise
- Glucosewerte vor dem Frühstück können sehr langsam abfallen
- Glucosewerte vor dem Mittag- oder Abendessen fallen schneller ab und sind in der Regel ein besserer Marker für das Ansprechen
- sobald Insulingaben beendet sind
- Dosisanpassung entsprechend der Glucose im Kapillarblut
- Patienten, denen an Tag 6 noch Insulin verabreicht wird
- Glibenclamid Dosis mind. 4 Wochen beibehalten (evtl. ambulant)
- Entlassung des Patienten, wenn
- die Insulinbehandlung nicht mehr notwendig ist
- der Zustand mit Kombination aus Glibenclamid und Insulin stabil ist
- oder wenn mit Insulin allein ein stabiler Zustand erreicht
- Einleitung der Behandlung als ambulanter Patient
- initial: 0,2 mg / kg KG / Tag in 2 Gaben
- Dosiserhöhung: schrittweise jede Woche um 0,2 mg / kg KG / Tag
- mit zunehmender Dosis ist es i.d.R. möglich, die Insulindosis zu reduzieren und schließlich Insulin ganz abzusetzen
- ab Woche 2
- Glucose im Kapillarblut >/= 7 mmol / L
- Dosis um 0,2 mg Glibenclamid / kg KG / Tag erhöhen und Insulin reduzieren
- Glucose im Kapillarblut < 7 mmol / L
- Insulin reduzieren
- bei Anstieg des Blutglucosewerts: Dosis um 0,2 mg Glibenclamid / kg KG / Tag erhöhen
- bei der Insulinreduzierung sollte der Glucosewert vor den Mahlzeiten herangezogen werden
- Insulin reduzieren
- Glucose im Kapillarblut >/= 7 mmol / L
- dasselbe Protokoll täglich so lange wiederholen, bis die Insulinunabhängigkeit erreicht ist
- sobald Insulingaben beendet sind
- Dosisanpassung entsprechend der Glucose im Kapillarblut
- kein Ansprechen auf Insulindosen nach 5 - 6 Wochen:
- 1 Woche lang Verabreichung von Dosen </= 2 mg / kg KG / Tag
- in seltenen Fällen hat es 4 Monate gedauert, um eine vollständige Entwöhnung von Insulin zu erzielen
- wenn eindeutige Reduzierung des Insulinbedarfs erreicht wurde (Reduzierung des Insulins auf mindestens 60 % der Dosis vor Anwendung von Glibenclamid) dann ist es gerechtfertigt, in ausgewählten Fällen eine höhere Glibenclamid-Dosis über einen längeren Zeitraum hinweg anzuwenden
- langfristiges Management
- durchschnittliche Tagesdosis von ca. 0,2 - 0,5 mg / kg KG / Tag
- gelegentlich wurden Dosen </= 2,8 mg / kg KG / Tag lt. Literaturangaben erfolgreich und ohne Nebenwirkungen verabreicht
- im Fall eines partiellen Ansprechens auf niedrigere Dosen (Äußerung durch geringeren Insulinbedarf) kann in ausgewählten Fällen eine weitere Dosiserhöhung auf bis 2,8 mg / kg KG / Tag ausprobiert werden
- bei einigen Kindern kann die glykämische Kontrolle besser erreicht werden, wenn das Arzneimittel 3- oder 4-mal täglich verabreicht wird
- falls keine Verbesserung eintritt (keine Verbesserung der Neurologie, unveränderte Insulindosis, ähnliche Blutzuckerkontrolle)
- Arzneimittel absetzen
- während der Titrationsphase
- Messen der Glucosekonzentration im Kapillarblut weiterhin 4mal / Tag und vor der Nachtruhe, da der Insulinbedarf weiter sinken kann oder Glibenclamid titriert werden muss
- sobald stabiler Zustand erreicht wurde: Glucose in den Blutkapillaren muss nicht mehr täglich überwacht werden
- Ausnahme: klinische Situationen, in denen das Risiko eines metabolischen Ungleichgewichts besteht
- in allen Fällen muss HbA1c alle 3 Monate überwacht werden
- Vermeidung einer Hypoglykämie
- in Erwägung ziehen, Glibenclamid zu reduzieren oder Behandlung abzubrechen
- Glucosewerte < 4 mmol / l (72 mg / dl)
- Dosisreduktion von Glibenclamid
Dosisanpassung
- Bioäquivalenz mit Tabletten
- dieses Arzneimittel und (zerstoßene) Tabletten, die die gleiche Menge an Glibenclamid enthalten, sind nicht bioäquivalent
- Auslassen von Dosen
- wenn eine Dosis vergessen wurde, besteht das Risiko einer Hyperglykämie
- Blutglucosespiegel muss unverzüglich überprüft und die Glibenclamid-Dosis baldmöglichst eingenommen werden
- wenn der Blutglucosespiegel 16,5 mmol / L überschreitet, muss außerdem überprüft werden, ob eine Ketonurie oder Ketonämie vorliegt
- wenn Ketonkörper vorliegen, muss rasch eine Insulininjektion gegeben werden, um das metabolische Gleichgewicht wiederherzustellen
- anschließend ist der behandelnde Facharzt zu kontaktieren
- Nierenfunktionsstörung
- leicht bis mittelschwer
- Dosisanpassung erforderlich
- Behandlung mit der niedrigsten Dosis beginnen, und die Dosierungsmengen strengstens einhalten, um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden
- schwere Nierenfunktionsstörung
- kontraindiziert
- leicht bis mittelschwer
- Leberfunktionsstörung
- leicht bis mittelschwer
- Dosisanpassung erforderlich
- Behandlung mit der niedrigsten Dosis beginnen, und die Dosierungsmengen strengstens einhalten, um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden
- schwere Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- leicht bis mittelschwer
