Ampicillin Eberth 500 mg Pul.z.Hers.e.Inj.-Inf.Lsg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 26,51 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
Erwachsene, Jugendliche und Kinder
- Akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis
- Pyelonephritis
- Bakterielle Meningitis
- Ambulant erworbene Pneumonie, wenn Penicillin G nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat oder aus anderen Gründen ungeeignet ist
- intraabdominale Infektionen
- Bakteriämie, die in Verbindung mit einer der oben aufgeführten Infektionen auftritt oder bei der ein Zusammenhang vermutet wird
- Behandlung und Prophylaxe einer Endokarditis
- HInweis: offizielle Leitlinien zur angemessenen Anwendung von antibakteriellen Arzneimitteln berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: jede Durchstechflasche enthält Ampicillin-Natrium, entsprechend 500 mg Ampicillin
- Behandlung von Infektionen
- Höhe der Dosis abhängig von
- Alter, Gewicht und Nierenfunktion des Patienten
- Schweregrad
- Ort der Infektion
- den vermuteten oder identifizierten pathogenen Mikroorganismus
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- intramuskuläre Injektion: 500 mg 4mal / Tag
- intravenöse Injektion: 500 mg - 2 g 4 - 6mal / Tag
- intravenöse Dauerinfusion: 6 - 12 g / Tag
- intravenöse Kurzinfusion: 2 g 4 - 6mal / Tag
- Prophylaxe einer Endokarditis: 2 g i.v. als Einzeldosis 30 - 60 Minuten vor dem chirurgischen Eingriff
- Kinder und Jugendliche (bis 12 Jahre)
- intravenöse Injektion oder Infusion
- Neugeborene (< 7 Tage)
- 30 mg / kg alle 12 Stunden
- bei schweren Infektionen, optional, Dosis verdoppeln
- Neugeborene (7 - 21 Tage)
- 30 mg/kg alle 8 Stunden
- bei schweren Infektionen, optional, Dosis verdoppeln
- Neugeborene (21 - 28 Tage)
- 30 mg/kg alle 6 Stunden
- bei schweren Infektionen, optional, Dosis verdoppeln
- Kinder (1 Monat - 12 Jahre)
- 25 mg / kg (max. 1 g) alle 6 Stunden
- bei schweren Infektionen, optional, Dosis verdoppeln auf 50 mg / kg (max. 2 g)
- offizielle Behandlungsrichtlinien für jede Indikation berücksichtigen
- Neugeborene (< 7 Tage)
- bakterielle Meningitis
- optional, bei Bedarf, Dosiserhöhung der intravenöse Dosierung: 400 mg / kg KG / Tag
- Endokarditis-Prophylaxe: 50 mg / kg i.v. als Einzeldosis 30 - 60 Min. vor dem chirurgischen Eingriff
- intravenöse Injektion oder Infusion
- Therapeutische Überwachung
- bei Langzeitbehandlung (> 2 - 3 Wochen): Überwachung der Leber- und Nierenfunktion und des Blutbildes
- akute bakterielle Meningitis, die durch Listeria monocytogenes verursacht wird, und bei neonataler Bakteriämie
- Gabe von Ampicillin in Kombination mit anderen antibakteriellen Wirkstoffen
- intraabdominelle Infektionen
- Gabe von Ampicillin in Kombination mit anderen geeigneten antibakteriellen Wirkstoffen, wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass anaerobeErreger und / oder Gram-negative Erreger zum Infektionsprozess beitragen
- die parenterale Anwendung kann mit oral angewendetem Ampicillin fortgesetzt werden, wenn sich der klinische Zustand des Patienten verbessert
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Kreatinin-Clearance (CrCl) >/= 30 ml / Min
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Nierenfunktionsstörung mit einer glomerulären Filtrationsrate </= 30 ml / Min
- Dosisreduktion, wegen Akkumulation von Ampicillin
- Kreatinin-Clearance 20 - 30 ml / Min: Dosisreduktion der normalen Dosis auf 2/3
- Kreatinin-Clearance < 20 ml / Min: Dosisreduktion der normalen Dosis auf 1/3
- Maximaldosis, generell: 1 g Ampicillin alle 8 Stunden
- Dosisreduktion, wegen Akkumulation von Ampicillin
- Kreatinin-Clearance (CrCl) >/= 30 ml / Min
- Anwendungsdauer
- je nach Krankheitsverlauf
- in der Regel 7 - 10 Tage
- nach Abklingen der Krankheitszeichen jedoch noch mind. 2 - 3 Tage
- Behandlung von Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken
- mind. 10 Tage, um Spätkomplikationen (z. B. rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis) vorzubeugen
- Höhe der Dosis abhängig von
Kontraindikationen
Ampicillin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ampicillin oder Penicillin
- Gefahr eines anaphylaktischen Schocks
Nebenwirkungen
Ampicillin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien
- insbesondere bei verlängerter und / oder wiederholter Anwendung
- Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eosinophilie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- reversible Myelosuppression und Blutbildveränderungen in Form von
- Granulozytopenie
- Thrombozytopenie
- Anämie
- Panzytopenie
- reversible Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
- reversible Myelosuppression und Blutbildveränderungen in Form von
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautreaktionen, die sich in Form von Pruritus, Rash, Exanthem und Juckreiz zeigen
- unmittelbares Auftreten einer urtikariellen Reaktion zeigt wahrscheinlich eine Penicillin-Allergie an, die Therapie sollte dann unterbrochen werden und entsprechende medizinische Maßnahmen sind einzuleiten
- bezüglich der künftigen Anwendung von Beta- Lactam-Antibiotika sollte ärztlicher Rat eingeholt werden
- Hautreaktionen, die sich in Form von Pruritus, Rash, Exanthem und Juckreiz zeigen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- typischer, masernartiger Ausschlag; einige (5 bis 11) Tage nach Behandlungsbeginn
