Azithromycin HEC Pharm 200 mg/5 ml P.z.H.e.Susp.

HEC Pharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Azithromycin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 15 ML 13,61 €
N2 30 ML 14,86 €
N3 37.5 ML 15,99 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • zur Behandlung folgender Infektionen, die durch Azithromycin-empfindliche Erreger hervorgerufen sind
    • Infektionen der oberen Atemwege, inklusive Sinusitis, Pharyngitis, Tonsillitis
    • Infektionen der unteren Atemwege, inklusive Bronchitis und Pneumonie
    • akute Otitis media
    • Haut- und Weichteilinfektionen
    • unkomplizierte Genitalinfektionen durch Chlamydia trachomatis oder Neisseria gonorrhoeae (nicht multiresistente Stämme)
  • Hinweis: offizielle Leitlinien zur angemessenen Anwendung von Antibiotika beachten

Dosierung

Basiseinheit: nach Rekonstitution enthalten 5 ml der Suspension zum Einnehmen 200 mg Azithromycin (als Azithromycin-Dihydrat)

  • Behandlung von Infektionen, die durch Azithromycin-empfindliche Bakterien verursacht wurden
    • Hinweise
      • Azithromycin unterscheidet sich durch seine hohe Gewebeaffinität von anderen Antibiotika
      • Gewebekonzentrationen übersteigen die Serumspiegel bis zum 50-Fachen
      • Halbwertszeiten im Gewebe rangieren zwischen 2 - 4 Tage
      • unterschiedliches Dosierungsschema von Azithromycin gegenüber anderen antimikrobiellen Substanzen
    • Kinder und Jugendliche (</= 45 kg KG)
      • Dosierung erfolgt anhand des KG
      • 3-Tages-Therapie
        • 10 mg / kg KG für 3 Tage
        • 15 - 25 kg KG
          • 5 ml / Tag an Tag 1 - 3
          • tägliche Maximaldosis: 200 mg Azithromycin
        • 26 - 35 kg KG
          • 7,5 ml / Tag an Tag 1 - 3
          • tägliche Maximaldosis: 300 mg Azithromycin
        • 36 - 45 kg KG
          • 10 ml / Tag an Tag 1 - 3
          • tägliche Maximaldosis: 400 mg Azithromycin
      • alternativ: 5-Tage-Behandlungsschema
        • Tag 1: 10 mg / kg KG als Einzeldosis
        • Tag 2 - 5: 5 mg / kg KG als Einzeldosis
      • Kinder und Jugendliche (>/= 45 kg KG)
        • es stehen andere Darreichungsformen zur Verfügung
      • akute Otitis media
        • Gesamtdosis: 30 mg / kg KG
        • Gabe als Einzeldosis, 3-Tages-Therapie oder 5-Tages-Therapie
      • Streptokokken-Pharyngitis
        • Tag 1 - 3
          • 10 mg / kg KG / Tag
          • oder 20 mg / kg KG / Tag
          • tägliche Maximaldosis: 500 mg
          • klinische Studien
            • vergleichbare klinische Wirksamkeit beider Dosierungen
            • höhere bakteriologische Eradikationsrate mit 20 mg / kg KG erreicht
        • Mittel der 1. Wahl bei Pharyngitiden, die durch Streptococcus pyogenes hervorgerufen werden: Penicillin
      • Prophylaxe des rheumatischen Fiebers
        • Mittel der 1. Wahl: Penicillin
      • alle Indikationen
        • tägliche Maximaldosis: 1500 mg
    • Jugendliche (> 45 kg KG) und Erwachsene mit unkomplizierten Genitalinfektionen durch
      • Chlamydia trachomatis
        • Gesamtdosis: 1000 mg Azithromycin als Einzeldosis
      • empfindliche Neisseria gonorrhoeae
        • 1000 mg oder 2000 mg Azithromycin in Kombination mit 250 mg oder 500 mg Ceftriaxon entsprechend lokalen klinischen Behandlungsrichtlinien
        • Patienten, die allergisch gegen Penicillin und / oder Cephalosporine sind
          • Konsultation lokaler Behandlungsrichtlinien
    • Kinder (< 45 kg KG)
      • Konsultation der aktuellen Behandlungsrichtlinien
    • Behandlungsdauer
      • i.d.R. Anwendung der 3-Tage-Therapie in entsprechender Dosierung
      • alternativ Anwendung der 5-Tage-Therapie
      • Pneumonien
        • Wirksamkeit des 5-Tage-Therapieschemas ausreichend belegt
      • in den meisten Fällen: Anwendung des 3-Tage-Therapieschemas ausreichend
      • Langzeitanwendung
        • keine Erfahrungen zur Sicherheit und Wirksamkeit
        • schnell rezidivierende Infektionen
          • Behandlung mit einem anderen Antibiotikum in Betracht ziehen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Gabe der empfohlenen Erwachsenendosis
    • Anwendung mit besonderer Vorsicht
      • Prädisposition für Herzrhythmusstörungen möglich
      • Risiko der Entwicklung einer kardialen Arrhythmie und Torsade-de-pointes-Tachykardie
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • GFR 10 - 80 ml / Min.
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • GFR < 10 ml / Min.
      • Erhöhung der Azithromycin-Exposition um 33 % beobachtet
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • leicht bis mäßig
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Lebererkrankung
      • Anwendung mit Vorsicht (hauptsächlich hepatobiliäre Elimination)

