Benazeplus AL 20mg/25mg Filmtabletten

ALIUD Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Benazepril/Hydrochlorothiazid →

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N3 98 ST 26,38 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Essenzielle Hypertonie, wenn eine Therapie mit einem Kombinationspräparat angezeigt ist.
  • Die fixe Kombination Benazeplus AL® ist nicht zur Initialtherapie oder Dosiseinstellung geeignet, sondern zum Ersatz der freien Kombination aus 10 mg Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid bzw. 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid für die Erhaltungstherapie.

Dosierung

  • Hinweis:
    • Grundsätzlich sollte eine Behandlung des Bluthochdrucks mit niedrigen Dosen eines Einzelwirkstoffes einschleichend begonnen werden.
    • Die fixe Kombination von Benazeplus AL® aus 10 mg Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid bzw. 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid sollte erst nach vorangegangener Therapie mit der freien Kombination aus Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid angewendet werden, falls die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte.
    • Bei Nichtansprechen der Therapie darf die Dosierung dieses Kombinationsarzneimittels nicht erhöht werden. In diesem Fall ist die Therapie z.B. mit den Einzelkomponenten in einem geeigneten Dosisverhältnis fortzuführen.
    • Da es bei Erhöhung der Dosierung von Benazeprilhydrochlorid - insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen, Diarrhö, Diuretikavorbehandlung), schwerer Hypertonie - zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen kann, sind diese Patienten mindestens 6 Stunden zu überwachen.
    • Vor Anwendung von Benazeplus AL® muss die Nierenfunktion überprüft worden sein.
    • Vor Beginn der Therapie mit Benazeplus AL® sollte ein Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel ausgeglichen werden.
    • Die Dosierung ist den Erfordernissen des Patienten individuell anzupassen. Die übliche Dosierung beträgt bei den Patienten, für die eine Kombinationsbehandlung angezeigt ist, 10 mg Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid täglich (entsprechend 1 Filmtablette Benazeplus AL® 10 mg/12,5 mg).
    • Wird der Blutdruck durch diese Kombination unzureichend gesenkt, kann nach schrittweiser Dosiserhöhung der Einzelkomponenten Benazeprilhydrochlorid bzw. Hydrochlorothiazid mit täglich 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid (entsprechend 2 Filmtabletten Benazeplus AL® 10 mg/12,5 mg bzw. 1 Filmtablette Benazeplus AL® 20 mg/25 mg) behandelt werden. In begründeten Einzelfällen kann bei schwer einstellbarem hohem Blutdruck eine Behandlung mit 2-mal täglich 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid (entsprechend 2 Filmtabletten Benazeplus AL® 10 mg/12,5 mg bzw. 1 Filmtablette Benazeplus AL® 20 mg/25 mg), morgens und abends, in Betracht gezogen werden.
    • Das zeitliche Intervall zwischen den einzelnen Dosiserhöhungen sollte 3 bis 4 Wochen nicht unterschreiten.
  • Kinder und Jugendliche
    • Es liegen keine ausreichenden Therapieerfahrungen mit Benazeplus AL® bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren vor.
  • Ältere Patienten (über 65 Jahre)
    • Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der Einzelkomponenten).
  • Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min bzw. Serumkreatinin-Konzentration > 1,2 und < 1,8 mg/dl)
    • Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der Einzelkomponenten).
  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, einen anderen ACE-Hemmer, Thiazide oder Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der sonstigen Bestandteile,
  • anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem oder sonstige Angioödeme, mit oder ohne frühere Behandlung mit einem ACE-Hemmer,
  • Anurie, schwere Nierenfunktionsstörungen (Serumkreatinin über 1,8 mg/dl bzw. Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min),
  • Zustand nach Nierentransplantation,
  • dekompensierte Herzinsuffizienz,
  • primärer Hyperaldosteronismus,
  • primäre Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz,
  • klinisch relevante Elektrolytstörungen (Hyperkalzämie, Hyponatriämie, refraktäre Hypokaliämie),
  • symptomatische Hyperurikämie,
  • zweites und drittes Schwangerschaftstrimester,
  • Die gleichzeitige Anwendung von Benazeplus AL® mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert.
  • gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit Benazeplus AL® darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden.
  • Während der Behandlung mit Benazeplus AL® darf keine Dialyse oder Hämofiltration mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z. B. „AN 69") erfolgen. Im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration muss deshalb vorher auf ein anderes Arzneimittel gegen Hypertonie - kein ACE-Hemmer - umgestellt oder eine andere Dialysemembran verwendet werden.
  • Während einer LDL (Low-density-lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat können unter der Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auftreten.
  • Während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z.T. lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten.
  • Falls eine LDL-Apherese bzw. eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Hemmer vorübergehend durch andere Arzneimittel gegenhohen Blutdruck zu ersetzen.

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (>/= 1/10), häufig (>/= 1/100, < 1/10), gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100), selten (>/= 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
  • Die unerwünschten Wirkungen, die unter Benazeplus AL® auftraten, glichen denen, die bei Benazepril oder Hydrochlorothiazid festgestellt wurden; sie waren meist leichter und vorübergehender Natur. Nachfolgend sind die für die Kombination aus Benazepril und Hydrochlorothiazid (wie in Benazepril AL®) berichteten Nebenwirkungen aufgelistet.
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Selten:
      • Angioödem, Ödem der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder des Larynx.
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • Selten:
      • Hypokaliämie.
    • Sehr selten:
      • Hyponatriämie.
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Selten:
      • Nervosität, Angstgefühle.
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Häufig:
      • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl.
    • Selten:
      • Insomnie, Drehschwindel, Parästhesien, Somnolenz.
    • Nicht bekannt:
      • Synkope.
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • Sehr selten:
      • Tinnitus.
  • Herzerkrankungen
    • Häufig:
      • Palpitationen.
    • Selten:
      • Schmerzen in der Brust.
  • Gefäßerkrankungen
    • Häufig:
      • orthostatische Hypotonie.
    • Selten:
      • Hypotonie.
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • Häufig:
      • trockener Reizhusten, Symptome einer Infektion der Atemwege.
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Häufig:
      • Magen- und Darmbeschwerden.
    • Selten:
      • Diarrhö, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen.
    • Sehr selten:
      • Dysgeusie.
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Häufig:
      • Hautausschlag, Hautrötung, Pruritus, Photosensibilitätsreaktion.
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • Selten:
      • Gelenkschmerzen, Gelenkentzündung, Muskelschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates.
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • Häufig:
      • Pollakisurie.
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Häufig:
      • Fatigue
  • Untersuchungen
    • Selten:
      • Anstieg der Harnsäurespiegel sowie von Harnstoff und Kreatinin im Blut (bei Absetzen der Therapie reversibel). Diese Veränderungen treten bei Patienten mit Nierenarterienstenose mit größerer Wahrscheinlichkeitauf.
    • Ein geringfügiger Anstieg von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und Serum-Kreatinin, der bei Absetzen der Therapie reversibel war, wurde bei Patienten beobachtet, die Benazeprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid in Dosen von 20 mg/25 mg oder mehr erhielten.
    • Eine leichte Verringerung der mittleren Serumkonzentration von Kalium wurde in einigen klinischen Studien festgestellt, und nur 0,2% der mit der Kombination Benazeprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid (wie in Benazeplus AL® enthalten) behandelten Patienten entwickelten eine Hypokaliämie (mehr als 0,5 mmol/l unter dem normalen Bereich). Hyponatriämie, erhöhte Harnsäure und verringertes Hämoglobin wurden ebenfalls bei Patienten berichten, die die Kombination Benazeprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid erhielten.
  • Benazepril
    • Für die Benazepril-Monotherapie und/oder andere ACE-Hemmer liegen mehr Erfahrungen nach Markteinführung vor und die folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen wurden berichtet:
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Sehr selten:
          • Thrombozytopenie, hämolytische Anämie.
        • Nicht bekannt:
          • Agranulozytose, Neutropenie.
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Nicht bekannt:
          • anaphylaktoide Reaktionen.
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • Nicht bekannt:
          • Hyperkaliämie.
      • Herzerkrankungen
        • Selten:
          • Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen.
        • Sehr selten:
          • Myokardinfarkt.
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • Sehr selten:
          • Pankreatitis.
        • Nicht bekannt:
          • Angioödem des Dünndarms.
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • Selten:
          • Hepatitis (vorwiegend cholestatisch), cholestatischer Ikterus.
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • Selten:
          • Pemphigus.
        • Sehr selten:
          • Steven-Johnson-Syndrom.
        • Nicht bekannt:
          • Verschlimmerung einer Psoriasis.
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • Sehr selten:
          • Einschränkung der Nierenfunktion.
  • Hydrochlorothiazid
    • Hydrochlorothiazid wurde in großem Umfang über viele Jahre verschrieben, manchmal in höheren Dosen als die in Benazeplus AL® enthaltenen. Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Patienten berichtet, die mit Thiazid-Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, als Monotherapie behandelt wurden.
      • Elektrolyte und Stoffwechselstörungen
        • Siehe Kategorie "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen".
      • Andere Nebenwirkungen
        • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
          • Nicht bekannt:
            • Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom).
        • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
          • Selten:
            • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura.
          • Sehr selten:
            • Leukopenie, Agranulozytose, Knochenmarkinsuffizienz, hämolytische Anämie.
          • Nicht bekannt:
            • aplastische Anämie.
        • Erkrankungen des Immunsystems
          • Sehr selten:
            • Überempfindlichkeitsreaktionen.
        • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
          • Häufig:
            • verminderter Appetit.
        • Psychiatrische Erkrankungen
          • Selten:
            • Schlafstörungen, Depressionen.
        • Erkrankungen des Nervensystems
          • Selten:
            • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Parästhesien.
        • Augenerkrankungen
          • Selten:
            • Beeinträchtigung des Sehvermögens, besonders in den ersten Wochen der Behandlung.
          • Nicht bekannt:
            • Aderhauterguss, akute Myopie und sekundäres akutes Engwinkelglaukom.
        • Herzerkrankungen
          • Selten:
            • Herzrhythmusstörungen.
        • Gefäßerkrankungen
          • Häufig:
            • orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika oder Sedativa verstärkt werden kann.
          • Sehr selten:
            • nekrotisierende Vaskulitis.
        • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
          • Sehr selten:
            • Atemnot einschließlich Lungenentzündung, Lungenödem, akutes Atemnotsyndrom (ARDS).
        • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
          • Häufig:
            • leichte Übelkeit, leichtes Erbrechen.
          • Selten:
            • Unwohlsein im Bauch, Obstipation, Diarrhö.
          • Sehr selten:
            • Pankreatitis.
        • Leber- und Gallenerkrankungen
          • Selten:
            • Cholestase, Gelbsucht.
        • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
          • Häufig:
            • Urtikaria und andere Formen von Hautausschlag.
          • Selten:
            • Lichtempfindlichkeitsreaktionen.
          • Sehr selten:
            • toxisch epidermale Nekrolyse, Lupus-erythematodes-ähnliche Hautreaktionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes.
          • Nicht bekannt:
            • Erythema multiforme.
        • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
          • Nicht bekannt:
            • Muskelkrämpfe.
        • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
          • Gelegentlich:
            • akutes Nierenversagen.
          • Nicht bekannt:
            • Nierenfunktionseinschränkung und Nierenversagen.
        • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
          • Häufig:
            • erektile Dysfunktion.
        • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
          • Nicht bekannt:
            • Fieber, Asthenie.
  • Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
    • Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt.

Anwendungshinweise

  • Die Einnahme von Benazeplus AL® kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
  • Die angegebene Tagesmenge sollte mit reichlich Flüssigkeit morgens (im hohen Dosisbereich morgens und abends) eingenommen werden.
