Azithromycin Friedrich Eberth 500mg Pul.f.e.Kon.

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Azithromycin →

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene, die eine initiale intravenöse Therapie benötigen
    • Behandlung einer ambulant erworbenen Pneumonie, hervorgerufen durch Azithromycin-empfindliche Erreger
    • Behandlung einer Adnexitis, hervorgerufen durch Azithromycin-empfindliche Erreger
    • Hinweis:
      • offizielle Richtlinien für den geeigneten Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 500 mg Azithromycin (entsprechend 524,03 mg Azithromycin 2 H2O), entsprechend einer 100 mg / ml Azithromycin-Lösung nach Rekonstitution; Konzentrat weiter auf eine Konzentration von 1 mg / ml oder 2 mg / ml verdünnen

  • Erwachsene
    • ambulant erworbene Pneumonie
      • 500 mg Azithromycin 1mal / Tag i.v., für mind. 2 aufeinanderfolgende Tage
      • Fortsetzung der i.v.-Behandlung durch orale Folgetherapie: 500 mg Azithromycin 1mal / Tag
      • gesamte Behandlungsdauer
        • 7 - 10 Tage
        • Zeitpunkt der Umstellung auf die orale Gabe abhängig vom klin. Ansprechen und nach Ermessen des behandelnden Arztes
    • Adnexitis
      • 500 mg Azithromycin 1mal / Tag i.v., für 1 - 2 Tage
      • Fortsetzung der i.v.-Behandlung durch orale Folgetherapie: 250 mg Azithromycin 1mal / Tag
      • gesamte Behandlungsdauer
        • 7 Tage
        • Zeitpunkt der Umstellung auf die orale Gabe abhängig vom klin. Ansprechen und nach Ermessen des behandelnden Arztes

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Niereninsuffizienz
    • schwach - mäßig (glomeruläre Filtrationsrate 10 - 80 ml / Min.)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • stark (glomeruläre Filtrationsrate < 10 ml / Min.)
      • Anwendung mit Vorsicht
  • Leberinsuffizienz
    • schwach - mäßig
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • signifikante Lebererkrankungen
      • Anwendung mit Vorsicht
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Wirksamkeit und Sicherheit nicht erwiesen

Kontraindikationen

Azithromycin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Azithromycin, Erythromycin oder andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika

Nebenwirkungen

Azithromycin - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere (in manchen Fällen lebensbedrohliche) anaphylaktische Reaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Candidiasis
      • orale Candidiasis
      • Vaginalinfektion
      • Pneumonie
      • Pilzinfektion
      • bakterielle Infektion
      • Pharyngitis
      • Gastroenteritis
      • Atemerkrankung
      • Rhinitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • pseudomembranöse Kolitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Eosinophilie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Thrombozytopenie
      • hämolytische Anämie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nervosität
      • Schlaflosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agitation
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aggression
      • Angst
      • Delirium
      • Halluzination
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Somnolenz
      • Geschmacksstörung
      • Parästhesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Synkope
      • Hypäasthesie
      • Konvulsion
      • psychomotorische Hyperaktivität
      • Verlust des Geruchssinns
      • Verlust des Geschmackssinns
      • Geruchs- und Riechstörung
      • Myasthenia gravis
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erkrankungen des Ohrs
      • Vertigo
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hörstörungen, einschließlich Taubheit und/oder Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Torsade de pointes
      • Arrhythmien, einschließlich dazu gehöriger ventrikuläre Tachykardien
      • QT-Intervall-Verlängerung im EKG
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hitzewallungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypotonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhö
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerz
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verstopfung
      • Flatulenz
      • Dyspepsie
      • Gastritis
      • Dysphagie
      • abdominale Blähungen
      • Mundtrockenheit
      • Aufstoßen
      • Ulzerationen der Mundschleimhaut
      • übermäßige Speichelsekretion
      • weiche Stühle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verfärbung der Zunge
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anormale Leberfunktion
      • Ikterus
      • Cholestase
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leberversagen (selten mit Todesfolge)
      • Hepatitis
      • Lebernekrose
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Urtikaria
      • Dermatitis
      • trockene Haut
      • Hyperhidrosis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Photosensitivität,
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Erythema multiforme
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Osteoarthritis
      • Myalgie
      • Rückenschmerzen
      • Nackenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysurie
      • Nierenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Nephritis
      • akutes Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Metrorrhagie
      • Hodenerkrankung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Entzündung an der Injektionsstelle
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Brustkorbschmerz
      • Ödeme
      • Unwohlsein
      • Asthenie
      • Ermüdung
      • Gesichtsschwellung
      • Fieber
      • Schmerz
      • peripheres Ödem
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erniedrigte Lymphozytenzahl
      • erhöhte Eosinophilenzahl
      • erniedrigte Blutbicarbonatspiegel
      • erhöhte Anzahl basophiler Leukozyten, Monozyten und neutrophiler Granulozyten
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Aspartat-Aminotransferase
      • erhöhte Alanin-Aminotransferase
      • erhöhtes Bilirubin
      • erhöhter Blut-Harnstoff-Spiegel
      • erhöhter Blut-Kreatinin-Spiegel
      • anormaler Blut-Kalium-Spiegel
      • erhöhte alkalische Phosphatase
      • Chlorid und Glucose im Blut erhöht
      • Thrombozytenzahl erhöht
      • Hämatokrit erniedrigt
      • erhöhtes Bicarbonat
      • Natrium anormal
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Komplikationen nach dem Eingriff

Anwendungshinweise

  • nach Rekonstitution und Verdünnung ausschließlich als i.v. Infusion anwenden
  • darf nicht als i.v. Bolus-Injektion oder i.m. Injektion angewendet werden
  • Konzentration der Infusionslösung und Infusionsgeschwindigkeit: 1 mg / ml über 3 Std. oder 2 mg / ml über 1 Std.
  • Zubereitung der Lösung zur i.v. Anwendung
    • Rekonstitution
      • Lösung durch Hinzufügen von 4,4 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke in die 500-mg-Durchstechflasche herstellen und schütteln, bis das gesamte Pulver in der Durchstechflasche gelöst ist
      • es wird empfohlen, eine Standard-5-ml-Spritze (nicht automatisch) zur Abmessung der genauen Menge von 4,4 ml Wasser für Injektionszwecke zu verwenden
      • 1 ml rekonstituierte Lösung enthält Azithromycin 2 H2O entsprechend 100 mg Azithromycin (100 mg / ml)
      • hergestellte Lösung visuell auf Partikel untersuchen
      • wenn sich in der rekonstituierten Lösung Partikel befinden: Lösung verwerfen
      • rekonstituierte Lösung vor der Anwendung weiter verdünnen (s. unten)
    • Verdünnung
      • um eine Azithromycin-haltige Lösung mit einer Konzentration von 1,0 oder 2,0 mg / ml zu erhalten, werden 5 ml der 100 mg / ml Azithromycin-Lösung in das unten angegebene Volumen des genannten Verdünnungsmittels gegeben
        • rekonstituierte Lösung kann verdünnt werden mit
          • 0,9% Natriumchloridlösung
          • 0,45% Natriumchloridlösung
          • 5% Dextrose in Wasser für Injektionszwecke
          • Ringer-Laktat-Lösung
          • 5% Dextrose in 0,3% Natriumchloridlösung
          • 5% Dextrose in 0,45% Natriumchloridlösung
      • Endkonzentration der Infusionslösung 1,0 mg / ml: Menge des Verdünnungsmittels: 500 ml
      • Endkonzentration der Infusionslösung 2,0 mg / ml: Menge des Verdünnungsmittels: 250 ml
  • i.v. Infusion über mind. 60 Min. verabreichen
  • `weitere Hinweise s. Fachinformation´

