Azyter 15mg/g Augentropfen im Einzeldosisbehältnis

Thea Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Azithromycin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 6X0.25 G 18,31 €
NotApplicable 6X0.25 G

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Fachinformationen

Indikation

  • lokale, antibakterielle kurative Behandlung der Konjunktivitis, die durch empfindliche Stämme verursacht wird
    • eitrige bakterielle Konjunktivitis bei Kindern (0 - 17 Jahre) und Erwachsenen
    • trachomatöse Konjunktivitis, die durch Chlamydia trachomatis verursacht wird, bei Kindern (0 - 17 Jahre) und Erwachsenen
  • Hinweis: offizielle Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sind zu beachten

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Lösung enthält 15 mg Azithromycin 2 H2O, entsprechend 14,3 mg Azithromycin. Ein Einzeldosisbehältnis mit 250 mg Lösung enthält 3,75 mg Azithromycin 2 H2O

  • eitrige bakterielle Konjunktivitis / trachomatöse Konjunktivitis, die durch Chlamydia trachomatis verursacht wird
    • Erwachsene:
      • 1 Tropfen 2mal / Tag morgens und abends
      • Anwendungsdauer:
        • 3 Tage
        • Fortsetzung der Behandlung über mehr als 3 Tage nicht erforderlich
        • Behandlungsplan einhalten
    • Ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Kinder und Jugendliche
      • keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

Azithromycin - okulär
  • Überempfindlichkeit gegen Azithromycin oder ein anderes Makrolid
  • Injektion oder orale Anwendung kontraindiziert
  • peri- oder intraokulare Injektion kontraindiziert

Nebenwirkungen

Azithromycin - okulär
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
      • Überempfindlichkeit
  • Augenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Augenbeschwerden (Jucken, Brennen, Stechen) nach Einbringen in das Auge
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verschwommenes Sehen
      • klebriges Gefühl im Auge
      • Fremdkörpergefühl im Auge nach Einbringen in das Auge
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Konjunktivitis
      • allergische Konjunktivitis
      • Keratitis
      • Augenlidekzem
      • Augenlidödem
      • Augenallergie
      • konjunktivale Hyperämie
      • verstärkter Tränenfluss nach Einbringen in das Auge
      • Augenliderythem
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
      • exfoliative Dermatitis
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)

Kinder und Jugendliche

  • in klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen stellte sich das Sicherheitsprofil ähnlich wie bei Erwachsenen dar, und es wurden keine neuen Nebenwirkungen festgestellt
  • Sicherheitsprofile in den einzelnen Untergruppen bei Kindern und Jugendlichen waren ebenfalls vergleichbar

Anwendungshinweise

  • zur Anwendung am Auge
  • morgens und abends 1 Tropfen in die Fornix conjunctivae einbringen
  • Hinweis an den Patienten:
    • vor und nach der Anwendung sorgfältig Hände waschen
    • jeden Kontakt zwischen der Tropferspitze des Einzeldosisbehältnisses und dem Auge bzw. den Augenlidern vermeiden
    • Einzeldosisbehältnis nach der Anwendung verwerfen und dieses nicht für weitere Anwendungen aufbewahren

Stillzeithinweise

Azithromycin - okulär
  • begrenzte Daten zeigen, dass Azithromycin in die Muttermilch ausgeschieden wird
    • in Anbetracht der niedrigen Dosierung und der geringen systemischen Verfügbarkeit, sind die vom Neugeborenen aufgenommenen Dosen aber vernachlässigbar
  • daher kann während der Behandlung gestillt werden

Schwangerschaftshinweise

Azithromycin - okulär
  • keine Auswirkungen auf die Schwangerschaft zu erwarten, da systemische Verfügbarkeit von Azithromycin vernachlässigbar
  • Azithromycin kann während der Schwangerschaft angewendet werden
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studienlassen keine Auswirkungen der Behandlung mit Azithromycin auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit vermuten
    • Daten beim Menschen liegen nicht vor
    • allerdings keine Wirkung auf die Fruchtbarkeit zu erwarten, da die systemische Verfügbarkeit von Azithromycin vernachlässigbar ist

Warnhinweise

Azithromycin - okulär
  • nicht geeignete Anwendungen
    • nicht zur Injektion oder oralen Anwendung
    • nicht zur peri- oder intraokularen Injektion
  • allergische Reaktion
    • im Fall einer allergischen Reaktion Behandlung absetzen
  • Behandlungsdauer
    • Patient darüber informieren, dass es nicht notwendig ist, die Anwendung von Azithromycin nach der 3-tägigen Behandlung fortzusetzen, auch wenn noch verbleibende Anzeichen der bakteriellen Konjunktivitis vorliegen
    • im Allgemeinen kommt es innerhalb von 3 Tagen zu einem Nachlassen der Symptome
      • kommt es nach 3 Tagen nicht zu einer Verbesserung der Krankheitszeichen, ist die Diagnose zu überdenken
  • Kontaktlinsen
    • Patienten mit bakterieller Konjunktivitis sollten keine Kontaktlinsen tragen
  • Systemische Anwendung von Azithromycin
    • Fälle einer fulminanten Hepatitis bei der systemischen Anwendung von Azithromycin berichtet, die möglicherweise zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen führen können
    • bei der Anwendung am Auge Risiko nicht von Bedeutung, da die systemische Verfügbarkeit des Wirkstoffs vernachlässigbar ist
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • wie für Erythromycin und andere Makrolide seltene schwerwiegende allergische Reaktionen, u.a. angioneurotisches Ödem und Anaphylaxie (selten mit Todesfolge), dermatologische Reaktionen einschließlich akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN, selten mit Todesfolge) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet
      • einige dieser Reaktionen unter Azithromycin führten zu rezidivierenden Symptomen und erforderten eine längerfristige Beobachtung und Behandlung
    • bei Auftreten einer allergischen Reaktion sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
      • Mediziner sollten sich bewusst sein, dass es bei Absetzen der symptomatischen Behandlung zu einem Wiederauftreten der allergischen Symptomatik kommen kann
  • Kinder und Jugendliche: Behandlung der trachomatösen Konjuktivitis
    • keine vergleichenden Studien zu Sicherheit und Wirksamkeit für die Behandlung der trachomatösen Konjunktivitis bei Kindern < 1 Jahr durchgeführt
      • aber keine sicherheitsrelevanten Aspekte oder Unterschiede im Krankheitsverlauf bekannt, die eine Anwendung bei Kindern < 1 Jahr bei dieser Indikation ausschließen, wenn man die klinische Erfahrung bei der Behandlung der trachomatösen Konjunktivitis bei Kindern über 1 Jahr und die Erfahrung mit Azithromycin bei der Behandlung der eitrigen bakteriellen Konjunktivitis bei Kindern von Geburt an berücksichtigt
  • Anwendung bei Neugeborenen
    • gestützt auf den internationalen Konsensus zu Erkrankungen des Auges und des Genitaltraktes, die auf Neugeborene übertragen werden können, erfordert die durch Chlamydia trachomatis verursachte nicht-trachomatöse Konjunktivitis sowie die durch Neisseria gonorrhoeae verursachte Konjunktivitis eine systemische Behandlung
    • bei Neugeborenen und Kleinkindern unter 3 Monaten kann eine durch Chlamydia trachomatis hervorgerufene systemische Infektion (z.B. Pneumonie, Bakteriämie) gleichzeitig mit einer Konjunktivitis bestehen
      • bei dringendem Verdacht systemische Behandlung notwendig
    • diese Behandlung ist nicht zur prophylaktischen Anwendung einer bakteriellen Konjunktivitis bei Neugeborenen vorgesehen