Amoxicillin/Clavulansäure MicroLabs125/31.25mg/5ml

Micro Labs GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amoxicillin/Clavulansäure →

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N1 100 ML 19,50 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern
    • akute bakterielle Sinusitis (nach adäquater Diagnosestellung)
    • akute Otitis media
    • akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis (nach adäquater Diagnosestellung)
    • ambulant erworbene Pneumonie
    • Urozystitis
    • Pyelonephritis
    • Haut- und Weichteilinfektionen, insbes.
      • Infektionen der unteren Hautschichten
      • Tierbisse
      • schwere dentale Abszesse mit sich lokal ausbreitender Infektion
    • Knochen- und Gelenkinfektionen, insbes.
      • Osteomyelitis
  • Hinweis
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml zubereitete Suspension enthält 28,7 mg Amoxicillin-Trihydrat (25 mg Amoxicillin) und 7,45 mg Kaliumclavulanat (6,25 mg Clavulansäure).

  • akute bakterielle Sinusitis; akute Otitis media; akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis; ambulant erworbene Pneumonie; Urozystitis; Pyelonephritis; Haut- und Weichteilinfektionen; Knochen- und Gelenkinfektionen
    • individuell dosieren, abhängig von erwarteten Erregern und deren voraussichtlicher Empfindlichkeit gegenüber antibakteriellen Wirkstoffen, Schwere und Ort der Infektion, Alter, Gewicht und Nierenfunktion des Patienten
    • ggf. alternative Amoxicillin/ Clavulansäure Formulierungen wählen
    • Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
      • 500 mg Amoxicillin plus 125 mg Clavulansäure 3mal / Tag
    • Behandlungsdauer
      • durch das Ansprechen des Patienten bestimmt
      • einige Infektionen (z.B. Osteomyelitis) benötigen eine längere Behandlungsdauer
      • ohne Überprüfung max. 14 Tage
    • Kinder (< 40 kg KG)
      • Behandlung möglich mit
        • Tabletten
        • Suspensionen
        • den pädiatrischen Präparaten in Beuteln (vorzugsweise Kinder <= 6 Jahre)
      • 20 - 60 mg Amoxicillin / kg KG / Tag plus 5 - 15 mg Clavulansäure / kg KG / Tag, aufgeteilt auf 3 Einzeldosen
    • Kinder (< 2 Jahre)
      • keine klin. Daten zu 4:1 - Formulierungen in Dosen > 40 mg Amoxicillin / kg KG / Tag plus 10 mg Clavulansäure / kg KG / Tag verfügbar
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
        • Kreatinin-Clearance: 10 - 30 ml / Min.
          • max. 500 mg Amoxicillin plus 125 mg Clavulansäure 2mal / Tag
        • Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.
          • max. 500 mg Amoxicillin plus 125 mg Clavulansäure 1mal / Tag
        • Hämodialyse
          • 500 mg Amoxicillin plus 125 mg Clavulansäure 1mal / 24 Stunden
          • 500 mg Amoxicillin plus 125 mg Clavulansäure zusätzlich während der Dialyse mit Wiederholung am Ende (Serumkonzentrationen sowohl von Amoxicillin als auch von Clavulansäure werden durch Dialyse verringert)
      • Kinder (< 40 kg KG)
        • Kreatinin-Clearance: 10 - 30 ml / Min.
          • max. 15 mg Amoxicillin plus 3,75 mg Clavulansäure / kg KG 2mal / Tag (max. 500 mg Amoxicillin plus / 125 mg Clavulansäure) 2mal / Tag)
        • Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.
          • max. 15 mg Amoxicillin plus 3,75 mg Clavulansäure / kg KG 1mal / Tag (max. 500 mg Amoxicillin plus / 125 mg Clavulansäure) 1mal / Tag)
        • Hämodialyse
          • max. 15 mg Amoxicillin plus 3,75 mg Clavulansäure / kg KG 1mal / Tag
          • 15 mg Amoxicillin plus 3,75 mg Clavulansäure / kg KG zusätzlich während der Dialyse mit Wiederholung am Ende (Serumkonzentrationen sowohl von Amoxicillin als auch von Clavulansäure werden durch Dialyse verringert)
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • mit Vorsicht dosieren
      • regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion

Kontraindikationen

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - peroral

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin, Clavulansäure oder gegen Penicilline
  • schwere allergische Sofortreaktion (z.B. Anaphylaxie) gegen ein anderes Betalaktam-Antibiotikum (z.B. einem Cephalosporin, Carbapenem oder Monobactam) in der Krankheitsgeschichte
  • Gelbsucht / Leberfunktionsstörung in der Krankheitsgeschichte, die durch Amoxicillin / Clavulansäure hervorgerufen wurde

