ben-u-ron 1000mg Zäpfchen
bene Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Paracetamol →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 6,81 € |
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Indikation
- symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und/oder von Fieber
Dosierung
- symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und/oder von Fieber
- Dosierung in Abhängigkeit von KG und Alter
- Einzeldosis i.d.R. 10 - 15 mg/kg KG
- Tagesgesamtdosis: max. 60 mg / kg KG
- maximale Tagesdosis (24 Stunden) keinesfalls überschreiten
- Dosierungsintervall
- mind. 6 Stunden; richtet sich nach Symptomatik und täglicher Maximaldosis
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre (>/= 43 kg KG)
- Einzeldosis: 1 Zäpfchen (1000 mg Paracetamol)
- Max. Tagesdosis (24 Std.): 4 Zäpfchen (4000 mg Paracetamol)
- Behandlungsdauer
- ohne ärztlichen / zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis anwenden
- bei Beschwerden > 3 Tage: Arzt aufsuchen
- ohne ärztliche Anweisung max. tägliche Dosis 60 mg/kg Körpergewicht (bis zu Maximum von 2 g / Tag bei Erwachsenen) nicht überschreiten bei
- Körpergewicht < 50 kg
- chronischem Alkoholismus
- Wasserentzug
- chronischer Unterernährung
- Dosierung in Abhängigkeit von KG und Alter
Dosisanpassung
- Kinder < 12 Jahren bzw. < 43 kg KG
- geeignetere Dosisstärken bzw. Darreichungsformen stehen zur Verfügung
- Patienten mit Leberinsuffizienz und leichter Niereninsuffizienz sowie Gilbert-Syndrom
- Dosisreduktion bzw. Intervallverlängerung
- schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml / Min.)
- Dosisintervall von mind. 8 Stunden einhalten
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- mit verlängertem Dosisintervall oder verminderter Dosis
- unter ärztlicher Kontrolle
- nicht geeignet, wenn eine reduzierte Dosis erforderlich ist
- geeignetere Darreichungsformen sind verfügbar
- ältere Patienten
- keine spezielle Dosisanpassung erforderlich
- bei geschwächten, immobilisierten älteren Patienten mit eingeschränkter Leber-/ Nierenfunktion
- Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls kann erforderlich werden
Kontraindikationen
Paracetamol - rektal
- Überempfindlichkeit gegen Paracetamol
Nebenwirkungen
Paracetamol - rektal
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Veränderungen des Blutbildes wie
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- Veränderungen des Blutbildes wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus (Analgetika-Asthma) bei prädisponierten Personen
- Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria, Angioödem und anaphylaktischem Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fälle von metabolischer Azidose mit hoher Anionenlücke, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird (in der Regel bei Vorliegen von Risikofaktoren)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Lebertransaminasen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberschädigungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Erythem
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen
- arzneimittelinduziertes Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- schwere Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Exanthem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- rektale Anwendung
- Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After einführen
- zur Verbesserung der Gleitfähigkeit
- Zäpfchen in der Hand erwärmen oder
- ganz kurz in warmes Wasser tauchen
Stillzeithinweise
Paracetamol - rektal
- Paracetamol kann in der Stillzeit in therapeutischen Dosen verabreicht werden
- nach Anwendung wird Paracetamol in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden, aber nicht in klinisch signifikanten Mengen
- bislang keine unerwünschten Wirkungen oder Nebenwirkungen während des Stillens bekannt
Schwangerschaftshinweise
Paracetamol - rektal
- falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft (nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses) angewendet werden
- sollte aber in der geringsten wirksamen Dosis für den kürzest möglichen Zeitraum und mit der geringstmöglichen Häufigkeit angewendet werden
- nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist
- große Datenmenge zu Schwangeren weist weder auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft noch auf eine Fehlbildungen verursachende oder fetale / neonatale Toxizität hin
- epidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf
Warnhinweise
Paracetamol - rektal
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sicherstellen, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten
- Paracetamol sollte in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall oder verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Leberfunktionsstörungen (z.B. durch Leberentzündungen) aufgrund des erhöhten hepatotoxischen Risikos (hepatozelluläre Insuffizienz)
- gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die die Leberfunktion beeinträchtigen
- chronischer Alkoholmissbrauch
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- (schwere) Nierenfunktionsstörungen / Nierensuffizienz
- produktspezifische Abweichungen bzgl. GFR möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Erkrankungen, die mit reduziertem Glutathionspiegel einhergehen können (ggf. Dosisanpassung z.B. bei Diabetes mellitus, HIV, Down-Syndrom, Tumoren)
- Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Favismus)
- hämolytische Anämie
- Gluthathion-Mangel
- bei Patienten mit verminderter Glutathionreserve (verursacht z.B. durch Mangelernährung, Schwangerschaft, Lebererkrankung, Sepsis / Infektion, Nierenerkrankung, Alkoholabusus) kann Anwendung das Risiko einer Leberschädigung, die auch zu metabolischer Azidose führen kann, erhöhen
- Dehydratation
- chronische Mangelernährung
- Körpergewicht unter 50 kg
- ältere Patienten
- gleichzeitige Anwendung mit Flucloxacillin
- Vorsicht ist geboten
- es besteht erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit Anionenlücke (high anion gap metabolic acidosis [HAGMA])
- Patienten mit hohem Risiko für HAGMA sind insbesondere Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Sepsis, Unterernährung, anderen Ursachen für Glutathionmangel, z.B. chronischer Alkoholismus oder Patienten, die Paracetamol in maximalen Tagesdosen anwenden
- nach gleichzeitiger Anwendung wird engmaschige Überwachung empfohlen, einschließlich Kontrolle von Pidolsäure (Synonym "5-Oxoprolin") im Urin, um Auftreten von Säure-Base-Erkrankungen, nämlich HAGMA, festzustellen
- Vorsicht ist geboten
- Analgetika-induzierter Kopfschmerz
- bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
- Analgetika-Nephropathie
- gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- Absetzsymptomatik nach längerem hoch dosiertem Gebrauch
- bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten
- Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab
- bis dahin soll die Wiederanwendung von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen
- Arzt konsultieren bei
- hohem Fieber
- Anzeichen einer Sekundärinfektion
- Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage
- Paracetamol-haltige Arzneimittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in höheren als den empfohlenen Dosierungen angewendet werden
- Überschreiten der empfohlenen Dosis oder einmalige Anwendung der Tagesgesamtdosis kann zu schweren Leberschäden führen
- unverzüglich medizinische Hilfe aufsuchen
- Auswirkungen auf Laborwerte
- Anwendung von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure sowie die Blutzuckerbestimmung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase beeinflussen