Atectura Breezhaler 125ug/62.5ug Hkp.m.Plv.z.Inh.

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre

  • Erhaltungstherapie bei Asthma bei Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und inhalativen, kurzwirksamen Beta2-Agonisten nicht ausreichend kontrolliert sind

Dosierung

  • Erhaltungstherapie bei Asthma
    • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
      • 1 Kapsel 1mal / Tag inhalieren
      • Stärke des Arzneimittels (Mometasonfuroat-Dosis) entsprechend der Schwere der Erkankung wählen
      • empfohlene Höchstdosis: 125 µg Idacaterol / 260 µg Mometasonfuroat 1mal / Tag
      • versäumte Dosen
        • ausgelassene Dosen so bald wie möglich nachholen
        • max. 1 Dosis / Tag anwenden
    • ältere Patienten >/= 65 Jahre
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Kinder und Jugendliche < 12 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Leberfunktionsstörung
        • keine Daten
        • Anwendung nur, wenn der erwartete Nutzen das mögliche Risiko überwiegt

Kontraindikationen

Indacaterol und Mometason - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Indacaterol(acetat)
  • Überempfindlichkeit gegen Mometasonfuroat

Nebenwirkungen

Indacaterol und Mometason - pulmonal
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Nasopharyngitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Candidose
        • orale Candidose
        • Candidose des Oropharynx
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeit
        • Arzneimittelausschlag
        • Arzneimittelüberempfindlichkeit
        • Ausschlag
        • erythematöser Hautausschlag
        • Ausschlag mit Juckreiz
        • Urtikaria
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
        • Allergisches Ödem
        • Schwellung um die Augenhöhle
        • Schwellung des Augenlids
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperglykämie (Glukose im Blut erhöht, Hyperglykämie)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerz (Spannungskopfschmerz)
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verschwommenes Sehen
      • Katarakt (Corticaler Katarakt)
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
        • Herzfrequenz erhöht
        • Sinustachykardie
        • supraventrikuläre Tachykardie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Asthma (Exazerbation)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen im Oropharynx
        • Mundschmerzen
        • Beschwerden im Oropharynx
        • Rachenreizung
        • schmerzhaftes Schlucken (Odynophagie)
      • Dysphonie
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
        • Arzneimittelausschlag
        • erythematöser Hautausschlag
        • Ausschlag mit Juckreiz
      • Pruritus
        • analer Juckreiz
        • Augenjucken
        • nasaler Pruritus
        • genitaler Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
        • Rückenschmerzen
        • Myalgie
        • Nackenschmerzen
        • Brustschmerzen die Skelettmuskulatur betreffend
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelkrämpfe

Anwendungshinweise

  • Anwendung jeden Tag zur gleichen Tageszeit (Anwendung zu jeder Tageszeit möglich)
  • nur zur Inhalation
  • Kapseln nicht schlucken
  • Anwendung der Kapseln nur mit dem Inhalator
  • Einweisung des Patienten in die sachgerechte Anwendung des Arzneimittels
  • keine Verbesserung der Atmung
    • Patienten fragen, ob Arzneimittel geschluckt statt inhaliert wird
  • Kapseln erst unmittelbar vor der Anwendung aus der Blisterpackung entnehmen
  • nach der Inhalation Mund mit Wasser ausspülen, ohne es zu schlucken
  • Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung: siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Indacaterol und Mometason - pulmonal
  • muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll/die Behandlung zu unterbrechen ist
    • Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
  • keine Informationen zum Vorliegen von Indacaterol oder Mometasonfuroat in der Muttermilch beim Menschen vorliegend und darüber, welche Auswirkungen sie auf den Säugling oder die Milchbildung haben
    • andere inhalative Corticosteroide, die Mometasonfuroat ähneln, werden beim Menschen in die Muttermilch abgegeben
    • bei laktierenden Ratten sind Indacaterol (einschließlich seiner Metaboliten) und Mometasonfuroat in der Milch nachgewiesen worden

