ANTIDOTUM THALLII HEYL

HEYL Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co.KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Eisen →

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N2 30 ST 161,99 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Thalliumvergiftungen

Dosierung

  • Thalliumvergiftungen
    • Erwachsene, Kinder (> 2 Jahre) und Jugendliche
      • schon eingetretene Resorption von Thallium, chronische Thalliumvergiftung
        • 6 - 40 Hartkapseln (entspricht 3 - 20 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)) / Tag
        • Tagesdosis gleichmäßig über 24 Stunden verteilen (z. B. 6 Hartkapseln 3mal / Tag) um den enterohepatischenKreislauf des Thalliums optimal zu unterbrechen
      • aktue Vergiftung
        • Initial: mindestens 6 Hartkapseln (entspricht 3 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)) auf einmal
      • Behandlung so schnell wie möglich beginnen
        • wenn Präparat nicht sofort verfügbar: spätere Einnahme ist auch sinnvoll und effektiv
      • Behandlungsdauer
        • abhängig von der Thalliumausscheidung im Stuhl

Kontraindikationen

Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Obstipation (Behandlung der Obstipation erfolgt mit einer ballaststoffreichen Diät oder ballaststoffbasierten Laxantien)
      • unspezifische Magen-Darm-Beschwerden (bei einer Hochdosistherapie: 20 g Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) / Tag) am Tag)
      • Dunkelfärbung des Stuhls (harmlos, beruht auf der Farbe des Wirkstoffes)

Anwendungshinweise

  • Hartkapseln mit Flüssigkeit zur Mahlzeit einnehmen
  • Nahrung fördert die Sekretion der Galle und regt den enterohepatischen Kreislauf an
  • wenn der Patient die Kapsel nicht schlucken kann
    • Kapsel öffnen, Inhalt mit Nahrung einnehmen oder in Flüssigkeit ( z. B. warmem Wasser) aufschwemmen und trinken
    • Mund und Zähne können sich dabei blau färben
    • keine orale Einnahme möglich
      • Aufschwemmung kann über den Magenschlauch nach einer Magenspülung gegeben werden
      • Aufschwemmung kann per Magen- oder Duodenalsonde verabreicht werden

Stillzeithinweise

Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
  • gegen die Anwendung von Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) während der Stillzeit bestehen keine Bedenken
  • da Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) praktisch nicht resorbiert wird, durchdringt es nicht die Plazentaschranke und gelangt nicht in die Muttermilch
  • dagegen wird Radiocäsium oder Thallium sowohl auf das ungeborene Kind übertragen als auch in die Muttermilch abgegeben
    • Risiko durch das Radiocäsium oder Thallium viel höher als das Risiko einer Behandlung mit Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)
  • kontaminierte Mütter sollten generell nicht stillen

Schwangerschaftshinweise

Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
  • gegen die Anwendung von Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) während der Schwangerschaft bestehen keine Bedenken
    • da Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) praktisch nicht resorbiert wird, durchdringt es nicht die Plazentaschranke und gelangt nicht in die Muttermilch
  • dagegen wird Radiocäsium oder Thallium sowohl auf das ungeborene Kind übertragen als auch in die Muttermilch abgegeben
    • Risiko durch das Radiocäsium oder Thallium viel höher als das Risiko einer Behandlung mit Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)
  • kontaminierte Mütter sollten generell nicht stillen

Warnhinweise

Eisen(III)hexacyanoferrat(II) - peroral
  • Behandlung mit Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) so schnell wie möglich beginnen
    • ist Eisen(III)-hexacyanoferrat(II) nicht sofort verfügbar, ist auch eine spätere Einnahme sinnvoll und effektiv