- Erwachsene und ältere Menschen
- Sicherheit und Wirksamkeit der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung ist nicht erwiesen
- Risikopatienten
- bei unterernährten Patienten oder bei Patienten, deren allgemeiner Gesundheitszustand sich merklich verändert hat oder Patienten mit unregelmäßiger Kalorienzufuhr sowie bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung
- Behandlung mit der niedrigsten Dosis beginnen und strengstens einhalten, um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden
- bei unterernährten Patienten oder bei Patienten, deren allgemeiner Gesundheitszustand sich merklich verändert hat oder Patienten mit unregelmäßiger Kalorienzufuhr sowie bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung
- Patienten mit Infektionen, Narkose, Traumata oder Schock
- bei größeren operative Eingriffen
- Behandlung durch eine Insulintherapie ersetzen
- bei einer Funktionsstörung der Leber oder der Nieren
- u.U. Reduzierung der Dosis erforderlich
- außergewöhnliche Belastungssituationen (z. B. Trauma, operativer Eingriff, febrile Infekte)
- Regulierung der Blutglucose kann sich verschlechtern
- u.U. ist eine vorübergehende Umstellung auf Insulin notwendig, um eine gute metabolische Kontrolle aufrechtzuerhalten
- bei den Patienten können gelegentlich sehr hohe Glucosewerte auftreten, d. h. > 20 mmol / L (> 360 mg / dl); In manchen Fällen scheinen diese hohen Glucosewerte mit der normalen Glibenclamid-Dosis zurückzugehen
- in allen Fällen engmaschige Überwachung des Blutglucosespiegels erforderlich
- geeignete Maßnahmen sind zu treffen, um einen normalen Blutzuckerspiegel wiederherzustellen (z. B. Gabe einer dritten täglichen Glibenclamid-Dosis oder Insulin)
- bei größeren operative Eingriffen
Kontraindikationen
Glibenclamid - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Glibenclamid, andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide
- bei Patienten mit Ketoazidose ist die kontinuierliche intravenöse Insulininjektion und intravenöse Infusion von physiologischer Natriumchloridlösung nach wie vor die bevorzugte Behandlungsmethode
- Patienten mit Porphyrie
- Patienten, die Bosentan einnehmen
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Glibenclamid - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion einschl. Dyspnoe, Hypotonie und Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Agranulozytose
- hämolytischer Anämie
- Knochenmarkaplasie
- Panzytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypereosinophilie
- Leukopenie
- leichte oder schwere Thrombozytopenie, die zu Purpura führen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypoglykämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verschwommenes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Akkomodationsstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- vorübergehender Durchfall
- Abdominalschmerzen
- Erbrechen
- Dyspepsie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verfärbung der Zähne
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Urtikaria
- allergische Hautreaktion
- blasiger Ausschlag
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Photosensitivität
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- vorübergehend erhöhte Transaminasen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Suspension zum Einnehmen
- Arzneimittel oral als gebrauchsfertige Suspension zum Einnehmen mithilfe einer graduierten Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen anwenden
- direkt in den Mund des Kindes geben
- keine Studien zu den Wechselwirkungen zwischen Glibenclamid und Milch vorhanden
- Nahrung hat keine Auswirkungen auf die Resorption von Glibenclamid
- Suspension 15 Min. vor der Fütterung des Kindes mit Milch geben
- weitere Information s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Glibenclamid - intraoral
- es scheint möglich, während der Behandlung mit Glibenclamid zu stillen, jedoch ist als Sicherheitsvorkehrung eine Überwachung des Blutzuckerspiegels des vollständig gestillten Säuglings ratsam
- veröffentlichte Daten zu 11 mit Glibenclamid behandelten Müttern legen nahe, dass Glibenclamid nicht in die Muttermilch übergeht, und es wurde über keine Hypoglykämie bei den gestillten Neugeborenen berichtet
Schwangerschaftshinweise
Glibenclamid - intraoral
- Hinweis
- Indikationsgebiet des Arzneimittels beachten (s. jeweilige Produktinformation)
- Glibenclamid sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
- basierend auf einer begrenzten Menge an veröffentlichten Daten scheint die Anwendung von Glibenclamid während des 1. Trimenons nicht zu vermehrtem Auftreten angeborener Fehlbildungen zu führen
