Amlodipin/Valsartan AL 5 mg/80 mg

ALIUD Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amlodipin/Valsartan →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 28 ST 28,85 €
N2 56 ST 39,34 €
N3 98 ST 48,87 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie.
  • Amlodipin/Valsartan wird angewendet bei Erwachsenen, deren Blutdruck durch eine Amlodipin- oder Valsartan-Monotherapie nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Dosierung

  • Die empfohlene Dosierung von Amlodipin/Valsartan AL® beträgt 1 Tablette pro Tag.
  • Amlodipin/Valsartan AL® 5 mg/80 mg kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit 5 mg Amlodipin oder mit 80 mg Valsartan alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
  • Eine individuelle Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen (Amlodipin und Valsartan) ist vor dem Wechsel auf die Fixdosiskombination zu empfehlen. Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.
  • Zur Vereinfachung können Patienten, die Valsartan und Amlodipin in Form getrennter Tabletten/Kapseln erhalten, auf Amlodipin/Valsartan AL® mit der gleichen Dosierung wie in den Einzeltabletten/-kapseln umgestellt werden.
  • Nierenfunktionsstörungen
    • Es gibt keine verfügbaren klinischen Daten zu Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen. Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Überwachung der Kaliumwerte und von Kreatinin ist bei mittelschwerer Nierenfunktionsstörung angezeigt.
  • Leberfunktionsstörungen
    • Amlodipin/Valsartan ist bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen kontraindiziert.
    • Die Anwendung von Amlodipin/Valsartan bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder Gallenwegsobstruktion sollte mit Vorsicht erfolgen. Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ohne Cholestase beträgt die maximale empfohlene Dosis 80mg Valsartan. Für Patienten mit leichten bis mäßigen Leberfunktionsstörungen liegen keine Dosierungsempfehlungen für Amlodipin vor. Bei der Umstellung geeigneter Bluthochdruck-Patienten mit Leberfunktionsstörungen auf Amlodipin oder Amlodipin/Valsartan sollte die niedrigste verfügbare Dosierung der Amlodipin-Monotherapie bzw. der Amlodipin-Komponente verwendet werden.
  • Ältere Patienten (65 Jahre oder älter)
    • Bei älteren Patienten ist bei einer Dosiserhöhung Vorsicht angezeigt. Bei der Umstellung geeigneter älterer Bluthochdruck-Patienten auf Amlodipin oder Amlodipin/Valsartan sollte die niedrigste verfügbare Dosierung der Amlodipin-Monotherapie bzw. der Amlodipin-Komponente verwendet werden.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin/Valsartan bei Kindern im Alter von unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Dihydropyridin-Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile,
  • schwere Leberinsuffizienz, biliäre Leberzirrhose oder Cholestase.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin/Valsartan AL® mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert
  • Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester,
  • schwere Hypotonie,
  • Schock (einschließlich kardiogener Schock),
  • Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts (z. B. hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie und hochgradige Aortenstenose),
  • hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt.

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
    • Die Unbedenklichkeit von Amlodipin/Valsartan wurde in fünf kontrollierten klinischen Studien an 5.175 Patienten, von denen 2.613 Valsartan in Kombination mit Amlodipin erhielten, untersucht. Die folgenden Nebenwirkungen wurden als die häufigsten, die wichtigsten oder schwersten befunden: Nasopharyngitis, Grippe, Überempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Synkopen, orthostatische Hypotonie, Ödeme, eindrückbare Ödeme, Gesichtsödeme, periphere Ödeme, Müdigkeit, Flush, Asthenie und Flush mit Wärmegefühl.
