ARLEVERT

Hennig Arzneimittel GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cinnarizin/Dimenhydrinat →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ST 26,18 €
N2 50 ST 32,99 €
N3 100 ST 49,98 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Schwindelsymptome verschiedener Genese bei Erwachsenen

Dosierung

  • Schwindelsymptome verschiedener Genese
    • 1 Tablette (entsprechend 20 mg Cinnarizin plus 40 mg Dimenhydrinat) 3mal / Tag
    • zu Behandlungsbeginn und in schweren Fällen: Dosiserhöhung, optional, bis zu 5 Tabletten / Tag
    • Behandlungsdauer
      • max. 4 Wochen
      • Arzt entscheidet, ob längere Behandlung erforderlich ist
    • ältere Patienten: Dosierung wie Erwachsene
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
    • eingeschränkte Nierenfunktion:
      • leicht - mäßig: Anwendung mit Vorsicht
      • schwer (Kreatinin - Clearance </= 25 ml / Min): kontraindiziert
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • keine Untersuchungen verfügbar
      • keine Anwendung

Kontraindikationen

Cinnarizin, Kombinationen - peroral

Cinnarizin und Dimenhydrinat

  • Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat oder Cinnarizin
  • Überempfindlichkeit gegen Diphenhydramin oder andere Antihistaminika ähnlicher Struktur
  • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <= 25 ml/Min.)
    • Diphenhydramin wird vollständig renal ausgeschieden
    • Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz waren vom klinischen Entwicklungsprogramm ausgeschlossen
  • schwer eingeschränkte Leberfunktion
    • Cinnarizin und Dimenhydrinat weitgehend durch hepatische Cytochrom-P450-Enzyme metabolisiert
    • bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion erhöhen sich die Plasmakonzentrationen der unveränderten Wirkstoffe und ihre Halbwertszeiten
      • wurde für Diphenhydramin bei Patienten mit Zirrhose nachgewiesen
  • Engwinkelglaukom
  • Krampfanfälle
  • Verdacht auf erhöhten intrakraniellen Druck
  • Alkoholmissbrauch
  • Harnretention aufgrund von urethroprostatischen Erkrankungen

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Cinnarizin, Kombinationen - peroral

Cinnarizin und Dimenhydrinat

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
      • aplastische Anämie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • reversible Agranulozytose
        • steht im Zusammenhang mit Dimenhydrinat
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautreaktionen)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Somnolenz (einschließlich Schläfrigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, Benommenheit)
        • in der Regel leichte Ausprägung, verschwinden innerhalb weniger Tage, auch bei fortgesetzter Behandlung
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parästhesien
      • Amnesie
      • Tinnitus
      • Tremor
      • Nervosität
      • Konvulsionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • paradoxe Erregungszustände (insbesondere bei Kindern)
        • steht im Zusammenhang mit Dimenhydrinat
      • extrapyramidale Symptome
        • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verschlechterung eines bestehenden Engwinkelglaukoms
        • steht im Zusammenhang mit Dimenhydrinat
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Engegefühl in der Brust
        • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
        • in der Regel leichte Ausprägung, verschwindet innerhalb weniger Tage, auch bei fortgesetzter Behandlung
      • Bauchschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspepsie
      • Übelkeit
      • Diarrhö
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Obstipation
        • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • cholestatischer Ikterus
        • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwitzen
      • Hautausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Photosensibilität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lupusartige Hautreaktionen
        • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin
      • Lichen planus
        • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Harnverhalt
    • Untersuchungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gewichtszunahme
          • steht im Zusammenhang mit Cinnarizin

Anwendungshinweise

  • Einnahme unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Cinnarizin, Kombinationen - peroral

Cinnarizin und Dimenhydrinat

  • sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • Dimenhydrinat und Cinnarizin werden in die Muttermilch ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

Cinnarizin, Kombinationen - peroral

Cinnarizin und Dimenhydrinat

  • sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
  • Sicherheit von Cinnarizin/Dimenhydrinat während der Schwangerschaft nicht erwiesen
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Cinnarizin/Dimenhydrinat bei Schwangeren vorliegend
  • Dimenhydrinat
    • aufgrund von Erfahrungen beim Menschen besteht der Verdacht, dass Dimenhydrinat eine Oxytocin-Wirkung hat und die Dauer des Geburtsvorgangs verkürzen kann
  • tierexperimentelle Studien
    • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien mit Cinnarizin/Dimenhydrinat in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
    • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale und postnatale Entwicklung vorliegend
    • teratogens Risiko der Einzelwirkstoffe Dimenhydrinat und Cinnarizin ist gering
    • in tierexperimentellen Studien keine teratogenen Wirkungen beobachtet
  • Fertilität
    • nicht bekannt

Warnhinweise

Cinnarizin, Kombinationen - peroral

Cinnarizin und Dimenhydrinat

  • Vorsicht bei Hypotonie
    • Cinnarizin/Dimenhydrinat führt zu keiner signifikanten Senkung des Blutdrucks, sollte jedoch bei Patienten mit Hypotonie mit Vorsicht angewendet werden
  • Cinnarizin/Dimenhydrinat sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Zuständen, die sich durch eine anticholinerge Therapie verschlimmern könnten, z.B.
    • erhöhter intraokularer Druck
    • pyloro-duodenale Obstruktion
    • Prostatahyperplasie
    • Hypertonie
    • Hyperthyreose
    • schwere koronare Herzkrankheit
  • Vorsicht bei Patienten mit Morbus Parkinson
  • Allergietests
    • Cinnarizin/Dimenhydrinat kann die Hautreaktionen bei Allergietests maskieren