Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 30 G | 32,62 € |
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Indikation
- Oberflächenanästhesie der Haut im Zusammenhang mit
- dem Einführen von Nadeln, z. B. von i. v.-Kathetern oder bei Blutentnahmen
- chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
- Oberflächenanästhesie der genitalen Schleimhaut, z. B. vor chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche oder vor einer Infiltrationsanästhesie bei Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahren
- Oberflächenanästhesie von Bein-Ulcera zur Erleichterung der mechanischen Wundreinigung / Debridement nur bei Erwachsenen
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Creme enthält 25 mg Lidocain und 25 mg Prilocain
- Hinweis
- Anwendung und Durchführung auf der genitalen Schleimhaut, der genitalen Haut oder auf Bein-Ulcera nur durch medizinisches Fachpersonal
- Oberflächenanästhesie
- Tabelle 1: Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- Haut
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Dosierung: 2 g (ca. eine halbe 5 g-Tube) oder ca. 1,5 g / 10 cm2
- Einwirkdauer: 1 - 5 Stunden1)
- dermale Eingriffe auf größeren frisch rasierten Körperarealen, z. B. Haarentfernung mittels Laser (Selbstauftragen durch Patienten)
- Dosierung: Maximaldosis: 60 g
- max. Behandlungsfläche: 600 cm2
- Einwirkdauer: mind. 1 Stunde, höchstens 5 Stunden1)
- dermale operative Eingriffe auf größeren Hautflächen, z. B. Spalthauttransplantationen, im Rahmen eines Klinikaufenthaltes
- Dosierung: ca. 1,5 - 2 g / 10 cm2
- Einwirkdauer: 2 - 5 Stunden1)
- Haut von männlichen Genitalien
- vor Injektion von Lokalanästhetika
- Dosierung: 1 g / 10 cm2
- Einwirkdauer: 15 Min.
- vor Injektion von Lokalanästhetika
- Haut von weiblichen Genitalien
- vor Injektion von Lokalanästhetika2)
- Dosierung: 1 - 2 g / 10 cm2
- Einwirkdauer: 60 Min.
- vor Injektion von Lokalanästhetika2)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- genitale Schleimhaut
- chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen, z. B. Entfernung von Genitalwarzen (Condylomata acuminata) und vor Injektion von Lokalanästhetika
- Dosierung: ca. 5 - 10 g Creme
- Einwirkdauer: 5 - 10 Min. 1) 3) 4)
- vor Zervikalkürettage
- Dosierung: 10 g Creme im seitlichen Scheidengewölbe auftragen
- Einwirkdauer: 10 Min.
- chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen, z. B. Entfernung von Genitalwarzen (Condylomata acuminata) und vor Injektion von Lokalanästhetika
- Bein-Ulcus / Bein-Ulcera
- nur bei Erwachsenen
- mechanische Wundreinigung / Debridement
- Dosierung: ca. 1 - 2 g / 10 cm2 bis zu insgesamt 10 g auf das Bein-Ulcus / die Bein-Ulcera3)5)
- Einwirkdauer: 30 - 60 Min.
- mechanische Wundreinigung / Debridement
- nur bei Erwachsenen
- 1) bei längeren Einwirkdauer: anästhesierende Wirkung lässt nach
- 2) beim Thermokautern oder bei der Diathermie von Genitalwarzen wird auf der weiblichen genitalen Haut bei einer Einwirkdauer von 60 - 90 Min. alleine keine ausreichende Anästhesie erreicht
- 3) Plasmakonzentrationen bei Patienten, die Dosen von > 10 g erhielten, nicht bestimmt
- 4) bei Jugendlichen < 20 kg KG: max. Dosis auf genitalen Schleimhaut proportional reduzieren
- 5) Lidocain / Prilocain-Creme wurde für Behandlung von Bein-Ulcera bis zu 15mal über Zeitraum von 1 - 2 Monaten angewendet, ohne Verlust der Wirksamkeit oder vermehrte oder schwerere Nebenwirkungen
- Haut
- Tabelle 2: pädiatrische Patienten (0 - 11 Jahre)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Dosierung: ca.1 g / 10 cm2 (s. Details unten)
- Einwirkdauer: 1 Stunde
- Neugeborene und Säuglinge (0 - 2 Monate)1)2)3)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Dosierung: bis zu 1 g und 10 cm2
- Einwirkdauer: 1 Stunde4)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Säuglinge (3 - 11 Monate)1)2)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Dosierung: bis zu 2 g und 20 cm2
- Einwirkdauer: 1 Stunde5)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Kleinkinder und Kinder (1 - 5 Jahre)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Dosierung: bis zu 10 g und 100 cm2
- Einwirkdauer: 1 - 5 Stunden6)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Kinder (6 - 11 Jahre)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Dosierung: bis zu 20 g und 200 cm2
- Einwirkdauer: 1 - 5 Stunden6)
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Kinder und Jugendliche mit atopischer Dermatitis
- vor der Entfernung von Dellwarzen
- Einwirkdauer: 30 Min.