  • Liste der Nebenwirkungen
    • Die Nebenwirkungen sind nach der Häufigkeit ihres Auftretens geordnet: sehr häufig (>/= 1/10), häufig (>/= 1/100, < 1/10), gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100), selten (>/= 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
    • Amlodipin/Valsartan
      • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
        • häufig
          • Nasopharyngitis
          • Influenza
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • selten
          • Überempfindlichkeit
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • häufig
          • Hypokaliämie
        • gelegentlich
          • Anorexie
          • Hyperkalzämie
          • Hyperlipidämie
          • Hyperurikämie
          • Hyponatriämie
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • selten
          • Angst
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • häufig
          • Kopfschmerzen
        • gelegentlich
          • Koordinationsstörungen
          • Schwindel
          • Schwindel bei Lagewechsel
          • Parästhesien
          • Somnolenz
      • Augenerkrankungen
        • gelegentlich
          • Beeinträchtigung des Sehvermögens
        • selten
          • Sehstörungen
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • gelegentlich
          • Schwindel
        • selten
          • Tinnitus
      • Herzerkrankungen
        • gelegentlich
          • Palpitationen
          • Tachykardie
        • selten
          • Synkope
      • Gefäßerkrankungen
        • gelegentlich
          • Orthostatische Hypotonie
        • selten
          • Hypotonie
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • gelegentlich
          • Husten
          • Schmerzen im Hals- und Rachenraum
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • gelegentlich
          • Abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
          • Verstopfung
          • Diarrhö
          • Mundtrockenheit
          • Übelkeit
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • gelegentlich
          • Erythem
          • Ausschlag
        • selten
          • Exanthem
          • Hyperhidrosis
          • Pruritus
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • gelegentlich
          • Arthralgie
          • Rückenschmerzen
          • Gelenkschwellung
        • selten
          • Muskelkrämpfe
          • Schweregefühl
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • selten
          • Pollakisurie
          • Polyurie
      • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
        • selten
          • Erektile Dysfunktion
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • häufig
          • Asthenie
          • Erschöpfung
          • Gesichtsödeme
          • Flush, Flush mit Wärmegefühl
          • Ödeme
          • Periphere Ödeme
          • Eindrückbare Ödeme
    • Amlodipin
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • sehr selten
          • Leukopenie
          • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • sehr selten
          • Überempfindlichkeit
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • sehr selten
          • Hyperglykämie
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • gelegentlich
          • Depression
          • Schlaflosigkeit/Schlafstörungen
          • Stimmungsschwankungen
        • selten
          • Verwirrung
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • häufig
          • Schwindel
          • Kopfschmerzen
          • Somnolenz
        • gelegentlich
          • Geschmacksstörungen
          • Parästhesien
          • Synkope
          • Tremor
          • Hypästhesie
        • sehr selten
          • Hypertonus
          • Periphere Neuropathie, Neuropathie
        • nicht bekannt
          • Extrapyramidales Syndrom
      • Augenerkrankungen
        • gelegentlich
          • Sehstörungen
          • Beeinträchtigung des Sehvermögens
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • gelegentlich
          • Tinnitus
      • Herzerkrankungen
        • häufig
          • Palpitationen
        • sehr selten
          • Arrhythmien (einschließlich Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie und Vorhofflimmern)
          • Myokardinfarkt
      • Gefäßerkrankungen
        • häufig
          • Flush
        • gelegentlich
          • Hypotonie
        • sehr selten
          • Vaskulitis
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • gelegentlich
          • Dyspnoe
          • Rhinitis
        • sehr selten
          • Husten
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • häufig
          • Abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
          • Übelkeit
        • gelegentlich
          • Veränderung der Stuhlgewohnheiten
          • Diarrhö
          • Mundtrockenheit
          • Dyspepsie
          • Erbrechen
        • sehr selten
          • Gastritis
          • Gingivahyperplasie
          • Pankreatitis
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • sehr selten*
          • Abnormer Leberfunktionstest, einschließlich Anstieg des Bilirubins im Blut
        • sehr selten
          • Hepatitis
          • Intrahepatische Cholestase, Ikterus
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • gelegentlich
          • Alopezie
          • Exanthem
          • Hyperhidrosis
          • Photosensibilitätsreaktion
          • Pruritus
          • Purpura
          • Ausschlag
          • Verfärbung der Haut
        • sehr selten
          • Angioödem
          • Erythema multiforme
          • Urtikaria und andere Formen von Ausschlag
          • Exfoliative Dermatitis
          • Stevens-Johnson-Syndrom
          • Quincke-Ödem
        • nicht bekannt
          • toxische epidermale Nekrolyse
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • häufig
          • Knöchelschwellung
        • gelegentlich
          • Arthralgie
          • Rückenschmerzen
          • Muskelkrämpfe
          • Myalgie
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • gelegentlich
          • Miktionsstörungen
          • Nykturie
          • Pollakisurie
      • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
        • gelegentlich
          • Impotenz
          • Gynäkomastie
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • häufig
          • Erschöpfung
          • Ödeme
        • gelegentlich
          • Asthenie
          • Unwohlsein, allgemeines Krankheitsgefühl
          • Nicht-kardiale Schmerzen im Brustkorb
          • Schmerzen
      • Untersuchungen
        • gelegentlich
          • Gewichtszunahme
          • Gewichtsabnahme
    • Valsartan
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • nicht bekannt
          • Hämoglobin und Hämatokrit verringert
          • Neutropenie
          • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • nicht bekannt
          • Überempfindlichkeit
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • gelegentlich
          • Schwindel
      • Gefäßerkrankungen
        • nicht bekannt
          • Vaskulitis
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • gelegentlich
          • Husten
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • gelegentlich
          • Abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
        • sehr selten
          • Intestinales Angioödem
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • nicht bekannt
          • Abnormer Leberfunktionstest, einschließlich Anstieg des Bilirubins im Blut
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • nicht bekannt
          • Angioödem
          • Bullöse Dermatitis
          • Pruritus
          • Ausschlag
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • nicht bekannt
          • Myalgie
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • nicht bekannt
          • Blutkreatininspiegel erhöht
          • Niereninsuffizienz und Nierenfunktionsstörung
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • gelegentlich
          • Erschöpfung
      • Untersuchungen
        • nicht bekannt
          • Blutkaliumspiegel erhöht
    • * meistens im Zusammenhang mit Cholestase
  • Zusätzliche Information zur Kombination
    • Periphere Ödeme, eine bekannte Nebenwirkung von Amlodipin, wurden im Allgemeinen bei Patienten unter der Amlodipin/Valsartan-Kombination mit einer geringeren Inzidenz beobachtet als bei Patienten, die Amlodipin alleine erhielten. In doppelblinden, kontrollierten klinischen Studien war die Häufigkeit von peripheren Ödemen in Abhängigkeit von der Dosierung wie folgt:
      • Valsartan (mg): 0
        • Amlodipin (mg): 0
          • 3,0% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 2,5
          • 8,0% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 5
          • 3,1% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 10
          • 10,3% Patienten mit peripheren Ödemen
      • Valsartan (mg): 40
        • Amlodipin (mg): 0
          • 5,5% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 2,5
          • 2,3% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 5
          • 4,8% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 10
          • - % Patienten mit peripheren Ödemen
      • Valsartan (mg): 80
        • Amlodipin (mg): 0
          • 2,4% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 2,5
          • 5,4% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 5
          • 2,3% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 10
          • -% Patienten mit peripheren Ödemen
      • Valsartan (mg): 160
        • Amlodipin (mg): 0
          • 1,6% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 2,5
          • 2,4% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 5
          • 2,1% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 10
          • 9,0% Patienten mit peripheren Ödemen
      • Valsartan (mg): 320
        • Amlodipin (mg): 0
          • 0,9% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 2,5
          • 3,9% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 5
          • 2,4% Patienten mit peripheren Ödemen
        • Amlodipin (mg): 10
          • 9,5% Patienten mit peripheren Ödemen
    • Die mittlere Inzidenz peripherer Ödeme, berechnet bei gleicher Gewichtung über alle Dosierungen, betrug unter der Amlodipin/Valsartan-Kombination 5,1%.
  • Weitere Informationen zu den einzelnen Bestandteilen
    • Unerwünschte Ereignisse, die bereits früher für einen der einzelnen Bestandteile (Amlodipin oder Valsartan) berichtet wurden, können auch als mögliche unerwünschte Ereignisse unter Amlodipin/Valsartan auftreten, auch wenn sie in den klinischen Studien oder nach Markteinführung nicht beobachtet wurden.
    • Amlodipin
      • Häufig
        • Somnolenz, Schwindel, Palpitationen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Knöchelschwellungen.
