Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 41,15 € |
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Indikation
Erwachsene
- Depressive Erkrankungen,
- Zwangsstörungen, Phobien und Panikstörungen,
- Langfristige Schmerzbehandlung im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes,
- Schlaflähmung
- plötzlicher Verlust der Muskelspannung (Kataplexie),
- Halluzinationen bei zwanghaften Schlafanfällen während des Tages (hypnagoge Halluzinationen bei Narkolepsie)
Dosierung
- Depressionen, Zwangsstörungen, Phobien und Panikstörungen
- initial: 1 Retardtablette (75 mg Clomipramin) 1mal / Tag, vorzugsweise abends
- bei angezeigter niedrigerer Dosierung: 1/2 Retardtablette 1mal / Tag
- in schweren Fällen, Dosissteigerung innerhalb 1 Woche, abhängig von Verträglichkeit, auf 2 Retardtabletten (150 mg Clomipramin) / Tag
- unter klinischen Bedingungen mögliche Steigerung bis auf 3 Retardtabletten (225 mg Clomipramin) / Tag
- nach deutlicher Besserung Behandlung über mehrere Wochen bis Monate mit einer täglichen Erhaltungsdosis von 1 Retardtablette / Tag weiterführen
- Ende der depressiven Phase ist durch vorsichtige Dosisreduktion ermitteln
- narkoleptisches Syndrom
- 1 Retardtablette (75 mg Clomipramin) 1mal / Tag, vorzugsweise abends
- bei angezeigter niedrigerer Dosierung: 1/2 Retardtablette 1mal / Tag bzw. niedrigere Stärken
- chronische Schmerzzustände
- 1 Retardtablette (75 mg Clomipramin) 1mal / Tag, vorzugsweise abends
- bei angezeigter niegrigerer Dosierung: 1/2 Retardtablette 1mal / Tag bzw. niedrigere Stärken
- in schweren Fällen Dosissteigerung innerhalb 1 Woche, abhängig von Verträglichkeit, auf 2 Retardtabletten (150 mg Clomipramin) / Tag
- individuell dosieren unter Berücksichtigung einer eventuellen Kombination mit Analgetika
- Behandlungsdauer
- Dauer der Behandlung muss Arzt individuell entscheiden
- beruhigende Wirkung setzt meist unmittelbar in den ersten Tagen ein
- stimmungsaufhellende Wirkung i.d.R. nach 1 - 3 Wochen zu erwarten
- mittlere Dauer einer Behandlungsperiode bis zum Nachlassen der Krankheitserscheinungen i.A. mind. 4 - 6 Wochen
- Ende der depressiven Phase durch vorsichtige Dosisreduktion ermitteln
- endogene Depressionen
- nach Rückbildung der depressiven Symptomatik Weiterbehandlung evt. mit reduzierter (ambulanter) Dosis zur Remissionsstabilisierung für 4 - 6 Monate
- Hinweis
- zu Beginn Dosis schrittweise solange innerhalb des zugelassenen Dosisbereiches steigern, bis Patient auf Behandlung anspricht, danach durch langsame Dosisreduktion Erhaltungsdosis festlegen
- Dosis so klein wie möglich halten, auf der anderen Seite aber bei Nichtansprechen den zur Verfügung stehende Dosierungsbereich ausnutzten
- Zu Behandlungsende muss die Dosis schrittweise verringert werden
- plötzliches Absetzen einer längerfristigen, hochdosierten Therapie vermeiden, da mit Absetzsymptomen wie Unruhe, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen zu rechnen ist
- Dosiserhöhung nur mit besonderer Vorsicht vornehmen, wenn gleichzeitig andere direkte oder indirekte Serotonin-Agonisten angewendet werden (Vorbeugung gegen mögliches Serotonin-Syndrom)
- vor Beginn der Anwendung muss eine bestehende Hypokaliämie behandelt werden
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- nicht zur Behandlung von Depressionen anwenden
- keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven Entwicklung und Verhaltensentwicklung
Kontraindikationen
Clomipramin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Clomipramin oder gegen andere trizyklische Antidepressiva
- akute Intoxikationen mit zentraldämpfenden Pharmaka wie Hypnotika, Analgetika oder Psychopharmaka oder mit Alkohol
- akutes Harnverhalten
- akute Delirien
- Myokardinfarkt, akutes Stadium eines Myokardinfarktes
- unbehandeltes Engwinkelglaukom
- Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
- Pylorusstenose
- paralytischer Ileus
- gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmern (nach Behandlung mit MAO-Hemmern Intervall von mind. 14 Tagen einhalten)
- angeborenes QT-Syndrom mit verlängertem QT-Intervall
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Clomipramin - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- Eosinophilie
- Purpura
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allergische Alveolitis (Pneumonitis) mit oder ohne Eosinophilie
- systemische anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen mit Hypotonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- SIADH (SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion oder Schwartz-Bartter-Syndrom)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Benommenheit
- Müdigkeit
- innere Unruhe
