Ampicillin-MIP 1 g Pulv.z.Herst.e.Inj.-/Inf.Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 39,52 € |
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Indikation
- in allen Altersgruppen zur Behandlung der folgenden Infektionen indiziert, die durch Ampicillin-empfindliche gramnegative und grampositive Erreger verursacht werden
- Infektionen oder Mischinfektionen der oberen Atemwege und des HNO-Bereichs: akute Sinusitis (fachgerecht diagnostiziert), akute Otitis media
- Infektionen der unteren Atemwege: akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis
- Ambulant erworbene Pneumonie
- Weichteilinfektionen: Wundinfektionen, Infektionen nach Tierbissen
- Infektionen des Urogenitaltrakts: akute und chronische Pyelonephritis, Pyelitis, Zystitis, Urethritis
- Infektionen der weiblichen Genitalien und des kleinen Beckens: fieberhafter Abort, Salpingitis, Endo- und Parametritis, Beckenperitonitis, Wochenbettfieber
- Infektionen des Gastrointestinaltraktes: Salmonellose, Shigellose, Typhus, Paratyphus; auch Therapie von Salmonellen-Dauerausscheidern
- Infektionen der Gallenwege: Cholangiolitis, Cholangitis, Cholezystitis
- Akute und latente Listeriose, Leptospirose (mögliche gleichzeitige Anwendung mit Gentamicin), Listerienmeningitis (gleichzeitige Anwendung mit Chloramphenicol)
- Endokarditis (Koadministration mit Aminoglykosiden)
- Bakteriämie, die im Zusammenhang mit einer der oben aufgeführten Infektionen auftritt oder bei der ein Zusammenhang damit vermutet wird
- Endokarditisprophylaxe bei Risikopatienten
- Hinweis: allgemein anerkannte Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 1 g Ampicillin (als Ampicillin-Natrium)
- Behandlung der folgenden Infektionen indiziert, die durch Ampicillin-empfindliche gramnegative und grampositive Erreger verursacht werden
- Höhe der Dosis abhängig von
- Alter
- Körpergewicht
- Nierenfunktion des Patienten
- Schweregrad und dem Ort der Infektion
- dem vermuteten oder nachgewiesenen Erreger
- Allgemeine Dosierungsempfehlungen für Ampicillin
- Erwachsene und Jugendliche: 2 - 6 g Ampicillin / Tag
- Kinder und Kleinkinder (1 Monat - 12 Jahre): 25 - 50 mg Ampicillin / kg KG alle 6 Stunden
- Neugeborene < 7 Tage: 30 - 60 mg Ampicillin / kg KG alle 12 Stunden
- Neugeborene 7 - 21 Tage: 30 - 60 mg Ampicillin / kg KG alle 8 Stunden
- Neugeborene 21 - 28 Tage: 30 - 60 mg Ampicillin / kg KG alle 6 Stunden
- Dosierungsempfehlungen bei Listerienmeningitis und anderen schweren Infektionen
- Erwachsene und Jugendliche: 8 - 16 g / Tag intravenös als Kurzinfusion
- Kinder und Kleinkinder (1 Monat - 12 Jahre): 50 mg / kg KG alle 4 - 6 Stunden (max. 2 g alle 4 Stunden)
- Neugeborene < 7 Tage: 100 mg Ampicillin / kg KG alle 12 Stunden
- Neugeborene 7 - 21 Tage: 100 mg Ampicillin / kg KG alle 8 StundenNeugeborene 21 - 28 Tage 100 mg Ampicillin / kg KG alle 6 Stunden
- bei Meningitis:
- Wiederherstellung der Blut-Hirn-Schranke nach Besserung berücksichtigen
- Dosis dementsprechend nicht reduzieren
- Infektionen mit hochempfindlichen Bakterien oder an Infektionsorten, an denen hohe Wirkstoffkonzentrationen erzielt werden
- Therapie mit Tagesdosen, die im unteren Bereich der oben aufgeführten Dosierungsempfehlungen liegen
- Tagesdosis wird auf 2 - 4 Anwendungen aufgeteilt
- Mindestdosis von 1 g/Tag bei Erwachsenen nicht unterschreiten
- nach Eintritt einer klinischen Besserung: ggf. Umstellung auf orale Aminopenicilline
- Dosierungsempfehlungen bei eingeschränkter Nierenfunktion und Neugeborenen
- schwere Niereninsuffizienz oder bei Früh- und Neugeborenen
- Dosis oder Dosierungsintervall der verminderten renalen Ausscheidung anpassen
- generell sollte bei schwerer Niereninsuffizienz eine Dosis von 1 g Ampicillin pro 8 Stunden nicht überschritten werden
- Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min: Dosierungsintervall bis auf 12 - 15 Stunden erhöhen
- Kreatinin-Clearance > 30 ml / min bzw. Serumkreatinin 2,0 mg / dl: normale Dosis
- Kreatinin-Clearance 30 - 20 ml / min bzw. Serumkreatinin 2 - 4 mg / dl: 2/3 der normalen Dosis
- Kreatinin-Clearance < 20 ml / min bzw. Serumkreatinin > 4 mg / dl: 1/3 der normalen Dosis
- schwere Niereninsuffizienz oder bei Früh- und Neugeborenen
- Dauer der Anwendung
- Infektionen des Urogenitaltrakts: 4 - 10 Tage
- Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken: mind. 10 Tage
- Pneumonie: 10 - 14 Tage
- Typhus: 14 Tage
- Endokarditis: 4 - 6 Wochen
- andere Infektionen: 48 Stunden nach Abklingen der Krankheitszeichen oder 7 Tage nach Entfieberung und klinischer Besserung
- Höhe der Dosis abhängig von
Kontraindikationen
Ampicillin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ampicillin oder Penicillin
- Gefahr eines anaphylaktischen Schocks
Nebenwirkungen
Ampicillin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien
- insbesondere bei verlängerter und / oder wiederholter Anwendung
- Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eosinophilie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- reversible Myelosuppression und Blutbildveränderungen in Form von
- Granulozytopenie
- Thrombozytopenie
- Anämie
- Panzytopenie
- reversible Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
- reversible Myelosuppression und Blutbildveränderungen in Form von
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautreaktionen, die sich in Form von Pruritus, Rash, Exanthem und Juckreiz zeigen
- unmittelbares Auftreten einer urtikariellen Reaktion zeigt wahrscheinlich eine Penicillin-Allergie an, die Therapie sollte dann unterbrochen werden und entsprechende medizinische Maßnahmen sind einzuleiten
- bezüglich der künftigen Anwendung von Beta- Lactam-Antibiotika sollte ärztlicher Rat eingeholt werden
- Hautreaktionen, die sich in Form von Pruritus, Rash, Exanthem und Juckreiz zeigen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- typischer, masernartiger Ausschlag; einige (5 bis 11) Tage nach Behandlungsbeginn
- Exantheme und Enantheme in der Mundregion
- Inzidenz von Exanthemen bei Patienten mit infektiöser Mononukleose oder lymphatischer Leukämie höher
- Mundtrockenheit und Störungen des Geschmackssinnes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- schwerwiegendere allergische Reaktionen wie
- Serumkrankheit
- Arzneimittelfieber
- angioneurotisches Ödem
- Larynxödem
- hämolytische Anämie
- allergische Vaskulitis
- Nephritis
- schwere allergische, z.T. blasenbildende Hautreaktionen
- exfoliative Dermatitis
- Lyell-Syndrom
- Erythema exsudativum multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- schwerwiegendere allergische Reaktionen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Myoklonien
- Krampfanfälle (bei Niereninsuffizienz oder bei sehr hohen Dosen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- folgende Nebenwirkungen meist leichter Natur, klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab:
- Magenschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Meteorismus
- weiche Stühle
- Durchfall
- folgende Nebenwirkungen meist leichter Natur, klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab:
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pseudomembranöse Kolitis (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg von Transaminasen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cholestase und hepatische Cholestase (diese Nebenwirkung ist verbunden mit der Anwendung von Ampicillin und/oder Sulbactam/Ampicillin bei i.m./i.v. Verabreichung).
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute interstitielle Nephritis
- Kristallurie bei hoch dosierter intravenöser Gabe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Nierenversagen mit Ausscheidung von Harnkristallen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwellungen und Schmerzen an der Injektionsstelle nach intramuskulärer Injektion
- lokalisierte Venenentzündung möglich bei intravenöser Verabreichung bei hochdosierter Therapie über einen längeren Zeitraum
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- zur intramuskulären oder intravenösen Anwendung nach Rekonstitution/Verdünnung.
- Anwendung durch intravenöse Injektion oder Infusion oder mittels tiefer intramuskulärer Injektion
- intramuskuläre Anwendung nur in Betracht ziehen, wenn die intravenöse Anwendung nicht möglich oder für den Patienten weniger geeignet ist
- intramuskuläre Injektionen
- tief in einen großen Muskel
- aufgrund des Volumens der rekonstituierten Lösung max. 500 mg (entsprechend 3 ml) an einer Stelle auf einer Seite injizieren
- intravenöse Injektionen: langsam über einen Zeitraum von 3 - 5 Min.
- Infusionen: Infusionsdauer zwischen 15 und 20 Min.
- Hinweise zur Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Ampicillin - invasiv
- Ampicillin darf nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung während der Stillzeit angewendet werden
- Ampicillin geht in die Muttermilch über
- beim gestillten Säugling können deshalb Durchfälle und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute auftreten, so dass unter Umständen abgestillt werden muss
- Möglichkeit einer Sensibilisierung beachten
Schwangerschaftshinweise
Ampicillin - invasiv
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- Daten über begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Ampicillin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- bei Anwendung in der Schwangerschaft beachten, dass die Ampicillin-Konzentration im Plasma um bis zu 50% erniedrigt sein kann
Warnhinweise
Ampicillin - invasiv
- allergische Reaktionen
- bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft Risiko für schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht, weshalb Ampicillin in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden sollte
- Kreuzallergie mit anderen Beta-Lactam-Antibiotika (u.a. Cephalosporine) möglich
- zwischen Pilzen und Ampicillin kann Antigengemeinschaft bestehen, so dass bei vorbestehender Mykose auch nach erstmaliger Ampicillin-Gabe allergische Reaktionen auftreten können
- bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)
- bei Hinweisen auf schwere Überempfindlichkeitsreaktionen ist Behandlung abzubrechen und es sind ärztliche Maßnahmen zu ergreifen
- Behandlung mit Ampicillin sofort abbrechen und erforderliche Notfallmaßnahmen einleiten
- Infektiöse Mononukleose, chronische lymphatische Leukämie
- bei viralen Infektionen, insbesondere mit Mononucleosis infectiosa sowie bei lymphatischer Leukämie, sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nur mit Vorsicht mit Ampicillin behandelt werden, da das Risiko erythematöser Hautreaktionen erhöht ist
- Pseudomembranöse Kolitis
- bei Hinweisen auf pseudomembranöse Kolitis ist die Behandlung abzubrechen und es sind ärztliche Maßnahmen zu ergreifen
- Arzt muss Beendigung der Therapie mit Ampicillin in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort angemessene Behandlung einleiten
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht eingenommen oder verabreicht werden
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung erforderlich
- Einfluss auf labordiagnostische Untersuchungen
- nicht-enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falschpositives Resultat ergeben
- Urobilinogen-Nachweis kann gestört sein
- bei Schwangeren, die mit Ampicillin therapiert wurden, wurden vorübergehend erniedrigte Plasmakonzentrationen von Estradiol und seinen Konjugaten diagnostiziert
- zentralnervöse Erregungszustände, Myoklonien oder Krämpfen
- Ampicillin abgesetzen und eine angemessene Behandlung einleiten