      • Gelegentlich
        • Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen (einschließlich Angst), Depression, Tremor, Geschmacksstörungen, Synkope, Hypästhesien, Sehstörungen (einschließlich Diplopie), Tinnitus, hypotone Kreislaufreaktionen, Dyspnoe, Rhinitis, Erbrechen, Dyspepsie, Alopezie, Purpura, Hautverfärbung, vermehrtes Schwitzen, Pruritus, Exanthem, Myalgien, Muskelkrämpfe, Schmerzen, Störungen beim Wasserlassen, erhöhte Miktionsfrequenz, Impotenz, Gynäkomastie, Thoraxschmerzen, Unwohlsein, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.
      • Selten
        • Verwirrung.
      • Sehr selten
        • Leukozytopenie, Thrombozytopenie, allergische Reaktionen, Hyperglykämie, Hypertonus, periphere Neuropathie, Myokardinfarkt, Arrhythmie (einschließlich Bradykardie, ventrikuläre Tachykardien und Vorhofflimmern), Vaskulitis, Pankreatitis, Gastritis, Gingivahyperplasie, Hepatitis, Ikterus, Anstieg hepatischer Enzyme*, Angioödem, Erythema exsudativum multiforme, Urtikaria, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, Quincke-Ödem, Lichtempfindlichkeit.
      • * meistens in Zusammenhang mit Cholestase.
      • In Ausnahmefällen wurde ein extrapyramidales Syndrom berichtet
    • Valsartan
      • Nicht bekannt
        • Hämoglobinabfall, Abfall des Hämatokrits, Neutropenie, Thrombozytopenie, Anstieg des Serumkaliums, Erhöhung der Leberfunktionswerte einschließlich Erhöhung des Serumbilirubins, Niereninsuffizienz und -funktionseinschränkung, Erhöhung des Serumkreatinins, Angioödem, Myalgie, Vaskulitis, Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Serumkrankheit.

Anwendungshinweise

  • Zum Einnehmen.
  • Es wird empfohlen, Amlodipin/Valsartan AL® mit etwas Wasser einzunehmen.
  • Amlodipin/Valsartan AL® kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Stillzeithinweise

  • Valsartan
    • Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Valsartan in der Stillzeit vorliegen, wird Valsartan AL® nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.
  • Amlodipin
    • Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über. Der Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7% geschätzt, mit einem Maximum von 15%. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat.
    • Bei der Entscheidung, entweder weiter zu stillen/abzustillen oder die Behandlung mit Amlodipin fortzusetzen/abzusetzen, sind der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie mit Amlodipin für die Mutter zu berücksichtigen.

Schwangerschaftshinweise

  • Schwangerschaft
    • Amlodipin
      • Die Sicherheit von Amlodipin während der Schwangerschaft konnte bisher noch nicht bestätigt werden. In tierexperimentellen Studien wurde bei hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität beobachtet. Eine Anwendung während der Schwangerschaft wird nur dann empfohlen, wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen und die Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und Fötus bedingt.
    • Valsartan
      • Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen. Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert.
      • Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzender AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
      • Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat. Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.
      • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden.
  • Fertilität
    • Es liegen keine klinischen Studien mit Amlodipin/Valsartan zur Fertilität vor.
    • Valsartan
      • Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg/kg/Tag. Dies ist das 6-Fache der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg/m2-Basis (die Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60-kg-Patienten aus).
    • Amlodipin
      • Bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet. Die klinischen Daten in Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind noch ungenügend. In einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin bei einer hypertensiven Krise konnten noch nicht bestätigt werden.
    • Schwangerschaft
      • Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
    • Patienten mit Natrium- und/oder Volumenmangel
      • Eine übermäßige Blutdrucksenkung wurde bei 0,4% der Patienten mit unkomplizierter Hypertonie, die mit Amlodipin/Valsartan in placebokontrollierten Studien behandelt wurden, beobachtet. Bei Patienten mit aktiviertem Renin-Angiotensin-System (wie Patienten mit Volumen- und/oder Salzmangel unter hoch dosierter Diuretikatherapie), die Angiotensin-Rezeptoren-Blocker erhalten, kann eine symptomatische Hypotonie auftreten. Es wird empfohlen, einen solchen Zustand vor Beginn der Behandlung mit Amlodipin/Valsartan auszugleichen oder die Patienten zu Behandlungsbeginn medizinisch engmaschig zu überwachen.