- im Hinblick auf das 2. und 3. Trimenon wurden in den veröffentlichten Daten keine fetotoxischen Wirkungen festgestellt
- Glibenclamid ist hauptsächlich in geringen Mengen plazentagängig, die Übertragung ist jedoch zwischen den Patienten sehr unterschiedlich
- bei Schwangeren wird Insulin zur Blutzuckerkontrolle empfohlen
- tierexperimentelle Studien
- legen kein teratogenes Potenzial nahe
- gebährfähige Frauen
- gebärfähige Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten von Glibenclamid zum Einnehmen auf Insulin umgestellt werden
- Fertilität
- keine klinischen Daten vorliegend
Warnhinweise
Glibenclamid - intraoral
- Hinweise
- es wurde gezeigt, dass Sulfonylharnstoffe wie Glibenclamid bei Patienten mit Mutationen in der genetischen Codierung für den ATP-sensitiven Kaliumkanal der ß-Zelle und durch das Chromosom 6q24-bedingtem transientem neonatalem Diabetes mellitus wirksam sind
- bei der Berechnung der Dosis ist besondere Vorsicht geboten
- vor jeder Anwendung sollte sichergestellt werden, dass die richtige Stärke und das richtige Applikationsmittel verwendet werden
- Glibenclamid sollte nicht bei Patienten mit insulinabhängigem Diabetes mellitus Typ 1 mit Anzeichen für eine autoimmune Zerstörung der Betazellen angewendet werden
- Patienten mit G6PD-Enzym-Mangel
- bei Patienten mit G6PD-Enzym-Mangel wurde im Zusammenhang mit Glibenclamid über Fälle akuter hämolytischer Anämie berichtet
- es sollte diesen Patienten daher nicht verschrieben werden, und, falls verfügbar, wird die Anwendung einer alternativen Behandlung dringend empfohlen
- wenn es keine Alternative gibt, müssen bei der Entscheidung für jeden Patienten das Hämolyserisiko und der von der Behandlung zu erwartende potenzielle Nutzen berücksichtigt werden
- wenn es notwendig ist, dieses Arzneimittel zu verschreiben, muss eine Untersuchung auf das Auftreten einer etwaigen Hämolyse erfolgen
- bei Patienten mit G6PD-Enzym-Mangel wurde im Zusammenhang mit Glibenclamid über Fälle akuter hämolytischer Anämie berichtet
- Ketoazidose
- aufgrund von Hyperglykämie ist neonataler Diabetes eine lebensbedrohliche und chronisch schwächende Erkrankung
- zu den Symptomen gehören Durst, häufiges Wasserlassen und Dehydrierung
- in schweren Fällen wird dies von einer Ketoazidose begleitet, die tödlich sein kann
- Glibenclamid sollte nicht angewendet werden, um diese lebensbedrohliche Erkrankung zu behandeln
- kontinuierliche intravenöse Insulininjektion und intravenöse Infusion von physiologischer Natriumchloridlösung sind hier nach wie vor die bevorzugte Behandlungsmethode
- Hypoglykämie
- Hypoglykämie kann unter der Behandlung mit blutzuckersenkenden Sulfonamiden auftreten
- diese kann schwerwiegend ausfallen und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken
- in diesem Fall ist unter Umständen ein Krankenhausaufenthalt notwendig, und unter Umständen muss über mehrere Tage hinweg Zucker gegeben werden
- Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
- bei manchen Patienten kann anfänglich Durchfall auftreten, wenn die Dosis erhöht wird; dieser klingt jedoch ab, wenn die Dosis aufrechterhalten wird
- wenn Übelkeit auftritt, kommt es in der Regel nicht zu einer Störung der Blutzuckereinstellung, und die Behandlung mit Insulin muss nicht eingeleitet werden, bis der Patient Glibenclamid einnehmen kann
- bei starkem Erbrechen sollte jedoch ein schnell wirkendes Insulin angewendet werden, um den Patienten zu behandeln, bis er nicht mehr erbrechen muss
- bei leichtem Erbrechen sollte ein Antiemetikum gegeben werden, und die Behandlung mit Glibenclamid kann fortgesetzt werden
- biologische Analysen
- die Blutglucose sollte während der Behandlung mit Glibenclamid regelmäßig überwacht werden
- wenn der Blutglucosespiegel 16,5 mmol/l überschreitet, muss außerdem überprüft werden, ob eine Ketonurie oder Ketonämie vorliegt
- wenn Ketonkörper vorliegen, muss rasch eine Insulininjektion gegeben werden, um das metabolische Gleichgewicht wiederherzustellen
- der Spiegel des glykosylierten Hämoglobins sollte alle drei Monate gemessen werden, um das metabolische Gleichgewicht des Kindes zu beurteilen
- Nierenfunktionsstörung
- Patienten mit Nierenfunktionsstörung sollten während der Behandlung regelmäßig überwacht werden, da ein erhöhtes Hypoglykämie-Risiko besteht
- bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist eine Anpassung der Dosis erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- Patienten mit Leberfunktionsstörung sollten während der Behandlung regelmäßig überwacht werden, da ein erhöhtes Hypoglykämie-Risiko besteht
- bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist eine Anpassung der Dosis erforderlich