Stillzeithinweise

Azithromycin - invasiv
  • das Stillen soll während der Behandlung mit Azithromycin eingestellt werden, da nicht bekannt ist, ob Azithromycin beim gestillten Säugling Nebenwirkungen auslösen kann
  • beim gestillten Säugling sind unter anderem Durchfall, Pilzbefall der Schleimhäute sowie Sensibilisierungen möglich
  • empfohlen, die Milch während der Behandlung und bis 2 Tage nach Beendigung der Behandlung zu verwerfen
    • danach kann das Stillen wiederaufgenommen werden
  • Azithromycin geht in die Muttermilch über
    • gibt jedoch keine adäquaten und gut kontrollierten klinischen Studien bei stillenden Frauen, die die Pharmakokinetik der Azithromycin-Ausscheidung in die Muttermilch charakterisiert haben

Schwangerschaftshinweise

Azithromycin - invasiv
  • Azithromycin sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt
    • Sicherheit von Azithromycin wurde hinsichtlich der Verwendung des Wirkstoffs während der Schwangerschaft nicht bestätigt
  • keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Azithromycin bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität haben gezeigt, dass Azithromycin über die Plazenta den Fötus erreicht, jedoch wurden keine teratogenen Effekte beobachtet
  • Fertilität
    • in Fertilitätsstudien an Ratten wurden nach Verabreichung von Azithromycin verringerte Trächtigkeitsraten festgestellt
      • Bedeutung dieser Erkenntnis für den Menschen ist nicht bekannt