      • Wenn unter Amlodipin/Valsartan eine Hypotonie auftritt, sollte der Patient in eine liegende Position gebracht und, falls erforderlich, physiologische Kochsalzlösung intravenös infundiert werden. Nach Stabilisierung des Blutdrucks kann die Behandlung fortgeführt werden.
    • Hyperkaliämie
      • Die gleichzeitige Anwendung mit Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln, die den Kaliumspiegel erhöhen (Heparin usw.), sollte mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des Kaliumspiegels erfolgen.
    • Nierenarterienstenose
      • Amlodipin/Valsartan sollte mit Vorsicht zur Behandlung von Hypertonie bei Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere angewendet werden, da sich Blut-Harnstoff und Serumkreatinin bei diesen Patienten erhöhen können.
    • Nierentransplantation
      • Bisher gibt es keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung von Amlodipin/Valsartan bei Patienten, die vor kurzem eine Nierentransplantation hatten.
    • Leberfunktionsstörungen
      • Valsartan wird hauptsächlich unverändert über die Galle ausgeschieden Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sind die Halbwertszeit von Amlodipin verlängert und die AUC-Werte erhöht; Dosisempfehlungen bestehen nicht. Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Amlodipin/Valsartan bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen oder einer Gallenwegsobstruktion angewendet wird.
      • Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ohne Cholestase beträgt die maximale empfohlene Dosis 80 mg Valsartan.
    • Nierenfunktionsstörungen
      • Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen (GFR > 30 ml/min/1,73 m2) ist keine Dosisanpassung von Amlodipin/Valsartan erforderlich. Die Überwachung der Kaliumwerte und von Kreatinin ist bei mittelschwerer Nierenfunktionsstörung angezeigt.
    • Primärer Hyperaldosteronismus
      • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit dem Angiotensin-II-Antagonisten Valsartan behandelt werden, da ihr Renin-Angiotensin-System von der Primärerkrankung betroffen ist.
    • Angioödeme
      • Bei Patienten, die mit Valsartan behandelt wurden, wurde über Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege und/oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder der Zunge bewirken, berichtet. Bei einigen dieser Patienten traten Angioödeme schon vorher unter anderen Arzneimitteln einschließlich ACE-Hemmern auf. Amlodipin/Valsartan sollte bei Patienten, die Angioödeme entwickeln, sofort abgesetzt und darf nicht erneut verabreicht werden.
    • Intestinales Angioödem
      • Bei Patienten, die mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, einschließlich Valsartan behandelt wurden, wurde über intestinale Angioödeme berichtet. Bei diesen Patienten traten Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Die Symptome klangen nach dem Absetzen von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ab. Wenn ein intestinales Angioödem diagnostiziert wird, sollte Valsartan abgesetzt und eine angemessene Überwachung eingeleitet werden, bis die Symptome vollständig verschwunden sind.
    • Herzinsuffizienz/Post-Myokard-Infarkt
      • Als Folge der Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei entsprechend veranlagten Personen Veränderungen der Nierenfunktion erwartet werden. Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion möglicherweise von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig ist, war die Behandlung mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) akutem Nierenversagen und/oder Tod verbunden. Ähnliche Ereignisse wurden für Valsartan berichtet. Die Evaluierung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Post-Myokard-Infarkt sollte immer eine Beurteilung der Nierenfunktion beinhalten.
      • In einer placebokontrollierten Langzeitstudie (PRAISE-2) mit Amlodipin bei Patienten mit einer nicht ischämischen Herzinsuffizienz nach NYHA III und IV (Klassifizierung nach der New York Heart Association) war Amlodipin mit einer erhöhten Anzahl von Berichten über Lungenödeme verbunden, obwohl es im Vergleich zu Placebo keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit der Verschlechterung der Herzinsuffizienz gab.
      • Calciumkanalblocker, einschließlich Amlodipin, sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da sie das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen können.