- Appetitsteigerung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verwirrtheitszustände
- Desorientiertheit
- Halluzinationen (insbesondere bei älteren Patienten oder Parkinson-Kranken)
- Angstzustände
- Erregung
- Schlafstörungen
- Hypomanie oder Manie
- Aggressivität
- Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
- Persönlichkeitsstörungen
- verstärkte Depression
- Schlaflosigkeit
- Alpträume
- Gähnen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Aktivierung psychotischer Symptome
- Depersonalisation
- ohne Häufigkeitsangabe
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten
- Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten während der Therapie mit Clomipramin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung berichtet
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Tremor
- Kopfschmerzen
- Myoklonien
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Delir
- Sprachstörungen
- Parästhesien
- Muskelschwäche
- Muskelhypertonie
- Geschmacksstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen
- Ataxie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Akathisie
- Dyskinesien
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- EEG-Veränderungen
- Hyperpyrexie
- Polyneuropathien
- Malignes Neuroleptisches Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- visuelle Akkommodationsstörungen
- verschwommenes Sehen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mydriasis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Glaukom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tinnitus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sinustachykardien
- Palpitationen
- klinisch irrelevante EKG-Veränderungen beim Herzgesunden (z.B. ST- und T-Veränderungen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- Bluthochdrucksteigerung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Reizleitungsstörungen (z.B. QRS-Verbreiterung, Verlängerung des QT-Intervalls, PQ-Veränderungen, Schenkelblock, Torsades des Pointes, besonders bei Patienten mit Hypokaliämie)
- verringerte Kontraktilität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Dysregulation
- Hitzewallungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdrucksteigerung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- Obstipation
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- abdominale Beschwerden
- Diarrhö
- Anorexie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- paralytischer Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg der Leberenzymaktivitäten (meist Transaminasen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis mit oder ohne Ikterus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwitzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allergische Hautreaktionen (Exanthem, Urtikaria)
- Photosensibilität
- Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ödeme (lokal oder generalisiert)
- Haarausfall
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rhabdomyolyse (als Komplikation des Malignen Neuroleptischen Syndroms)
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen
- in epidemiologischen Studien, die hauptsächlich mit Patienten durchgeführt wurden, die 50 Jahre oder älter waren, wurde bei denen, die mit Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme Inhibitoren (SSRI) oder trizyklischen Antidepressiva behandelt wurden, ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen beobachtet (Mechanismus nicht bekannt)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Miktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Harnsperre
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- sexuelle Funktionsstörungen (Störung von Libido und Potenz)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Galaktorrhö
- Gynäkomastie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Menstruationsstörungen
- Ausbleiben oder Verzögerung der Ejakulation
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Durstgefühl
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyperpyrexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewichtszunahme
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Prolaktinspiegel im Blut
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verschiedenes
- folgende Symptome treten häufig nach plötzlicher Unterbrechung der Behandlung oder Dosisreduktion auf:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Abdominalschmerzen
- Diarrhö
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Nervosität
- Angstgefühl
- folgende Symptome treten häufig nach plötzlicher Unterbrechung der Behandlung oder Dosisreduktion auf:
Anwendungshinweise
- Retardtabletten unzerkaut vor oder nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit einnehmen
Stillzeithinweise
Clomipramin - peroral
- Säugling soll nicht gestillt werden
- es wird empfohlen nur zu stillen, wenn die zu erwartenden Nutzen für die Mutter die potenziellen Risiken für das Kind überwiegen
- Clomipramin und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über (Milch / Plasma-Ratio 0,8 - 1,2)
- die relative Dosis für das Kind ist gering und die Serumkonzentrationen bei gestillten Kindern sind niedrig oder nicht nachweisbar
Schwangerschaftshinweise
Clomipramin - peroral
- Anwendung von Clomipramin während der Schwangerschaft vermeiden und nur dann in Betracht ziehen, wenn der erwartete Nutzen das potenzielle Risiko für den Föten rechtfertigt
- da in Einzelfällen über einen möglichen Zusammenhang zwischen trizyklischen Antidepressiva und nachteiligen Effekten (Entwicklungsstörungen) auf den Fötus berichtet wurde
- der verschreibende Arzt sollte bei schwangeren Frauen oder bei Frauen mit Kinderwunsch alternative Behandlungen erwägen
- ein plötzliches Absetzen der Behandlung während der Schwangerschaft ist zu vermeiden
- ist die Behandlung der Mutter eindeutig nötig, kann eine schrittweise Reduzierung und das letztendliche Absetzen der Therapie zum Wiederauftreten der Depression bei der Mutter führen, was schädliche Auswirkungen sowohl für die Mutter als auch für das Neugeborene zur Folge haben kann
- Pharmakokinetik von Clomipramin ändert sich während der Schwangerschaft, besonders während des zweiten und dritten Trimesters
- um eine adäquate Therapie sicherzustellen, wird eine Überwachung der mütterlichen Serumspiegel empfohlen
- da es bei Neugeborenen, deren Mütter bis zur Geburt Clomipramin einnehmen, u.U. zu Symptomen wie Atemstörungen, Unruhe, Lethargie, Koliken, Reizbarkeit, Muskelhypo-/Muskelhypertonie, Tremor oder Spasmen, Zyanose, Hyperthermie und Krämpfen während der ersten Stunden oder Tage kommen kann, sollte (soweit vertretbar) erwogen werden, Clomipramin zumindest 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu reduzieren oder abzusetzen
- beobachteten Symptome werden als Entzugs- bzw. Absetzerscheinungen angesehen
- da es bei Neugeborenen, deren Mütter bis zur Geburt Clomipramin einnehmen, u.U. zu Symptomen wie Atemstörungen, Unruhe, Lethargie, Koliken, Reizbarkeit, Muskelhypo-/Muskelhypertonie, Tremor oder Spasmen, Zyanose, Hyperthermie und Krämpfen während der ersten Stunden oder Tage kommen kann, sollte (soweit vertretbar) erwogen werden, Clomipramin zumindest 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu reduzieren oder abzusetzen
- klinische Erfahrungen mit Clomipramn in der Schwangerschaft begrenzt
- weitreichende Erfahrungen mit der Anwendung von Clomipramin während der Schwangerschaft ergaben bis heute keinen Hinweis auf ein allgemein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen während der Entwicklung
- eine einzelne epidemiologische Studie zeigte, dass die Anwendung von Clomipramin während des ersten Schwangerschaftstrimesters mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Fehlbildungen, hauptsächlich von relativ geringem Ausmaß (ventrikuläre oder Atrium-Septum-Defekte), assoziiert ist
- der Mechanismus ist unbekannt
- die Daten zeigen an, dass die Anzahl der Kinder mit kardiovaskulären Fehlbildungen infolge einer Clomipramin-Exposition der Mutter ungefähr 2/100 gegenüber einer erwarteten Inzidenz von 1/100 beträgt
- tierexperimentelle Studien
- reproduktionstoxische Wirkungen, aber keine teratogenen Effekte beobachtet
- Fertilität
- keine Nebenwirkungen bezüglich der Reproduktionsfähigkeit, einschließlich der männlichen und weiblichen Fruchtbarkeit, bei Ratten und oralen Dosen vom bis zu 5-fachen der humanen Maximaldosis beobachtet
Warnhinweise
Clomipramin - peroral
- Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen bei:
- Prostatahypertrophie ohne Restharnbildung
- schwerer Leber- oder Nierenfunktionsbeeinträchtigung
- erhöhter Krampfbereitschaft
- Störungen der Hämatopoese
- Nebennierenmarktumoren (Phäochromozytom, Neuroblastom) wegen möglicher hypertensiver Krisen,
- Vorschädigungen des Herzens, insbesondere bei Erregungsleitungsstörungen: Patienten mit vorbestehendem AV-Block I. Grades oder anderen Erregungsleitungsstörungen, vor allem Linksschenkelblock, sollten nur unter engmaschiger EKG-Kontrolle, Patienten mit vorbestehenden höhergradigen AV-Blockierungen oder diffusen supraventrikulären oder ventrikulären Erregungsleitungsstörungen nur in Ausnahmefällen mit Clomipramin behandelt werden
- Herabsenkung der Krampfschwelle
- trizyklische Antidepressiva senken die Krampfschwelle
- Clomipramin darf nur mit äußerster Vorsicht bei Patienten mit Epilepsie oder anderen prädisponierenden Faktoren angewendet werden, z.B.
- Hirnschäden unterschiedlicher Ätiologie
- gleichzeitiger Anwendung von Neuroleptika
- nach Alkoholentzug
- Absetzen von Arzneimitteln mit antikonvulsiven Eigenschaften (z.B. Benzodiazepine)
- möglich, dass das Auftreten von Krampfanfällen dosisabhängig ist
- die empfohlene tägliche Gesamtdosis darf nicht überschritten werden
- Patienten mit Herzinsuffizienz und Vorschädigungen des Herzens (beispielsweise einer kardiovaskulären Insuffizienz, AV-Block (Grad I bis III), Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris (in Verbindung mit der Induktion von Arrythmien), Verlängerung der Weiterleitungszeit)
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht
- Patienten mit vorbestehendem AV-Block I. Grades oder anderen Erregungsleitungsstörungen, v.a. Linksschenkelblock
- nur unter engmaschiger EKG- Kontrolle behandeln
- Patienten mit vorbestehenden höhergradigen AV-Blockierungen oder diffusen supraventrikulären oder ventrikulären Erregungsleitungsstörungen
- nur in Ausnahmefällen mit Clomipramin behandeln
- Patienten mit vorbestehendem AV-Block I. Grades oder anderen Erregungsleitungsstörungen, v.a. Linksschenkelblock
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht
- QT-Verlängerung, Torsades des Pointes
- Risiko einer QTc-Verlängerung und von Torsades des Pointes, insbesondere
- bei Dosen, die über der therapeutischen Dosis liegen
- bei erhöhten Plasmakonzentrationen von Clomipramin, wie sie bei gleichzeitiger Anwendung von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmer-Hemmern (SSRI) oder Serotonin Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI) auftreten
- bei angeborenem langen QT-Syndrom
- einer klinisch signifikante Bradykardie
- Elektrolytstörungen, wie Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
- Leber- und Nierenerkrankungen
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die
- die Plasmakonzentration von Clomipramin erhöhen (SSRI, SNaRIs - serotonerge und noradrenerge Wiederaufnahmehemmer)
- zu Kaliumverlusten führen (Diuretika)
- die das Risiko einer QT- Verlängerung und Torsades de pointes erhöhen können, wie z.
- gleichzeitige Anwendung vermeiden von
- Arzneimitteln, die eine Kumulation von Clomipramin im Plasma verursachen können, vermeiden
- Arzneimitteln, die das QTc-Intervall verlängern können
- Hypokaliämie
- nachgewiesen, dass Hypokaliämie einen Risikofaktor für QTc-Verlängerungen und Torsades de Pointes darstellt
- bestehende Hypokaliämie muss vor Beginn der Anwendung von Clomipramin behandelt werden
- Vorsicht bei gleichzeitiger Gabe von SSRIs, SNRIs oder Diuretika
- Risiko einer QTc-Verlängerung und von Torsades des Pointes, insbesondere
- Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck, Engwinkelglaukom oder Harnverhalt (z.B. bei Prostataerkrankungen) in der Anamnese
- Clomipramin nur mit Vorsicht anwenden wegen seiner anticholinergen Eigenschaften
- Serotonin-Syndrom
- wegen des Risikos eines Serotonin-Syndroms ratsam, sich an die empfohlenen Dosierungen zu halten und Dosissteigerungen mit besonderer Vorsicht vorzunehmen, wenn gleichzeitig andere serotonin-agonistisch wirkende Arzneimittel angewendet werden
- Serotonin-Syndrom mit Symptomen wie Hyperpyrexie, Muskelkrämpfe, Agitiertheit, Krampfanfälle, Delirium und Koma kann möglicherweise auftreten, wenn Clomipramin gleichzeitig mit serotoninagonistischen Arzneimitteln wie SSRIs, SNRIs, trizyklischen Antidepressiva oder Lithium gegeben wird
- Fluoxetin: Auswaschphase von 2 - 3 Wochen vor und nach der Behandlung mit Fluoxetin empfohlen
- Wechsel von/ auf MAO-Hemmstoff
- zwischen dem Wechsel von Clomipramin auf einen MAO-Hemmstoff oder von einem MAO-Hemmstoff auf Clomipramin müssen mind. 14 Tage liegen
- danach sollte die Behandlung jeweils in einer niedrigen Anfangsdosis begonnen werden
- Patienten mit schweren Lebererkrankungen und Tumoren des Nebennierenmarks (z.B. Phäochromozytom, Neuroblastom)
- Vorsicht, wenn trizyklische Antidepressiva angewendet werden, da hypertensive Krisen ausgelöst werden können
- initiale paradoxe Verstärkung von Angstzuständen
- bei vielen Patienten mit Angststörungen treten zu Beginn der Behandlung mit Clomipramin verstärkte Angstzustände auf
- initiale paradoxe Verstärkung der Angstzustände ist besonders ausgeprägt während der ersten Tage der Behandlung und klingt im Allgemeinen innerhalb von zwei Wochen ab
- Schizophrene Patienten
- gelegentlich Auslösung einer Psychose bei schizophrenen Patienten, die trizyklische Antidepressiva erhielten, beobachtet
- Paranoide Vorstellungen können sich verstärken
- Clomipramin ist in diesem Fall sofort abzusetzen
- Patienten mit manisch-depressiven Erkrankungen
- bei Behandlung in der depressiven Phase hypomanische und manische Episoden möglich
- Reduktion der Clomipramin-Dosis oder Absetzen von Clomipramin und Gabe eines Antipsychotikums kann dann erforderlich sein sowie nach Ende der Episode die erneute niedrig dosierte Gabe von Clomipramin
- delirante Psychosen
- bei prädisponierten und älteren Patienten können trizyklische Antidepressiva, insbesondere nachts, delirante Psychosen auslösen
- verschwinden wenige Tage nach Absetzen von Clomipramin
- bei prädisponierten und älteren Patienten können trizyklische Antidepressiva, insbesondere nachts, delirante Psychosen auslösen
- Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- erhöhtes Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden
- bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann
- erhöhtes Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- andere psychiatrische Erkrankungen, für die Clomipramin verschrieben wird, können ebenso mit einem erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen
- außerdem können diese Erkrankungen zusammen mit einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) auftreten
- bei Behandlung anderer psychiatrischer Erkrankungen sollten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen
- Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
- Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
- Patienten sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
- jüngere Patienten (< 25 Jahre)
- Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo
- Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, v.a. der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen
- Patienten (und deren Betreuer) auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinweisen
- sie sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- Vorsichtsmaßnahmen
- Blutdruck messen vor der Behandlung zur Erkennung der Risikolage
- bei Patienten mit Hypotonie, orthostatischer Dysregulation und labilen Kreislaufverhältnissen kann es zu starken Blutdruckabfällen kommen, entsprechende Kontrollen während der Therapie notwendig
- Patienten mit Hyperthyreose und bei Behandlung mit Schilddrüsen-Hormonen
- Vorsicht bei der Wahl der Dosierung, da unerwünschte kardiale Effekte verstärkt auftreten können
- regelmäßige Kontrolle der Leberenzyme
- angezeigt bei Patienten mit Lebererkrankungen
- Blutbildkontrollen
- da es unter der Behandlung mit Antidepressiva zu Blutbildveränderungen kommen kann, sollte unter Gabe von Clomipramin das Blutbild kontrolliert werden
- entsprechende Kontrollen insbesondere bei Auftreten von Fieber und grippalen Infekten während der gesamten Dauer der Behandlung angezeigt
- da es unter der Behandlung mit Antidepressiva zu Blutbildveränderungen kommen kann, sollte unter Gabe von Clomipramin das Blutbild kontrolliert werden
- Überwachung bei Elektroschocktherapie
- gleichzeitige Anwendung von trizyklischen Antidepressiva und Elektroschocktherapie nur unter sorgfältiger Überwachung des Patienten vornehmen
- Behandlung schwer depressiver Patienten
- bei Behandlung schwer depressiver Patienten grundsätzlich berücksichtigen, dass das Risiko eines Suizids mit zum Krankheitsbild gehört und bis zum Eintritt einer relevanten Symptomremission trotz Behandlung fortbesteht
- diese Patienten bedürfen in der initialen Therapiephase einer sorgfältigen Überwachung und ggf. einer stationären Behandlung
- zu Beginn der Behandlung kann eine Kombinationsthera pie mit Benzodiazepinen oder Neuroleptika angezeigt sein
- Clomipramin wurde seltener als andere trizyklische Antidepressiva in tödlicher Überdosis genommen
- Zahnstatuskontrollen
- da bei Langzeitbehandlung mit Antidepressiva gehäuft Zahnkaries und Mundschleimhautveränderungen beobachtet wurden, sollte regelmäßig der Zahnstatus überwacht werden
- Ausschleichendes Absetzen
- abruptes Beenden einer Clomipramin-Therapie sollte wegen möglicher Absetzphänomene vermieden werden
- Blutdruck messen vor der Behandlung zur Erkennung der Risikolage
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Clomipramin sollte in dieser Altersgruppe nicht zur Behandlung von Depressionen angewendet werden
- in Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten trizyklische Antidepressiva keinen therapeutischen Nutzen
- Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt
- diese Risiken können auch für Clomipramin nicht ausgeschlossen werden
- Clomipramin in allen Altersgruppen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen verbunden
- keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Jugendlichen bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven Entwicklung und Verhaltensentwicklung
- Clomipramin sollte in dieser Altersgruppe nicht zur Behandlung von Depressionen angewendet werden
- ältere Patienten
- ältere Patienten sind unter der Einnahme von Antidepressiva häufig anfälliger für Nebenwirkungen
- insbesondere orthostatische Hypotonie und anticholinerge Nebenwirkungen wurden beobachtet
- bei älteren Patienten ist die Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion und des EKGs indiziert
- bei älteren Patienten können trizyklische Antidepressiva vor allem nachts pharmakogene deliröse Psychosen auslösen
- ältere Patienten sind unter der Einnahme von Antidepressiva häufig anfälliger für Nebenwirkungen
- Patienten mit chronischer Obstipation
- Vorsicht bei Patienten mit chronischer Obstipation, da trizyklische Antidepressiva insbesondere bei älteren und bettlägerigen Patienten einen paralytischen Ileus auslösen können
- Anästhesie
- vor chirurgischen Eingriffen sollte der Anästhesist über die Therapie mit Clomipramin informiert werden, da wenig über die gleichzeitige Verabreichung von trizyklischen Antidepressiva und Anästhetika (lokal oder systemisch) bekannt ist
- Akathisie/psychomotorische Unruhe
- die Anwendung von Antidepressiva wurde mit der Entwicklung von Akathisie, charakterisiert durch eine subjektiv unangenehme oder belastende Ruhelosigkeit und Bewegungsdrang, oft in Verbindung mit der Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen, assoziiert
- dies tritt am häufigsten innerhalb der ersten Behandlungswochen auf
- bei Patienten, die diese Symptome entwickeln, kann eine Dosiserhöhung schädlich sein
- Clomipramin sollte dem Patienten in der geringsten Tablettenmenge verordnet werden, die für ein gutes Patientenmanagement erforderlich ist, um das Risiko einer Überdosierung zu reduzieren
- Elektokrampftherapie
- unter sorgfältiger Überwachung durch einen erfahrenen Arzt können in Ausnahmefällen trizyklische Antidepressiva während einer Elektrokrampftherapie gegeben werden
- der Patient sollte dabei engmaschig überwacht werden
- unter sorgfältiger Überwachung durch einen erfahrenen Arzt können in Ausnahmefällen trizyklische Antidepressiva während einer Elektrokrampftherapie gegeben werden
- Hornhautschäden bei Kontaktlinsenträgern
- auf Grund der anticholinergen Eigenschaften trizyklischer Antidepressiva verminderte Tränendrüsentätigkeit und Ansammlung von mukösem Sekret können Hornhautschäden bei Kontaktlinsenträgern bewirken
- Andere Arzneimittel
- Reversible MAO Hemmer
- gleichzeitge Behandlung mit selektiven reversiblen MAO-A-Hemmern, wie z. B. Moclobemid, ist kontraindiziert
- Hinweise darauf, dass Clomipramin 24 Stunden (frühestens) nach Absetzen eines reversiblen MAO-AHemmers wie Moclobemid eingenommen werden kann
- es muss jedoch eine Auswaschphase von zwei Wochen eingehalten werden, wenn ein reversibler MAO-Hemmer nach einer Therapie mit Clomipramin angewendet wird
- Terbinafin
- gleichzeitige Anwendung von Terbinafin wird nicht empfohlen
- sollte dennoch eine Entscheidung für diese Kombination getroffen werden, so wird eine erhebliche Dosisreduktion auf Basis der Clomipramin-Plasmaspiegel empfohlen
- Reversible MAO Hemmer