AmoxiClav Hikma i.v. 2.2 g Plv.z.H.e.Inj.-/Inf-L.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5 ST | 89,71 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern
- schwere Infektionen von Hals, Nase und Ohr wie
- Mastoiditis
- Peritonsillarinfektionen
- Epiglottitis und
- Sinusitis mit einhergehenden schweren systemischen Anzeichen und Symptomen
- akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis (nach adäquater Diagnosestellung)
- ambulant erworbene Pneumonie
- Urozystitis
- Pyelonephritis
- Haut- und Weichteilinfektionen, insbes.
- Infektionen der unteren Hautschichten
- Tierbisse
- schwere dentale Abszesse mit sich lokal ausbreitender Infektion
- Knochen- und Gelenkinfektionen, insbes.
- Osteomyelitis
- intraabdominelle Infektionen
- Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
- schwere Infektionen von Hals, Nase und Ohr wie
- Prophylaxe von Infektionen im Zusammenhang mit größeren operativen Eingriffen bei Erwachsenen, wie solche
- am Magen- und Darmtrakt
- in der Beckenhöhle
- an Kopf und Hals
- am Gallentrakt
- Hinweis
- offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten
Dosierung
Basiseinheit: jede Durchstechflasche enthält 2000 mg Amoxicillin (als Natriumsalz) und 200 mg Clavulansäure
- Behandlung von Infektionen gemäß Indikation; perioperative Prophylaxe
- individuell dosieren, angepasst an
- erwartete Erreger und deren voraussichtliche Empfindlichkeit gegenüber antibakteriellen Wirkstoffen
- Schwere und Ort der Infektion
- Alter, Gewicht und Nierenfunktion des Patienten
- Gebrauch von alternativen Amoxicillin/Clavulansäure-Formulierungen (z. B. solchen, die höhere Dosen an Amoxicillin und/oder unterschiedliche Verhältnisse von Amoxicillin zu Clavulansäure bieten) ggf. berücksichtigen
- wenn eine höhere Dosis an Amoxicillin als mit diesem Präparat möglich für nötig erachtet wird, alternative intravenöse Formulierungen wählen, um die Gabe unnötig hoher täglicher Dosen von Clavulansäure zu vermeiden
- lokale Richtlinien für die angemessenen Dosierungshäufigkeiten von Amoxicillin/Clavulansäure beachten
- Behandlungsdauer
- bestimmt durch Ansprechen des Patienten
- einige Infektionen (z.B. Osteomyelitis) erfordern längere Behandlungsdauer
- ohne Überprüfung max. 14 Tage
- Erwachsene und Kinder (>/= 40 kg KG)
- Behandlung von Infektionen
- 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure alle 8 Stunden
- 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure alle 12 Stunden
- sehr schwere Infektionen
- Dosiserhöhung bis max. 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure alle 8 Stunden
- perioperative Prophylaxe
- Eingriffe < 1 Stunde Dauer: bei Narkoseeinleitung
- 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure - 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
- Eingriffe > 1 Stunde Dauer
- bei Narkoseeinleitung
- 1000 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure - 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
- mit bis zu 3 Dosen von 1000 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure in 24 Stunden
- bei Narkoseeinleitung
- bei der Operation eindeutig vorliegende klin. Anzeichen einer Infektion
- postoperativ ein normaler i.v. oder oraler Behandlungszyklus erforderlich
- Eingriffe < 1 Stunde Dauer: bei Narkoseeinleitung
- Behandlung von Infektionen
- individuell dosieren, angepasst an
Dosisanpassung
- Kinder (< 40 kg KG)
- >/= 3 Monate
- 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG alle 8 Stunden
- < 3 Monate oder < 4 kg KG
- 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG alle 12 Stunden
- >/= 3 Monate
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassungen basieren auf empfohlener Höchstkonzentration von Amoxicillin
- Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.: keine Dosisanpassung erforderlich
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg KG
- KrCl: 10 - 30 ml / Min.
