ANTICHOLIUM
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X5 ML | 72,45 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Indikation
- Behandlung postoperativ auftretender Störungen
- Zentrales anticholinerges Syndrom (ZAS)
- Verzögertes postoperatives Erwachen
- Kältezittern (Shivering)
- Antidot bzw. Antagonist bei Vergiftungen bzw. Überdosierung mit
- Alkohol
- Tropanalkaloiden (Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin, z.B. in Engelstrompete, Stechapfel, Tollkirsche)
- Panther- und Fliegenpilz
- Trizyklischen Antidepressiva (Amitriptylin, Imipramin, Trimipramin, Clomipramin, Doxepin)
- Antiemetika/Antihistaminika (Phenothiazin, Thioridazin, Chlorpromazin, Promethazin, Diphenhydramin, Dimenhydrinat)
- Neuroleptika (bes. Butyrophenone)
- Benzodiazepinen
- Spasmolytika (Tolderodin, Oxybutynin)
- Antiparkinsonmitteln (Amantadin, Diphenhydramin)
- Baclofen, 4-Hydroxybutansäure (GHB)
- Inhalationsanästhetika
- Ketamin
- 3-Chinuclidinylbenzilat
Dosierung
Basiseinheit: 5 ml Injektionslösung enthalten 2,0 mg Physostigminsalicylat (Ph. Eur.)
- Erwachsene
- Vergiftungen
- initial: 0,04 mg / kg KG (entsprechend 2 mg Physostigminsalicylat) langsam i.v.
- folglich 1 - 4 mg (je nach Körpergewicht) / 20 Min. nachspritzen
- Wiederholung der Vollwirkdosis, wenn die Vergiftungssymptome wieder auftreten, evtl. auch in Form einer Dauertropfinfusion
- postoperative Aufwachstörungen
- 0,04 mg Physostigminsalicylat / kg KG langsam i.v. (ca. 1mg / Min.)
- max. Einzeldosis: 2 mg Physostigminsalicylat
- Nachinjektionen optional, bei unzureichender Wirksamkeit: frühestens 5 - 20 Min. nach der Erstinjektion
- Vergiftungen
- Kinder und Jugendliche
- Vergiftungen
- initial: 0,5 mg Physostigminsalicylat i.v. / 5 Min.
- bis zur Gesamtdosis von 2 Physostigminsalicylat, solange toxische, anticholinerge Symptome weiterbestehen und keine cholinergen Symptome auftreten
- initial: 0,5 mg Physostigminsalicylat i.v. / 5 Min.
- Vergiftungen
- Hinweise
- als allgemeines Kriterium einer ausreichenden Physostigmin-Dosierung gilt die erkennbare Rückgewinnung der geistigen Fähigkeiten und Ansprechbarkeit (z. B. Namen, Adresse, Datum nennen)
- Überdosierung und Sofortmaßnahmen: siehe Fachinformation
Kontraindikationen
Physostigmin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Physostigminsalicylat
- Asthma bronchiale
- Gangrän
- koronare Herzerkrankungen
- mechanische Obstipation
- mechanische Harnsperre
- Dystrophia myotonica
- Depolarisationsblock nach depolarisierenden Muskelrelaxantien
- Vergiftung mit depolarisierenden Muskelrelaxantien vom Suxamethonium-Typ
- Intoxikationen durch "irreversibel wirkende" Cholinesterasehemmer
- geschlossene Schädel-Hirn-Traumen
- Darmverschluss
- Krämpfe in den ableitenden Harnwegen
- Vergiftung mit Phosphorsäureestern oder Barbituraten
Nebenwirkungen
Physostigmin - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Speichelfluss
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Veränderungen der Herzfrequenz (sowohl Brady- als auch Tachykardie)
- sinuatrieller Block
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypotension
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bronchospasmen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwitzen
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- intravenös langsam oder als Kurzinfusion in 50 ml physiologischer Kochsalzlösung über 10-15 Min.
- Infusionslösung ist nach der Zubereitung sofort zu verwenden
Stillzeithinweise
Physostigmin - invasiv
- Anwendung während der Stillzeit nur, wenn für unbedingt notwendig erachtet
- keine Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit vorhanden
- nicht bekannt, ob Physostigmin in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Physostigmin - invasiv
- Anwendung in der Schwangerschaft nur, wenn für unbedingt notwendig erachtet
- keine Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft vorhanden
- Physostigmin geht in die Plazenta über
- potentielles Risiko für den Menschen unbekannt
- tierexperimentelle Studien
- keine hinreichenden tierexperimentellen Studien vorhanden in Bezug auf Auswirkung auf
- Schwangerschaft
- embryonale Entwicklung
- fetale Entwicklung
- Geburt
- postnatale Entwicklung
- keine hinreichenden tierexperimentellen Studien vorhanden in Bezug auf Auswirkung auf
- Fertilität
- reproduktionstoxikologische Studien wurden nicht durchgeführt
Warnhinweise
Physostigmin - invasiv
- Therapieüberwachung
- bei Anwendung als Antidot bei trizyklischen Antidepressiva
- wegen Gefahr akuter Herzstillstand
- laufende EKG-Monitor-Kontrolle
- wegen Gefahr akuter Herzstillstand
- bei Anwendung als Antidot bei trizyklischen Antidepressiva
- in Betracht ziehen einer therapeutischen Alternative bei
- Diabetes mellitus
- Bradykardie
- AV-Reizleitungsstörungen
- Morbus Parkinson
- Colitis ulcerosa
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Auftreten nach Verabreichung des Arzneimittels möglich
- Reaktionen können von Person zu Person sehr unterschiedlich sein und können auch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen
- es wird empfohlen, Notfallmedikamente und medizinische Hilfsmittel bereitzuhalten
- je nach Nutzen-Risiko-Bewertung sollte Einstellung der Behandlung in Betracht gezogen werden