    • Aorten- und Mitralklappenstenose
      • Wie bei allen anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Mitralklappenstenose bzw. signifikanter Aortenstenose, die nicht hochgradig ist, besondere Vorsicht angebracht.
    • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
      • Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.
      • Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
      • Amlodipin/Valsartan wurde bei keiner anderen Patientenpopulation außer Hypertonikern untersucht.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Wechselwirkungen, die auf die Kombination zurückzuführen sind
      • Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen zwischen Amlodipin/Valsartan und anderen Arzneimitteln durchgeführt.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung in Betracht zu ziehen
        • Andere Antihypertensiva
          • Häufig verwendete Antihypertensiva (z. B. Alpha-Blocker, Diuretika) und andere Arzneimittel, die hypotensive Nebenwirkungen haben können (z. B. trizyklische Antidepressiva, Alpha-Blocker zur Behandlung einer gutartigen Prostatahyperplasie) können die blutdrucksenkende Wirkung der Kombination verstärken.
    • Wechselwirkungen, die auf Amlodipin zurückzuführen sind
      • Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen bei:
        • Grapefruit oder Grapefruitsaft
          • Die Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht empfohlen, da die Bioverfügbarkeit bei einigen Patienten erhöht sein kann, was zu erhöhten blutdrucksenkenden Effekten führt.
      • Vorsicht ist erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung von:
        • CYP3A4-Inhibitoren
          • Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder mäßigen CYP3A4-Inhibitoren (Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makroliden wie z. B. Erythromycin oder Clarithromycin, Verapamil oder Diltiazem) kann zu einer signifikanten Erhöhung der Amlodipin-Exposition führen. Die klinischen Konsequenzen dieser geänderten Pharmakokinetik können bei Älteren ausgeprägter sein. Daher können eine klinische Kontrolle sowie eine Dosisanpassung notwendig werden.
        • CYP3A4-Induktoren (Antikonvulsiva [z. B. Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Fosphenytoin, Primidon], Rifampicin, Hypericum perforatum)
          • Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es zu unterschiedlichen Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck überwacht und eine Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als auch nach der gleichzeitigen Gabe insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum perforatum]).
        • Simvastatin
          • Die gleichzeitige Anwendung mehrerer Dosen von 10 mg Amlodipin mit 80 mg Simvastatin resultierte in einer 77%igen Erhöhung der Exposition von Simvastatin imVergleich zu Simvastatin allein. Es wird empfohlen, die Dosis von Simvastatin auf 20 mg täglich bei Patienten, die Amlodipin erhalten, zu reduzieren.
        • Dantrolen (Infusion)
          • Im Tiermodell wird nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem Dantrolen letales Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hyperkaliämie beobachtet. Aufgrund des Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von Calciumkanalblockern wie Amlodipin bei den Patienten zu vermeiden, die empfänglich für eine maligne Hyperthermie sind oder wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung in Betracht zu ziehen:
        • Andere
          • In klinischen Wechselwirkungsstudien zeigte Amlodipin keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik
    • Wechselwirkungen, die auf Valsartan zurückzuführen sind
      • Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen:
        • Lithium
          • Eine reversible Zunahme der Serum-Lithium-Konzentrationen und der Toxizität von Lithium wurde bei gleichzeitiger Gabe von Lithium mit Inhibitoren des Angiotensin-konvertierenden Enzyms oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, einschließlich Valsartan, berichtet. Deshalb wird eine sorgfältige Überwachung der Serum-Lithium-Konzentration bei gleichzeitiger Anwendung empfohlen. Wird auch ein Diuretikum angewendet, kann möglicherweise das Risiko einer Lithium-Toxizität mit Amlodipin/Valsartan weiter erhöht sein.
        • Kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel und andere Mittel, die die Kaliumspiegel erhöhen können
          • Wenn ein Arzneimittel, das den Kaliumspiegel beeinflusst, in Kombination mit Valsartan verordnet wird, ist eine Überwachung des Kalium-Plasmaspiegels angezeigt.