- vor der Entfernung von Dellwarzen
- 1) bei reifen Neugeborenen und Säuglingen </= 3 Monaten: nur eine Einzeldosis innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden anwenden - bei Kindern >/= 3 Monaten: innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden max. 2 Dosen im Abstand von mind. 12 Stunden anwenden
- 2) bei Säuglingen im Alter </= 12 Monaten, die mit Methämoglobin-induzierenden Arzneimitteln behandelt werden: aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht anwenden
- 3) bei Neugeborenen, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden: aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht anwenden
- 4) Einwirkdauer von > 1 Stunde wurde nicht dokumentiert
- 5) nach einer Einwirkdauer von </= 4 Stunden auf 16 cm2: kein klinisch signifikanter Anstieg der Methämoglobinspiegel beobachtet
- 6) bei einer längeren Einwirkdauer lässt die anästhesierende Wirkung nach
- kleinere Eingriffe, z. B. Einführung von Nadeln und chirurgische Behandlung von lokalen Läsionen
- Tabelle 1: Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (</= 12 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit auf genitaler Haut und genitalen Schleimhaut nicht untersucht
- verfügbare pädiatrische Daten: keine hinreichende Wirksamkeit bei Zirkumzision
- ältere Patienten
- Dosisreduktion nicht erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- bei Einmalanwendung: Dosisreduktion nicht erforderlich
- Nierenfunktionsstörung
- Dosisreduktion nicht erforderlich
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder Lokalanästhetika vom Amidtyp oder einen sonstigen Bestandteil
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Methämoglobinämie1
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypersensibilität1),2),3)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Irritation der Hornhaut1)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Purpura1) oder Petechie1) (besonders nach längerer Behandlung von Kindern mit atopischer Dermatitis oder mit molluscum contagiosum/Dellwarzen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brennen2),3)
- Juckreiz am Anwendungsort2),3)
- Erytheme am Anwendungsort1),2),3)
- Ödem am Applikationsort1),2),3)
- Wärmegefühl am Applikationsort2),3)
- Blässe am Applikationsort1),2),3)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brennen1)
- Irritation am Anwendungsort3)
- Juckreiz am Anwendungsort1)
- Parästhesie am Anwendungsort2) wie z. B. Kribbeln
- Wärmegefühl am Applikationsort2)
- 1) intakte Haut
- 2) Genitalschleimhaut
- 3) Beinulkus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kinder und Jugendliche
- Häufigkeit, Art und Schweregrad der Nebenwirkungen ähneln denen bei Erwachsenen, außer für Methämoglobinämie, die bei Neugeborenen und Säuglingen im Alter von 0 - 12 Monaten häufiger beobachtet wird, oftmals in Verbindung mit einer Überdosierung
Anwendungshinweise
- Creme zur Anwendung auf der Haut
- falls zur Vermeidung von Überdosierung hoher Grad an Präzision bei der Dosierung notwendig ist
- d. h. im Fall von Dosierungen bei Neugeborenen im Bereich der Maximaldosis oder
- wenn 2 Anwendungen innerhalb von 24 h benötigt werden
- ggf. Spritze verwenden: 1 ml = 1 g
- dicke Schicht auf zu behandelnden Hautareale, einschließl. der genitalen Haut, unter Okklusivverband auftragen
- bei großflächiger Anwendung (wie bei Spalthauttransplantationen)
- für gleichmäßige Verteilung der Creme zum Schutz der Fläche elastischen Verband über Okklusivverband aufbringen
- bei atopischer Dermatitis
- Einwirkdauer verringern
- bei Eingriffen im Zusammenhang mit genitaler Schleimhaut
- kein Okklusivverband erforderlich
- Eingriff sofort nach Entfernen der Creme beginnen
- bei Eingriffen im Zusammenhang mit Bein-Ulcera
- dicke Schicht unter Okklusivverband auftragen
- mit Reinigung ohne Verzögerung nach Entfernen der Creme beginnen
- bei Behandlung von Bein-Ulcera
- nur zur einmaligen Anwendung bestimmt
- nicht verwendeten Rest nach jeder Behandlung eines Patienten entsorgen
Stillzeithinweise
- Lidocain und wahrscheinlich auch Prilocain gehen in die Muttermilch über, aber in so geringen Mengen, dass bei therapeutischen Dosen im Allgemeinen kein Risiko für das Kind besteht
- Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden, wenn ein klinischer Bedarf besteht
Schwangerschaftshinweise
- Anwendung mit Vorsicht
- topische Resorption bei oberflächlicher Applikation nur gering
- nur unzureichende Daten über die Anwendung vorhanden
