Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ML | 17,81 € |
| N3 | 3X10 ML | 44,82 € |
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Indikation
- Verhütung und Behandlung von Atemnot bei
- chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
- leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale im Erwachsenen- und Kindesalter, wenn ß2-Mimetika nicht indiziert sind oder als Ergänzung zu ß2-Mimetika im akuten Asthmaanfall
Dosierung
Basiseinheit: 1 Aerosolstoß enthält 21 µg Ipratropiumbromid-Wasser (entspricht 20 µg Ipratropiumbromid)
- Verhütung und Behandlung von Atemnot bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sowie leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale im Erwachsenen- und Kindesalter, als Ergänzung zu ß2-Mimetika im akuten Asthmaanfall
- Dosierung individuell nach Einzelfall
- Erwachsene und Kinder >/= 6 Jahre
- vorbeugende Behandlung und Dauerbehandlung
- 1 - 2 Aerosolstöße mehrfach / Tag
- durchschnittliche Tagesdosis: 1 - 2 Aerosolstöße 3 - 4mal / Tag
- max. Tagesdosis: 12 Aerosolstöße (steigender Dosisbedarf Hinweis für Notwendigkeit einer zusätzlichen Therapie)
- vorbeugende Behandlung und Dauerbehandlung
- Kinder < 6 Jahre
- Dosierung wie bei Kindern > 6 Jahre
- noch nicht ausreichende Erfahrungen vorhanden
- Inhalation unter ärztlicher Kontrolle
- keine befriedigende Besserung / Verschlechterung trotz der verordneten Therapie:
- ärztliche Beratung erforderlich
- Therapie ggf. unter Hinzuziehung anderer Arzneimittel (Kortikoide, ß-Sympathikomimetika, Theophyllin) neu festlegen
- Patienthinweis: bei akuter oder sich rasch verschlimmernder Atemnot unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
- bei akuten Exazerbationen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung können andere Stärken und Darreichungsformen indiziert sein
Kontraindikationen
Ipratropiumbromid - pulmonal
- Überempfindlichkeit gegen Ipratropiumbromid, Atropin oder andere Atropinderivate (z.B. Hyoscyamin, Scopolamin)
Nebenwirkungen
Ipratropiumbromid - pulmonal
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktische Reaktionen
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- Mydriasis
- Anstieg des Augeninnendrucks ggf. mit Augenschmerzen
- Sehen von Nebel und Regenbogenfarben(-ringen)
- Bindehauthyperämie
- Hornhautödem
- Glaukom / Engwinkelglaukom
- Augenschmerzen
- Augenhalos
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Akkommodationsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen
- (supraventrikuläre) Tachykardien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- atriale Fibrillationen / Vorhofflimmern
- Herzfrequenz erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- Rachen-Irritationen (lokale Reizungen)
- inhalationsbedingter (paradoxer) Bronchospasmus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Laryngospasmus
- Rachenödem
- trockener Rachen
- nicht-paradoxer Bronchospasmus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspnoe
- Trockene und verstopfte Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- trockener Mund
- Geschmacksstörung
- gastrointestinale Motilitätsstörungen, z.B.
- Verstopfung
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen
- Stomatitis
- Mundödem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Darmobstruktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- Pruritus
- Angioödem (auch Zunge, Lippen, Gesicht)
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnverhalt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- richtige Handhabung des Dosier-Aerosols ist für den Behandlungserfolg entscheidend
- genauere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation
- nur zur Inhalation
- Anwendung möglichst im Sitzen oder Stehen
Stillzeithinweise
Ipratropiumbromid - pulmonal
- sollte während der Stillzeit, nur dann angewendet werden, wenn dies vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung als notwendig erachtet wird
- Risiken einer unzureichenden Behandlung dabei angemessen berücksichtigen
- Vorsicht geboten
- keine Erfahrungen beim Menschen während der Stillzeit vorliegend
- nicht bekannt, ob Ipratropiumbromid in die Muttermilch übergeht
- aufgrund seiner pharmakokinetischen Eigenschaften ist es unwahrscheinlich, dass ein großer Anteil in die Muttermilch ausgeschieden wird
- unwahrscheinlich, dass Ipratropiumbromid in nennenswerten Mengen vom Neugeborenen aufgenommen wird
Schwangerschaftshinweise
Ipratropiumbromid - pulmonal
- sollte in der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Trimenons nur dann angewendet werden, wenn dies vom behandelnden Arzt nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung als notwendig erachtet wird
- nur nach strenger Indikationsstellung anwenden
- als Vorsichtsmaßnahme ist es vorzuziehen die Anwendung von Ipratropiumbromid während der Schwangerschaft zu vermeiden
- Risiken einer unzureichenden Behandlung dabei angemessen berücksichtigen
- keine Erfahrungen beim Menschen während der Schwangerschaft vorliegend
- potentielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Sicherheit in der Schwangerschaft beim Menschen ist nicht belegt
- Präklinische bzw. tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Effekte nach Inhalation oder intranasaler Anwendung von wesentlich höheren als den empfohlenen Dosen für die Anwendung beim Menschen
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- bisher keine fruchtschädigenden Wirkungen bekannt
- Fertilität
- klinische Daten zur Fertilität liegen für Ipratropiumbromid nicht vor
- nichtklinische Studien mit Ipratropiumbromid zeigten keine unerwünschte Wirkung auf die Fertilität
Warnhinweise
Ipratropiumbromid - pulmonal
- Überempfindlichkeit
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp können auftreten, wie z. B. seltene Fälle von Exanthem, Urtikaria, Angioödem, oropharyngealem Ödem, Bronchospasmus und Anaphylaxie
- Paradoxer Bronchospasmus
- wie bei anderen Medikamenten zur Inhalation kann Ipratropiumbromid paradoxe Bronchospasmen (mit rascher Zunahme der Kurzatmigkeit und Atemnot) hervorrufen, die lebensbedrohlich sein können
- treten paradoxe Bronchospasmen auf, muss Ipratropiumbromid unverzüglich abgesetzt und durch eine alternative Therapie ersetzt werden
- Paradoxe Bronchospasmen sprechen auf die Behandlung mit schnell-wirksamen inhalativen Bronchodilatatoren an und sollten unverzüglich behandelt werden
- Okulare Komplikationen
- es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass das Arzneimittel nicht in die Augen gelangt
- bei Patienten mit einer Prädisposition für ein Engwinkelglaukom oder einem Engwinkelglaukom mit Vorsicht anwenden
- Antiglaukomtherapie ist wirksam bei der Prävention eines akuten Engwinkelglaukoms bei empfindlichen Personen
- gelangt Ipratropiumbromid bei der Anwendung versehentlich in die Augen
- Augen mit fließendem Wasser spülen
- leichte und reversible Augenkomplikationen möglich (z.B. Mydriasis, erhöhter Augeninnendruck, Engwinkelglaukom, Augenschmerzen)
- insbesondere bei Patienten mit Engwinkelglaukom besteht die Möglichkeit eines akuten Glaukomanfalls mit folgenden typischen Symptomen
- Augenschmerzen
- unscharfes Sehen
- Augenhalos oder unwirkliches Farbempfinden
- gerötete Augen (durch Konjunktivitis oder Hornhautkongestion)
- Corneaödeme
- bei Auftreten von Pupillenerweiterung und leichten Akkommodationsstörungen
- miotische Augentropfen können zur Behandlung verwendet werden
- bei Auftreten schwerer Augenkomplikationen
- zusätzlich Augenarzt aufgesuchen
- bei diesen Patienten sollte möglichst ein Mundstück und keine Gesichtsmaske bei der Inhalation verwendet werden, damit das Arzneimittel nicht in die Augen gerät
- Patienten müssen in der richtigen Anwendung unterwiesen werden und gewarnt werden, darauf zu achten, dass das Arzneimittel nicht in die Augen gelangt
- Wirkung auf Nieren und Harnwege
- bei Patienten mit Miktionsstörungen (z. B. bei Prostatahyperplasie oder Blasenhalsobstruktion) ist der Nutzen einer Ipratropiumbromid-Behandlung sorgfältig gegen das mögliche Risiko einer Verstärkung des Harnverhalts abzuwägen
- Vorsicht ist geboten
- bei Patienten mit Miktionsstörungen (z. B. bei Prostatahyperplasie oder Blasenhalsobstruktion) ist der Nutzen einer Ipratropiumbromid-Behandlung sorgfältig gegen das mögliche Risiko einer Verstärkung des Harnverhalts abzuwägen
- Störungen der gastrointestinalen Motilität
- bei Patienten mit zystischer Fibrose kann es eher zu gastrointestinalen Motilitätsstörungen kommen
- bei diesen Patienten mit Vorsicht anwenden
- besondere Vorschicht ist geboten, wenn Ipratropiumbromid bei Patienten mit Darmobstruktion angewendet wird
- bei Patienten mit zystischer Fibrose kann es eher zu gastrointestinalen Motilitätsstörungen kommen
- Therapieüberwachung
- Patient sollte während der Behandlung medizinisch überwacht werden
- v.a. während der Initialdosierung
- Kommt es trotz der verordneten Therapie zu keiner befriedigenden Besserung oder gar zu einer Verschlechterung des Leidens
- ärztliche Beratung erforderlich
- Therapie ggf. unter Hinzuziehung anderer Arzneimittel (Kortikoide, Beta2-Sympathikomimetika, Theophyllin) neu festzulegen
- Patient muss angewiesen werden, bei akuter oder sich rasch verschlimmernder Atemnot unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen
- Falls zur Kontrolle der Symptome einer Bronchokonstriktion (oder eines Bronchospasmus) höhere Dosen als die empfohlenen gegeben werden müssen, sollte der Behandlungsplan des Patienten überprüft werden
- Patient sollte während der Behandlung medizinisch überwacht werden
- Patienten mit Herzerkrankungen
- Vorsicht bei der Anwendung
- Akuter Bronchospasmus / akute schwerwiegende Asthmaexazerbationen
- Ipratropiumbromid ist nicht als Initialtherapie bei akuten Bronchospasmen geeignet, wenn ein schnelles Ansprechen erforderlich ist
- Mittels Inhalationshilfe (Spacer) angewendetes Ipratropiumbromid kann bei der Behandlung akuter schwerwiegender zu Hause auftretender Asthmaexazerbationen zusätzlich zu inhalativen kurzwirksamen Bronchodilatatoren angewendet werden
- Beide Bronchodilatatoren sollten mit einem Spacer angewendet werden
- Für weitere Empfehlungen zu Erkrankungen und Therapie sind die nationalen Richtlinien heranzuziehen
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass die Wirkung von Ipratropiumbromid bei Behandlungsbeginn langsamer einsetzt als die Wirkung von inhalierten sympathomimetischen Bronchodilatatoren
- Mundtrockenheit
- Ipratropiumbromid kann Mundtrockenheit verursachen
- kann bei Langzeitbehandlung zu Zahn- und Mundschleimhautveränderungen führen
- Zähne sollten zweimal täglich gründlich mit Fluoridzahnpasta gereinigt werden
- Ipratropiumbromid kann Mundtrockenheit verursachen