- initial: 1.000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
- anschließend 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure 2mal / Tag
- KrCl < 10 ml / Min.
- initial: 1.000 mg Amoxicillin / 200 mg Clavulansäure
- anschließend 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure alle 24 Stunden
- Hämodialyse
- initial: 1.000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
- anschließend 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure alle 24 Stunden
- mit einer zusätzlichen Dosis von 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure am Ende der Dialyse (Verringerung der Serumkonzentrationen sowohl von Amoxicillin als auch von Clavulansäure durch die Dialyse)
- KrCl: 10 - 30 ml / Min.
- Kinder < 40 kg
- KrCl: 10 - 30 ml / Min.
- initial: 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG alle 12 Stunden
- KrCl < 10 ml / Min.
- initial: 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG alle 24 Stunden
- Hämodialyse
- initial: 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG alle 24 Stunden
- mit einer zusätzlichen Dosis von 12,5 mg Amoxicillin plus 2,5 mg Clavulansäure / kg KG am Ende der Dialyse (Verringerung der Serumkonzentrationen sowohl von Amoxicillin als auch von Clavulansäure durch die Dialyse)
- KrCl: 10 - 30 ml / Min.
- operative Prophylaxe
- Gabe von 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure bei Patienten mit KrCl < 30 ml/min nur dann verwenden, wenn es in 1 Infusion verwendet wird
- eingeschränkte Leberfunktion
- Dosierung mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle der Leberfunktion
Kontraindikationen
Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
Amoxicillin und Clavulansäure
- Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin, andere Penicilline oder Clavulansäure
- schwere allergische Sofortreaktion (z.B. Anaphylaxie) gegen ein anderes Betalaktam-Antibiotikum (z.B. einem Cephalosporin, Carbapenem oder Monobactam) in der Krankheitsgeschichte
- Gelbsucht / Leberfunktionsstörung in der Krankheitsgeschichte, die durch Amoxicillin / Clavulansäure hervorgerufen wurde
Nebenwirkungen
Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
Amoxicillin und Clavulansäure
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- mukokutane Candidose
- ohne Häufigkeitsangabe
- übermäßiges Wachstum von unempfindlichen Organismen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- reversible Leukopenie (einschließlich Neutropenie)
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- reversible Agranulozytose
- Hämolytische Anämie
- Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- angioneurotisches Ödem
- Anaphylaxie
- Überempfindlichkeit wie bei Serumkrankheit
- allergische Vaskulitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle
- aseptische Meningitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kounis-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombophlebitis (an der Injektionsstelle)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magenverstimmung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Antibiotika-assoziierte Kolitis, einschl.
- pseudomembranöse Kolitis
- hämorrhagischer Kolitis
- arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom
- akute Pankreatitis
- Antibiotika-assoziierte Kolitis, einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg von AST und/oder ALT
- bei Patienten, die mit Betalaktam-Antibiotika behandelt wurden, wurde ein moderater Anstieg von AST und/oder ALT beschrieben, dessen Bedeutung allerdings unklar ist
- Anstieg von AST und/oder ALT
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hepatitis (diese Ereignisse wurden bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
- cholestatischer Ikterus (diese Ereignisse wurden bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- wenn eine entzündliche Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auftritt, sollte die Behandlung beendet werden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Pruritus
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erythema multiforme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Toxische epidermale Nekrolyse
- Bullöse exfoliative Dermatitis
- Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Lineare IgA-Erkrankung
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- interstitielle Nephritis
- Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- langsame intravenöse Infusion über 30 - 40 Min.