- Exantheme und Enantheme in der Mundregion
- Inzidenz von Exanthemen bei Patienten mit infektiöser Mononukleose oder lymphatischer Leukämie höher
- Mundtrockenheit und Störungen des Geschmackssinnes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- schwerwiegendere allergische Reaktionen wie
- Serumkrankheit
- Arzneimittelfieber
- angioneurotisches Ödem
- Larynxödem
- hämolytische Anämie
- allergische Vaskulitis
- Nephritis
- schwere allergische, z.T. blasenbildende Hautreaktionen
- exfoliative Dermatitis
- Lyell-Syndrom
- Erythema exsudativum multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- schwerwiegendere allergische Reaktionen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Myoklonien
- Krampfanfälle (bei Niereninsuffizienz oder bei sehr hohen Dosen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- folgende Nebenwirkungen meist leichter Natur, klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab:
- Magenschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Meteorismus
- weiche Stühle
- Durchfall
- folgende Nebenwirkungen meist leichter Natur, klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab:
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pseudomembranöse Kolitis (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg von Transaminasen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cholestase und hepatische Cholestase (diese Nebenwirkung ist verbunden mit der Anwendung von Ampicillin und/oder Sulbactam/Ampicillin bei i.m./i.v. Verabreichung).
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute interstitielle Nephritis
- Kristallurie bei hoch dosierter intravenöser Gabe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Nierenversagen mit Ausscheidung von Harnkristallen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwellungen und Schmerzen an der Injektionsstelle nach intramuskulärer Injektion
- lokalisierte Venenentzündung möglich bei intravenöser Verabreichung bei hochdosierter Therapie über einen längeren Zeitraum
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- zur intramuskulären und intravenösen Anwendung
- intramuskuläre oder intravenöse Injektion oder als Kurz- oder Dauerinfusion
- bei intramuskulärer Injektion die übliche Grenze des Injektionsvolumens einhalten
- langsame intravenöse Injektion über 5 - 10 Min., schnelle Anwendung kann Krämpfe verursachen
- intravenöse Infusion über 20 - 30 Min.
- zur Dauerinfusion nach Möglichkeit eine Infusionspumpe verwenden
- weitere Anweisungen zur Rekonstitution / Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Ampicillin - invasiv
- Ampicillin darf nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung während der Stillzeit angewendet werden
- Ampicillin geht in die Muttermilch über
- beim gestillten Säugling können deshalb Durchfälle und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute auftreten, so dass unter Umständen abgestillt werden muss
- Möglichkeit einer Sensibilisierung beachten
Schwangerschaftshinweise
Ampicillin - invasiv
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- Daten über begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Ampicillin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- bei Anwendung in der Schwangerschaft beachten, dass die Ampicillin-Konzentration im Plasma um bis zu 50% erniedrigt sein kann
Warnhinweise
Ampicillin - invasiv
- allergische Reaktionen
- bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft Risiko für schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht, weshalb Ampicillin in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden sollte
- Kreuzallergie mit anderen Beta-Lactam-Antibiotika (u.a. Cephalosporine) möglich
- zwischen Pilzen und Ampicillin kann Antigengemeinschaft bestehen, so dass bei vorbestehender Mykose auch nach erstmaliger Ampicillin-Gabe allergische Reaktionen auftreten können
- bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)
- bei Hinweisen auf schwere Überempfindlichkeitsreaktionen ist Behandlung abzubrechen und es sind ärztliche Maßnahmen zu ergreifen
- Behandlung mit Ampicillin sofort abbrechen und erforderliche Notfallmaßnahmen einleiten
- Infektiöse Mononukleose, chronische lymphatische Leukämie
- bei viralen Infektionen, insbesondere mit Mononucleosis infectiosa sowie bei lymphatischer Leukämie, sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nur mit Vorsicht mit Ampicillin behandelt werden, da das Risiko erythematöser Hautreaktionen erhöht ist
- Pseudomembranöse Kolitis
- bei Hinweisen auf pseudomembranöse Kolitis ist die Behandlung abzubrechen und es sind ärztliche Maßnahmen zu ergreifen
- Arzt muss Beendigung der Therapie mit Ampicillin in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort angemessene Behandlung einleiten
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht eingenommen oder verabreicht werden
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung erforderlich
- Einfluss auf labordiagnostische Untersuchungen
- nicht-enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falschpositives Resultat ergeben
- Urobilinogen-Nachweis kann gestört sein
- bei Schwangeren, die mit Ampicillin therapiert wurden, wurden vorübergehend erniedrigte Plasmakonzentrationen von Estradiol und seinen Konjugaten diagnostiziert
- zentralnervöse Erregungszustände, Myoklonien oder Krämpfen
- Ampicillin abgesetzen und eine angemessene Behandlung einleiten