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - peroral

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • mukokutane Candidose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • übermäßiges Wachstum von unempfindlichen Organismen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • reversible Leukopenie (einschließlich Neutropenie)
      • Thrombozytopenie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • reversible Agranulozytose
      • hämolytische Anämie
      • Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • angioneurotisches Ödem
      • Anaphylaxie
      • Überempfindlichkeit wie bei Serumkrankheit / Serumkrankheits-ähnliches Syndrom
      • allergische Vaskulitis / Hypersensitivitätsvaskulitis
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • reversible Hyperaktivität
      • Krampfanfälle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • aseptische Meningitis
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kounis-Syndrom
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Durchfall
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
        • tritt häufiger in Verbindung mit höheren oralen Dosen auf
        • das Auftreten von gastrointestinalen Nebenwirkungen kann verringert werden, wenn Amoxicillin/Clavulansäure zu Beginn einer Mahlzeit eingenommen wird
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100n
      • Magenverstimmung
      • Dyspepsie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom
      • akute Pankreatitis
      • Antibiotika-assoziierte Kolitis
        • einschl. pseudomembranöser Kolitis und hämorrhagischer Kolitis
      • schwarze Haarzunge
      • Verfärbung der Zähne
        • in sehr seltenen Fällen wurde bei Kindern über oberflächliche Zahnverfärbungen berichtet
        • eine gute Mundhygiene kann Zahnverfärbungen verhindern, da sich diese in der Regel beim Zähneputzen entfernen lassen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg der Leberenyzme AST und / oder ALT (Bedeutung unklar)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis (bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
      • cholestatischer Ikterus (bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
      • Pruritus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythema multiforme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lineare IgA-Erkrankung
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • bullöse exfoliative Dermatitis
      • akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • Hinweis
        • wenn eine entzündliche Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auftritt, sollte die Behandlung beendet werden
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Nephritis
      • Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)

Anwendungshinweise

  • Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
  • Einnahme der fertigen Suspension zu Beginn einer Mahlzeit (mögliche Magen-Darm-Unverträglichkeit so weit wie möglich reduzieren und optimale Resorption von Amoxicillin plus Clavulansäure erreichen)

Stillzeithinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - peroral

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Anwendung während der Stillzeit nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt
  • Amoxicillin und Clavulansäure gehen in die Muttermilch über
  • Durchfall und eine Pilzinfektion der Schleimhäute beim gestillten Säugling möglich, so dass eventuell abgestillt werden muss
  • Möglichkeit einer Sensibilisierung berücksichtigen
  • Clavulansäure
    • nichts über die Auswirkungen von Clavulansäure auf den gestillten Säugling bekannt

Schwangerschaftshinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - peroral

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Anwendung während der Schwangerschaft sollte vermieden werden, es sei denn, der behandelnde Arzt hält sie für unverzichtbar
  • begrenzte Daten zur Verwendung von Amoxicillin / Clavulansäure während der Schwangerschaft lassen nicht auf ein erhöhtes Risiko für die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus / Neugeborenen schließen
    • in einer Einzelstudie an Frauen mit vorzeitigem Blasensprung beschrieben, dass die prophylaktische Anwendung von Amoxicillin / Clavulansäure mit einem erhöhten Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis bei Neugeborenen einherging
  • tierexperimentelle Studien
    • lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen

Warnhinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - peroral

Amoxicillin und Clavulansäure

  • vor Beginn einer Behandlung mit Amoxicillin / Clavulansäure ist der Patient sorgfältig nach früheren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline, Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika zu befragen
    • bei Patienten, die mit Penicillinen behandelt wurden, wurden schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktoider und schwerer kutaner Reaktionen) beschrieben
    • Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die einen Myokardinfarkt zur Folge haben kann
    • Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline in der Vorgeschichte und atopische Personen tragen ein erhöhtes Risiko für solche Reaktionen
    • sollte es zu einer allergischen Reaktion kommen, muss die Therapie mit Amoxicillin/ Clavulansäure beendet und eine geeignete Alternativ-Therapie begonnen werden
  • arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES)
    • wurde hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben
    • DIES ist eine allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens (1-4 Stunden nach der Anwendung des Arzneimittels) bei einem Fehlen von allergischen Haut- oder Atemwegssymptomen
    • weitere Symptome können Bauchschmerzen, Diarrhö, Hypotonie oder Leukozytose mit Neutrophilie sein
    • es sind schwere Fälle inklusive einer Progression bis hin zum Schock aufgetreten
  • Erreger
    • in Fällen, in denen eine Infektion nachweislich durch Amoxicillin-empfindliche Erreger verursacht wird, sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Richtlinien ein Wechsel von einer Behandlung mit Amoxicillin / Clavulansäure zu einer Therapie mit Amoxicillin in Erwägung gezogen werden
    • Amoxicillin / Clavulansäure-Fomulierungen möglicherweise nicht für den Gebrauch geeignet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass die vermuteten Erreger eine reduzierte Empfindlichkeit oder Resistenz gegenüber Betalaktam-Antibiotika aufweisen, die nicht durch Betalaktamasen hervorgerufen wird
      • dieses Präparat sollte nicht zur Behandlung von Penicillin-resistenten S. pneumoniae verwendet werden
  • Krampfanfälle
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Patienten, die hohe Dosen erhalten, können Krampfanfälle auftreten, können Krampfanfälle auftreten
  • Verdacht auf infektiöse Mononukleose
    • Amoxicillin / Clavulansäure sollte bei Verdacht auf eine infektiöse Mononukleose vermieden werden, da es bei der Anwendung von Amoxicillin bei dieser Erkrankung zu einem masernartigen Hautausschlag kommen kann
  • Allopurinol, allergische Hautreaktionen
    • gleichzeitige Anwendung von Allopurinol während einer Behandlung mit Amoxicillin kann die Wahrscheinlichkeit für allergische Hautreaktionen erhöhen
  • Wachstum unempfindlicher Erreger
    • bei längerfristiger Anwendung kann es gelegentlich zu einem übermäßigen Wachstum von unempfindlichen Erregern kommen
  • akutes generalisiertes ustulöses Exanthem (AGEP)
    • Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems, das mit Pustelbildung verbunden ist, zu Beginn der Behandlung kann ein Symptom eines AGEP sein
    • diese Reaktion erfordert ein Absetzen und ist eine Gegenanzeige für jegliche darauffolgende Gabe von Amoxicillin
  • Patienten mit bestehenden Leberfunktionsstörungen: nur mit Vorsicht behandeln
    • hepatische Ereignisse vorwiegend bei männlichen Patienten und bei älteren Patienten beschrieben und können mit einer längerfristigen Behandlung einhergehen
      • wurden bei Kindern sehr selten beschrieben
    • in allen Populationen treten Anzeichen und Symptome in der Regel während oder kurz nach der Behandlung auf, in einigen Fällen aber auch erst mehrere Wochen nach Behandlungsende
      • in der Regel sind diese Ereignisse reversibel
    • hepatische Ereignisse können schwerwiegend sein, in sehr seltenen Fällen wurde über Todesfälle berichtet
    • betrafen fast immer Patienten mit schwerwiegender Grunderkrankung oder solche, die gleichzeitig Arzneimittel einnahmen, von denen bekannt ist, dass sie hepatische Nebenwirkungen verursachen können
  • Antibiotika-assoziierte Kolitis
    • bei fast allen Antibiotika, einschließlich Amoxicillin, Fälle von Antibiotika-assoziierter Kolitis beobachtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann
    • daher ist es wichtig, bei Patienten, bei denen es während oder nach Anwendung eines Antibiotikums zu Durchfall kommt, an diese Diagnose zu denken
    • Amoxicillin/Clavulansäure sofort absetzen, falls Antibiotika-assoziierte Kolitis auftritt; Arzt aufsuchen, angemessene Behandlung beginnen
      • Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, in diesem Fall kontraindiziert
  • längerfristige Behandlung
    • regelmäßige Kontrolle der Organfunktion während einer längerfristigen Behandlung einschließlich Nieren-, Leber und hämatopoetische Funktion
  • Verlängerung der Prothrombinzeit
    • in seltenen Fällen Verlängerung der Prothrombinzeit beobachtet
    • bei gleichzeitiger Verordnung von Antikoagulanzien sind angemessene Kontrollen durchzuführen.
    • möglicherweise muss die Dosis von oralen Antikoagulanzien angepasst werden, um den gewünschten Grad an Antikoagulation zu erzielen
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung anpassen
  • Kristallurie
    • in sehr seltenen Fällen Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung) bei Patienten mit verminderter Harnausscheidung beobachtet
    • vorwiegend unter einer parenteralen Therapie
    • während der Anwendung hoher Amoxicillin-Dosen auf adäquate Flüssigkeitszufuhr und Harnausscheidung achten, um das Risiko für eine Amoxicillin-Kristallurie zu verringern
    • bei Patienten mit Blasenkatheter ist die Durchgängigkeit des Katheters regelmäßig zu kontrollieren
  • Laboruntersuchungen
    • Glucose-Bestimmung im Urin
      • während der Behandlung mit Amoxicillin sollten stets enzymatische Methoden auf der Basis von Glucoseoxidasen verwendet werden, da nicht-enzymatische Methoden falsch-positive Ergebnisse ergeben können
    • Coombs-Test
      • Clavulansäure kann eine unspezifische Bindung von IgG und Albumin an die Erythrozytenmembran verursachen, was ein falschpositives Ergebnis im Coombs-Test zur Folge haben kann
    • Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Test
      • Bericht über positive Versuchsergebnisse bei Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben und bei denen anschließend festgestellt wurde, dass sie keine Aspergillus-Infektion hatten.
      • von Kreuzreaktionen mit Polysacchariden und Polyfuranosen von nicht-Aspergillus- Spezies unter Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests wurde berichtet
      • positive Ergebnisse bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten, sollten mit Vorsicht interpretiert werden und durch weitere diagnostische Methoden bestätigt werden