Atrovent 250ug/2ml Fertiginhalat Einzeldosen

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ipratropiumbromid →

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N1 50X2 ML 39,77 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Verhütung und Behandlung von Atemnot bei
    • chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
    • leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale im Erwachsenen- und Kindesalter als Ergänzung zu ß2-Mimetika im akuten Asthmaanfall

Dosierung

Basiseinheit: 1 Eindosisbehälter zu 2 ml enthält 250 µg Ipratropiumbromid

  • Verhütung und Behandlung von Atemnot bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale als Ergänzung zu ß2-Mimetika im akuten Asthmaanfall
    • Akutbehandlung
      • Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre:
        • 1 Eindosisbehälter (0,25 mg Ipratropiumbromid)
        • bei Bedarf: Dosiswiederholung bis zur Besserung der Atemnot
          • Bestimmung des zeitliches Abstandes zwischen den Inhalationen durch den Arzt
        • max. Tagesdosis:
          • 8 Einzeldosisbehälter (2 mg Ipratropiumbromid)
          • höhere Dosierungen müssen regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden
      • Kinder 6 - 12 Jahre:
        • 1 Eindosisbehälter (0,25 mg Ipratropiumbromid)
        • bei Bedarf: Dosiswiederholung bis zur Besserung der Atemnot
          • Bestimmung des zeitliches Abstandes zwischen den Inhalationen durch den Arzt
        • max. Tagesdosis:
          • 4 Einzeldosisbehälter (1 mg Ipratropiumbromid)
          • höhere Dosierungen müssen regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden
      • Kinder < 6 Jahre:
        • Dosierung nur unter ärztlicher Kontrolle (begrenzte Informationen)
        • 1 Eindosisbehälter (0,25 mg Ipratropiumbromid)
        • bei Bedarf: Dosiswiederholung bis zur Besserung der Atemnot
          • Bestimmung des zeitliches Abstandes zwischen den Inhalationen durch den Arzt
    • Dauerbehandlung
      • Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre:
        • 1 Eindosisbehälter (0,25 mg Ipratropiumbromid) 3 - 4 mal / Tag
        • max. Tagesdosis:
          • 8 Einzeldosisbehälter (2 mg Ipratropiumbromid)
          • höhere Dosierungen müssen regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden
      • Kinder </= 12 Jahre:
        • Dosierung nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle (begrenzte Informationen)
        • 1 Eindosisbehälter (0,25 mg Ipratropiumbromid) 3 - 4 mal / Tag
        • max. Tagesdosis:
          • 4 Einzeldosisbehälter (1 mg Ipratropiumbromid)
          • höhere Dosierungen müssen regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden
    • medizinische Überwachung während der Behandlung erforderlich
    • keine Besserung oder Verschlechterung des Zustands: Therapie ggf. unter Hinzuziehen anderer Arzneimittel (Kortikoide, ß2-Sympathikomimetika, Theophyllin) neu festlegen
    • akute oder sich rasch verschlimmernde Atemnot: sofortige ärztliche Hilfe erforderlich

Kontraindikationen

Ipratropiumbromid - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Ipratropiumbromid, Atropin oder andere Atropinderivate (z.B. Hyoscyamin, Scopolamin)

Nebenwirkungen

Ipratropiumbromid - pulmonal
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anaphylaktische Reaktionen
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
      • Mydriasis
      • Anstieg des Augeninnendrucks ggf. mit Augenschmerzen
      • Sehen von Nebel und Regenbogenfarben(-ringen)
      • Bindehauthyperämie
      • Hornhautödem
      • Glaukom / Engwinkelglaukom
      • Augenschmerzen
      • Augenhalos
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Akkommodationsstörungen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
      • (supraventrikuläre) Tachykardien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • atriale Fibrillationen / Vorhofflimmern
      • Herzfrequenz erhöht
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
      • Rachen-Irritationen (lokale Reizungen)
      • inhalationsbedingter (paradoxer) Bronchospasmus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Laryngospasmus
      • Rachenödem
      • trockener Rachen
      • nicht-paradoxer Bronchospasmus
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
      • Trockene und verstopfte Nase
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • trockener Mund
      • Geschmacksstörung
      • gastrointestinale Motilitätsstörungen, z.B.
        • Verstopfung
        • Durchfall
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bauchschmerzen
      • Stomatitis
      • Mundödem
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Darmobstruktion
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
      • Pruritus
      • Angioödem (auch Zunge, Lippen, Gesicht)
      • Urtikaria
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Harnverhalt

Anwendungshinweise

  • gebrauchsfertige Lösung zur Inhalation (ausschließlich zum Inhalieren mit geeigneten Inhalationsgeräten)
  • keine Verdünnung erforderlich
  • zur Inhalation mit einem Vernebler
  • Lösung nicht einnehmen oder parenteral anwenden
  • Anwendung möglichst im Sitzen oder Stehen
  • Erläuterung zur Handhabung: siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Ipratropiumbromid - pulmonal
  • sollte während der Stillzeit, nur dann angewendet werden, wenn dies vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung als notwendig erachtet wird
    • Risiken einer unzureichenden Behandlung dabei angemessen berücksichtigen
    • Vorsicht geboten
  • keine Erfahrungen beim Menschen während der Stillzeit vorliegend
  • nicht bekannt, ob Ipratropiumbromid in die Muttermilch übergeht
    • aufgrund seiner pharmakokinetischen Eigenschaften ist es unwahrscheinlich, dass ein großer Anteil in die Muttermilch ausgeschieden wird
  • unwahrscheinlich, dass Ipratropiumbromid in nennenswerten Mengen vom Neugeborenen aufgenommen wird

Schwangerschaftshinweise

Ipratropiumbromid - pulmonal
  • sollte in der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Trimenons nur dann angewendet werden, wenn dies vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung als notwendig erachtet wird
    • nur nach strenger Indikationsstellung anwenden
    • als Vorsichtsmaßnahme ist es vorzuziehen die Anwendung von Ipratropiumbromid während der Schwangerschaft zu vermeiden
    • Risiken einer unzureichenden Behandlung dabei angemessen berücksichtigen
  • keine Erfahrungen beim Menschen während der Schwangerschaft vorliegend
  • potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • Sicherheit in der Schwangerschaft beim Menschen ist nicht belegt
  • Präklinische bzw. tierexperimentelle Studien
    • keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Effekte nach Inhalation oder intranasaler Anwendung von wesentlich höheren als den empfohlenen Dosen für die Anwendung beim Menschen
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • bisher keine fruchtschädigenden Wirkungen bekannt
  • Fertilität
    • klinische Daten zur Fertilität liegen für Ipratropiumbromid nicht vor
    • nichtklinische Studien mit Ipratropiumbromid zeigten keine unerwünschte Wirkung auf die Fertilität

Warnhinweise

Ipratropiumbromid - pulmonal
  • Überempfindlichkeit
    • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp können auftreten, wie z. B. seltene Fälle von Exanthem, Urtikaria, Angioödem, oropharyngealem Ödem, Bronchospasmus und Anaphylaxie
  • Paradoxer Bronchospasmus
    • wie bei anderen Medikamenten zur Inhalation kann Ipratropiumbromid paradoxe Bronchospasmen (mit rascher Zunahme der Kurzatmigkeit und Atemnot) hervorrufen, die lebensbedrohlich sein können
    • treten paradoxe Bronchospasmen auf, muss Ipratropiumbromid unverzüglich abgesetzt und durch eine alternative Therapie ersetzt werden
    • Paradoxe Bronchospasmen sprechen auf die Behandlung mit schnell-wirksamen inhalativen Bronchodilatatoren an und sollten unverzüglich behandelt werden
  • Okulare Komplikationen
    • es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass das Arzneimittel nicht in die Augen gelangt
    • bei Patienten mit einer Prädisposition für ein Engwinkelglaukom oder einem Engwinkelglaukom mit Vorsicht anwenden
      • Antiglaukomtherapie ist wirksam bei der Prävention eines akuten Engwinkelglaukoms bei empfindlichen Personen
    • gelangt Ipratropiumbromid bei der Anwendung versehentlich in die Augen
      • Augen mit fließendem Wasser spülen
      • leichte und reversible Augenkomplikationen möglich (z.B. Mydriasis, erhöhter Augeninnendruck, Engwinkelglaukom, Augenschmerzen)
    • insbesondere bei Patienten mit Engwinkelglaukom besteht die Möglichkeit eines akuten Glaukomanfalls mit folgenden typischen Symptomen
      • Augenschmerzen
      • unscharfes Sehen
      • Augenhalos oder unwirkliches Farbempfinden
      • gerötete Augen (durch Konjunktivitis oder Hornhautkongestion)
      • Corneaödeme
    • bei Auftreten von Pupillenerweiterung und leichten Akkommodationsstörungen
      • miotische Augentropfen können zur Behandlung verwendet werden
    • bei Auftreten schwerer Augenkomplikationen
      • zusätzlich Augenarzt aufgesuchen
    • bei diesen Patienten sollte möglichst ein Mundstück und keine Gesichtsmaske bei der Inhalation verwendet werden, damit das Arzneimittel nicht in die Augen gerät
      • Patienten müssen in der richtigen Anwendung unterwiesen werden und gewarnt werden, darauf zu achten, dass das Arzneimittel nicht in die Augen gelangt
  • Wirkung auf Nieren und Harnwege
    • bei Patienten mit Miktionsstörungen (z. B. bei Prostatahyperplasie oder Blasenhalsobstruktion) ist der Nutzen einer Ipratropiumbromid-Behandlung sorgfältig gegen das mögliche Risiko einer Verstärkung des Harnverhalts abzuwägen
      • Vorsicht ist geboten
  • Störungen der gastrointestinalen Motilität
    • bei Patienten mit zystischer Fibrose kann es eher zu gastrointestinalen Motilitätsstörungen kommen
      • bei diesen Patienten mit Vorsicht anwenden
    • besondere Vorschicht ist geboten, wenn Ipratropiumbromid bei Patienten mit Darmobstruktion angewendet wird
  • Therapieüberwachung
    • Patient sollte während der Behandlung medizinisch überwacht werden
      • v.a. während der Initialdosierung
    • Kommt es trotz der verordneten Therapie zu keiner befriedigenden Besserung oder gar zu einer Verschlechterung des Leidens
      • ärztliche Beratung erforderlich
      • Therapie ggf. unter Hinzuziehung anderer Arzneimittel (Kortikoide, Beta2-Sympathikomimetika, Theophyllin) neu festzulegen
      • Patient muss angewiesen werden, bei akuter oder sich rasch verschlimmernder Atemnot unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen
    • Falls zur Kontrolle der Symptome einer Bronchokonstriktion (oder eines Bronchospasmus) höhere Dosen als die empfohlenen gegeben werden müssen, sollte der Behandlungsplan des Patienten überprüft werden
  • Patienten mit Herzerkrankungen
    • Vorsicht bei der Anwendung
  • Akuter Bronchospasmus / akute schwerwiegende Asthmaexazerbationen
    • Ipratropiumbromid ist nicht als Initialtherapie bei akuten Bronchospasmen geeignet, wenn ein schnelles Ansprechen erforderlich ist
    • Mittels Inhalationshilfe (Spacer) angewendetes Ipratropiumbromid kann bei der Behandlung akuter schwerwiegender zu Hause auftretender Asthmaexazerbationen zusätzlich zu inhalativen kurzwirksamen Bronchodilatatoren angewendet werden
      • Beide Bronchodilatatoren sollten mit einem Spacer angewendet werden
      • Für weitere Empfehlungen zu Erkrankungen und Therapie sind die nationalen Richtlinien heranzuziehen
    • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass die Wirkung von Ipratropiumbromid bei Behandlungsbeginn langsamer einsetzt als die Wirkung von inhalierten sympathomimetischen Bronchodilatatoren
  • Mundtrockenheit
    • Ipratropiumbromid kann Mundtrockenheit verursachen
      • kann bei Langzeitbehandlung zu Zahn- und Mundschleimhautveränderungen führen
    • Zähne sollten zweimal täglich gründlich mit Fluoridzahnpasta gereinigt werden