BAYCUTEN HC Creme

ACA Müller/ADAG Pharma AG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Clotrimazol/Hydrocortison →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 G 27,19 €
60 G 36,60 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Mykosen der Haut, bei denen entzündliche bzw. ekzematöse Hauterscheinungen und/oder Juckreiz im Vordergrund stehen.
    • Ursächlich dafür können Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere sein, sowie bei Hautinfektionen Corynebacterium minutissimum
  • Hauterkrankungen, die mit Clotrimazol-empfindlichen Erregern superinfiziert sind

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 10 mg Clotrimazol und 10 mg Hydrocortison

  • Behandlung von Mykosen der Haut
    • ca. 1/2 cm Salbenstrang für eine etwa handtellergrosse Fläche 1 - 2mal / Tag (morgens bzw. morgens und abends)
    • max. Tagesdosis: 10 mg Creme / kg Körpergewicht
      • Erwachsener mit ca. 75 kg KG: max. 750 mg / Tag (ungefähr 3 cm langer Salbenstrang), aufgeteilt auf 2 Anwendungen / Tag
    • Behandlungsdauer:
      • sind die akuten Symptome nach etwa 7 Tagen abgeklungen und bedürfen weiterer Behandlung: corticoidfreien Anwendungsformen verwenden

Kontraindikationen

Hydrocortison - extern

Hydrocortisonacetat plus Natriumbituminosulfonat, hell

  • nachgewiesene Überempfindlichkeit gegen sulfonierte Schieferöle, wie z. B. Ammoniumbituminosulfonat und/oder Natriumbituminosulfonat und/oder Corticoide
  • spezifische Hautprozesse (Lues, Tbc), Varizellen, Viruserkrankungen, Vakzinationsreaktionen, Mykosen, bakterielle Hautinfektionen, periorale Dermatitis, Rosazea
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Hydrocortison plus Clotrimazol

  • Überempfindlichkeit gegenüber einen der Wirkstoffe
  • Anwendung bei verletzter Haut
  • spezifischen Hauterkrankungen (z.B. Akne, Syphilis, Tuberkulose, Rosacea, periorale Dermatitis, usw.)
  • Viruserkrankungen der Haut (z.B. Herpes simplex, Varizellen, usw.)
  • dermalen Vakzinationsreaktionen

Hydrocortison plus Harnstoff

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe
  • virusbedingten Hautkrankheiten, wie Herpes simplex, Zoster, Windpocken
  • Rosazea
  • rosazea-artiger (perioraler) Dermatis
  • bestimmten Hautkrankheiten wie Syphilis, Tuberkulose
  • Impfreaktionen
  • bei Hautinfektionen durch Pilze oder Bakterien muss zusätzlich eine spezifische Behandlung erfolgen
  • nicht zur Anwendung am Auge geeignet
  • großflächige (mehr als 10 % der Körperoberfläche), länger dauernde Behandlung (über vier Wochen) bei Säuglingen und Kleinkindern vermeiden

Nebenwirkungen

Hydrocortison - extern

Hydrocortison plus Natriumbituminosulfonat, hell

  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Unverträglichkeitsreaktionen der Haut
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei länger dauernder Anwendung in hoher Dosierung und auf großen Flächen
        • lokale Hautveränderungen wie Hautatrophie, Teleangiektasien, Striae, Steroidakne, perioraler Dermatitis, Hypertrichosis
        • systemischen Wirkungen
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen

Hydrocortison plus Clotrimazol

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Allergische Reaktionen (Nesselsucht, Hypotonie, Atemnot, Ohnmacht)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Juckreiz
      • Rötung
      • Stechen/Brennen
      • Hautreizung
      • Ausschlag
      • Ödeme
      • sekundäre Infektionen
      • Beschwerde/Schmerzen
      • Hautastrophien
      • Hautentfärbungen
      • Teleangiektasien
      • Striae
      • Hypertrichosis
      • akneförmige Erscheinungen
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen

Hydrocortison plus Harnstoff

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lokaler Hautveränderungen wie Hautatrophien, Teleangiektasien, Striae, Steroidakne, rosazea-artige (periorale) Dermatitis, Änderung der Hautpigmentierung, Hypertrichosis bei längerer Anwendung
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen

Anwendungshinweise

  • Creme wird dünn auf die Haut aufgetragen und eingerieben
  • Okklusivtechnik bei Patienten mit atopischem Ekzem ist zu vermeiden

Stillzeithinweise

Hydrocortison - extern

Hydrocortisonacetat plus Natriumbituminosulfonat, hell

  • während der Stillzeit kontraindiziert
  • keine Daten vom Menschen zur Anwendung von Hydrocortisonacetat plus Natriumbituminosulfonat, hell während der Stillzeit vorliegend
  • tierexperimentelle Studien: wurden nicht durchgeführt

Hydrocortison plus Clotrimazol

  • kann wegen der geringen Resorption bei topischer Anwendung bei bestimmungsgemäßem Gebrauch während der Stillzeit angewendet werden
  • während der gesamten Stillzeit nicht im Brustbereich anwenden, um den direkten Kontakt des Säuglings mit dem Arzneimittel zu vermeiden
  • Hydrocortison
    • keine Daten verfügbar
    • es ist jedoch unwahrscheinlich, dass topisch appliziertes Hydrocortison wegen der geringen perkutanen Penetration systemische Effekte verursacht
    • unter bestimmten Bedingungen kann die kutane Resorption jedoch erhöht sein, wie z.B. bei Verwendung von Okklusivverbänden, dem Grad der Hautverletzung und der Größe des behandelten Areals
  • Clotrimazol
    • nicht bekannt, ob Clotrimazol beim Menschen in die Muttermilch übergeht
    • zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen / toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass Clotimazol / Metabolite bei oraler Applikation in die Milch übergehen

Hydrocortison plus Harnstoff

  • bei einer großflächigen oder langfristigen Anwendung sollte abgestillt werden
  • ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden
  • Hydrocortison geht in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Hydrocortison - extern

Hydrocortisonacetat plus Natriumbituminosulfonat, hell

  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • keine Daten von Menschen zur Anwendung von Hydrocortisonacetat plus Natriumbituminosulfonat, hell vorliegend
    • mögliches Risiko der Anwendung ist nicht bekannt
  • keine Durchführung von tierexperimentellen Untersuchungen mit Hydrocortisonacetat plus Natriumbituminosulfonat, hell vorliegend
  • Hydrocortison / Glucocorticoide
    • intrauteriner Wachstumsretardierung des Kindes bei Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft
    • Diskussion über erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoiden während des 1. Trimenons
    • tierexperimentelle Studien
      • Glucocorticoide führten im Tierexperiment zu Gaumenspalten
      • aufgrund von epidemiologischen Studien in Verbindung mit Tierexperimenten wird diskutiert, dass eine intrauterine Glucocorticoidexposition zur Entstehung von metabolischen und kardiovaskulären Erkrankungen im Erwachsenenalter beitragen könnte
    • Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann
      • wenn Glucocorticoide am Ende der Schwangerschaft gegeben werden
  • Natriumbituminosulfonat
    • für Natriumbituminosulfonat nur unzureichende tierexperimentelle Untersuchungen vorliegend

Hydrocortison plus Clotrimazol

  • aus Gründen der Vorsicht wird empfohlen, Arzneimittel nicht über eine längere Zeit während der Schwangerschaft, insbesondere den ersten 3 Monaten, zu verwenden
    • es ist vorzuziehen, die Anwendung im 1. Trimenon der Schwangerschaft zu vermeiden
  • bisher nur eine begrenzte Menge an Daten hinsichtlich der Anwendung von Clotrimazol oder Hydrocortison bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität mit Clotrimazol
    • Studien zur Reproduktionstoxizität an Tieren haben nach systemischer Gabe von hohen Dosen an Hydrocortison Effekte auf die Reproduktion gezeigt
    • keine tierexperimentelle Studien hinsichtlich Reproduktion nach topischer Anwendung
  • Fertilität
    • keine Studien am Menschen zum Einfluss von Clotrimazol auf die Fertilität vorliegend
    • Daten zum Einfluss von topisch appliziertem Hydrocortison nicht verfügbar
    • Tierexperimentelle Studien
      • keinen Effekt des Arzneimittels auf die Fertilität

Hydrocortison plus Harnstoff

  • darf während der Schwangerschaft - insbesondere während der ersten 3 Monate - nur bei zwingender Indikation nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
    • großflächige oder längerfristige Behandlung (über vier Wochen) sollte vermieden werden
  • keine ausreichenden Daten für die Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten Reproduktionstoxizität

Warnhinweise

Hydrocortison - extern
  • Sehstörungen
    • Auftreten von Sehstörungen bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden möglich
    • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen (z.B. zentral seröse Chorioretinopathie (CSC)) in Erwägung ziehen, wenn Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
    • Meldung von Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC) nach der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden

zusätzlich für Hydrocortison plus Clotrimazol:

  • wegen Corticoidgehalts keine großflächig (mehr als 10 % der Körperoberfläche) und/oder unter okklusive (wie z.B. Windeln und Verbänden) Anwendung
    • Erhöhung der Resorption
  • Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
  • Augenkontakt vermeiden
  • nicht einnehmen