Ampicillin-ratiopharm 1.0 Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 39,52 € |
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Indikation
- Behandlung von durch Ampicillin-empfindliche Erreger verursachte Infektionen
- des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
- der unteren Atemwege
- der Nieren
- der ableitenden Harnwege
- der Geschlechtsorgane
- der Gallenblase
- der Gallenwege
- des MagenMagen-Darm-Traktes
- der Haut und Weichteile
- im Bereich der Augen
- Listeriose
- Meningitis, Endokarditis, Sepsis und Osteomyelitis, besonders bei Ampicillin-empfindlichen Haemophilus influenzae, Enterokokken und Listerien, ggf. in Kombination mit einem weiteren geeigneten Antibiotikum
- Hinweis
- Berücksichtigung der allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen
Dosierung
Basiseinheit: 10 ml gebrauchsfertige 10%ige Lösung enthalten 1,063 g Ampicillin-Natrium (entsprechend 1,0 g Ampicillin und 2,86 mmol Natrium)
- Behandlung von durch Ampicillin-empfindliche Erreger verursachte Infektionen
- Höhe der Dosis abhängig von Alter, Gewicht und Nierenfunktion des Patienten, vom Schweregrad und Ort der Infektion sowie von vermuteten oder nachgewiesenen Erregern
- Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>= 6 Jahre)
- Tagesdosis: 1,5 - 6 g Ampicillin
- Dosissteigerung bis zu 15 g Ampicillin / Tag und darüber möglich
- Kinder (< 6 Jahre)
- Tagesdosis: 100 mg Ampicillin / kg KG
- in Ausnahmefällen und bei Meningitits: 200 - 400 mg Ampicillin / kg KG
- Tagesdosis: 100 mg Ampicillin / kg KG
- Dosisintervall
- 2mal / Tag in 12stündigen Abständen
- 3mal / Tag in 8stündigen Abständen
- 4mal / Tag in 6stündigen Abständen
- Behandlungsdauer
- abhängig vom Krankheitsverlauf
- i.d.R. 7 - 10 Tage
- mind. für 2 - 3 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen
- Behandlung von Infektionen mit betahämolysierenden Streptokokken
- mind. 10 Tage (Vorbeugung von Spätkomplikationen)
- stark eingeschränkte Nierenfunktion (GFR <= 30 ml / Min.)
- Dosisreduktion empfohlen
- Kreatinin-Clearance: 20 - 30 ml / Min.
- Reduktion der Normdosis auf 2/3
- Kreatinin-Clearance < 20 ml / Min.
- Reduktion der Normdosis auf 1/3
- max. Dosis: 1 g Ampicillin / 8 Stunden
- Schwangerschaft
- bis zu 50%ige Erniedrigung der Ampicillin-Konzentration im Plasma
Kontraindikationen
Ampicillin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ampicillin oder Penicillin
- Gefahr eines anaphylaktischen Schocks
Nebenwirkungen
Ampicillin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien
- insbesondere bei verlängerter und / oder wiederholter Anwendung
- Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eosinophilie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- reversible Myelosuppression und Blutbildveränderungen in Form von
- Granulozytopenie
- Thrombozytopenie
- Anämie
- Panzytopenie
- reversible Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
- reversible Myelosuppression und Blutbildveränderungen in Form von
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautreaktionen, die sich in Form von Pruritus, Rash, Exanthem und Juckreiz zeigen
- unmittelbares Auftreten einer urtikariellen Reaktion zeigt wahrscheinlich eine Penicillin-Allergie an, die Therapie sollte dann unterbrochen werden und entsprechende medizinische Maßnahmen sind einzuleiten
- bezüglich der künftigen Anwendung von Beta- Lactam-Antibiotika sollte ärztlicher Rat eingeholt werden
- Hautreaktionen, die sich in Form von Pruritus, Rash, Exanthem und Juckreiz zeigen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- typischer, masernartiger Ausschlag; einige (5 bis 11) Tage nach Behandlungsbeginn
- Exantheme und Enantheme in der Mundregion
- Inzidenz von Exanthemen bei Patienten mit infektiöser Mononukleose oder lymphatischer Leukämie höher
- Mundtrockenheit und Störungen des Geschmackssinnes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- schwerwiegendere allergische Reaktionen wie
- Serumkrankheit
- Arzneimittelfieber
- angioneurotisches Ödem
- Larynxödem
- hämolytische Anämie
- allergische Vaskulitis
- Nephritis
- schwere allergische, z.T. blasenbildende Hautreaktionen
- exfoliative Dermatitis
- Lyell-Syndrom
- Erythema exsudativum multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- schwerwiegendere allergische Reaktionen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Myoklonien
- Krampfanfälle (bei Niereninsuffizienz oder bei sehr hohen Dosen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- folgende Nebenwirkungen meist leichter Natur, klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab:
- Magenschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Meteorismus
- weiche Stühle
- Durchfall
- folgende Nebenwirkungen meist leichter Natur, klingen häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie ab:
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pseudomembranöse Kolitis (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg von Transaminasen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cholestase und hepatische Cholestase (diese Nebenwirkung ist verbunden mit der Anwendung von Ampicillin und/oder Sulbactam/Ampicillin bei i.m./i.v. Verabreichung).
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute interstitielle Nephritis
- Kristallurie bei hoch dosierter intravenöser Gabe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Nierenversagen mit Ausscheidung von Harnkristallen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwellungen und Schmerzen an der Injektionsstelle nach intramuskulärer Injektion
- lokalisierte Venenentzündung möglich bei intravenöser Verabreichung bei hochdosierter Therapie über einen längeren Zeitraum
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Hinweise zur Rekonstitution der Arzneimittel vor der Anwendung: siehe Fachinformation
- Verabreichung als 10%ige Lösung als
- i.m. oder i.v. Injektion
- Kurzinfusion
- Dauertropfinfusion
- Injektionszeit der i.v. Injektion: mind. 3 Min. / 1 g Ampicillin
- bei i.m. Applikation übliche Grenze des Injektionsvolumens beachten
Stillzeithinweise
Ampicillin - invasiv
- Ampicillin darf nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung während der Stillzeit angewendet werden
- Ampicillin geht in die Muttermilch über
- beim gestillten Säugling können deshalb Durchfälle und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute auftreten, so dass unter Umständen abgestillt werden muss
- Möglichkeit einer Sensibilisierung beachten
Schwangerschaftshinweise
Ampicillin - invasiv
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- Daten über begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Ampicillin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen
- bisher keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
- bei Anwendung in der Schwangerschaft beachten, dass die Ampicillin-Konzentration im Plasma um bis zu 50% erniedrigt sein kann
Warnhinweise
Ampicillin - invasiv
- allergische Reaktionen
- bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft Risiko für schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht, weshalb Ampicillin in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden sollte
- Kreuzallergie mit anderen Beta-Lactam-Antibiotika (u.a. Cephalosporine) möglich
- zwischen Pilzen und Ampicillin kann Antigengemeinschaft bestehen, so dass bei vorbestehender Mykose auch nach erstmaliger Ampicillin-Gabe allergische Reaktionen auftreten können
- bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)
- bei Hinweisen auf schwere Überempfindlichkeitsreaktionen ist Behandlung abzubrechen und es sind ärztliche Maßnahmen zu ergreifen
- Behandlung mit Ampicillin sofort abbrechen und erforderliche Notfallmaßnahmen einleiten
- Infektiöse Mononukleose, chronische lymphatische Leukämie
- bei viralen Infektionen, insbesondere mit Mononucleosis infectiosa sowie bei lymphatischer Leukämie, sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nur mit Vorsicht mit Ampicillin behandelt werden, da das Risiko erythematöser Hautreaktionen erhöht ist
- Pseudomembranöse Kolitis
- bei Hinweisen auf pseudomembranöse Kolitis ist die Behandlung abzubrechen und es sind ärztliche Maßnahmen zu ergreifen
- Arzt muss Beendigung der Therapie mit Ampicillin in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort angemessene Behandlung einleiten
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht eingenommen oder verabreicht werden
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung erforderlich
- Einfluss auf labordiagnostische Untersuchungen
- nicht-enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falschpositives Resultat ergeben
- Urobilinogen-Nachweis kann gestört sein
- bei Schwangeren, die mit Ampicillin therapiert wurden, wurden vorübergehend erniedrigte Plasmakonzentrationen von Estradiol und seinen Konjugaten diagnostiziert
- zentralnervöse Erregungszustände, Myoklonien oder Krämpfen
- Ampicillin abgesetzen und eine angemessene Behandlung einleiten