Schwangerschaftshinweise

Indacaterol und Mometason - pulmonal
  • Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen für die Patientin das potenzielle Risiko für den Fetus rechtfertigt
  • keine ausreichenden Daten für die Anwendung des Arzneimittels oder von seinen Einzelkomponenten (Indacaterol und Mometasonfuroat) bei schwangeren Frauen vorliegend, um bestimmen zu können, ob ein Risiko vorliegt
  • wie andere Arzneimittel, die beta 2-adrenerge Agonisten enthalten, kann Indacaterol aufgrund der relaxierenden Wirkung auf die glatte Muskulatur des Uterus die Wehentätigkeit hemmen
  • tierexperimentelle Studien
    • Indacaterol wirkte bei Ratten und Kaninchen nach subcutaner Anwendung nicht teratogen
    • in tierexperimentellen Reproduktionsstudien an trächtigen Mäusen, Ratten und Kaninchen führte Mometasonfuroat zu vermehrten fetalen Fehlbildungen und reduziertem fetalen Überleben und Wachstum
  • Fertilität
    • Studien zur Reproduktionstoxizität und andere tierexperimentelle Daten ergaben keine Hinweise auf Bedenken hinsichtlich der männlichen oder weiblichen Fertilität

Warnhinweise

Indacaterol und Mometason - pulmonal
  • Verschlechterung der Erkrankung
    • Arzneimittel ist nicht zur Behandlung akuter Asthmasymptome einschließlich akuter Bronchospasmus-Anfälle einzusetzen
      • kurzwirksamer Bronchodilatator erforderlich
    • vermehrte Anwendung von kurzwirksamen Bronchodilatatoren zur Linderung von Symptomen deutet auf eine Verschlechterung und abnehmende Krankheitskontrolle hin
      • Anlass zu einer ärztlichen Untersuchung
    • Patient soll Behandlung nicht ohne ärztliche Aufsicht beenden
      • Symptome können nach Absetzen wieder auftreten
    • wenn Patient die Behandlung als unwirksam empfindet
      • Behandlung fortzusetzen
      • ärztlichen Rat einholen
    • zunehmende Einsatz von Bedarfsmedikation (Bronchodilatatoren) deutet auf eine Verschlechterung der Grunderkrankung hin und rechtfertigt eine Neubewertung der Therapie
    • plötzliche und fortschreitende Verschlechterung der Asthmasymptome ist potenziell lebensbedrohlich
      • Patient hat sich dringend einer medizinischen Beurteilung zu unterziehen
  • Überempfindlichkeit
    • Beobachtungen über unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktionen (Soforttyp) nach Anwendung dieses Arzneimittels
    • Behandlung sofort absetzen und anderweite Behandlung einleiten, falls Anzeichen auftreten, die auf eine allergische Reaktion hindeuten, insbesondere
      • Angioödeme (Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Anschwellen von Zunge, Lippen und Gesicht)
      • Urtikaria
      • Hautausschlag
  • Paradoxer Bronchospasmus
    • wie auch andere Inhalationstherapien kann Anwendung dieses Arzneimittels zu paradoxen Bronchospasmen führen
      • können lebensbedrohlich sein
    • beim Auftreten eines paradoxen Bronchospasmus
      • Anwendung sofort absetzen
      • Alternativbehandlung einleiten
  • Kardiovaskuläre Wirkungen von Beta-Agonisten
    • wie andere Arzneimittel, die beta 2-adrenerge Agonisten enthalten, kann dieses Arzneimittel bei manchen Patienten das Herz-Kreislauf-System in klinisch relevanter Art beeinflussen
      • zeigt sich im Anstieg von Pulsfrequenz, des Blutdrucks und / oder anderen Symptomen
      • beim Auftreten solcher Wirkungen kann Absetzen der Behandlung notwendig sein
    • Arzneimittel mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit
      • einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (koronare Herzkrankheit, akuter Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie)
      • einem Krampfleiden
      • Thyreotoxikose
      • Patienten, die die außergewöhnlich stark auf beta 2-adrenerge Agonisten ansprechen
    • keine Patientendaten vorliegend, da von den Studien des klinischen Entwicklungsprogramms von Indacaterol/Mometasonfuroat ausgeschlossen, von Patienten mit
      • instabiler ischämischer Herzerkrankung
      • zurückliegendem Herzinfarkt in den letzten 12 Monaten
      • inksventrikulärer Herzinsuffizienz der NYHA (New York Heart Association)-Klasse III/IV
      • Arrhythmien
      • unkontrollierter Hypertonie
      • zerebrovaskulärer Erkrankung
      • zurückliegendem Long-QT-Syndrom
      • Patienten, die Arzneimittel anwenden, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern
    • Berichte über Veränderungen des EKG-Muster durch beta 2-adrenerge Agonisten, deren klinische Relevanz noch nicht geklärt ist
      • Abflachung der T-Welle
      • Verlängerung des QT-Intervalls
      • ST-Streckensenkung
    • Langwirksame beta 2-adrenerge Agonisten (LABA) oder LABA-haltige Kombinationsarzneimittel mit Vorsicht anwenden bei
      • Patienten, bei denen eine Verlängerung des QT-Intervalls bekannt ist oder vermutet wird oder die mit Arzneimitteln behandelt werden, die das QT-Intervall beeinflussen
  • Hypokaliämie bei Beta-Agonisten
    • Beta 2-adrenerge Agonisten können bei manchen Patienten eine signifikante Hypokaliämie hervorrufen, die möglicherweise unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen verursachen kann
    • Abfall des Serumkaliums ist üblicherweise vorübergehend und erfordert keine Supplementierung
    • Patienten mit schwerem Asthma
      • Hypokaliämie kann sich durch Hypoxie und die Begleitbehandlung verstärken, was die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöhen kann
    • in klinischen Studien zu Indacaterol/Mometasonfuroat wurden in den empfohlenen therapeutischen Dosen keine klinisch bedeutsamen Fälle von Hypokaliämie beobachtet
  • Hyperglykämie
    • Inhalation hoher Dosen von beta 2-adrenergen Agonisten und Corticosteroiden kann möglicherweise zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen
    • Patienten mit Diabetes sollten Blutzuckerspiegel nach Beginn der Behandlung engmaschig überwachen
    • das Arzneimittel wurde bei Patienten mit Typ-I-Diabetes oder unkontrolliertem Typ-II-Diabetes nicht untersucht
  • Prävention von oropharyngealen Infektionen
    • zur Verringerung des Risikos einer oropharyngealen Candidainfektion
      • Patient anweisen, nach Inhalation der verordneten Dosis den Mund mit Wasser zu spülen oder zu gurgeln, ohne es zu schlucken, oder sich die Zähne zu putzen
  • Systemische Wirkungen von Corticosteroiden
    • Inhalative Corticosteroide können systemische Auswirkungen hervorrufen, insbesondere
      • wenn sie in hohen Dosen
      • über längere Zeit angewendet werden
    • Auswirkungen sind deutlich weniger wahrscheinlich als bei oralen Corticosteroiden
    • können je nach Patient und angewendetem Corticosteroid-Präparat unterschiedlich ausfallen
    • mögliche systemische Wirkungen
      • Cushing-Syndrom
      • Cushing-ähnliche Merkmale
      • Nebennierenrindensuppression
      • Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen
      • Abnahme der Knochenmineraldichte
      • Katarak
      • Glaukom
      • seltener eine Reihe von Auswirkungen auf die Psyche und das Verhalten, einschließlich psychomotorische Hyperaktivität, Schlafstörungen, Angst, Depression oder Aggression (insbesondere bei Kindern)
    • wichtig, dass die Dosis des inhalativen Corticosteroids auf die niedrigste Dosis titriert wird, bei der eine wirksame Asthmakontrolle aufrechterhalten wird
    • Auftreten von Sehstörungen bei der systemischen und topischen (einschließlich intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung von Corticosteroiden
      • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
        • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen der Sehstörung in Erwägung ziehen
        • können unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSCR) umfassen
          • Berichte nach der Anwendung von systemischen oder topischen Corticosteroiden
    • Patienten mit Lungentuberkulose oder Patienten mit chronischen oder unbehandelten Infektionen sollte dieses Arzneimittel mit besonderer Vorsicht anwenden