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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung von leichten bis mittelstarken Schmerzen nach Zahnextraktionen oder kieferchirurgischen Eingriffen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Dentalstift enthält 32 mg Acetylsalicylsäure

  • leichte bis mittelstarke Schmerzen nach Zahnextraktionen oder kieferchirurgischen Eingriffen
    • allgemein
      • Grundlage einer komplikationslosen Wundheilung ist die Beachtung allgemeiner Regeln zahnärztlich-chirurgischen Vorgehens
    • Dosierung
      • abhängig von der Größe der Extraktionswunde:
        • bis zu 3 Dentalstifte in das Wundgebiet einlegen
      • i.d.R. einmalige Anwendung
      • bei anhaltenden Schmerzen ist auch eine mehrmalige Anwendung möglich
    • Dauer der Anwendung
      • wenige Tage nicht überschreiten
      • Ursachen anhaltenden Schmerzes abklären
      • ggf. geeignete therapeutische Maßnahmen ergreifen
    • Kinder und Jugendliche < 12 Jahre
      • Sicherheit bisher noch nicht erwiesen
      • nur mit besonderer Vorsicht anwenden

Kontraindikationen

Acetylsalicylsäure - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure und andere Salicylate
  • krankhaft erhöhte Blutungsneigung
  • Anwendung zur Schmerzprophylaxe nach Zahnextraktionen
  • Magen- und Darmgeschwüre
  • Anwendung zur Infektionsprophylaxe des Koagulums nach Extraktionen
  • geplanter dichter Nahtverschluss der Extraktionswunde
  • Schwangerschaft (3. Trimester)
  • Kinder und Jugendliche mit fieberhaften Erkrankungen wegen des möglichen Auftretens des Reye-Syndroms

Nebenwirkungen

Acetylsalicylsäure - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • bes. bei Asthmatikern
        • Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Atemnotanfälle oder Hautreaktionen

Andere mögliche Nebenwirkungen für die Anwendung von Acetylsalicylsäure in Darreichungsformen zum Einnehmen, welche häufig, gelegentlich, selten oder in Einzelfällen beobachtet wurden:

  • Magen-Darmbeschwerden wie Magenschmerzen, Mikroblutungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle sowie sekundäre Effekte aufgrund erhöhter Blutungsneigung u.a.

Anwendungshinweise

  • zur dentalen Anwendung
  • in das Wundgebiet locker einlegen und dort belassen
  • eventuell über den Wundrand ragende Dentalstifte kürzen

Stillzeithinweise

Acetylsalicylsäure - invasiv
  • bei längerer Anwendung bzw. Anwendung höherer Dosen (bei oraler Einnahme von Acetylsalicylsäure >/= 150 mg/Tag) sollte abgestillt werden
  • bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich
  • Acetylsalicylsäure und ihre Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über
  • nachteilige Wirkungen für den Säugling bisher nicht bekannt

Schwangerschaftshinweise

Acetylsalicylsäure - invasiv
  • Anwendung während des 3. Trimesters der Schwangerschaft ist kontraindiziert
  • Anwendung während des 1. und 2. Trimesters der Schwangerschaft darf nur unter besonderer Vorsicht erfolgen
  • Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen
  • Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin
  • Annahme, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt
  • Anwendung von Salicylaten im 1. Trimester
    • ist in verschiedenen epidemiologischen Studien mit einem erhöhten Fehlbildungsrisiko (Gaumenspalten, Herz-Missbildungen) in Zusammenhang gebracht worden
    • Risiko bei normalen therapeutischen Dosen scheint jedoch gering zu sein
  • Fertilität
    • es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Wirkstoffe, die die Cyclooxygenase-/Prostaglandin synthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können
      • reversibel nach Absetzen der Behandlung

Warnhinweise

Acetylsalicylsäure - invasiv
  • besondere Vorsicht bei der Anwendung erforderlich bei
    • Überempfindlichkeit gegen andere andere Entzündungshemmer/Antirheumatika oder andere allergene Stoffe
    • im ersten und zweiten Trimester der Schwangerschaft
    • gleichzeitige Therapie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Cumarinderivate, Heparin mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Therapie)
    • Asthma bronchiale
    • chronische und wiederkehrende Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
    • vorgeschädigte Niere
    • schwere Leberfunktionsstörungen
  • Kontakt zwischen Dentalstift mit Acetylsalicylsäure und Schleimhaut führt zu Verätzungserscheinungen („aspirin burn")
  • Asthmaanfälle (Analgetika-Intoleranz/Analgetika-Asthma)
    • besonders gefährdet sind Patienten
      • die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden
      • Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art sind
      • Patienten, die auch gegen andere Stoffe allergisch sind, wie z. B. Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber