BELOC
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X5 ML | 21,94 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- tachykarde Herzrhythmusstörungen
- Akutbehandlung des Herzinfarktes
- Hinweis
- die parenterale Applikation ist nur für Notfälle und für die Klinikbehandlung vorgesehen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 5 ml Injektionslösung enthält 5 mg Metoprololtartrat (Ph. Eur.)
- tachykarde Herzrhythmusstörungen
- Dosierung individuell - v. a. abhängig vom Behandlungserfolg
- akut bedrohliche Herzrhythmusstörungen
- Einzeldosis sowie Dosierungsintervall in Abhängigkeit von Ausgangssituation und klinischem Zustand des Patienten
- Initialdosis
- i. d. R. bis zu 5 mg Metoprololtartrat als langsame i. v. Injektion
- 1 - 2 mg Metoprololtartrat / Min.
- i. d. R. bis zu 5 mg Metoprololtartrat als langsame i. v. Injektion
- Wiederholungsdosis bei unzureichendem Behandlungserfolg
- gleiche Dosis in Intervallen von 5 - 10 Min. bis zum Wirkungseintritt bzw. bis zum Erreichen einer Gesamtdosis von 10 - 15 mg Metoprololtartrat
- orale Anschlussbehandlung
- sobald Rhythmusstörungen unter Kontrolle sind
- Therapieabbruch
- bei behandlungsbedürftigem Abfall von Herzfrequenz und / oder Blutdruck oder anderen Komplikationen
- Akutbehandlung des Herzinfarktes
- Dosierung individuell - v. a. abhängig vom Behandlungserfolg
- Behandlungsbeginn möglichst umgehend nach Krankenhauseinweisung unter kontinuierlicher EKG- und Blutdruckkontrolle
- Akuttherapie
- Initialdosis
- 5 mg Metoprololtartrat i. v.
- Wiederholungsdosis je nach Verträglichkeit
- jew. 5 mg Metoprololtartrat i. v. / Einzeldosis in Abständen von 2 Min. bis zu einer max. Gesamtdosis von bis zu 15 mg Metoprololtartrat
- orale Anschlussbehandlung
- volle Dosis von 15 mg Metoprololtartrat i. v. vertragen:
- 50 mg Metoprololtartrat p. o. 4mal / Tag, 15 Min. nach letzter i. v. Injektion
- < 15 mg Metoprololtartrat i. v. vertragen:
- vorsichtige Oralisierung mit 1mal 25 mg Metoprololtartrat p. o.
- volle Dosis von 15 mg Metoprololtartrat i. v. vertragen:
- Initialdosis
- Erhaltungstherapie
- 95 - 190 mg Metoprololsuccinat / Tag
- Therapieabbruch
- bei behandlungsbedürftigem Abfall von Herzfrequenz und / oder Blutdruck oder anderen Komplikationen
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberinsuffizienz
- stark eingeschränkter Leberfunktion
- verminderte Elimination
- unter Umständen Dosisreduktion erforderlich
- stark eingeschränkter Leberfunktion
Kontraindikationen
Metoprolol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Metoprolol
- Überempfindlichkeit gegen andere Betarezeptorenblocker (Kreuzreaktivität gegenüber anderen Betarezeptorenblockern kann auftreten)
- dekompensierte oder manifeste Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock
- AV-Block II. oder III. Grades
- Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome)
- sinuatrialer Block
- Bradykardie (Ruhepuls kleiner als 50 Schläge/Min. vor Behandlungsbeginn)
- Hypotonie (systolisch kleiner als 90 mmHg)
- Azidose
- bronchiale Hyperreagibilität (z.B. bei Asthma bronchiale)
- schwere periphere Durchblutungsstörungen
- unbehandeltes Phäochromozytom
- Asthma bronchiale oder Auftreten von Bronchospasmen in der Vorgeschichte
- gleichzeitige Gabe von Monoaminooxidase (MAO)-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe)
- Patienten mit Myokardinfarkt, die eine Herzfrequenz < 45 bis 50 Schläge/Min., ein PR-Intervall > 0,24 s, einen systolischen Blutdruck < 100 mmHg und/oder eine schwere Herzinsuffizienz haben
- intravenöse Applikation von Metoprolol bei Patienten unter Therapie mit Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Amiodaron, Propafenon und andere Klasse-I-Antiarrhythmika wie Chinin und Disopyramid) kontraindiziert
- Ausnahme Intensivmedizin
- intravenöse Gabe von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) unter Therapie mit Metropolol kontraindiziert
- Ausnahme Intensivmedizin
Nebenwirkungen
Metoprolol - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- überschießende anaphylaktische Reaktionen (bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie)
- Betarezeptorenblocker können Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
- überschießende anaphylaktische Reaktionen (bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Diabetes mellitus
- latenter Diabetes mellitus kann in Erscheinung treten
- manifester Diabetes mellitus kann sich verschlechtern
- Hypoglykämie
- v.a. nach längerem strengem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung
- Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) können verschleiert werden
- Diabetes mellitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Symptome einer Thyreotoxikose können maskiert werden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störungen im Fettstoffwechsel
- bei meist normalem Gesamtcholesterin Verminderung des HDL-Cholesterins und Erhöhung der Triglyzeride im Plasma beobachtet
- Störungen im Fettstoffwechsel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression, depressive Verstimmungszustände
- Verwirrtheitszustand
- Alpträume oder verstärkte Traumaktivität
- Halluzination
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nervosität
- Ängstlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Persönlichkeitsveränderung (z.B. Gefühlsschwankungen)
- Gedächtnisstörungen, Erinnerungsschwierigkeiten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- insbesondere zu Beginn der Behandlung zentralnervöse Störungen wie Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Somnolenz
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerz
- Erschöpfungszustände
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesie
- Benommenheit
- Schlafstörung
- Konzentrationsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- getrübter Bewusstseinszustand
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konjunktivitis
- verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen beachten)
- Sehverschlechterung/Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen)
- gereizte Augen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- trockenes Auge, Augenentzündung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hörstörungen, z.B. Hypakusis oder Taubheit (bei Dosierungen, die über der empfohlenen Dosis liegen)
- Tinnitus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überleitungsstörung (z.B. atrioventrikuläre Überleitungsstörung)
- Verstärkung einer Herzinsuffizienz mit peripheren Ödemen
- kardiogener Schock bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt
- Herzschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arrhythmie
- Herzinsuffizienz mit Ödem peripher und/oder Belastungsdyspnoe
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Brustkorbschmerz
- Angina pectoris, Verstärkung der Anfälle
- kardiogener Schock
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Orthostase-Syndrom, gelegentlich mit Synkope
- Kältegefühl in den Gliedmaßen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ödem
- Raynaud Syndrom
- schlechte periphere Durchblutung (einschließlich Patienten mit Raynaud Syndrom oder Claudicatio intermittens), Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gangrän (bei Patienten mit vorbestehenden schweren peripheren Durchblutungsstörungen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Belastungsdyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verengung der Atemwege bei entsprechend veranlagten Patienten (z. B. bei Asthma bronchiale)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmus und Atemnot (auch bei Patienten ohne obstruktive Atemwegserkrankungen in der Vorgeschichte)
- Rhinitis,allergischer Schnupfen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Abdominalschmerz
- Obstipation
- Diarrhoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Mundtrockenheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- retroperitoneale Fibrose (Zusammenhang mit Metoprolol nicht eindeutig nachgewiesen)
- Geschmacksstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei schweren Nierenfunktionsstörungen in Einzelfällen Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Betarezeptorenblockern berichtet
- Anwendung sollte in diesen Fällen unter entsprechender Überwachung der Nierenfunktion erfolgen
- bei schweren Nierenfunktionsstörungen in Einzelfällen Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Betarezeptorenblockern berichtet
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperhidrosis
- allergische Dermatitis (Erythem, Pruritus, Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Exantheme z.B. in Form von psoriasiformer Hautveränderungen und dystrophischen Hautläsionen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Haarausfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psoriasis, Verschlimmerung einer Psoriasis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelkrämpfe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelschwäche
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arthralgie und/oder eine Arthropathie (Mono- und Polyarthritis)
- bei Langzeittherapie
- Arthralgie und/oder eine Arthropathie (Mono- und Polyarthritis)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erektions- und Libidostörung
- InduratioInduratio Penis plastica (Zusammenhang mit Metoprolol nicht eindeutig nachgewiesen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- veränderte Leberfunktionswerte (z.B. Erhöhung der Transaminasen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Lösung zur i. v. Injektion
- langsame i. v. Applikation unter EKG- und Blutdruckkontrolle
- weitere Hinweise zur Handhabung s. jew. Fachinformation
Stillzeithinweise
Metoprolol - invasiv
- Metoprolol sollte nicht in der Stillzeit angewendet werden, es sei denn, die Anwendung wird als notwendig erachtet
- Metoprolol wird mit der Muttermilch konzentriert ausgeschieden
- gestillte Säuglinge sollten auf Anzeichen einer Betarezeptorenblockade überwacht werden
- die durch die Muttermilch aufgenommene Menge an Metoprolol kann verringert werden, wenn erst 3 - 4 Stunden nach Anwendung des Medikaments gestillt wird
- bei Säuglingen, die Metoprolol langsamer verstoffwechseln, können im Vergleich zu anderen Säuglingen mit normalem Metabolismus 10 - 100fach höhere Plasmakonzentrationen auftreten
- Betablocker können beim gestillten Kind möglicherweise Nebenwirkungen, wie z.B. Bradykardie, verursachen
Schwangerschaftshinweise
Metoprolol - invasiv
- Metoprolol soll in der Schwangerschaft (insbesondere im 1. Trimenon) nur bei strenger Indikationsstellung und Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
- Betablocker reduzieren im Allgemeinen die Plazentaperfusion
- wurde mit Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod, Fehlgeburt und frühzeitigen Wehen in Zusammenhang gebracht
- daher empfohlen, schwangere Frauen, die mit Metoprolol behandelt werden, entsprechend zu überwachen
- Betablocker können beim Fetus und Neugeborenen möglicherweise Nebenwirkungen, wie z.B. Bradykardie, verursachen
- wegen der Möglichkeit des Auftretens von Bradykardie, Hypotonie und Hypoglykämie beim Neugeborenen soll die Therapie mit Metoprolol 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden
- ist dies nicht möglich, müssen Neugeborene 48 - 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden
- tierexperimentelle Studien
- begrenzte Anzahl von Tierstudien zeigte keinen direkten oder indirekten Einfluss auf die Reproduktionstoxizität
- Risiko für den Fetus / die Mutter ist nicht bekannt
- Fertilität
- gibt keine humanen Fertilitäts-Untersuchungen von Metoprolol
- Metoprololtartrat zeigte in therapeutischen Dosen zwar Auswirkungen auf die Spermatogenese von Ratten, hatte jedoch in Fertilitätsstudien bei Tieren in höheren Dosen keinen Effekt auf die Empfängnisraten
Warnhinweise
Metoprolol - invasiv
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung/strenge Indikationsstellung bei
- Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese
- Verordnung von Betarezeptorenblockern sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
- Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und Patienten unter Desensibilisierungstherapie (Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen)
- strenge Indikationsstellung geboten
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
- anaphylaktische Reaktionen, die durch andere Mittel verursacht wurden, können besonders schwerwiegend und gegenüber üblichen Dosen von Adrenalin resistent sein
- nach Möglichkeit sollte die Anwendung von Betarezeptorenblockern einschließlich Metoprolol bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion vermieden werden
- Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei:
- AV-Block I. Grades
- Anwendung mit Vorsicht
- wegen des negativen Effekts von Metoprolol auf die atrioventrikuläre Überleitung
- Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände)
- längerem strengem Fasten und schwerer körperlicher Belastung (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände)
- Patienten mit bekanntem oder vermutetem Phäochromozytom (Nebennierenmarktumor)
- hier sollte Metoprolol immer in Kombination mit einem Alpha-Blocker gegeben werden, wobei die Therapie mit dem Alpha-Blocker vor der Gabe von Metoprolol eingeleitet sein sollte)
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- AV-Block I. Grades
- Operationen
- vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird
- es ist ein Narkosemittel mit dem geringstmöglichen kardiodepressiven Effekt zu wählen
- Patienten, die sich einer Operation unterziehen, die nicht am Herzen vorgenommen wird, sollten keine akute Erstbehandlung mit hohen Metoprololdosen erhalten, da dies mit Bradykardie, Hypotonie und Schlaganfall (auch mit tödlichem Ausgang) bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht wurde
- Indikation zur Beendigung einer chronischen Betablocker-Behandlung vor einem operativen Eingriff sollte von einem kardiologisch erfahrenen Arzt in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Erkrankung gestellt werden
- beeinträchtigte Fähigkeit des Herzens, auf adrenerge Stimuli zu reagieren, kann das Risiko einer Anästhesie oder eines chirurgischen Eingriffs vergrößern
- Vorteile der Fortsetzung einer Behandlung mit einem Betarezeptorenblocker sollten in jedem Einzelfall gegen die Risiken des Absetzens abgewogen werden
- wenn es für notwendig erachtet wird, Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, vor einem operativen Eingriff abzusetzen, sollte dies schrittweise erfolgen und ca. 48 Stunden vor der Narkose beendet sein
- vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird
- Risiko für koronare Ereignisse, einschließlich eines plötzlichen Herztodes
- kann nach Absetzen des Betablockers erhöht sein
- Patienten mit akutem Myokardinfarkt, hämodynamische Stabilisierung
- unter Metoprololtherapie ein erhöhtes Risiko für kardiogenen Schock beobachtet
- da hämodynamisch instabile Patienten in besonderem Maße betroffen waren, darf Metoprolol erst nach hämodynamischer Stabilisierung des Infarktpatienten gegeben werden
- Patienten mit bronchospastischen Erkrankungen
- im Allgemeinen dürfen Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, nicht bei diesen Patienten angewendet werden
- aufgrund der relativen Kardioselektivität kann Metoprolol bei Patienten mit leichten bis mittelschweren bronchospastischen Erkrankungen oral angewendet werden, wenn diese nicht auf andere geeignete Therapien ansprechen oder diese nicht vertragen
- in diesem Fall ist Metoprolol in der niedrigsten möglichen Dosis anzuwenden
- gleichzeitig sollte ein Beta2-Agonist gegeben werden, da die Beta1-Selektivität von Metoprolol nicht vollständig ist
- Leberzirrhose
- Metoprolol unterliegt einem ausgeprägten „First-Pass-Metabolismus" und wird hauptsächlich hepatisch metabolisiert
- deshalb kann eine Leberzirrhose die systemische Bioverfügbarkeit von Metoprolol erhöhen, dessen Ausscheidung verringern und die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen
- Diabetes mellitus
- Metoprolol sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus, speziell wenn sie Insulin oder orale Antidiabetika erhalten, mit Vorsicht angewendet werden
- Diabetiker sollten darauf hingewiesen werden, dass Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, eine Hypoglykämie-induzierte Tachykardie maskieren können
- andere Anzeichen einer Hypoglykämie wie Schwindel und Schwitzen werden unter Umständen nicht wesentlich unterdrückt
- Schwitzen kann verstärkt werden
- bei Absinken des Pulses unter 50 - 55 Schläge/Min.
- Dosis schrittweise reduzieren bzw. Behandlung mit Metoprolol ausschleichend beenden
- Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (z.B. Raynaud-Krankheit, Claudicatio intermittens)
- Metoprolol sollte nur mit Vorsicht angewendet werden, weil Betarezeptorenblocker diese Erkrankungen verschlechtern könnten
- Behandlungsende
- Behandlung mit Metoprolol sollte, speziell bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit, nicht plötzlich abgebrochen werden
- um eine Exazerbation einer Angina pectoris zu vermeiden, sollte die Dosis schrittweise über 1 - 3 Wochen reduziert werden
- falls erforderlich, sollte gleichzeitig eine alternative Therapie eingeleitet werden
- tritt bei Patienten mit Myokardinfarkt eine signifikante Blutdrucksenkung auf
- sollte Metoprolol abgesetzt, der hämodynamische Status und das Ausmaß der myokardialen Ischämie sorgfältig bestimmt und angemessene Maßnahmen getroffen werden
- geht die Blutdrucksenkung mit einer Bradykardie oder einem AV-Block einher, sollten entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden
- Prinzmetal-Angina
- Betarezeptorenblocker können bei Patienten mit Prinzmetal-Angina die Anzahl und die Dauer von Angina-Attacken erhöhen
- relativ selektive Betarezeptorenblocker wie Metoprolol können bei diesen Patienten angewendet werden, aber nur mit äußerster Vorsicht
- Thyreotoxikose
- Betarezeptorenblocker maskieren einige klinische Symptome einer Thyreotoxikose
- wenn Metoprolol bei Patienten mit Thyreotoxikose oder mit Verdacht auf eine Thyreotoxikose angewendet wird, müssen sowohl die Herz- als auch die Schilddrüsenfunktion engmaschig überwacht werden
- oculomucokutanes Syndrom
- ein voll ausgeprägtes oculomucokutanes Syndrom, wie für Practolol beschrieben, wurde unter Metoprolol nicht beobachtet
- trotzdem traten Teile dieses Syndroms (trockene Augen, entweder allein oder gelegentlich in Kombination mit Hautauschlag) auf
- in den meisten Fällen verschwanden die Symptome nach Absetzen von Metoprolol
- Patienten sollten sorgfältig auf das Auftreten möglicher ophthalmologischer Symptome hin beobachtet werden
- wenn solche Symptome auftreten, sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung bei älteren Menschen
- Vorsicht bei älteren Patienten
- durch zu starke Senkung des Blutdrucks oder der Anzahl der Herzschläge pro Minute kann es zu ungenügender Blutversorgung lebenswichtiger Organe kommen
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen