ATROPIN POS 0.5%
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ML | 17,61 € |
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Indikation
- Ausschaltung der Akkommodation fuer diagnostische Zwecke, z.B. zur Vorbehandlung fuer die Refraktionsbestimmung
- Penalisation, wenn Okklusionsbehandlung nicht möglich
- Lösung von Akkommodationsspasmen bei Hyperopie
- Mydriatikum zur Ruhigstellung von Iris und Ziliarkörper bei akuten und chronischen intraokulären Entzündungen dieser Gewebe, z.B. Iritis
- Begleitiritis bei Erkrankungen der Hornhaut
- Verletzungen von Iris oder Pupille, wie z.B. nach Iridektomie, Ziliarkörperabhebung
- ziliolentikulärer Block
- Sprengung von Synechien
Dosierung
Basiseinheit: 1ml Augentropfen enthalten 5,0 mg Atropinsulfat
- Refraktionsbestimmung:
- 1 Tropfen 3mal / Tag
- Anwendungsdauer: bestimmt Arzt
- Sprengung von Verwachsungen/Verklebungen:
- 1 Tropfen 3mal / Tag
- Anwendungsdauer: bestimmt Arzt
- Ausschaltung der Akkommodation:
- 1 Tropfen 2 - 3mal / Tag
- Anwendungsdauer: bestimmt Arzt
- Penalisation:
- 1 Tropfen 1mal / Tag, morgens
- Anwendungsdauer: bestimmt Arzt
Dosisanpassung
- Säuglinge und Kleinkinder bis 2. Lebensjahr:
- besonders vorsichtige Dosierung
- niedrig konzentrierte Atropinlösung verwenden
- Erwachsene > 65 Jahre
- besonders vorsichtige Dosierung
- niedrig konzentrierte Atropinlösung verwenden
- Patienten mit Down-Syndrom:
- besonders vorsichtige Dosierung
- niedrig konzentrierte Atropinlösung verwenden
- spastische Paralyse
- besonders vorsichtige Dosierung
- niedrig konzentrierte Atropinlösung verwenden
- Herzinsuffizienz, Mitralklappenstenose: vorsichtig dosieren
- Hypertonie: vorsichtig dosieren
- Hyperthyreose: vorsichtig dosieren
Kontraindikationen
Atropin - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Atropinsulfat
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber andere Anticholinergika wie Ipratropium und Tiotropium
- primäre Glaukomformen
- Engwinkelglaukom
- Rhinitis sicca
- altersabhängige Kontraindikation möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
Nebenwirkungen
Atropin - okulär
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktischer Schock
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reizbarkeit*
- Ruhelosigkeit*
- Konfusion*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzinationen*
- Schlaflosigkeit*
- aggressives Verhalten*
- Sprachstörungen*
- Ataxie*
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Photophobie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehen verschwommen
- Augenreizung
- Augenjucken
- Augenbeschwerden
- Augenschmerzen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Mydriasis
- bei Kindern, Patienten mit Down-Syndrom oder spastischen Paralysen kann schon bei niedrigen Dosen eine starke Mydriasis und ausgeprägte Tachykardie auftreten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Akkommodationsstörung
- Bindehautpapillen
- Keratitis punctata
- ohne Häufigkeitsangabe
- Möglichkeit der Auslösung eines Glaukomanfalls (Winkelblockglaukom)
- insbesondere bei prädisponierten Patienten mit engem Kammerwinkel
- Augendruckerhöhung bei manifesten oder latenten primär chronischen Glaukomformen bei disponierten Patienten
- erhöhte Blendempfindlichkeit infolge Mydriasis
- allergische Reaktionen
- an Lid und Bindehaut (Augenbrennen, Lidödem)
- (papilläre) Konjunktivitis
- Keratitis
- Lidekzem
- periokuläre (Kontakt-)Dermatitis
- Blepharokonjunktivitis
- Pruritus
- Exanthem
- Erythem
- Urtikaria
- Tränenfluss
- Möglichkeit der Auslösung eines Glaukomanfalls (Winkelblockglaukom)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angina pectoris-Beschwerden*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie*
- bei Kindern, Patienten mit Down-Syndrom oder spastischen Paralysen kann schon bei niedrigen Dosen eine ausgeprägte Tachykardie auftreten
- Tachykardie*
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- starke Erhöhung des Blutdruckes*
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Mundtrockenheit (als Erstsymptom einer Überdosierung)*
- Parotitis*
- bei länger dauernder Behandlung als Folge der Speichelhemmung
- Störungen der Darmperistaltik*
- Schluckstörungen*
- gastrooesophagealer Reflux*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Urtikaria*
- Abnahme der Schweißdrüsensekretion (Wärmestau)*
- Hautrötung und Hauttrockenheit*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelschwäche*
- muskuläre Koordinationsstörungen*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Miktionsbeschwerden*
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Kleinkindern kann es sehr selten zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen wie
- Benommenheit
- Krämpfe
- hohes Fieber
- Koma
- bei Kleinkindern kann es sehr selten zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- mäßig erhöhte Temperatur*
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Legende: * =
- insbesondere bei Kindern kann es zu dieser systemischen Nebenwirkung kommen
Anwendungshinweise
- zum Eintropfen in den Bindehautsack
- generell bei vorliegender Augenerkrankung keine Kontaktlinsen tragen
- falls in Ausnahmefällen harte Kontaktlinsen gestattet: diese vor dem Eintropfen herausnehmen und frühestens 15 Min. danach wieder einsetzen
Stillzeithinweise
Atropin - okulär
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll / die Behandlung zu unterbrechen ist
- sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- Atropinsulfat tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über
- gibt nur unzureichende Informationen darüber, ob Atropin Auswirkungen auf Neugeborene/Kinder hat
Schwangerschaftshinweise
Atropin - okulär
- Atropin soll während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten 3 Monaten, nur bei zwingender Notwendigkeit und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Atropinsulfat ist plazentagängig
- Atropinsulfat kann nach okulärer Gabe systemisch resorbiert werden
- Sicherheit dieses Arzneimittels für dieAnwendung in der Schwangerschaft beimMenschen ist nicht erwiesen
- weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Atropin hin
- tierexperimentellen Studien
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
- Fertilität
- keine Daten zu den Auswirkungen von Atropin-Augentropfen auf die menschliche Fruchtbarkeit vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf klinisch relevante Auswirkungen auf die männliche Fertilität
- tierexperimentelle Studien zur Bewertung von Auswirkungen auf die weibliche Fertilität wurden nicht durchgeführt
Warnhinweise
Atropin - okulär
- nur mit besonderer Vorsicht anwenden bei
- mechanischen Verschlüssen des MagenMagen-Darm-Traktes
- paralytischem Ileus
- Myasthenia gravis
- akutem Lungenödem
- Schwangerschaftstoxikose
- obstruktiven Harnwegserkrankungen, z. B. Prostatahypertrophie mit Restharnbildung
- Tachykardien, Herzinsuffizienz, Koronarstenose
- Thyreotoxikose, Hyperthyreose
- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Atropin und anderen Anticholinergika
- Megacolon
- spastische Paralyse
- Steigerung des Augeninnendruckes
- nach der Anwendung kann eine Steigerung des Augeninnendruckes auftreten bei
- Winkelblockglaukom
- Offenwinkelglaukom
- signifikante Drucksteigerung kann u.a. auch ein Hinweis auf ein latentes Offenwinkelglaukom (primäre oder sekundäre Offenwinkelglaukome) sein
- nach der Anwendung kann eine Steigerung des Augeninnendruckes auftreten bei
- besonders empfindlich sind
- Säuglinge und Kleinkinder bis zum 2. Lebensjahr
- Erwachsene > 65 Jahren
- Patienten mit Down-Syndrom
- Patienten mit spastischer Paralyse
- in diesen Fällen ist besonders vorsichtige Dosierung geboten
- niedriger konzentrierte Atropinlösung (z.B. 0,5 %) verwenden
- Hyperthermierisiko (Überwärmung)
- Fähigkeit zur Temperaturregulation ist durch Hemmung der Schweißsekretion beeinträchtigt
- da es rasch zu einer Hyperthermie kommen kann, besonders bei Kindern Vorsicht bei der Anwendung bei
- hoher Lufttemperatur
- fiebernden Patienten
- da es rasch zu einer Hyperthermie kommen kann, besonders bei Kindern Vorsicht bei der Anwendung bei
- Fähigkeit zur Temperaturregulation ist durch Hemmung der Schweißsekretion beeinträchtigt
- nach Anwendung von Atropin muss für längere Zeit gerechnet werden mit
- Störungen der Akkommodation
- verstärkter Blendempfindlichkeit wegen der Mydriasis
- bei Bedarf können photochrome Linsen verwendet werden, um Beschwerden aufgrund von Photophobie zu reduzieren
- Hinweis
- lange Wirkungszeit von bis zu 14 Tagen berücksichtigen
- Rebound der Myopie nach Absetzen
- Absetzen von Atropin-Augentropfen kann zu einem Rebound der Myopieprogression führen
- Überwachung sollte für ein Jahr nach Beendigung der Behandlung fortzusetzt werden
- falls eine erneute Progression der Myopie (Rebound) (0,5 dpt pro Jahr oder schlechter ) eintritt, kann die Behandlung wieder aufgenommen werden
- Synechien
- Atropin kann das Risiko von Verklebungen der Iris mit der Linse erhöhen
- Katarakt
- abhängig von der Art und Trübung des Katarakts kann es möglich sein, dass die Sehschärfe und Refraktion nicht korrekt beurteilt werden können
- Amblyopie und Strabismus
- Atropin kann zu verschwommenem Sehen führen, was diese Erkrankungen verschlimmern kann
- progressive syndromale Myopie im Kindesalter
- vor Beginn einer Behandlung mit Atropin muss eine progressive syndromale Myopie im Kindesalter, wie
- Glaukom
- Retinitis pigmentosa
- angeborene Hemeralopie
- Myelinisierungssyndrom, ausgeschlossen werden
- Erkrankungen entwickeln sich nicht auf die gleiche Weise wie eine typische progressive Myopie und sollten nicht mit Atropin behandelt werden
- vor Beginn einer Behandlung mit Atropin muss eine progressive syndromale Myopie im Kindesalter, wie
- Herzerkrankungen
- bei Patienten mit frischem Herzinfarkt können unter der Gabe von Atropinsulfat tachykarde Herzrhythmusstörungen bis zum Kammerflimmern auftreten
- da Tachykardien vermieden werden sollten, ist Atropinsulfat vorsichtig zu dosieren bei Patienten mit
- Herzinsuffizienz
- Mitralklappenstenose
- Hypertonie
- Hyperthyreose
- Tachykardie
- Koronastenose
- Intoxikation
- die Symptome einer Intoxikation treten innerhalb von Minuten bis Stunden auf und können bis zu 24 Stunden oder länger andauern
- Kontaktlinsen
- jeweilige Fachinformation beachten, herstellerspezifische Abweichung möglich: Kontaktlinsen sind vor der Anwendung zu entfernen und frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einzusetzen