AMOXICLAV IBISQUS 2000mg/200mg Pul.z.Her.e.Inf.

Ibisqus GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amoxicillin/Clavulansäure →

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N1 10 ST 101,71 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern
    • schwere Infektionen von Hals, Nase und Ohr wie
      • Mastoiditis
      • Peritonsillarinfektionen
      • Epiglottitis und
      • Sinusitis mit einhergehenden schweren systemischen Anzeichen und Symptomen
    • akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis (nach adäquater Diagnosestellung)
    • ambulant erworbene Pneumonie
    • Urozystitis
    • Pyelonephritis
    • Haut- und Weichteilinfektionen, insbes.
      • Infektionen der unteren Hautschichten
      • Tierbisse
      • schwere dentale Abszesse mit sich lokal ausbreitender Infektion
    • Knochen- und Gelenkinfektionen, insbes.
      • Osteomyelitis
    • intraabdominelle Infektionen
    • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Prophylaxe von Infektionen im Zusammenhang mit größeren operativen Eingriffen bei Erwachsenen, wie solche
    • am Magen- und Darmtrakt
    • in der Beckenhöhle
    • an Kopf und Hals
    • am Gallentrakt
  • Hinweis
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten

Dosierung

Basiseinheit: Jede Durchstechflasche enthält 2000 mg Amoxicillin (als Natriumsalz) und 200 mg Clavulansäure (als Kaliumsalz)

  • Behandlung von Infektionen gemäß Indikation; perioperative Prophylaxe
    • individuell dosieren, angepasst an
      • erwartete Erreger und deren voraussichtliche Empfindlichkeit gegenüber antibakteriellen Wirkstoffen
      • Schwere und Ort der Infektion
      • Alter, Gewicht und Nierenfunktion des Patienten
    • Gebrauch von alternativen Amoxicillin/Clavulansäure-Formulierungen (z. B. solchen, die höhere Dosen an Amoxicillin und/oder unterschiedliche Verhältnisse von Amoxicillin zu Clavulansäure bieten) ggf. berücksichtigen
    • wenn eine höhere Dosis an Amoxicillin als mit diesem Präparat möglich für nötig erachtet wird, darf dies nicht durch eine Erhöhung der Dosis von Amoxicillin/Clavulansäure erreicht werden (unnötig hohe tägliche Dosen an Clavulansäure vermeiden)
    • lokale Richtlinien für die angemessenen Dosierungshäufigkeiten von Amoxicillin/Clavulansäure beachten
    • Behandlungsdauer
      • bestimmt durch Ansprechen des Patienten
      • einige Infektionen (z.B. Osteomyelitis) erfordern längere Behandlungsdauer
      • ohne Überprüfung max. 14 Tage
    • Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
      • Behandlung von Infektionen
        • 1000 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure 1mal / 8 - 12 Stunden
        • 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure 1mal / 12 Stunden
        • sehr schwere Infektionen
          • Dosiserhöhung bis max. 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure 1mal / 8 Stunden
      • perioperative Prophylaxe
        • Eingriffe < 1 Stunde: bei Narkoseeinleitung
          • 1000 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure - 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
        • Eingriffe > 1 Stunde
          • bei Narkoseeinleitung
            • 1000 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure - 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg Clavulansäure
            • mit bis zu 3 Dosen von 1000 mg Amoxicillin plus 100 mg Clavulansäure bzw. in 24 Stunden
        • bei der Operation eindeutig vorliegende klin. Anzeichen einer Infektion
          • postoperativ normaler i.v. oder oraler Behandlungszyklus erforderlich

Dosisanpassung

  • Kinder (< 40 kg KG)
    • >= 3 Monate
      • 50 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG 1mal / 8 Stunden
    • < 3 Monate oder < 4 kg KG
      • 50 mg Amoxicillin plus 5 mg Clavulansäure / kg KG 1mal / 12 Stunden
    • Eliminationshalbwertszeit von Amoxicillin ist bei kleinen Kindern im Alter von etwa 3 Monaten - 2 Jahren ähnlich wie diejenige bei älteren Kindern und Erwachsenen
    • für sehr kleine Kinder (einschließlich Frühgeborene) sollte der Abstand der Gaben in der ersten Lebenswoche eine zweimal tägliche Gabe nicht überschreiten, da die Elimination über die Niere noch nicht vollständig ausgebildet ist
  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • höhere Wahrscheinlichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion, daher Dosis mit Vorsicht wählen
    • Überwachung der Nierenfunktion kann ratsam sein
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Dosisanpassungen basieren auf empfohlener Höchstkonzentration von Amoxicillin
    • Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung anpassen
    • Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.: keine Dosisanpassung erforderlich
    • Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min: diese Formulierung für eine operative Prophylaxe nur dann verwenden, wenn es in 1 Infusion verwendet wird
    • Gesamt-Serumclearance von Amoxicillin/Clavulansäure nimmt proportional mit der Einschränkung der Nierenfunktion ab
    • die Abnahme der Arzneimittel-Clearance ist bei Amoxicillin ausgeprägter als bei Clavulansäure, da ein höherer Anteil von Amoxicillin über die Nieren ausgeschieden wird
    • daher muss die Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion eine übermäßige Akkumulation von Amoxicillin verhindern, während adäquate Konzentrationen an Clavulansäure erhalten bleiben müssen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Dosierung mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle der Leberfunktion

Kontraindikationen

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin, andere Penicilline oder Clavulansäure
  • schwere allergische Sofortreaktion (z.B. Anaphylaxie) gegen ein anderes Betalaktam-Antibiotikum (z.B. einem Cephalosporin, Carbapenem oder Monobactam) in der Krankheitsgeschichte
  • Gelbsucht / Leberfunktionsstörung in der Krankheitsgeschichte, die durch Amoxicillin / Clavulansäure hervorgerufen wurde

Nebenwirkungen

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • mukokutane Candidose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • übermäßiges Wachstum von unempfindlichen Organismen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • reversible Leukopenie (einschließlich Neutropenie)
      • Thrombozytopenie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • reversible Agranulozytose
      • Hämolytische Anämie
      • Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • angioneurotisches Ödem
      • Anaphylaxie
      • Überempfindlichkeit wie bei Serumkrankheit
      • allergische Vaskulitis
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Krampfanfälle
      • aseptische Meningitis
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kounis-Syndrom
  • Gefäßerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombophlebitis (an der Injektionsstelle)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Durchfall
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Magenverstimmung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Antibiotika-assoziierte Kolitis, einschl.
        • pseudomembranöse Kolitis
        • hämorrhagischer Kolitis
      • arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom
      • akute Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg von AST und/oder ALT
        • bei Patienten, die mit Betalaktam-Antibiotika behandelt wurden, wurde ein moderater Anstieg von AST und/oder ALT beschrieben, dessen Bedeutung allerdings unklar ist
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis (diese Ereignisse wurden bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
      • cholestatischer Ikterus (diese Ereignisse wurden bei anderen Penicillinen und Cephalosporinen beobachtet)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • wenn eine entzündliche Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auftritt, sollte die Behandlung beendet werden
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • Pruritus
      • Hautausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythema multiforme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Toxische epidermale Nekrolyse
      • Bullöse exfoliative Dermatitis
      • Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • Lineare IgA-Erkrankung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Nephritis
      • Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)

Anwendungshinweise

  • Verabreichung als i.v. - Infusion über 30 - 40 Min.
  • nicht für die i.m. Anwendung geeignet
  • Kinder (< 3 Monate): Verabreichung ausschließlich als Infusion
  • Behandlung kann durch Anwendung einer i.v. Formulierung eingeleitet und durch eine geeignete orale Formulierung abgeschlossen werden
  • Hinweise zur Rekonstitution und weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Anwendung während der Stillzeit nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
  • Amoxicillin und Clavulansäure treten in die Muttermilch über
    • Durchfall und eine Pilzinfektion der Schleimhäute beim gestillten Säugling möglich, so dass eventuell abgestillt werden muss
    • Möglichkeit einer Sensibilisierung berücksichtigen
  • Clavulansäure
    • nichts über die Auswirkungen von Clavulansäure auf den gestillten Säugling bekannt

Schwangerschaftshinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Anwendung während der Schwangerschaft sollte vermieden werden, es sei denn, der behandelnde Arzt hält sie für unverzichtbar
  • begrenzte Daten beim Menschen zur Verwendung von Amoxicillin/Clavulansäure während der Schwangerschaft weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko von Geburtsfehlern hin
  • in einer einzigen Studie an Frauen mit vorzeitigem Blasensprung: prophylaktische Anwendung von Amoxicillin / Clavulansäure ging mit einem erhöhten Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis bei Neugeborenen einher
  • tierexperimentelle Studien
    • tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen

Warnhinweise

Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren - invasiv

Amoxicillin und Clavulansäure

  • Hinweise
    • offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika beachten
  • vor Beginn einer Behandlung mit Amoxicillin/ Clavulansäure Patient sorgfältig nach früheren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline, Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika befragen
    • bei Patienten, die mit Penicillinen behandelt wurden, wurden schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktoide und schwerer kutaner Reaktionen) beschrieben
    • Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die einen Myokardinfarkt zur haben kann
    • Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline in der Vorgeschichte und atopische Personen tragen ein erhöhtes Risiko für solche Reaktionen
    • sollte es zu einer allergischen Reaktion kommen, muss die Therapie mit Amoxicillin/ Clavulansäure beendet und eine geeignete Alternativ-Therapie begonnen werden
  • Erreger
    • in Fällen, in denen eine Infektion nachweislich durch Amoxicillin-empfindliche Erreger verursacht wird, sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Richtlinien ein Wechsel von einer Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure zu einer Therapie mit Amoxicillin in Erwägung gezogen werden
    • Amoxicillin/Clavulansäure-Fomulierungen sind möglicherweise nicht für den Gebrauch geeignet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass die vermuteten Erreger eine Resistenz gegenüber Betalaktam-Antibiotika aufweisen, die nicht durch Betalaktamasen hervorgerufen wird, die empfindlich gegenüber einer Hemmung durch Clavulansäure sind
    • Penicillin-resistenter S. pneumoniae
      • zur Erfassung dieses Erregers ist eine Dosis von mind. 2000 mg Amoxicillin plus 200 mg alle 12 Stunden notwendig
  • längerfristige Anwendung
    • während einer längerfristigen Behandlung sollte die Organfunktion, einschließlich Nieren-, Leber- und hämatopoetische Funktion, regelmäßig kontrolliert werden
  • Krampfanfälle
    • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Patienten, die hohe Dosen erhalten, können Krampfanfälle auftreten
  • Verdacht auf infektiöse Mononukleose
    • Amoxicillin/Clavulansäure sollte bei Verdacht auf eine infektiöse Mononukleose vermieden werden, da es bei der Anwendung von Amoxicillin bei dieser Erkrankung zu einem masernartigen Hautausschlag kommen kann
  • Allopurinol
    • gleichzeitige Anwendung von Allopurinol während einer Behandlung mit Amoxicillin kann die Wahrscheinlichkeit für allergische Hautreaktionen erhöhen
    • bei längerfristiger Anwendung kann es gelegentlich zu einem übermäßigen Wachstum von unempfindlichen Erregern kommen
  • akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
    • Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems, das mit Pustelbildung verbunden ist, zu Beginn der Behandlung kann ein Symptom eines AGEP sein
    • diese Reaktion erfordert ein Absetzen und ist eine Gegenanzeige für jegliche darauffolgende Gabe von Amoxicillin
  • Patienten mit bestehenden Leberfunktionsstörungen: nur mit Vorsicht behandeln