  • Die Filmtabletten dürfen nicht geteilt werden.

Stillzeithinweise

  • Benazepril
    • Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von Benazepril in der Muttermilch erreicht werden. Auch wenndiese Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen, wird die Anwendung von Benazeplus AL® während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen, da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten beim Säugling besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt.
    • Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Benazeplus AL® bei stillenden Müttern erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird.
  • Hydrochlorothiazid
    • Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen. Die Anwendung von Benazeplus AL® während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Benazeplus AL® während der Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

Schwangerschaftshinweise

  • Benazepril
    • Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen. Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert.
    • Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
    • Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat. Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.
    • Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden.
  • Hydrochlorothiazid
    • Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend.
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der fetoplazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.
    • Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen. Bei essenzieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Benazeplus AL® darf nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger Kontrolle repräsentativer klinischer und laborchemischer Parameter angewendet werden bei:
      • klinisch relevanter Proteinurie (mehr als 1 g/Tag),
      • gestörter Immunreaktion oder Kollagenkrankheit (z. B. Lupus erythematodes, Sklerodermie),
      • gleichzeitiger systemischer Therapie mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (z. B. Kortikoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol, Procainamid oder Lithium,
      • gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln oder Kalium enthaltenden Salzsubstituten,
      • Hypovolämie,
      • Zerebralsklerose,
      • Koronarsklerose,
      • hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. hypertropher Kardiomyopathie,
      • manifestem oder latentem Diabetes mellitus,
      • eingeschränkter Leberfunktion.
    • Insbesondere zu Therapiebeginn sollte Benazeplus AL® nur unter intensiver Überwachung von Blutdruck und/oder repräsentativen Laborparametern angewendet werden bei Patienten:
      • mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel,
      • mit eingeschränkter Nierenfunktion (Serumkreatinin bis 1,8 mg/dl bzw. Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min),
      • mit schwerer Hypertonie,
      • mit Nierenarterienstenose (beidseitig oder einseitig bei Einzelniere),
      • mit schwerer Herzinsuffizienz,
      • über 65 Jahre.
    • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
      • Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.
      • Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.
      • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
    • Warnhinweise
      • Anaphylaktoide und ähnliche Reaktionen
        • Da ACE-Hemmer den Metabolismus von Eicosanoiden und Polypeptiden einschließlich des körpereigenen Bradykinins beeinflussen, können bei Patienten, die ACE-Hemmer (einschließlich Benazepril) einnehmen, eine Vielzahl von unerwünschten Reaktionen, einige schwerwiegend, auftreten.
      • Überempfindlichkeit/Angioödeme
        • Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern einschließlich Benazepril wurden angioneurotische Ödeme im Gesicht und an Lippen, Zunge, Glottis und Larynx berichtet. In einigen Fällen wurden Symptome bis zu 2 Jahre nach Therapiebeginn beobachtet.
        • Kommt es zu derartigen Erscheinungen, sollte Benazeplus AL® sofort abgesetzt werden, außerdem ist eine geeignete Therapie einzuleiten und der Patient bis zur vollständigen und anhaltenden Rückbildung der Symptome zu überwachen.
        • Wenn sich die Schwellung auf Gesicht und Lippen beschränkt, wird sie gewöhnlich ohne Behandlung oder nach Behandlung mit Antihistaminika wieder zurückgehen.
        • Angioödeme mit Kehlkopfschwellung können tödlich verlaufen. Wenn Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, sollte sofort eine angemessene Behandlung, z. B. die subkutane Injektion von 0,3 - 0,5 ml einer Adrenalin-Lösung 1 : 1.000, durchgeführt und/oder Maßnahmen getroffen werden, um die Atemwege offen zu halten. Patienten mit Angioödemen in der Anamnese, die nicht mit einer ACE-Hemmer-Therapie zusammenhingen, könnten ein erhöhtes Risiko für Angioödeme während der Therapie mit ACE-Hemmern haben. Über andere Überempfindlichkeitsreaktionen wurde berichtet.