      • Vorsicht ist erforderlich bei der gleichzeitiger Anwendung von:
        • Nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAID) einschließlich selektiven COX-2- Hemmern, Acetylsalicylsäure (> 3 g/Tag) und nicht selektiven NSAID
          • Wenn Angiotensin-II-Antagonisten gleichzeitig mit NSAID verabreicht werden, kann eine Abschwächung der antihypertensiven Wirkung auftreten. Darüber hinaus kann die gleichzeitige Gabe von Angiotensin-II-Antagonisten und NSAID zu einem erhöhten Risiko einer Nierenfunktionsverschlechterung und zu einem Anstieg des Serumkaliums führen. Eine Überwachung der Nierenfunktion wird daher zu Beginn der Begleittherapie empfohlen. Die Patienten sollten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
        • Inhibitoren der Uptake-Transporter (Rifampicin, Ciclosporin) oder Efflux-Transporter (Ritonavir)
          • Die Ergebnisse einer In-vitro-Studie mit humanem Lebergewebe weisen darauf hin, dass Valsartan ein Substrat des hepatischen Uptake-Transporters OATP1B1 und des hepatischen Efflux-Transporters MRP2 ist. Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren des Uptake-Transporters (Rifampicin, Ciclosporin) oder des Efflux-Transporters (Ritonavir) kann die systemische Valsartan-Exposition erhöhen.
        • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
          • Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht.
        • Andere
          • Bei Monotherapie mit Valsartan wurden keine klinisch bedeutsamen Arzneimittelwechselwirkungen mit den folgenden Arzneistoffen beobachtet: Cimetidin,Warfarin, Furosemid, Digoxin, Atenolol, Indometacin, Hydrochlorothiazid, Amlodipin, Glibenclamid.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Patienten, die Amlodipin/Valsartan einnehmen und Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen, sollten beachteten, dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können.
    • Amlodipin kann einen geringen oder mäßig ausgeprägten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Falls Patienten unter Behandlung mit Amlodipin an Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit leiden, kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein.
  • Überdosierung
    • Symptome
      • Zu Überdosierungen mit Amlodipin/Valsartan liegen bisher keine Erfahrungen vor. Das wichtigste Symptom einer Überdosierung mit Valsartan ist wahrscheinlich eine ausgeprägte Hypotonie mit Schwindel. Eine Überdosierung mit Amlodipin kann zu ausgeprägter peripherer Vasodilatation und möglicherweise zu reflektorischer Tachykardie führen. Eine ausgeprägte und möglicherweise persistierende systemische Hypotonie bis hin zu Schock mit tödlichem Ausgang wurde beschrieben.
      • Als Folge einer Überdosierung mit Amlodipin wurde selten von nicht-kardiogenem Lungenödem berichtet, welches sich verzögert manifestieren kann (24 - 48 Stunden nach Einnahme) und Beatmungshilfe erforderlich macht. Frühzeitige Wiederbelebungsmaßnahmen (einschließlich Flüssigkeitsüberschuss) zum Erhalt der Durchblutung und der Herzleistung können Auslöser sein.
    • Behandlung
      • Wenn die Einnahme erst kurz zurückliegt, kann die Auslösung von Erbrechen oder eine Magenspülung in Betracht gezogen werden. Es wurde gezeigt, dass bei gesunden Freiwilligen die Gabe von Aktivkohle unmittelbar oder bis zu zwei Stunden nach der Einnahme von Amlodipin die Resorption von Amlodipin deutlich verringert. Eine klinisch signifikante Hypotonie aufgrund einer Überdosierung mit Amlodipin/Valsartan erfordert eine aktive Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems, einschließlich engmaschiger Überwachung von Herz- und Lungenfunktion, Hochlagerung der Extremitäten und Beachtung des zirkulierenden Flüssigkeitsvolumens und der Urinmenge. Zur Wiederherstellung des Gefäßtonus und des Blutdrucks kann ein Vasokonstriktor hilfreich sein, sofern keine Kontraindikation gegen dessen Verwendung vorliegt. Intravenös verabreichtes Calcium-Gluconat kann zur Umkehr der Effekte der Calciumkanalblockade von Nutzen sein. Es ist unwahrscheinlich, dass Valsartan oder Amlodipin über Hämodialyse entfernt werden können.