Aquacort 50 Mikrogramm Nasenspray 400ED

Aristo Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Budesonid →

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N3 2X10 ML 30,87 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung und Vorbeugung von
    • saisonalem und ganzjährigem allergischen Schnupfen einschließlich Heuschnupfen
    • vasomotorischer Rhinitis
    • Nasenpolypen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Sprühstoß enthält 50 µg Budesonid

  • saisonaler und ganzjähriger allergischen Schnupfen einschließlich Heuschnupfen, vasomotorische Rhinitis
    • Erwachsene und Kinder > 6 Jahre
      • Anfangsdosis (einmal täglich)
        • 4 Sprühstöße (200 µg Budesonid) in jedes Nasenloch morgens 1mal / Tag
        • sobald gute Wirkung, versuchsweise Dosisreduktion auf 2 Sprühstöße (100 µg Budesonid) morgens in jedes Nasenloch
      • Anfangsdosis (zweimal täglich)
        • 2 Sprühstöße (100 µg Budesonid) in jedes Nasenloch morgens und abends
        • sobald gute Wirkung, versuchsweise Dosisreduktion auf 1 Sprühstoß je Nasenloch 2mal / Tag (morgens und abends)
      • Erhaltungsdosis
        • sobald zufriedenstellende Wirkung erreicht wurde, Budesonid-Dosis auf minimal wirksame Dosis reduzieren
      • Tageshöchstdosis: 8 Sprühstöße (400 µg Budesonid)
  • Behandlung von Nasenpolypen
    • 2 Sprühstöße (200 µg Budesonid) je Nasenloch 2mal / Tag
  • Dauer der Anwendung
    • volle Wirksamkeit schon nach wenigen Tagen, spätestens nach ein bis zwei Wochen
    • regelmäßig anwenden
    • Erhaltungsdosis: kleinste Dosis, die eine ausreichende Symptomfreiheit garantiert
    • Hinweis: Nasenschleimhaut bei langfristiger Anwendung regelmäßig ärztlich kontrollieren

Kontraindikationen

Budesonid - nasal
  • Überempfindlichkeit gegen Budesonid

Nebenwirkungen

Budesonid - nasal
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • sofortige oder verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion, wie
        • Urtikaria
        • Hautausschlag
        • Juckreiz
        • Dermatitis
        • Angioödem
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktische Reaktion
  • Endokrine Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anzeichen und Symptome von systemischen Corticosteroid-Nebenwirkungen, einschließlich
        • Nebennierensuppression
        • Wachstumsretardierung bei Kindern
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Glaukom
      • Katarakt (bei Langzeitanwendung)
      • verschwommenes Sehen
  • Erkankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • örtliche Symptome, wie
        • Reizung der Nasenschleimhaut, z.B.
          • Niesen
          • stechendes Gefühl
          • Trockenheit
        • leicht blutiges Sekret
        • Epistaxis (unmittelbar nach der Anwendung)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Geschwüre in der Nase
      • Nasenseptumperforation
      • Dysphonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • trockener Hals
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Blutergüsse
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelkrämpfe
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Osteoporose (bei Langzeitanwendung)

Anwendungshinweise

  • Arzneimittel ausschließlich nasal anwenden
  • vor erster Anwendung Flasche unter Druck bringen
    • zuerst staubdichte Schutzkappe entfernen und Flasche schütteln
    • anschließend Zeige- und Mittelfinger auf die Flügel des Sprays legen, Unterseite mit dem Daumen fixieren (Flasche in aufrechte Position bringen) und Flügel mehrmals herunterdrücken, bis ein Sprühnebel auftritt
    • danach ist das Nasenspray gebrauchsfertig
  • Anleitung zur täglichen Anwendung
    • Nase putzen
    • staubdichte Schutzkappe abnehmen
    • Nasenspray schütteln
    • Zeige- und Mittelfinger auf die Flügel des Sprays legen und Unterseite mit dem Daumen fixieren
    • ein Nasenloch mit dem Finger zuhalten und das Sprührohr vorsichtig in das andere Nasenloch einführen
    • Sprühkopf leicht nach außen bewegen, von der Nasenscheidewand entfernen und die Flügel des Sprays herunterdrücken, so dass ein Sprühstoss ausgelöst wird
    • dieselbe Vorgehensweise am anderen Nasenloch anwenden
    • nach Gebrauch des Sprays staubdichte Schutzkappe wieder aufsetzen
    • Behältnis regelmäßig reinigen, dazu Flügel entfernen, indem diese nach oben gedrückt werden; Flügel und staubdichte Schutzkappe abspülen und trocknen lassen, anschließend Einzelteile wieder zusammenbauen

Stillzeithinweise

Budesonid - nasal
  • Budesonid kann während der Stillzeit angewendet werden
  • Budesonid geht in die Muttermilch über
    • allerdings sind bei therapeutischen Dosierungen von Budesonid keine Auswirkungen auf den Säugling zu erwarten
    • Exposition des Säuglings bei therapeutischen Budesonid-Dosen als gering eingeschätzt, basierend auf
      • Daten von inhalativ angewendetem Budesonid
      • der Tatsache, dass Budesonid lineare pharmakokinetische Eigenschaften innerhalb der therapeutischen Dosierungsintervalle nach nasaler, inhalativer, oraler und rektaler Verabreichung zeigt
  • Erhaltungstherapie mit inhalativ angewendetem Budesonid (200 / 400 µg 2mal / Tag) bei stillenden Frauen mit Asthma
    • führt zu vernachlässigbarer systemischer Budesonid-Exposition beim gestillten Säugling
    • pharmakokinetische Studie
      • geschätzte tägliche Dosis beim Säugling 0,3 % der täglichen mütterlichen Dosis für beide Dosierungen
      • durchschnittliche Plasmakonzentration bei Säuglingen auf 1 / 600 der beobachteten Konzentrationen im mütterlichen Plasma geschätzt (unter der Annahme einer vollständigen oralen Bioverfügbarkeit beim Säugling)
      • Budesonid-Konzentrationen in Plasma-Proben von Säuglingen lagen unter der Bestimmungsgrenze

Schwangerschaftshinweise

Budesonid - nasal
  • wie bei anderen Arzneimitteln muss bei der Verabreichung von Budesonid während der Schwangerschaft der Nutzen für die Mutter gegen das Risiko für den Fötus sorgfältig abgewogen werden
    • Anwendung so kurz wie möglich
  • Ergebnisse aus prospektiven epidemiologischen Studien sowie weltweite Erfahrungen nach der Markteinführung
    • kein erhöhtes Risiko für angeborene Fehlbildungen durch die Anwendung von inhalativ oder intranasal appliziertem Budesonid in der frühen Phase der Schwangerschaft beobachtet

Warnhinweise

Budesonid - nasal
  • sollte nicht angewendet werden bei Patienten mit
    • Nasenbluten
    • Herpes-Infektionen im Mund-, Nasen- oder Augenbereich
    • Ulzerationen der Nase
    • kurz zurückliegender Nasenoperation (solange keine vollständige Heilung erfolgt ist)
    • Nasentrauma (solange keine vollständige Heilung erfolgt ist)
  • wenn nach 3-monatiger Behandlung kein klinisches Ansprechen erreicht werden konnte
    • Budesonid nasal absetzen
  • systemische Wirkungen
    • können während der Anwendung nasaler Corticosteroide auftreten, vor allem bei
      • hohen Dosen
      • einer Einnahme über lange Zeiträume
      • einer zusätzlichen oder vorausgegangenen Corticoidtherapie
      • Einfluss individueller Faktoren
    • Wahrscheinlichkeit für das Auftreten solcher Effekte
      • ist wesentlich niedriger als bei der oralen Anwendung von Corticosteroiden
      • kann variieren
        • von Patient zu Patient
        • zwischen verschiedenen Corticosteroid-Präparaten
    • mögliche systemische Effekte umfassen z.B.
      • Cushing-Syndrom
      • cushingoide Merkmale
      • Unterdrückung der Nebennierenfunktion
      • Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen
      • Katarakt
      • Glaukom
      • selten psychische oder Verhaltensstörungen, einschließlich
        • psychomotorische Überaktivität
        • Schlafstörungen
        • Angst
        • Depression
        • Aggression (insbesondere bei Kindern)
  • klinisch signifikante Nebennierensuppression
    • eine Behandlung mit nasalen Corticosteroiden in höheren als den empfohlenen Dosen kann zu klinisch signifikanter Nebennierensuppression führen
    • wenn davon auszugehen ist, dass höhere als die empfohlenen Dosen angewendet werden
      • sollte während Stressphasen oder planbarer Operationen eine zusätzliche Gabe von systemischen Corticosteroiden erwogen werden
  • HNO-Symptome
    • manche HNO-Symptome (Hals, Nase, Ohren) können bei Anwendung einer Corticoidbehandlung maskiert sein
  • Infektionen der Nase
    • bei bakteriellen oder Pilzinfektionen der Nase Budesonid nur anwenden, wenn
      • zeitgleich ein antibakterielle bzw. antimykotische Behandlung erfolgt
  • Langzeitanwendung
    • bei kontinuierlicher Langzeitanwendung
      • sollte die Nasenschleimhaut regelmäßig untersucht werden, z.B. alle 6 Monate
  • verminderte Leberfunktion
    • besitzt Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Corticosteroiden
    • (schwere) Leberfunktionsstörung
      • beeinflusst die Pharmakokinetik (einschließlich Elimination) von oral appliziertem Budesonid durch
        • erhöhte systemische Verfügbarkeit
        • verminderte Eliminationsrate
      • es sollte an potentielle systemische Effekte gedacht werden
        • für Budesonid nasal nur von begrenzter klinischer Bedeutung
          • nach nasaler Anwendung ist nur ein relativ geringer oraler Anteil systemisch verfügbar
    • intravenöse Pharmakokinetik von Budesonid bei gesunden Freiwilligen und Patienten mit Leberzirrhose fällt ähnlich aus
  • Infektionen der Lunge und der Atemwege
    • von einer Anwendung von Budesonid nasal wird abgeraten
    • besondere Vorsicht (klinisches Monitoring erwägen) bei Patienten mit
      • aktiver oder inaktiver Lungentuberkulose
      • Pilz- oder (neurotropen) Virusinfektionen der Atemwege, z.B. Herpes zoster
    • bei jeglicher bakterieller, viraler oder Pilzinfektion der oberen Atemwege, im Mundraum und / oder an den Augen
      • sollte eine spezifische Therapie eingeleitet werden.
  • Wirkeintritt
    • Patient informieren, dass sich die volle Wirkung erst nach einigen Behandlungstagen einstellt
      • Behandlung einer saisonalen Rhinitis möglichst vor der Exposition gegenüber Allergenen einleiten
  • Sehstörungen
    • können bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden auftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
      • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen
      • die Sehstörungen, die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden umfassen unter anderem
        • Katarakt
        • Glaukom
        • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)
  • Kinder und Jugendliche
    • Langzeiteffekte nasaler Glucocorticoide nicht vollständig geklärt
    • bei Kindern, die längerfristig Glucocorticosteroide einnehmen (unabhängig von der Art der Anwendung (auch nasal))
      • Wachstum / Körpergröße sollte engmaschig kontrolliert werden
      • Nutzen der Glucocorticosteroid-Therapie gegen eine mögliche Verlangsamung des Wachstums abwägen
    • Wachstumsverzögerungen bei Kindern, die mit nasalen Corticosteroiden in zugelassener Dosierung behandelt wurden, wurden berichtet
    • falls das Wachstum verzögert ist
      • sollte die Therapie im Hinblick auf eine Dosisminderung des nasalen Cortisosteroids neu überdacht werden
    • falls möglich niedrigste Dosis wählen mit der sich eine effektive Symptomkontrolle aufrechterhalten lässt
    • Überweisung an einen Facharzt für Pädiatrie und Pulmologie erwägen
  • Wechsel in der Art der Anwendung
    • Vorsicht ist geboten bei
      • Umstellung von systemischer Steroidbehandlung auf Budesonid nasal
      • Gründen zur Annahme, dass die Nebennierenfunktion eingeschränkt ist
    • bei Patienten, die von systemischen Corticosteroiden (oral / parenteral) auf Budesonid nasal umgestellt werden
      • können unerwünschte Symptome außerhalb des Nasenbereichs demaskiert werden, die zuvor durch die systemische Therapie unter Kontrolle waren, z.B.
        • allergische Konjunktivitis
        • Dermatitis
      • diese Symptome sind bei Bedarf zusätzlich zu behandeln
  • Absetzen von Budesonid
    • sollte durch schrittweise Dosisreduktion erfolgen bis sich die Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-(HPA-)Achse normalisiert hat
      • während dieser Dosisminderung kann es bei einigen Patienten zu Symptomen eines systemischen Glucocorticoid-Entzugs kommen, z.B.
        • Gelenkschmerzen
        • Muskelschmerzen
        • Mattigkeit
        • Depression
      • falls Hinweise auf eine Nebenniereninsuffizienz auftreten
        • systemische Glucocorticoide vorübergehen erhöhen
        • anschließend in kleinen Schritten absetzen