ARTERENOL 25ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 25 ML | 20,47 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- septischer Schock, wenn durch alleinige Volumentherapie keine Kreislaufstabilisierung erreicht werden kann
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 1,22 mg Norepinephrinhydrochlorid, entsprechend 1,0 mg Norepinephrin (Noradrenalin, linksdrehend) in der Konzentration 0,1% (1:1.000) in isotonischer Lösung
- septischer Schock, wenn durch alleinige Volumentherapie keine Kreislaufstabilisierung erreicht werden kann
- Stabilisierung des Blutdruckes erzielt man am besten durch i.v. Infusion, z. B. mittels Perfusor
- Dosierung richtet sich nach der aktuellen hämodynamischen Situation des Patienten
- allgemein: 1 - 20 µg / Min.
- Erwachsene: 0,014 - 0,28 µg / kg KG / Min.
- abhängig von der klin. Situation, individuell auch höhere Dosen notwendig
- Behandlungsdauer
- im Allgemeinen kurz, entsprechend der akuten klinischen Situation, z. B. Schockbehandlung
- bei Bedarf über mehrere Tage fortsetzen, dabei fortlaufende Überwachung des Patienten
- auch unter genauer Kontrolle der Infusionsstelle
- bei paravenöser oder besonders lang dauernder i.v. Infusion können lokale ischämische Nekrosen auftreten
- schwere Nierenfunktionsstörungen
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Norepinephrin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Norepinephrin (Noradrenalin)
- Hypotonie aufgrund von Blutvolumenmangel (Hypovolämie)
- Hypertonie
- Hyperthyreose
- Phäochromozytom
- Engwinkelglaukom
- Prostataadenom mit Restharnbildung
- Paroxysmale Tachykardie
- Hochfrequente absolute Arrhythmie
- Schwere Nierenfunktionsstörungen
- Koronar- und Herzmuskelerkrankungen
- Sklerotische Gefäßveränderungen
- Cor pulmonale
- Intraarterielle Verabreichung
- Verabreichung über eine periphere Kanüle und/oder periphere Vene
- Narkose mit Cyclopropan oder Halothan
- schwerwiegende Herzrhythmusstörungen einschl. Kammerflimmern bei Anwendung von blutdrucksteigernden Aminen unter einer Narkose mit Cyclopropan oder Halothan möglich
- da die Möglichkeit eines erhöhten Risikos für Kammerflimmern besteht, ist Norepinephrin bei Patienten, die diese oder andere herzsensibilisierende Wirkstoffe erhalten oder eine tiefe Hypoxie oder Hyperkapnie aufweisen, mit Vorsicht anzuwenden
Nebenwirkungen
Norepinephrin - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit einschl. folgender Wirkungen, die in diesem Fall häufiger auftreten können
- Hypertonie
- Photophobie
- retrosternaler Schmerz
- Halsschmerzen
- Blässe
- übermäßiges Schwitzen
- Erbrechen
- Überempfindlichkeit einschl. folgender Wirkungen, die in diesem Fall häufiger auftreten können
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperglykämie
- metabolische Azidose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angst
- Schlaflosigkeit
- Verwirrtheit
- Schwäche
- psychotische Zustände
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerz
- Tremor
- Unsicherheitsgefühl
- Ruhelosigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Akutes Glaukom
- sehr häufig bei Patienten mit einer anatomischen Prädisposition für einen Verschluss des Kammerwinkels
- Akutes Glaukom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie
- Bradykardie
- wahrscheinlich als reflexartige Folge des Blutdruckanstiegs
- infolge zu hoher Dosierung oder zu rascher intravenöser Zufuhr
- Arrhythmien
- im Extremfall: Kammerflimmern
- Palpitationen
- erhöhte Kontraktilität des Herzmuskels aufgrund der beta-adrenergen Wirkung auf dasHerz
- inotrop und chronotrop
- akute Herzinsuffizienz
- pektanginöse Beschwerden
- myokardiale Ischämie
- Myokardschädigung
- Stress-Kardiomyopathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arterielle Hypertonie
- unter Umständen exzessiv mit Gefahr von zerebralen Blutungen
- Gewebehypoxie
- Hypoxie
- bei kontinuierlicher Anwendung eines Vasopressors zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks ohne Blutvolumenersatz
- schwere periphere und viszerale Vasokonstriktion
- bei kontinuierlicher Anwendung eines Vasopressors zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks ohne Blutvolumenersatz
- ischämische Verletzung aufgrund der starken vasokonstriktorischen Wirkung (schwere periphere und viszerale Vasokonstriktion; kann zu Kälte und Blässe der Gliedmaßen und des Gesichts führen)
- einschließlich Gangrän der Extremitäten
- Kältegefühl in den Extremitäten
- Arterielle Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ateminsuffizienz oder Atemnot
- Dyspnoe
- Lungenödem
- bei zu starkem Blutdruckanstieg
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypersalivation
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blässe
- Schwitzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Oligurie
- Anurie
- Miktionsbeschwerden
- Retention von Harn
- verminderte Durchblutung der Nieren und verminderte Urinproduktion
- bei kontinuierlicher Anwendung eines Vasopressors zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks ohne Blutvolumenersatz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- mögliche Reizung und Nekrose an der Injektionsstelle
- z. B. an der Haut
- insbesondere bei para- oder perivasaler Gabe
- mögliche Reizung und Nekrose an der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Laktatspiegel im Serum
- bei kontinuierlicher Anwendung eines Vasopressors zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks ohne Blutvolumenersatz
- erhöhte Laktatspiegel im Serum
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überdosierung einschl. folgender Wirkungen, die in diesem Fall häufiger auftreten können
- Hypertonie
- Photophobie
- retrosternaler Schmerz
- Halsschmerzen
- Blässe
- übermäßiges Schwitzen
- Erbrechen
- Überdosierung einschl. folgender Wirkungen, die in diesem Fall häufiger auftreten können
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- intravenös infundieren
- Hinweis
- vor Anwendung Flüssigkeitsausgleich durchführen und Azidose korrigieren
- zur Vermeidung von ischämischen Nekrosen (Haut, Extremitäten): über ausreichend große Venen mittels sicher plazierter Braunüle oder zentralvenösen Zugang verabreichen
- Handhabung
- Stabilisierung des Blutdruckes erzielt man am besten durch i.v. Infusion, z. B. mittels Perfusor
- z. B. 5 ml Injektionslösung (entsprechend 5 mg = 5000 µg Norepinephrin) mit isotonischer Natriumchloridlösung oder 5%iger Glucoselösung auf 50 ml Gesamtvolumen verdünnen
- 1 ml dieser Lösung 1 : 10000 entspricht 0,1 mg = 100 µg Norepinephrin
- Laufgeschwindigkeit, abhängig von der aktuellen Kreislaufsituation: 0,6 ml / Stunde (entsprechend 1 µg /Min.) - 12 ml / Stunde (entsprechend 20 µg / Min.)
- zur Herstellung und Aufbewahrung von Rezepturen mit Norepinephrin nur Neutralglas bzw. hydrolysebeständiges Glas (Glasart I oder II Pharm. Eur.) verwenden
- Spritzen und Kanülen müssen sauber sein, insbesondere frei von alkalisch reagierenden Rückständen
- Lösung muss klar und farblos sein
- nicht intraarteriell anwenden
Stillzeithinweise
Norepinephrin - invasiv
- Abstillen nicht erforderlich
- da Norepinephrin oral nur wenig resorbiert und zudem schnell abgebaut wird
- Übergang in Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Norepinephrin - invasiv
- Aufgrund seiner Indikationen ist die Norepinephrin-Anwendung während der Schwangerschaft falls erforderlich und nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung möglich
- Anwendung in möglichst niedriger Dosierung und unter sorgfältiger Überwachung
- Norepinephrin ist plazentagängig
- pharmakodynamische Eigenschaften des Wirkstoffs berücksichtigen
- unter Umständen mögliche Folgen:
- verminderte Plazentadurchblutung
- Uteruskontraktionen
- uterine Vasokonstriktion
- fetale Bradykardie
- im Spätstadium der Schwangerschaft: Asphyxie des Fetus
Warnhinweise
Norepinephrin - invasiv
- Verabreichung nur von medizinischem Fachpersonal, das mit der Anwendung von Norepinephrin vertraut ist
- Warnhinweise
- Norepinephrin ist kontraindiziert bei hypotensiven Patienten, bei denen ein Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hypovolämie vorliegt
- ausschließlich als kurzfristige Notfallmaßnahme zur Aufrechterhaltung der Blutzufuhr der Koronar- und Zerebralarterien bis zur Einleitung einer Volumensubstitutionstherapie zulässig
- Norepinephrin nur in Verbindung mit einem angemessenen Blutvolumenersatz anwenden
- zur Vermeidung einer Hypertonie: während der Norepinephrin-Infusion Blutdruck und Blutflussgeschwindigkeit regelmäßig überprüfen
- i.v.-Arzneimittel stets visuell prüfen und nicht anwenden, wenn
- Partikel vorhanden sind
- eine Farbveränderung festgestellt wird
- Extravasationsrisiko
- Noradrenalin-Lösung nur über einen Zentralvenenkatheter infundieren
- Risiko einer Extravasation mit nachfolgender Gewebenekrose ist dabei sehr gering
- lnfusionsstelle häufig auf Durchgängigkeit prüfen
- Extravasation sorgfältig vermeiden, da diese eine Nekrose der umliegenden Gewebe (der zur Injektion verwendete Vene) verursachen würde
- Übergang von Norepinephrin in umliegendes Gewebe, das infundierte Vene umgibt
- aufgrund der Vasokonstriktion der Venenwand mit erhöhter Durchlässigkeit
- Folge: Ausbleichen der Gewebe, das nicht auf eine offensichtliche Extravasation zurückzuführen ist
- bei Auftreten eines Ausbleichens: Wechsel der lnfusionsstelle erwägen, damit die Auswirkungen der lokalen Vasokonstriktion abklingen können
- Noradrenalin-Lösung nur über einen Zentralvenenkatheter infundieren
- Behandlung einer Extravasationsbedingten Ischämie
- Gewebezerstörung möglich
- während einer extravaskulären Leckage des Arzneimittels oder
- bei einer extravenösen lnjektion aufgrund der vasokonstriktorische Wirkung des Arzneimittels auf die Blutgefäße
- Therapie
- Infusion sofort stoppen
- Bereich unverzüglich mit Phentolamin infiltrieren
- z. B. mit 10 - 15 ml physiologischer Kochsalzlösung, die 5 - 10 mg Phentolaminmesilat enthält
- hierbei Spritze mit einer Feinnadel verwenden und lokal injizieren
- Bereich engmaschig auf Besserung kontrollieren
- weitere Behandlung der ischämischen Wirkung erwägen
- Gewebezerstörung möglich
- Norepinephrin ist kontraindiziert bei hypotensiven Patienten, bei denen ein Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hypovolämie vorliegt
- Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- in folgenden Fällen ist Vorsicht geboten und die lndikation streng einzuhalten
- schwere Funktionsstörung des linken Ventrikels in Verbindung mit akuter Hypotonie
- sorgfältige Blutdruckuntersuchung des Patienten erforderlich
- mit der diagnostischen Abklärung gleichzeitig unterstützende Therapie einleiten
- Norepinephrin sollte für Patienten mit kardiogenem Schock und refraktärer Hypotonie reserviert bleiben, insb. für Patienten ohne erhöhten systemischen Gefäßwiderstand
- Initial-Dosis: zunächst 2 bis 4 µg/min
- dann nach Bedarf auftitrieren
- kann eine systemische Perfusion oder ein systolischer Druck > 90 mmHg bei einer Dosis von 15 µg/min nicht aufrechterhalten werden, ist nicht zu erwarten, dass eine weitere Dosiserhöhung von Nutzen sein wird
- Patienten mit koronarer, mesenterischer oder peripherer Gefäßthrombose
- besondere Vorsicht geboten, da Norepinephrin die Ischämie verschlimmern und das lnfarktareal vergrößern kann
- in ähnlicher Weise ist Vorsicht geboten bei
- Patienten mit Hypotonie infolge eines Myokardinfarkts
- Patienten mit Prinzmetal-Angina
- Herzrhythmusstörungen
- auftreten von Herzrhythmusstörungen während der Behandlung: Dosierung verringeren
- Patienten mit angeborenen Herzfehlern mit Links-rechts-Shunt, wie z. B. persistierendes Foramen ovale, Vorhofseptumdefekt oder Ventrikelseptumdefekt
- aufgrund einer Erhöhung des Lungengefäßwiderstands kann es durch Norepinephrin zu einem Rechts-links-Shunt kommen
- Shuntumkehr
- Eisenmenger-Reaktion
- aufgrund einer Erhöhung des Lungengefäßwiderstands kann es durch Norepinephrin zu einem Rechts-links-Shunt kommen
- Vorsicht angeraten bei Patienten mit
- Hyperthyreose
- Diabetes mellitus
- unausgeglichener diabetischer Stoffwechsellage
- Hypercalcämie
- Hypokaliämie
- ältere Patienten
- können besonders empfindlich auf die Wirkungen von Norepinephrin reagieren
- schwere Funktionsstörung des linken Ventrikels in Verbindung mit akuter Hypotonie
- in folgenden Fällen ist Vorsicht geboten und die lndikation streng einzuhalten
- weitere Hinweise
- Norepinephrin-Perfusion muss unter kontinuierlicher Überwachung des Blutdrucks und der Herzfrequenz erfolgen
- Auswirkung auf das Plasmavolumen
- Verringerung des Plasmavolumens möglich, aufgrund der langfristigen Verabreichung stark wirksamer blutdrucksteigemder Arzneimittel
- Therapie
- Korrektur mittels geeigneter kontinuierlicher Flüssigkeits- und Elektrolytersatztherapie
- unbedingt vor Norepinephrin-Gabe Flüssigkeitsausgleich durchführen
- falls das Plasmavolumen nicht korrigiert wird
- nach Abbruch der Infusion möglicherweise erneutes Auftreten einer Hypotonie oder
- Blutdruck kann unter dem Risiko einer schweren peripheren und viszeralen Gefäßverengung (z. B. verminderte Nierenperfusion) mit einer Verringerung von Blutfluss und Gewebeperfusion mit anschließender Gewebehypoxie und Laktatazidose und möglicher ischämischer Verletzung aufrechterhalten werden
- gleichzeitige Gabe eines Alpha-Blockers: blutdrucksteigernde Wirkung (infolge der adrenergen Wirkung auf die Gefäße) kann vermindert werden
- gleichzeitige Gabe eines Beta-Blockers: Folgen aufgrund der beta-1-adrenergen Stimulierung
- Verminderung der stimulierenden Wirkung des Arzneimittels auf das Herz
- Verstärkung der blutdrucksteigernden Wirkung (aufgrund der Verringerung der arteriolären Dilatation)
- gleichzeitige Gabe von Norepinephrin und Vollblut oder Plasma: Blut bzw. Plasma über einen eigenen Tropf verabreichen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- kann bei Anwendung als Dopingmittel zu einer Gefährdung der Gesundheit kommen