- nicht für die i.m. Anwendung geeignet
- Kinder (< 3 Monate): Verabreichung ausschließlich als Infusion
- Behandlung kann durch Anwendung einer i.v. Formulierung eingeleitet und durch eine geeignete orale Formulierung abgeschlossen werden
- Hinweise zur Rekonstitution und weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
Amoxicillin und Clavulansäure
- Anwendung während der Stillzeit nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
- Amoxicillin und Clavulansäure treten in die Muttermilch über
- Durchfall und eine Pilzinfektion der Schleimhäute beim gestillten Säugling möglich, so dass eventuell abgestillt werden muss
- Möglichkeit einer Sensibilisierung berücksichtigen
- Clavulansäure
- nichts über die Auswirkungen von Clavulansäure auf den gestillten Säugling bekannt
Schwangerschaftshinweise
Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
Amoxicillin und Clavulansäure
- Anwendung während der Schwangerschaft sollte vermieden werden, es sei denn, der behandelnde Arzt hält sie für unverzichtbar
- begrenzte Daten beim Menschen zur Verwendung von Amoxicillin/Clavulansäure während der Schwangerschaft weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko von Geburtsfehlern hin
- in einer einzigen Studie an Frauen mit vorzeitigem Blasensprung: prophylaktische Anwendung von Amoxicillin / Clavulansäure ging mit einem erhöhten Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis bei Neugeborenen einher
- tierexperimentelle Studien
- tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
Warnhinweise
Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv
Amoxicillin und Clavulansäure
- Hinweise
- offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten
- vor Beginn einer Behandlung mit Amoxicillin/ Clavulansäure Patient sorgfältig nach früheren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline, Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika befragen
- bei Patienten, die mit Penicillinen behandelt wurden, wurden schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktoide und schwerer kutaner Reaktionen) beschrieben
- Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die einen Myokardinfarkt zur haben kann
- Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline in der Vorgeschichte und atopische Personen tragen ein erhöhtes Risiko für solche Reaktionen
- sollte es zu einer allergischen Reaktion kommen, muss die Therapie mit Amoxicillin/ Clavulansäure beendet und eine geeignete Alternativ-Therapie begonnen werden
- Erreger
- in Fällen, in denen eine Infektion nachweislich durch Amoxicillin-empfindliche Erreger verursacht wird, sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Richtlinien ein Wechsel von einer Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure zu einer Therapie mit Amoxicillin in Erwägung gezogen werden
- Amoxicillin/Clavulansäure-Fomulierungen sind möglicherweise nicht für den Gebrauch geeignet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass die vermuteten Erreger eine Resistenz gegenüber Betalaktam-Antibiotika aufweisen, die nicht durch Betalaktamasen hervorgerufen wird, die empfindlich gegenüber einer Hemmung durch Clavulansäure sind
- Penicillin-resistenter S. pneumoniae
- zur Erfassung dieses Erregers ist eine Dosis von mind. 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg alle 12 Stunden notwendig
- längerfristige Anwendung
- während einer längerfristigen Behandlung sollte die Organfunktion, einschließlich Nieren-, Leber- und hämatopoetische Funktion, regelmäßig kontrolliert werden
- Krampfanfälle
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Patienten, die hohe Dosen erhalten, können Krampfanfälle auftreten
- Verdacht auf infektiöse Mononukleose
- Amoxicillin/Clavulansäure sollte bei Verdacht auf eine infektiöse Mononukleose vermieden werden, da es bei der Anwendung von Amoxicillin bei dieser Erkrankung zu einem masernartigen Hautausschlag kommen kann
- Allopurinol
- gleichzeitige Anwendung von Allopurinol während einer Behandlung mit Amoxicillin kann die Wahrscheinlichkeit für allergische Hautreaktionen erhöhen
- bei längerfristiger Anwendung kann es gelegentlich zu einem übermäßigen Wachstum von unempfindlichen Erregern kommen
- akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems, das mit Pustelbildung verbunden ist, zu Beginn der Behandlung kann ein Symptom eines AGEP sein
- diese Reaktion erfordert ein Absetzen und ist eine Gegenanzeige für jegliche darauffolgende Gabe von Amoxicillin
- Patienten mit bestehenden Leberfunktionsstörungen: nur mit Vorsicht behandeln
- hepatische Ereignisse wurden vorwiegend bei männlichen Patienten und bei älteren Patienten beschrieben und können mit einer längerfristigen Behandlung einhergehen
- wurden bei Kindern sehr selten beschrieben
- in allen Populationen treten Anzeichen und Symptome in der Regel während oder kurz nach der Behandlung auf, in einigen Fällen aber auch erst mehrere Wochen nach Behandlungsende
- in der Regel sind diese Ereignisse reversibel
- hepatische Ereignisse können schwerwiegend sein, in sehr seltenen Fällen wurde über Todesfälle berichtet
- betrafen fast immer Patienten mit schwerwiegender Grunderkrankung oder solche, die gleichzeitig Arzneimittel einnahmen, von denen bekannt ist, dass sie hepatische Nebenwirkungen verursachen können
- Antibiotika-assoziierte Kolitis
- bei fast allen Antibiotika, einschließlich Amoxicillin, Fälle von Antibiotika-assoziierter Kolitis beobachtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann
- daher ist es wichtig, bei Patienten, bei denen es während oder nach Anwendung eines Antibiotikums zu Durchfall kommt, an diese Diagnose zu denken
- Amoxicillin/Clavulansäure sofort absetzen, falls Antibiotika-assoziierte Kolitis auftritt; Arzt aufsuchen, angemessene Behandlung beginnen
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind in diesem Fall kontraindiziert
- arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES)
- hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben
- DIES ist eine allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens (1-4 Stunden nach der Anwendung des Arzneimittels) bei einem Fehlen von allergischen Haut- oder Atemwegssymptomen
- weitere Symptome können Bauchschmerzen, Diarrhö, Hypotonie oder Leukozytose mit Neutrophilie sein
- es sind schwere Fälle inklusive einer Progression bis hin zum Schock aufgetreten
- Verlängerung der Prothrombinzeit
- in seltenen Fällen Verlängerung der Prothrombinzeit beobachtet
- bei gleichzeitiger Verordnung von Antikoagulanzien sind angemessene Kontrollen durchzuführen
- möglicherweise muss die Dosis von oralen Antikoagulanzien angepasst werden, um den gewünschten Grad an Antikoagulation zu erzielen
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung anpassen
- Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)
- in sehr seltenen Fällen Kristallurie bei Patienten mit verminderter Harnausscheidung beobachtet
- vorwiegend unter einer parenteralen Therapie
- während der Anwendung hoher Amoxicillin-Dosen auf adäquate Flüssigkeitszufuhr und Harnausscheidung achten, um das Risiko für eine Amoxicillin-Kristallurie zu verringern
- bei Patienten mit Blasenkatheter Durchgängigkeit des Katheters regelmäßig kontrollieren
- Laboruntersuchungen
- Glucose-Bestimmung im Urin
- während der Behandlung mit Amoxicillin sollten stets enzymatische Methoden auf der Basis von Glucoseoxidasen verwendet werden, da nicht-enzymatische Methoden falsch-positive Ergebnisse ergeben können
- Coombs-Test
- Clavulansäure kann eine unspezifische Bindung von IgG und Albumin an die Erythrozytenmembran verursachen, was ein falschpositives Ergebnis im Coombs-Test zur Folge haben kann
- Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Test
- Bericht über positive Versuchsergebnisse bei Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben und bei denen anschließend festgestellt wurde, dass sie keine Aspergillus-Infektion hatten.
- von Kreuzreaktionen mit Polysacchariden und Polyfuranosen von nicht-Aspergillus- Spezies unter Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests wurde berichtet
- positive Ergebnisse bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten, sollten mit Vorsicht interpretiert werden und durch weitere diagnostische Methoden bestätigt werden
- Glucose-Bestimmung im Urin