ANGUSTA 25 Mikrogramm Tabletten
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 8 ST | – |
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Indikation
- zur Geburtseinleitung
Dosierung
- Geburtseinleitung
- entsprechend der Krankenhauspraxis
- 1 Tablette (25 µg Misoprostol) p.o. alle 2 Stunden
- alternativ: 50 µg Misoprostol p.o. alle 4 Stunden
- Maximaldosis: 200 µg / 24 Stunden
- Auftreten einer synergetischen/additiven Wirkung von Misoprostol und Oxytocin möglich
- Plasmakonzentrationen der Misoprostolsäure nach 5 Halbwertszeiten (3,75 Stunden) vernachlässigbar
- es wird empfohlen, nach der letzten Dosis von Misoprostol 4 Stunden zu warten, bevor Oxytocin verabreicht wird
- aufgrund fehlender klinischer Daten wird die Anwendung von Misoprostol ab der 37. Schwangerschaftswoche empfohlen, wenn die Reife des Gebärmutterhalses unzureichend ist (Bishop-Score < 7)
- eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion
- Dosisreduktion und/oder verlängerte Dosierungsintervalle in Betracht ziehen
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten
- entsprechend der Krankenhauspraxis
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Misoprostol oder einen der sonstigen Bestandteile
- wenn die Geburt begonnen hat
- Verdacht oder Nachweis von fötalen Beeinträchtigungen vor der Geburtseinleitung (z.B. nicht bestandener Non-Stress-Test oder Stress-Test, Verfärbung des Fruchtwassers durch Mekonium oder Diagnose oder Anamnese eines beunruhigenden fötalen Zustandes)
- wenn Wehen auslösende Arzneimittel und/oder andere Wehen induzierende Substanzen gegeben werden
- Verdacht auf oder Nachweis für eine Uterusnarbe aus früheren Uterus- oder Zervixoperationen, wie z.B. Kaiserschnitt
- Uterusanomalie (z.B. Uterus bicornis), die eine vaginale Entbindung nicht möglich macht
- Auftreten einer Placenta praevia oder einer ungeklärten Vaginalblutung nach der 24. Schwangerschaftswoche
- Auftreten einer fötalen Lageanomalie, die eine vaginale Entbindung kontraindiziert
- Patienten mit Nierenversagen (GFR < 15 ml / Min /1,73 m2)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- Neonatale Krampfanfälle*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Neonatale Asphyxie*
- Neonatale Zyanose*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- mit 50 µg, 4-stündlich
- Nausea2)
- Erbrechen3)
- mit 50 µg, 4-stündlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- mit 25 µg, 2-stündlich
- Nausea2)
- Erbrechen3)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Juckender Ausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verfärbung des Fruchtwassers durch Mekonium
- mit 25 µg, 2-stündlich
- Postpartum Hämorrhagien5)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Uterus-Hyperstimulation4)
- mit 50 µg, 4-stündlich
- Postpartum Hämorrhagien5)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fötale Azidose*
- Vorzeitige Placenta-Ablösung
- Uterusruptur
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schüttelfrost
- Pyrexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- mit 50 µg, 4-stündlich
- Apgar-Score niedrig*6)
- Fötale Herzfrequenz anormal*7)
- mit 50 µg, 4-stündlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- mit 25 µg, 2-stündlich
- Apgar-Score niedrig*6)
- Fötale Herzfrequenz anormal *7)
- mit 25 µg, 2-stündlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- * Neonatale Nebenwirkungen
- 1) Nebenwirkungen, die aus dem Compassionate Use Programm berichtet wurden, eingeschlossen Geburtenkliniken in Dänemark, Norwegen und Finnland, in denen etwa 29.000 Frauen zur Einleitung der Geburt das Arzneimittel erhielten
- 2) Nausea war häufig mit 25 µg alle 2 Stunden und sehr häufig mit 50 µg alle 4 Stunden
- 3) Erbrechen war häufig mit 25 µg alle 2 Stunden und sehr häufig mit 50 µg alle 4 Stunden
- 4) Uterus-Hyperstimulation wurde sowohl mit als auch ohne Änderungen der fötalen Herzfrequenz berichtet
- 5) Postpartum Hämorrhagien waren sehr häufig mit 25 µg alle 2 Stunden und häufig mit 50 µg alle 4 Stunden
- 6) Ein niedriger Apgar-Score trat gelegentlich mit 25 µg alle 2 Stunden und häufig mit 50 µg alle 4 Stunden auf
- 7) Eine abnorme fötale Herzfrequenz wurde in Verbindung mit einer Uterus-Hyperstimulation berichtet; Eine Uterus-Hyperstimulation mit Änderungen der fötalen Herzfrequenz trat gelegentlich mit 25 µg alle 2 Stunden und häufig mit 50 µg alle 4 Stunden auf
Anwendungshinweise
- Verabreichung nur durch ausgebildetes medizinisches Personal in einer Krankenhauseinrichtung , wo Möglichkeiten zur kontinuierlichen Überwachung von Fötus und Uterus bestehen
- vor der Anwendung des Arzneimittels ist die Zervix sorgfältig zu beurteilen