Kontraindikationen

Azithromycin - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Azithromycin, Erythromycin oder andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika

Nebenwirkungen

Azithromycin - intraoral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Candidose
      • vaginale Infektion
      • Pneumonie
      • Pilzinfektion
      • bakterielle Infektion
      • Pharyngitis
      • Gastroenteritis
      • Atemwegserkrankung
      • Rhinitis
      • orale Candidose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • pseudomembranöse Colitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Eosinophilie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Thrombozytopenie
      • hämolytische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
      • Überempfindlichkeitsreaktion
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere (z.T. lebensbedrohliche) anaphylaktische Reaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nervosität
      • Schlaflosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agitation
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Halluzination
      • Aggression
      • Angst
      • Delirium
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Somnolenz
      • Geschmacksstörungen
      • Parästhesien
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Synkopen
      • Krampfanfälle
      • Hypästhesie
      • psychomotorische Hyperaktivität
      • Geruchs-/ Geschmacksverlust
      • Parosmie
      • Myasthenia gravis
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ohrerkrankungen
      • Vertigo
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Beeinträchtigung des Hörvermögens, einschließlich Taubheit und / oder Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Torsade de pointes
      • Arrhythmien, einschließlich ventrikulärer Tachykardien
      • verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hitzewallungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
      • Epistaxis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhö
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Bauchschmerzen
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Obstipation
      • Blähungen
      • Dyspepsie
      • Gastritis
      • Dysphagie
      • aufgetriebener Bauch
      • Mundtrockenheit
      • Aufstoßen
      • Ulzerationen der Mundschleimhaut
      • übermäßige Speichelsekretion
      • weiche Stühle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verfärbung der Zunge
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leberfunktionsstörungen
      • Gelbsucht
      • Cholestase
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leberversagen (das in seltenen Fällen zum Tode führte)
      • fulminante Hepatitis
      • Lebernekrose
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Urtikaria
      • Dermatitis
      • trockene Haut
      • übermäßige Schweißabsonderung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Photosensitivität
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Erythema multiforme
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Osteoarthritis
      • Myalgie
      • Rückenschmerzen
      • Nackenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysurie
      • Nierenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akutes Nierenversagen
      • interstitielle Nephritis
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hodenerkrankung
      • Metrorrhagie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ödeme
      • Asthenie
      • Unwohlsein
      • Müdigkeit
      • Gesichtsödeme
      • Brustschmerzen
      • Fieber
      • Schmerzen
      • periphere Ödeme
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderte Lymphozytenzahl
      • erhöhte Anzahl an Eosinophilen
      • verminderter Bicarbonatspiegel im Blut
      • erhöhte Anzahl an Basophilen, Monozyten und Neutrophilen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Blutwerte von
        • Aspartat-Aminotransferase
        • Alanin-Aminotransferase
        • Bilirubin
        • Harnstoff
        • Kreatinin
        • alkalischer Phosphatase
        • Chlorid
        • Glucose
      • abnormer Kaliumwert im Blut
      • erhöhte Thrombozytenzahl
      • verminderter Hämatokrit
      • erhöhter Bicarbonatspiegel
      • abnormer Natriumwert
  • Verletzung und Vergiftung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Komplikationen nach dem Eingriff

Nebenwirkungen, die sich möglicherweise oder sehr wahrscheinlich aus der Prophylaxe oder Behandlung einer Mycobacterium-avium-Infektion ergeben

  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anorexie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
      • Kopfschmerz
      • Parästhesie
      • Geschmacksstörung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypästhesie
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehverschlechterung
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Taubheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hörstörung
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Abdominalschmerz
      • Übelkeit
      • Flatulenz
      • abdominale Beschwerden
      • weicher Stuhl
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
      • Pruritus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Photosensitivität
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ermüdung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Unwohlsein

Anwendungshinweise

  • Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
  • zum Einnehmen mit oder unabhängig von den Mahlzeiten
  • Pulver vor der Anwendung mit Wasser zu einer weißen oder fast weißen homogenen Suspension rekonstituieren
  • Suspension mit Hilfe der Applikationsspritze bei angebrachtem Adapter entnehmen
    • Adapter auf Flaschenhals aufsetzen
    • Applikationsspritze mit Adapter verbinden
    • Flasche auf den Kopf drehen und entsprechende Dosis entnehmen
  • Zubereitung der Suspension zum Einnehmen: s. Fachinformation
  • gebrauchsfertige Suspension vor jeder erneuten Einnahme kräftig schütteln

Stillzeithinweise

Azithromycin - intraoral
  • da nicht untersucht ist, ob Azithromycin schädliche Auswirkungen auf den gestillten Säugling hat, sollte Azithromycin in der Stillzeit nicht angewendet werden
  • empfohlen, während der Behandlung und 2 Tage nach Abschluss der Behandlung die Milch abzupumpen und zu verwerfen
    • danach kann das Stillen wieder aufgenommen werden
  • Azithromycin geht in die Muttermilch über
  • bei gestilltem Säugling mögliches Auftreten u.a. von
    • Sensibilisierung
    • Irritation der Darmflora
    • Sprosspilzbesiedlung

Schwangerschaftshinweise

Azithromycin - intraoral
  • Azithromycin darf Schwangeren nur bei eindeutiger Indikationsstellung gegeben werden, da eine abschließende Beurteilung der Sicherheit dieser Therapie zurzeit noch nicht möglich ist
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Azithromycin bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität
    • haben gezeigt, dass Azithromycin über die Plazenta den Fötus erreicht, jedoch wurden keine teratogenen Effekte beobachtet
  • Fertilität
    • in Fertilitätsstudien an Ratten nach Gabe von Azithromycin verminderte Schwangerschaftsraten festgestellt
      • Bedeutung dieses Ergebnisses für den Menschen ist nicht bekannt