- tierexperimentelle Studien ergaben keinen Hinweis auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryofetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung
- nach subkutaner / intramuskulärer Gabe hoher Dosen von Lidocain oder Prilocain, die weit über die Exposition bei oberflächlicher Applikation hinausgingen, wurde Reproduktionstoxizität gezeigt
- Lidocain und Prilocain passieren die Plazentaschranke und können vom fetalen Gewebe resorbiert werden
- es kann angenommen werden, dass Lidocain und Prilocain bei einer großen Anzahl von schwangeren und gebärfähigen Frauen angewendet wurden
- bisher wurden keine spezifischen Störungen des reproduktiven Prozesses wie z. B. ein vermehrtes Auftreten von Missbildungen oder andere direkt oder indirekt schädigende Wirkungen auf das ungeborene Kind berichtet
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien ergaben keine Beeinträchtigung der Fertilität männlicher oder weiblicher Ratten
Warnhinweise
- Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel, vererbter oder idiopathischer Methämoglobinämie besteht ein erhöhtes Potential, Anzeichen einer arzneimittelinduzierten Methämoglobinämie zu entwickeln
- Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
- Antidot Methylenblau ist zur Senkung der Methämoglobinkonzentration unwirksam und kann selbst Hämoglobin oxidieren
- Therapie mit Methylenblau kann nicht gegeben werden
- offene Wunden
- nicht auftragen, ausgenommen Beinulzera
- zur Resorption der Wirkstoffe liegen keine ausreichenden Daten vor
- frisch rasierte Haut
- aufgrund der potentiell verstärkten Resorption ist es wichtig, Empfehlungen für Dosierung, Fläche und Einwirkzeit einzuhalten
- Patienten mit atopischer Dermatitis
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- kürzere Einwirkzeit (15 - 30 Min.) möglicherweise ausreichend
- Einwirkzeiten >/= 30 Min. können zu einem vermehrten Auftreten von lokalen Gefäßreaktionen führen, insbesondere zu Rötungen an der Applikationsstelle sowie in einigen Fällen zu Petechien und Purpura
- vor Entfernung von Dellwarzen (Mollusken) bei Kindern mit atopischer Dermatitis: Einwirkzeit von 30 Min. empfohlen
- Anwendung in der Umgebung des Auges
- besondere Vorsicht geboten, da es zu Augenirritationen kommen kann
- außerdem kann das Fehlen schützender Lidreflexe zu Hornhautirritationen und möglicherweise zu Hornhautabrasion oder -abschabung führen
- bei Augenkontakt: Auge sofort mit Wasser oder isotonischer Kochsalzlösung spülen und so lange schützen, bis das Empfindungsvermögen wiederhergestellt ist
- Ohren
- nicht an einem geschädigten Trommelfell anwenden
- tierexperimentelle Untersuchungen zeigten beim Einbringen in das Mittelohr eine ototoxische Wirkung
- allerdings kam es bei Tieren mit intaktem Trommelfell zu keiner Schädigung, wenn das Arzneimittel mit dem äußeren Gehörgang in Kontakt gebracht wurde
- Patienten mit Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron)
- engmaschig überwachen, ggf. mit EKG-Kontrollen, da die kardialen Wirkungen additiv sein können
- bakterizide und antivirale Eigenschaften von Lidocain und Prilocain
- besitzen in Konzentrationen >/= 0,5 - 2 % bakterizide und antivirale Eigenschaften
- daher: Ergebnisse einer intrakutanen Injektion von Lebendimpfstoffen kontrollieren
- jedoch: klinische Studie weist darauf hin, dass die Impfantwort, beurteilt anhand lokaler Quaddelbildung, nicht beeinträchtigt ist, wenn das Arzneimittel vor einer BCG-Impfung angewendet wird
- Gehalt an Macrogolglycerolhydroxystearat
- Hautreizungen möglich
- Kinder und Jugendliche
- Studien konnten die Wirksamkeit bei Neugeborenen bei Lanzettenstich in die Ferse nicht nachweisen
- Neugeborene und Säuglinge </= 3 Monate
- im Allgemeinen wird </= 12 Stunden nach einer Applikation des Arzneimittels innerhalb des empfohlenen Dosisbereichs ein vorübergehender und klinisch nicht relevanter Anstieg der Methämoglobinkonzentration beobachtet
- wenn die empfohlene Dosis überschritten wird: Patient auf systemische Nebenwirkungen infolge einer Methämoglobinämie überwachen
- sollte nicht angewendet werden
- bei Neugeborenen / Säuglingen bis zu 12 Monaten, die gleichzeitig mit Methämoglobin-induzierenden Wirkstoffen behandelt werden
- bei Neugeborenen, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden, da bei diesen das Risiko erhöhter Methämoglobinkonzentrationen besteht
- Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung auf der Haut im Genitalbereich und der Genitalschleimhaut von Kindern </= 12 Jahren ist nicht erwiesen
- verfügbare pädiatrische Daten zeigen keine hinreichende Wirksamkeit bei einer Zirkumzision