- Einnahme oral mit einem Glas Wasser
Stillzeithinweise
- es wurden keine Studien durchgeführt, um die Menge an Misoprostolsäure im Colostrum oder in der Muttermilch nach der Anwendung zu untersuchen
- Misoprostol wurde in der Muttermilch nach oraler Gabe von Misoprostoltabletten nachgewiesen
- pharmakokinetische Studien zeigen, dass oral verabreichtes Misoprostol (bei Dosierungen von 600 µg und 200 µg) in die Mutttermilch übergeht, dabei steigt und sinkt der Wirkstoffspiegel sehr schnell
- Maximalkonzentration von Misoprostolsäure in der exprimierten Muttermilch wurde innerhalb 1 Stunde nach Dosisgabe erreicht und betrug 7,6 pg/ml (% CV 37 %) nach 200 µg bzw. 20,9 pg/ml (% CV 62 %) nach 600 µg Einzelgabe von Misoprostol
- vernachlässigbare Mengen von Misoprostolsäure bleiben im mütterlichen Plasma nach 5 Halbwertszeiten (3,75 Stunden) und sogar geringere Konzentrationen bleiben in der Muttermilch
- mit dem Stillen kann 4 Stunden nach der letzten Dosisgabe begonnen werden
Schwangerschaftshinweise
- das Arzneimittel wurde bei schwangeren Frauen >/= 37 Wochen der Schwangerschaft untersucht
- Anwendung vor der 37. Schwangerschaftswoche nur wenn dies medizinisch indiziert ist
- Anwendung für die Geburtseinleitung mit niedriger Misoprostol-Dosierung über einen kurzen Zeitraum am Ende der Schwangerschaft
- in dieser Phase der Schwangerschaft besteht bei der Anwendung kein Risiko für fötale Fehlbildungen
- das Arzneimittel darf zu keinem anderen Zeitpunkt während der Schwangerschaft angewendet werden
- bei Schwangerschaften mit einer Misoprostol-Exposition im ersten Trimenon wurde über ein 3-fach erhöhtes Risiko für fötale Fehlbildungen (einschließlich Moebius-Syndrom, Amnionband-Syndrom und Anomalien des Zentralnervensystems) berichtet
- Fertilität
- Studien zur Fertilität und zur Embryoentwicklung bei Ratten haben gezeigt, dass Misoprostol Auswirkungen auf die Einnistung und Versorgung haben können
- für die zugelassene Anwendung des Arzneimittels in der späten Schwangerschaft wird dies als nicht relevant angesehen
Warnhinweise
- Verabreichung nur durch ausgebildetes medizinisches Fachpersonal in einer Krankenhauseinrichtung, wo Möglichkeiten zur kontinuierlichen Überwachung von Fötus und Uterus bestehen
- sorgfältige Beurteilung des Zervix vor Anwendung des Arzneimittels
- Misoprostol kann eine übermäßige Stimulation des Uterus verursachen
- wenn die Uteruskontraktionen verlängert oder übermäßig sind, oder wenn ein klinisches Risiko für die Mutter oder das Baby besteht: Azrneimittel nicht zusätzlich verabreichen
- wenn übermäßige Uteruskontraktionen weiter bestehen: Behandlung nach den lokalen Richtlinien beginnen
- Frauen mit Präeklampsie
- Nachweis oder Verdacht auf eine fötale Beeinträchtigung ausschließen
- keine oder nur begrenzte Daten zu Misoprostol bei schwangeren Frauen mit schwerer Präeklampsie vorliegend, gekennzeichnet durch hämolytische Anämie, erhöhte Leberenzymwerte, verringerte Anzahl an Thrombozyten (HELLP Syndrom), andere Endorganerkrankungen oder ZNS-Befunde (außer leichten Kopfschmerzen)
- eine Chorioamnionitis kann eine schnelle Entbindung notwendig machen
- Entscheidungen über eine Behandlung mit Antibiotika, eine Geburtseinleitung oder einen Kaiserschnitt liegt im Ermessen des zuständigen Arztes
- keine oder nur begrenzte Daten mit Misoprostol bei Frauen vorliegend, deren Blasensprung > 48 Stunden vor Verabreichung von Misoprostol stattfand
- es können synergistische/additive Wirkungen von Misoprostol und Oxytocin auftreten
- gleichzeitige Verabreichung von Oxytocin ist kontraindiziert
- Misoprostol wird nach 4 Stunden ausgeschieden
- es wird empfohlen, nach der letzten Dosisgabe des Arzneimittels 4 Stunden zu warten, bevor Oxytocin verabreicht wird
- keine oder nur begrenzte klinische Daten mit Misoprostol bei multiplen Schwangerschaften vorliegend
- keine oder nur begrenzte klinische Daten mit Misoprostol bei erheblicher Multiparität vorliegend
- keine oder nur begrenzte klinische Daten mit Misoprostol vor der 37. Woche der Schwangerschaft vorliegend
- Anwendung nur, wenn die Einleitung der Geburt klinisch indiziert ist
- keine oder nur begrenzte klinische Daten mit Misoprostol bei schwangeren Frauen mit einem Bishop-Score (mBS) > 6 vorliegend
- erhöhtes Risiko von post-partum disseminierter intravasaler Koagulation wurde bei Patientinnen beschrieben, bei denen die Geburt durch jegliche physiologische oder pharmakologische Methode eingeleitet worden war
- geringere Dosis und/oder verlängerte Dosierungsintervalle bei Frauen mit Beeinträchtigung der Nieren- oder Leberfunktion in Erwägung ziehen