Warnhinweise

Azithromycin - intraoral
  • allergische Reaktionen
    • wie auch bei Erythromycin und anderen Makroliden in seltenen Fällen schwere (selten tödlich verlaufende) allergische Reaktionen berichtet, z.B. angioneurotisches Ödem oder Anaphylaxie
      • einige dieser Reaktionen auf Azithromycin führten zu rezidivierenden Symptomen und erforderten eine längere Beobachtungs- und Behandlungsdauer
    • bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion
      • muss die Behandlung mit Azithromycin sofort abgebrochen werden
      • die der Symptomatik entsprechenden erforderlichen Notfallmaßnahmen (z.B. Gabe von Antihistaminika, Corticosteroiden, Sympathomimetika und ggf. Beatmung) müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden
  • Lebertoxizität
    • Patienten mit schweren Lebererkrankungen
      • Anwendung bei diesen Patienten mit Vorsicht, da Azithromycin hauptsächlich hepatobiliär eliminiert wird
    • unter der Behandlung mit Azithromycin Fälle von abnormaler Leberfunktion, Hepatitis, cholestatischem Ikterus, hepatischer Nekrose und Leberversagen berichtet
      • teilweise tödlicher Ausgang
      • einige Patienten litten bereits an einer Lebererkrankung oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel
    • beim Auftreten von Symptomen einer eingeschränkten Leberfunktion (z.B. rasch fortschreitende Asthenie zusammen mit einer Gelbsucht, dunklem Urin, Blutungsneigung oder hepatischer Enzephalopathie) sollten Leberfunktionstests / Leberuntersuchungen durchgeführt werden
      • sobald eine Leberfunktionsstörung auftritt, sollte die Behandlung mit Azithromycin abgebrochen werden
  • kindliche hypertrophische Pylorusstenose (IHPS)
    • nach Anwendung von Azithromycin bei Neugeborenen (Behandlung in den ersten 42 Tagen nach der Geburt) Fälle von kindlicher hypertrophischer Pylorusstenose (IHPS) berichtet
    • Eltern und das Pflegepersonal sollten aufgefordert werden, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn es zu Erbrechen oder Irritationen beim Füttern kommt
  • Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD)
    • Auftreten von CDAD bei nahezu allen Antibiotika-Therapien berichtet, einschließlich Azithromycin
      • Ausprägung von leichtem Durchfall bis Colitis mit letalem Ausgang möglich
      • Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
    • C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen
    • Hypertoxin produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen
    • CDAD muss daher bei allen den Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen nach einer Antibiotikaanwendung eine Diarrhö auftritt
      • hierbei sorgfältige medikamentöse Anamnese durchführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
  • Pseudomembranöse Colitis
    • Fälle von pseudomembranöser Colitis nach Anwendung von Makrolid-Antibiotika berichtet
    • bei Patienten, bei denen nach Beginn oder bis ungefähr 3 Wochen nach der Behandlung mit Azithromycin Durchfall auftritt, an diese Diagnose denken
    • Antiperistaltika kontraindiziert bei einer Azithromycin induzierten pseudomembranösen Colitis
  • Superinfektionen
    • auf mögliche Symptome einer Superinfektion mit nicht empfindlichen Erregern wie Pilze achten
    • Superinfektion kann eine Unterbrechung der Behandlung mit Azithromycin und die Einleitung adäquater Maßnahmen erforderlich machen
  • Kreuzresistenz
    • wegen einer bestehenden Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Stämmen und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken sollte Azithromycin in diesen Fällen nicht eingenommen werden
    • regionale Resistenzsituation gegenüber Azithromycin und anderen Antibiotika sollte beachtet werden
  • schwere Nierenfunktionsstörung (GFR < 10 ml/Min)
    • Erhöhung der Azithromycin-Exposition um 33 % beobachtet
  • schwere Infektionen
    • Arzneimittel nicht zur Behandlung von schweren Infektionen geeignet, bei denen schnell hohe Blutkonzentrationen des Antibiotikums erreicht werden müssen
  • Langzeitanwendung
    • keine Erfahrungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit der Langzeitanwendung von Azithromycin bei den oben genannten Anwendungsgebieten vorliegend
    • bei schnell rezidivierenden Infektionen sollte eine Behandlung mit einem anderen Antibiotikum in Betracht gezogen werden
  • Pharyngitis / Tonsillitis
    • Azithromycin nicht Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der durch Streptococcus pyogenes verursachten Pharyngitis oder Tonsillitis
    • bei dieser Behandlung sowie als Prophylaxe des akuten rheumatischen Fiebers ist Penicillin Mittel der ersten Wahl
  • Sinusitis
    • Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der Sinusitis
  • akute Otitis media
    • Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der akuten Otitis media
  • infizierte Brandwunden
    • Azithromycin nicht für die Behandlung von infizierten Brandwunden indiziert
  • sexuell übertragbare Krankheiten
    • bei sexuell übertragbaren Krankheiten Begleitinfektion mit T. pallidum ausschließen
  • neurologische und psychiatrische Erkrankungen
    • Azithromycin sollte bei Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden
  • Ergotalkaloide und Azithromycin
    • beobachtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Ergotalkaloiden und Makrolid-Antibiotika die Entwicklung eines Ergotismus beschleunigt
    • Wechselwirkungen zwischen Ergotalkaloiden und Azithromycin wurden nicht untersucht
      • allerdings möglich, dass es zu einem Ergotismus kommt, sodass Azithromycin und Ergotalkaloid-Derivate nicht gleichzeitig angewendet werden sollten
  • QT-Intervall-Verlängerung
    • unter einer Behandlung mit Makroliden einschließlich Azithromycin Verlängerungen der kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls beobachtet mit der Gefahr, dass sich Arrhythmien oder Torsade de pointes entwickeln
    • da folgende Fälle mit einem erhöhten Risiko fur ventrikulare Arrhythmien (einschließlich Torsade de pointes) verbunden sind, die zum Herzstillstand führen können, sollte Azithromycin bei Patienten mit bestehender Prädisposition für Arrhythmien (v.a. Frauen und ältere Patienten) mit Vorsicht angewendet werden; gilt für Patienten
      • mit kongenitaler oder dokumentierter erworbener QT-Verlängerung
      • mit gleichzeitiger Anwendung von anderen Wirkstoffen, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie
        • Antiarrhythmika der Klasse IA (Chinidin und Procainamid) und Klasse III (Dofetilid, Amiodaron und Sotalol)
        • Cisaprid
        • Terfenadin
        • antipsychotische Wirkstoffe wie Pimozid
        • Antidepressiva wie Citalopram
        • Fluorchinolone wie Moxifloxacin und Levofloxacin
      • mit Elektrolytstörungen, und zwar insbesondere bei Vorliegen einer Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
      • mit klinisch relevanter Bradykardie, kardialen Arrhythmien oder schwerer Herzinsuffizienz
  • Myasthenia gravis
    • unter einer Therapie mit Azithromycin über Exazerbation von Symptomen einer Myasthenia gravis oder das Auftreten eines Myasthenie-Syndroms berichtet