Warnhinweise

Azithromycin - invasiv
  • allgemein anerkannte Leitlinien zur angemessenen Anwendung von antimikrobiellen Wirkstoffen berücksichtigen
  • Überempfindlichkeit
    • in seltenen Fällen über schwerwiegende allergische Reaktionen durch Azithromycin berichtet, einschließlich
      • Angioödem und Anaphylaxie (selten mit Todesfolge)
      • dermatologische Reaktionen einschließlich Stevens-Johnson- Syndrom (SJS), toxisch-epidermaler Nekrolyse (TEN) (selten mit Todesfolge) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
    • einige dieser Reaktionen unter Azithromycin führten zu rezidivierenden Symptomen und erforderten eine längerfristige Beobachtung und Behandlung
    • bei Auftreten einer allergischen Reaktion
      • Azithromycin sollte abgesetzt werden und eine geeignete Behandlung sollte eingeleitet werden
      • Mediziner sollten sich bewusst sein, dass es bei Absetzen der symptomatischen Behandlung zu einem Wiederauftreten der allergischen Symptomatik kommen kann
  • Lebertoxizität
    • Vorsicht bei Patienten mit schwerwiegenden Lebererkrankungen, da die Leber der Hauptausscheidungsweg für Azithromycin ist
    • unter der Behandlung mit Azithromycin Fälle von fulminanter Hepatitis berichtet, die unter Umständen zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen führen können
      • einige Patienten litten in der Vorgeschichte an Lebererkrankungen oder haben früher einmal andere lebertoxische Arzneimittel angewendet
    • Leberfunktionstests / -untersuchungen sollten sofort durchgeführt werden bei Anzeichen und Symptomen einer Leberfunktionsstörung, z.B.
      • rasch fortschreitende Asthenie zusammen mit Gelbsucht, dunklem Urin, Blutungsneigung oder hepatischer Enzephalopathie
    • bei auftretenden Leberfunktionsstörungen
      • sollte Gabe von Azithromycin abgebrochen werden
    • bei Anzeichen und Symptomen einer Leberfunktionsstörung wie schnell fortschreitender Gelbsucht, dunklem Urin, Blutungsneigung oder hepatischer Enzephalopathie sollten sofort Labortests der Leberfunktion durchgeführt werden
    • Azithromycin soll sofort abgesetzt werden, wenn Anzeichen und Symptome einer Leberfunktionsstörung auftreten
  • Ergotalkaloide
    • beobachtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Ergotalkaloiden und Makrolid- Antibiotika die Entwicklung eines Ergotismus beschleunigt
    • es liegen keine Daten hinsichtlich der Möglichkeit einer Wechselwirkung zwischen Ergotalkaloiden und Azithromycin vor
    • aufgrund der theoretischen Möglichkeit eines Ergotismus sollten Azithromycin und Ergotalkaloide jedoch nicht gleichzeitig angewendet werden
  • Superinfektion
    • Beobachtung auf Anzeichen einer Superinfektion mit nichtempfindlichen Organismen einschließlich Pilzen empfohlen
    • Superinfektion kann die Unterbrechung der Behandlung mit Azithromycin und die Einleitung geeigneter Maßnahmen erfordern
  • Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöe (CDAD)
    • Auftreten von Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhöen bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Azithromycin, berichtet
      • von der Ausprägung her reichten diese von leichtem Durchfall bis hin zu einer Kolitis mit letalem Ausgang
      • Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
    • C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen
      • Hypertoxin-produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen
    • CDAD muss daher bei allen Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen während und nach einer Antibiotika-Anwendung eine Diarrhö auftritt
      • hierbei ist eine sorgfältige medikamentöse Anamnese durchzuführen, da eine CDAD bis zu 2 Monaten nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
      • Therapieabbruch mit Azithromycin und der Beginn einer speziellen Behandlung von C. difficile sollte in Betracht gezogen werden
  • pseudomembranöse Kolitis
    • nach Anwendung von Makrolid-Antibiotika über Fälle von pseudomembranöser Kolitis berichtet
    • diese Diagnose sollte auch in Betracht gezogen werden, wenn es bei Patienten nach Beginn oder bis zu etwa 3 Wochen nach der Behandlung mit Azithromycin zu Diarrhö kommt
    • bei Auftreten einer durch Azithromycin induzierten pseudomembranösen Kolitis sind Antiperistaltika kontraindiziert
  • Nierenfunktionseinschränkung
    • Patienten mit schwacher bis mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate 10 - 80 ml / Min.)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate < 10 ml / Min.)
      • systemische Exposition gegenüber Azithromycin um 33 % erhöht
  • Verlängerung des QT-Intervalls, Arrhythmien
    • unter der Behandlung mit Makroliden, einschließlich Azithromycin, Verlängerungen der kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls beobachtet, mit der Gefahr, dass sich Arrhythmien oder Torsade de pointes entwickeln
    • da die folgenden Situationen zu einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Arrhythmien (einschließlich Torsade de pointes) führen können, die zu einem Herzstillstand führen können, sollte Azithromycin bei Patienten mit anhaltenden proarrhythmischen Erkrankungen (insbesondere bei Frauen und älteren Patienten) mit Vorsicht angewendet werden:
      • Patienten mit angeborener oder dokumentierter QT-Verlängerung
      • Patienten, die gleichzeitig mit anderen Wirkstoffen, die das QT-Intervall verlängern, behandelt werden, wie Antiarrhythmika der Klassen IA (Chinidin und Procainamid) und III (Dofetilid, Amiodaron und Sotalol), Cisaprid und Terfenadin, antipsychotischen Wirkstoffen wie Pimozid, Antidepressiva (wie Citalopram) und Fluorchinolonen (wie Moxifloxacin und Levofloxacin)
      • Patienten mit Elektrolytstörungen, insbesondere bei Vorliegen einer Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
      • Patienten mit klinisch relevanter Bradykardie, Herzrhythmusstörungen oder schwerer Herzinsuffizienz
  • Myasthenia gravis
    • Berichte über eine Exazerbation von Symptomen einer Myasthenia gravis oder das Auftreten eines Myasthenia-Syndroms unter Azithromycin-Behandlung
  • Kinder und Jugendliche
    • Wirksamkeit und Sicherheit von Azithromycin als Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zur Behandlung von Infektionen bei Kindern und Jugendlichen nicht nachgewiesen
  • Handhabung
    • ggf. Zubereitung / Rekonstitution / Verdünnung der Infusionslösung notwendig (jeweilige Herstellerinformation beachten)