AMOXICLAV IBISQUS 1000mg/200mg Pul.z.Her.e.Ilo/Inf

Ibisqus GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amoxicillin/Clavulansäure →

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N1 10 ST 75,04 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern
    • schwere Infektionen von Hals, Nase und Ohr wie
      • Mastoiditis
      • Peritonsillarinfektionen
      • Epiglottitis und
      • Sinusitis mit einhergehenden schweren systemischen Anzeichen und Symptomen
    • akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis (nach adäquater Diagnosestellung)
    • ambulant erworbene Pneumonie
    • Urozystitis
    • Pyelonephritis
    • Haut- und Weichteilinfektionen, insbes.
      • Infektionen der unteren Hautschichten
      • Tierbisse
      • schwere dentale Abszesse mit sich lokal ausbreitender Infektion
    • Knochen- und Gelenkinfektionen, insbes.
      • Osteomyelitis
    • intraabdominelle Infektionen
    • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Prophylaxe von Infektionen im Zusammenhang mit größeren operativen Eingriffen bei Erwachsenen, wie solche
    • am Magen- und Darmtrakt
    • in der Beckenhöhle
    • an Kopf und Hals
    • am Gallentrakt
  • Hinweis
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten

Dosierung

Basiseinheit: jede Durchstechflasche enthält 1000 mg Amoxicillin (als Natriumsalz) und 200 mg Clavulansäure (als Kaliumsalz)

  • Behandlung von Infektionen gemäß Indikation; perioperative Prophylaxe
    • individuell dosieren, angepasst an
      • erwartete Erreger und deren voraussichtliche Empfindlichkeit gegenüber antibakteriellen Wirkstoffen
      • Schwere und Ort der Infektion
      • Alter, Gewicht und Nierenfunktion des Patienten
    • Gebrauch von alternativen Amoxicillin/Clavulansäure-Formulierungen (z. B. solchen, die höhere Dosen an Amoxicillin und/oder unterschiedliche Verhältnisse von Amoxicillin zu Clavulansäure bieten) ggf. berücksichtigen
    • bei einer Anwendung wie unten beschrieben erhält man mit dieser Amoxicillin/Clavulansäure - i. v. Formulierung eine tägliche Gesamtdosis von bis zu 3000 mg Amoxicillin und 600 mg Clavulansäure
    • wenn eine höhere Dosis an Amoxicillin für nötig erachtet wird: alternative intravenöse Formulierung von Amoxicillin/Clavulansäure auswählen, um die Gabe unnötig hoher täglicher Dosen von Clavulansäure zu vermeiden
    • lokale Richtlinien für die angemessenen Dosierungshäufigkeiten von Amoxicillin/Clavulansäure beachten
    • Behandlungsdauer
      • bestimmt durch Ansprechen des Patienten
      • einige Infektionen (z.B. Osteomyelitis) erfordern längere Behandlungsdauer
      • ohne Überprüfung max. 14 Tage
    • Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
      • Behandlung von Infektionen
        • 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure alle 8 Stunden
      • perioperative Prophylaxe
        • Eingriffe < 1 Stunde: bei Narkoseeinleitung
          • 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure - 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
        • Eingriffe > 1 Stunde
          • bei Narkoseeinleitung
            • 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure - 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
            • mit bis zu 3 Dosen von 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure in 24 Stunden
        • bei der Operation eindeutig vorliegende klin. Anzeichen einer Infektion
          • postoperativ normaler i.v. oder oraler Behandlungszyklus erforderlich
    • Kinder (< 40 kg KG)
      • >= 3 Monate
        • 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG 1mal / 8 Stunden
      • < 3 Monate oder < 4 kg KG
        • 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG 1mal / 12 Stunden

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Dosisanpassungen basieren auf empfohlener Höchstkonzentration von Amoxicillin
    • Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung anpassen
    • Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.: keine Dosisanpassung erforderlich
    • Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
      • Kreatinin-Clearance: 10 - 30 ml / Min.
        • initial: 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
        • anschließend 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure 2mal / Tag
      • Kreatinin-Clearance: < 10 ml / Min.
        • initial: 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
        • anschließend 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure 1mal / 24 Stunden
      • Hämodialyse
        • initial: 1000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
        • anschließend 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure 1mal / 24 Stunden
        • zusätzlich 500 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure am Ende jeder Dialyse
    • Kinder (< 40 kg KG)
      • Kreatinin-Clearance: 10 - 30 ml / Min.
        • 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG / 1mal / 12 Stunden
      • Kreatinin-Clearance: < 10 ml / Min.
        • 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG / 1mal / 24 Stunden
      • Hämodialyse
        • 25 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG / 1mal / 24 Stunden
        • zusätzlich 12,5 mg Amoxicillin plus 2,5 mg Clavulansäure / kg KG am Ende jeder Dialyse
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Dosierung mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle der Leberfunktion

Kontraindikationen

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin, andere Penicilline oder Clavulansäure
  • schwere allergische Sofortreaktion (z.B. Anaphylaxie) gegen ein anderes Betalaktam-Antibiotikum (z.B. einem Cephalosporin, Carbapenem oder Monobactam) in der Krankheitsgeschichte
  • Gelbsucht / Leberfunktionsstörung in der Krankheitsgeschichte, die durch Amoxicillin / Clavulansäure hervorgerufen wurde

Nebenwirkungen

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • mukokutane Candidose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • übermäßiges Wachstum von unempfindlichen Organismen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • reversible Leukopenie (einschließlich Neutropenie)
      • Thrombozytopenie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • reversible Agranulozytose
      • Hämolytische Anämie
      • Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • angioneurotisches Ödem
      • Anaphylaxie
      • Überempfindlichkeit wie bei Serumkrankheit
      • allergische Vaskulitis
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Krampfanfälle
      • aseptische Meningitis
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kounis-Syndrom
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombophlebitis (an der Injektionsstelle)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Durchfall
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Magenverstimmung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Antibiotika-assoziierte Kolitis, einschl.
        • pseudomembranöse Kolitis
        • hämorrhagischer Kolitis
      • arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom
      • akute Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg von AST und/oder ALT
        • bei Patienten, die mit Betalaktam-Antibiotika behandelt wurden, wurde ein moderater Anstieg von AST und/oder ALT beschrieben, dessen Bedeutung allerdings unklar ist
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis (diese Ereignisse wurden bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
      • cholestatischer Ikterus (diese Ereignisse wurden bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • wenn eine entzündliche Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auftritt, sollte die Behandlung beendet werden
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • Pruritus
      • Hautausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythema multiforme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Toxische epidermale Nekrolyse
      • Bullöse exfoliative Dermatitis
      • Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • Lineare IgA-Erkrankung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Nephritis
      • Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)

Anwendungshinweise

  • langsame intravenöse Injektion über 3 - 4 Min. oder i.v. - Infusion über 30 - 40 Min.
  • nicht für die i.m. Anwendung geeignet
  • Kinder (< 3 Monate): Verabreichung ausschließlich als Infusion
  • Behandlung kann durch Anwendung einer i.v. Formulierung eingeleitet und durch eine geeignete orale Formulierung abgeschlossen werden
  • Hinweise zur Rekonstitution und weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Anwendung während der Stillzeit nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
  • Amoxicillin und Clavulansäure treten in die Muttermilch über
    • Durchfall und eine Pilzinfektion der Schleimhäute beim gestillten Säugling möglich, so dass eventuell abgestillt werden muss
    • Möglichkeit einer Sensibilisierung berücksichtigen
  • Clavulansäure
    • nichts über die Auswirkungen von Clavulansäure auf den gestillten Säugling bekannt

Schwangerschaftshinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Anwendung während der Schwangerschaft sollte vermieden werden, es sei denn, der behandelnde Arzt hält sie für unverzichtbar
  • begrenzte Daten beim Menschen zur Verwendung von Amoxicillin/Clavulansäure während der Schwangerschaft weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko von Geburtsfehlern hin
  • in einer einzigen Studie an Frauen mit vorzeitigem Blasensprung: prophylaktische Anwendung von Amoxicillin / Clavulansäure ging mit einem erhöhten Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis bei Neugeborenen einher
  • tierexperimentelle Studien
    • tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen

Warnhinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Hinweise
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten
  • vor Beginn einer Behandlung mit Amoxicillin/ Clavulansäure Patient sorgfältig nach früheren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline, Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika befragen
    • bei Patienten, die mit Penicillinen behandelt wurden, wurden schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktoide und schwerer kutaner Reaktionen) beschrieben
    • Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die einen Myokardinfarkt zur haben kann
    • Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline in der Vorgeschichte und atopische Personen tragen ein erhöhtes Risiko für solche Reaktionen
    • sollte es zu einer allergischen Reaktion kommen, muss die Therapie mit Amoxicillin/ Clavulansäure beendet und eine geeignete Alternativ-Therapie begonnen werden
  • Erreger
    • in Fällen, in denen eine Infektion nachweislich durch Amoxicillin-empfindliche Erreger verursacht wird, sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Richtlinien ein Wechsel von einer Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure zu einer Therapie mit Amoxicillin in Erwägung gezogen werden
    • Amoxicillin/Clavulansäure-Fomulierungen sind möglicherweise nicht für den Gebrauch geeignet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass die vermuteten Erreger eine Resistenz gegenüber Betalaktam-Antibiotika aufweisen, die nicht durch Betalaktamasen hervorgerufen wird, die empfindlich gegenüber einer Hemmung durch Clavulansäure sind
    • Penicillin-resistenter S. pneumoniae
      • zur Erfassung dieses Erregers ist eine Dosis von mind. 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg alle 12 Stunden notwendig
  • längerfristige Anwendung
    • während einer längerfristigen Behandlung sollte die Organfunktion, einschließlich Nieren-, Leber- und hämatopoetische Funktion, regelmäßig kontrolliert werden
  • Krampfanfälle
    • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Patienten, die hohe Dosen erhalten, können Krampfanfälle auftreten
  • Verdacht auf infektiöse Mononukleose
    • Amoxicillin/Clavulansäure sollte bei Verdacht auf eine infektiöse Mononukleose vermieden werden, da es bei der Anwendung von Amoxicillin bei dieser Erkrankung zu einem masernartigen Hautausschlag kommen kann
  • Allopurinol
    • gleichzeitige Anwendung von Allopurinol während einer Behandlung mit Amoxicillin kann die Wahrscheinlichkeit für allergische Hautreaktionen erhöhen
    • bei längerfristiger Anwendung kann es gelegentlich zu einem übermäßigen Wachstum von unempfindlichen Erregern kommen
  • akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
    • Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems, das mit Pustelbildung verbunden ist, zu Beginn der Behandlung kann ein Symptom eines AGEP sein
    • diese Reaktion erfordert ein Absetzen und ist eine Gegenanzeige für jegliche darauffolgende Gabe von Amoxicillin
  • Patienten mit bestehenden Leberfunktionsstörungen: nur mit Vorsicht behandeln
    • hepatische Ereignisse wurden vorwiegend bei männlichen Patienten und bei älteren Patienten beschrieben und können mit einer längerfristigen Behandlung einhergehen
    • wurden bei Kindern sehr selten beschrieben
    • in allen Populationen treten Anzeichen und Symptome in der Regel während oder kurz nach der Behandlung auf, in einigen Fällen aber auch erst mehrere Wochen nach Behandlungsende
    • in der Regel sind diese Ereignisse reversibel
    • hepatische Ereignisse können schwerwiegend sein, in sehr seltenen Fällen wurde über Todesfälle berichtet
    • betrafen fast immer Patienten mit schwerwiegender Grunderkrankung oder solche, die gleichzeitig Arzneimittel einnahmen, von denen bekannt ist, dass sie hepatische Nebenwirkungen verursachen können
  • Antibiotika-assoziierte Kolitis
    • bei fast allen Antibiotika, einschließlich Amoxicillin, Fälle von Antibiotika-assoziierter Kolitis beobachtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann
    • daher ist es wichtig, bei Patienten, bei denen es während oder nach Anwendung eines Antibiotikums zu Durchfall kommt, an diese Diagnose zu denken
    • Amoxicillin/Clavulansäure sofort absetzen, falls Antibiotika-assoziierte Kolitis auftritt; Arzt aufsuchen, angemessene Behandlung beginnen
      • Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind in diesem Fall kontraindiziert
  • arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES)
    • hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben
    • DIES ist eine allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens (1-4 Stunden nach der Anwendung des Arzneimittels) bei einem Fehlen von allergischen Haut- oder Atemwegssymptomen
      • weitere Symptome können Bauchschmerzen, Diarrhö, Hypotonie oder Leukozytose mit Neutrophilie sein
    • es sind schwere Fälle inklusive einer Progression bis hin zum Schock aufgetreten
  • Verlängerung der Prothrombinzeit
    • in seltenen Fällen Verlängerung der Prothrombinzeit beobachtet
    • bei gleichzeitiger Verordnung von Antikoagulanzien sind angemessene Kontrollen durchzuführen
    • möglicherweise muss die Dosis von oralen Antikoagulanzien angepasst werden, um den gewünschten Grad an Antikoagulation zu erzielen
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung anpassen
  • Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)
    • in sehr seltenen Fällen Kristallurie bei Patienten mit verminderter Harnausscheidung beobachtet
    • vorwiegend unter einer parenteralen Therapie
    • während der Anwendung hoher Amoxicillin-Dosen auf adäquate Flüssigkeitszufuhr und Harnausscheidung achten, um das Risiko für eine Amoxicillin-Kristallurie zu verringern
    • bei Patienten mit Blasenkatheter Durchgängigkeit des Katheters regelmäßig kontrollieren
  • Laboruntersuchungen
    • Glucose-Bestimmung im Urin
      • während der Behandlung mit Amoxicillin sollten stets enzymatische Methoden auf der Basis von Glucoseoxidasen verwendet werden, da nicht-enzymatische Methoden falsch-positive Ergebnisse ergeben können
    • Coombs-Test
      • Clavulansäure kann eine unspezifische Bindung von IgG und Albumin an die Erythrozytenmembran verursachen, was ein falschpositives Ergebnis im Coombs-Test zur Folge haben kann
    • Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Test
      • Bericht über positive Versuchsergebnisse bei Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben und bei denen anschließend festgestellt wurde, dass sie keine Aspergillus-Infektion hatten.
      • von Kreuzreaktionen mit Polysacchariden und Polyfuranosen von nicht-Aspergillus- Spezies unter Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests wurde berichtet
      • positive Ergebnisse bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten, sollten mit Vorsicht interpretiert werden und durch weitere diagnostische Methoden bestätigt werden