    • hepatische Ereignisse wurden vorwiegend bei männlichen Patienten und bei älteren Patienten beschrieben und können mit einer längerfristigen Behandlung einhergehen
    • wurden bei Kindern sehr selten beschrieben
    • in allen Populationen treten Anzeichen und Symptome in der Regel während oder kurz nach der Behandlung auf, in einigen Fällen aber auch erst mehrere Wochen nach Behandlungsende
    • in der Regel sind diese Ereignisse reversibel
    • hepatische Ereignisse können schwerwiegend sein, in sehr seltenen Fällen wurde über Todesfälle berichtet
    • betrafen fast immer Patienten mit schwerwiegender Grunderkrankung oder solche, die gleichzeitig Arzneimittel einnahmen, von denen bekannt ist, dass sie hepatische Nebenwirkungen verursachen können
  • Antibiotika-assoziierte Kolitis
    • bei fast allen Antibiotika, einschließlich Amoxicillin, Fälle von Antibiotika-assoziierter Kolitis beobachtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann
    • daher ist es wichtig, bei Patienten, bei denen es während oder nach Anwendung eines Antibiotikums zu Durchfall kommt, an diese Diagnose zu denken
    • Amoxicillin/Clavulansäure sofort absetzen, falls Antibiotika-assoziierte Kolitis auftritt; Arzt aufsuchen, angemessene Behandlung beginnen
      • Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind in diesem Fall kontraindiziert
  • arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES)
    • hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben
    • DIES ist eine allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens (1-4 Stunden nach der Anwendung des Arzneimittels) bei einem Fehlen von allergischen Haut- oder Atemwegssymptomen
      • weitere Symptome können Bauchschmerzen, Diarrhö, Hypotonie oder Leukozytose mit Neutrophilie sein
    • es sind schwere Fälle inklusive einer Progression bis hin zum Schock aufgetreten
  • Verlängerung der Prothrombinzeit
    • in seltenen Fällen Verlängerung der Prothrombinzeit beobachtet
    • bei gleichzeitiger Verordnung von Antikoagulanzien sind angemessene Kontrollen durchzuführen
    • möglicherweise muss die Dosis von oralen Antikoagulanzien angepasst werden, um den gewünschten Grad an Antikoagulation zu erzielen
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung anpassen
  • Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung)
    • in sehr seltenen Fällen Kristallurie bei Patienten mit verminderter Harnausscheidung beobachtet
    • vorwiegend unter einer parenteralen Therapie
    • während der Anwendung hoher Amoxicillin-Dosen auf adäquate Flüssigkeitszufuhr und Harnausscheidung achten, um das Risiko für eine Amoxicillin-Kristallurie zu verringern
    • bei Patienten mit Blasenkatheter Durchgängigkeit des Katheters regelmäßig kontrollieren
  • Laboruntersuchungen
    • Glucose-Bestimmung im Urin
      • während der Behandlung mit Amoxicillin sollten stets enzymatische Methoden auf der Basis von Glucoseoxidasen verwendet werden, da nicht-enzymatische Methoden falsch-positive Ergebnisse ergeben können
    • Coombs-Test
      • Clavulansäure kann eine unspezifische Bindung von IgG und Albumin an die Erythrozytenmembran verursachen, was ein falschpositives Ergebnis im Coombs-Test zur Folge haben kann
    • Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Test
      • Bericht über positive Versuchsergebnisse bei Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben und bei denen anschließend festgestellt wurde, dass sie keine Aspergillus-Infektion hatten.
      • von Kreuzreaktionen mit Polysacchariden und Polyfuranosen von nicht-Aspergillus- Spezies unter Verwendung des Bio-Rad Laboratories Platelia Aspergillus EIA-Tests wurde berichtet
      • positive Ergebnisse bei Patienten, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten, sollten mit Vorsicht interpretiert werden und durch weitere diagnostische Methoden bestätigt werden