        • Die Inzidenz des angioneurotischen Ödems unter ACE-Hemmer-Therapie ist bei dunkelhäutigen Patienten afrikanischer Abstammung höher als bei Patienten mit anderer Hautfarbe.
        • Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Benazepril begonnen werden. Eine Behandlung mit Benazepril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden.
        • Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.
      • Anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierung
        • Bei 2 Patienten unter ACE-Hemmer-Behandlung, bei denen eine Desensibilisierungstherapie mit Hymenopterengift (Wespengift) durchgeführt wurde, traten lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auf.
        • Bei den gleichen Patienten konnten diese Reaktionen vermieden werden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde, sie traten aber bei unbeabsichtigter nochmaliger Exposition wieder auf.
      • Anaphylaktoide Reaktionen während Dialyse und Apheresebehandlung
        • Während der Hämodialyse mit hoch durchlässigen Membranen wurden anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten beobachtet, die mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden. Anaphylaktoide Reaktionen traten auch bei Patienten auf, bei denen eine LDL-Apherese mit Dextransulfat durchgeführt wurde.
      • Symptomatische Hypotonie
        • Wie auch bei anderen ACE-Hemmern wurde in seltenen Fällen eine symptomatische Hypotonie beobachtet, meist bei Patienten mit Volumen- oder Salzmangel infolge einer längeren Diuretikatherapie, diätetischer Salzrestriktion, Dialyse, Diarrhö oder Erbrechen.
        • Ein Volumen- und/oder Salzmangel sollte vor Beginn der Therapie mit Benazeplus AL® ausgeglichen werden.
        • Benazeplus AL® sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Antihypertensiva behandelt werden. Die Thiazid-Komponente von Benazeplus AL® kann die Wirkung anderer Antihypertensiva potenzieren.
        • Beim Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht und, wenn erforderlich, eine intravenöse Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung gegeben werden. Die Behandlung mit Benazeplus AL® kann fortgeführt werden, wenn Blutdruck und Volumen sich normalisiert haben.
        • Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz kann eine Therapie mit ACE-Hemmern einen übermäßigen Blutdruckabfall hervorrufen, der mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) mit einem akuten Nierenversagen einhergehen kann.
        • Bei diesen Patienten sollte die Therapie unter strenger medizinischer Überwachung begonnen werden: in den ersten beiden Behandlungswochen sollten sie engmaschig überwacht werden wie auch bei jeder Dosiserhöhung von Benazepril oder einem Diuretikum.
      • Eingeschränkte Nierenfunktion
        • Benazeplus AL® sollte bei Patienten mit Nierenerkrankungen mit Vorsicht angewendet werden. Thiazide können bei solchen Patienten eine Azotämie verursachen und die Wirkungen wiederholter Dosierungen können kumulieren. Wenn das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System durch Benazepril gehemmt wird, kann es bei empfindlichen Patienten zu Veränderungen der Nierenfunktion kommen.
        • Bei Patienten mit einer schweren Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängt, kann die Behandlung mit ACE-Hemmern (einschließlich Benazepril) mit dem Auftreten von Nierenfunktionsstörungen, Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) akutem Nierenversagen verbunden sein.
        • In einer kleinen Studie an hypertensiven Patienten mit ein- oder beidseitiger Nierenarterienstenose kam es bei der Behandlung mit Benazepril zu Nierenfunktionsstörungen, Oligurie, einem Anstieg von Blut-Harnstoff-Stickstoff und Serumkreatinin; diese Veränderungen waren nach Absetzen oder einer Dosisreduktion von Benazepril und/oder einer Diuretikatherapie reversibel. Wenn solche Patienten mit Benazepril AL® behandelt werden, sollte die Nierenfunktion in den ersten Wochen der Therapie überwacht werden.
        • Bei einige Patienten mit Hypertonie ohne erkennbare vorbestehende Nierengefäßerkrankungen kam es unter Behandlung mit Benazepril zu einer Erhöhung des Blut-Harnstoff-Stickstoffs und Serumkreatinin-Spiegels (meist geringfügig und vorübergehend), insbesondere bei gemeinsamer Gabe von Benazepril mit einem Diuretikum; bei Patienten mit bestehender Nierenfunktionsstörung ist die Wahrscheinlichkeit für diesen Anstieg höher. In diesen Fällen kann eine Dosisreduktion oder das Absetzen von Benazeplus AL® erforderlich sein. Die Untersuchung von hypertensiven Patienten sollte immer die Beurteilung der Nierenfunktion mit einschließen.
      • Agranulozytose/Neutropenie
        • Bei einem anderen ACE-Hemmer (Captopril) wurde das Auftreten von Agranulozytose und Knochenmarkdepression beobachtet; solche Wirkungen traten häufiger bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf, insbesondere, wenn sie auch an einer Kollagenkrankheit wie systemischem Lupus erythematodes oder Sklerodermie leiden. Es liegen nicht genügend Daten aus klinischen Studien mit Benazepril vor, um zu zeigen, ob die Inzidenz einer Agranulozytose hier ähnlich ist. Bei Patienten mit einer Kollagenkrankheit, insbesondere wenn diese mit eingeschränkter Nierenfunktion einhergeht, sollte die Anzahl der weißen Blutkörperchen überwacht werden.
      • Hepatitis und Leberversagen
        • Bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten wurden seltene Fälle einer vorwiegend cholestatischen Hepatitis und Einzelfälle eines akuten Leberversagens beobachtet, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang. Der Mechanismus dieses Syndroms ist nicht bekannt.
        • Patienten, die ACE-Hemmer erhalten und bei denen eine Gelbsucht oder starke Erhöhungen der Leberenzyme auftreten, sollten den ACE-Hemmer absetzen und unter ärztlicher Beobachtung bleiben.
      • Eingeschränkte Leberfunktion
        • Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder progressiver Lebererkrankung, da geringfügige Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewicht zu einem hepatischen Koma führen können (siehe auch unter Hepatitis und Leberversagen).
      • Systemischer Lupus erythematodes
        • Thiazid-Diuretika können einen systemischen Lupus erythematodes auslösen oder verschlechtern.
      • Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und Engwinkelglaukom
        • Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wurde mit einer idiokratischen Reaktion, die in einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, einer akuten vorübergehenden Myopie und einem akuten Engwinkelglaukom resultierte, assoziiert. Die Symptome schließen das akute Auftreten einer verringerten Sehschärfe oder Augenschmerzen ein und setzen typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung ein. Ein unbehandeltes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen. Die primäre Behandlung stellt das schnellstmögliche Absetzen dieses Arzneimittels dar. Eine rasche medikamentöse oder chirurgische Behandlung kann in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt. Risikofaktoren für die Entwicklung eines Engwinkelglaukoms können bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein.
    • Serumkalium
      • ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen.
      • Akute Atemwegstoxizität
        • Es wurden sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet. Ein Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid. Zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie. Bei Verdacht auf ARDS sollte Benazeplus AL® abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden. Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist.
    • Vorsichtsmaßnahmen
      • Veränderungen der Serum-Elektrolyte
        • In seltenen Fällen wurde unter Behandlung mit ACE-Hemmern, einschließlich Benazepril, eine Erhöhung der Serum-Kalium-Spiegel beobachtet.
        • Eine Behandlung mit Thiazid-Diuretika war verbunden mit Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämischer Alkalose. Diese Störungen haben manchmal eines oder mehrere der folgenden Symptome verursacht: Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Benommenheit, Ruhelosigkeit, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelermüdung, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Übelkeit, Xerostomie, Asthenie, Somnolenz. Hypokaliämie kann auch das Herz für die toxische Wirkung von Digitalis sensibilisieren oder seine Reaktion darauf verstärken. Das Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit Leberzirrhose, schneller Diurese, inadäquater oraler Elektrolytaufnahme und unter gleichzeitiger Therapie mit Kortikosteroiden oder ACTH. Die Serumelektrolyte sollten zu Beginn der Behandlung und regelmäßig in angemessenen Abständen kontrolliert werden, um jegliche Störung im Gleichgewicht der Serumelektrolyte festzustellen.
        • Eine Behandlung mit einem Kaliumsalz oder kaliumsparenden Diuretikum sollte bei Patienten vermieden werden, die einen ACE-Hemmer und ein Thiazid Diuretikum, einschließlich Benazepril und Hydrochlorothiazid, erhalten, es sei denn, es wird für notwendig erachtet.
        • Durch Thiazide wird die Calcium-Ausscheidung vermindert. Veränderungen in der Funktion der Nebenschilddrüse mit Hyperkalzämie und Hypophosphatämie wurden bei einigen Patienten unter Dauertherapie mit Thiaziden beobachtet. Wenn Hyperkalzämie auftritt, ist eine weitergehende diagnostische Abklärung erforderlich. Die üblichen Komplikationen eines Hyperparathyroidismus wie Nierensteine, Knochenabbau und peptische Ulzera wurden nicht beobachtet. Thiazide verstärken die Magnesiumausscheidung über den Harn, was zu einer Hypomagnesiämie führen kann.
      • Andere metabolische Störungen
        • Eine Behandlung mit Thiazid-Diuretika kann die Glukosetoleranz stören. Bei Diabetes-Patienten kann eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen Antidiabetika erforderlich sein. Ein latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.
        • Unter einer Therapie mit Thiazid-Diuretika kam es zu einem Anstieg der Serumspiegel von Cholesterin und Triglyzeriden; allerdings wurden bei einer Dosis von 12,5 mg nur minimale oder keine Auswirkungen berichtet. Bei bestimmten Patienten, die mit Thiaziden behandelt werden, kann eine Hyperurikämie auftreten oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.
      • Husten
        • Bei der Einnahme von ACE-Hemmern wurde von einem persistierenden, unproduktiven Husten berichtet, vermutlich aufgrund des gehemmten Abbaus von endogenem Bradykinin. Dieser war nach Beendigung der Therapie stets reversibel.
        • Bei einer Differenzialdiagnose von Husten muss ein durch ACE-Hemmer induzierter Husten berücksichtigt werden.
      • Operation/Anästhesie
        • Vor einer Operation muss der Anästhesist informiert werden, dass der Patient einen ACE-Hemmer einnimmt.
        • Während der Narkose mit Substanzen, die den Blutdruck senken, können ACE-Hemmer als Reaktion auf die kompensatorische Reninsekretion die Bildung von Angiotensin II hemmen. Eine auf diesem Mechanismus beruhende Hypotonie sollte mit einer Volumenerhöhung korrigiert werden.
      • Aorten- oder Mitralklappenstenose
        • Wie bei allen anderen Vasodilatatoren ist besondere Vorsicht angezeigt bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose.
      • Schwangerschaft
        • Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
      • Ethnische Unterschiede
        • Wie bei ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Antagonisten bekannt, wurde unter Benazeprilhydrochlorid ein geringerer blutdrucksenkender Effekt bei farbigen Patienten im Vergleich zu nicht farbigen Patienten beobachtet, möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz eines niedrigen Renin-Status in der farbigen hypertensiven Bevölkerung.
    • Kinder und Jugendliche
      • Da keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, sollte Benazeplus AL® bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren nicht angewendet werden.
      • Dopingkontrollen
        • Die Anwendung von Benazeplus AL® kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Benazeplus AL® als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
      • Nicht-melanozytärer Hautkrebs
        • In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von Hydrochlorothiazid könnten zur Entstehung von NMSC beitragen.
        • Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von Hydrochlorothiazid überprüft werden.
    • Sonstige Bestandteile
      • Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Benazeplus AL® nicht einnehmen.
      • Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei".
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht.
    • Wechselwirkungen zwischen der Kombination von Benazepril mit Hydrochlorothiazid oder anderen ACE-Hemmern oder Hydrochlorothiazid sind beschrieben worden bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel:
      • Kochsalz
        • Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung der Kombination von Benazepril mit Hydrochlorothiazid.
      • Antihypertensiva, Nitrate, Vasodilatatoren, Barbiturate, Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva
        • Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Benazeplus AL®.
      • Analgetika, Antiphlogistika (z. B. Salicylsäurederivate, Indometacin)
        • Die diuretische, natriuretische und antihypertensive Wirkung von Thiazid-Diuretika kann durch die gleichzeitige Anwendung nichtsteroidaler Antiphlogistika vermindert werden. Bei einigen Patienten kann die antihypertensive Wirkung von ACE-Hemmern bei gleichzeitiger Gabe mit Indometacin verringert werden. In einer kontrollierten klinischen Studie beeinträchtigte Indometacin die antihypertensive Wirkung von Benazepril nicht.
      • Hoch dosierte Salicylatgaben
        • Verstärkung der toxischen ZNS-Wirkung von Salicylaten durch Hydrochlorothiazid.
    • Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel
      • Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen Patienten, die mit Benazepril behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Benazepril zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die Kombination von Benazepril mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.
    • Ciclosporin
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.
    • Heparin
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.
    • Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen
      • Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert.
      • Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen.
      • Arzneimittel, die durch eine Störung des Serum-Kaliums beeinflusst werden
        • Eine regelmäßige Überwachung des Serum-Kaliums und EKGs wird empfohlen, wenn Benazeplus AL® zusammen mit Arzneimitteln angewendet wird, die durch Störung des Serum-Kaliums in Pharmakokinetik und Pharmakodynamik beeinflusst werden, und mit Arzneimitteln, die Torsade de pointes auslösen, wobei Hypokaliämie ein prädisponierender Faktor ist:
          • Klasse-IA-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid),
          • Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid),
          • einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol),
          • Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intravenös, Halofantrin, Ketanserin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Terfenadin, Vincamin intravenös).
      • Sympathomimetika (z. B. Noradrenalin, Adrenalin)
        • Deren Wirkung kann abgeschwächt werden.
      • Tetracycline
        • Die gleichzeitige Anwendung von Tetracyclinen und Thiazid-Diuretika erhöht das Risiko eines durch Tetracyclin bedingten Anstiegs des Harnstoffs. Diese Interaktion gilt wahrscheinlich nicht für Doxycyclin.
      • Lithium
        • Über erhöhte Serum-Lithium-Spiegel und Symptome einer Lithiumtoxizität wurde bei Patienten berichtet, die während einer Lithium-Behandlung ACE-Hemmer (einschließlich Benazepril) erhielten.
        • Da die renale Clearance von Lithium durch Thiazide verringert wird, ist das Risiko einer Lithium-Toxizität wahrscheinlich weiter erhöht wenn, wie bei Therapie mit Benazeplus AL®, ein Thiazid-Diuretikum gemeinsam mit einem ACE-Hemmer verabreicht wird. Die gleichzeitige Anwendung von Benazeplus AL® und Lithium darf nur mit Vorsicht erfolgen und eine häufige Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel wird empfohlen.
      • Alkohol
        • Verstärkung der Blutdrucksenkung und der Alkoholwirkung.
      • Digitalisglykoside
        • Eine durch Thiazide verursachte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie können als Nebenwirkungen auftreten und das Auftreten digitalisbedingter Arrhythmien begünstigen
      • Orale Antidiabetika (z. B. Sulfonylharnstoffe/Biguanide), Insulin
        • Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid und Potenzierung der hypoglykämischen Wirkung durch Benazepril.
        • In seltenen Fällen können Diabetiker, die einen ACE-Hemmer (einschließlich Benazepril) gleichzeitig mit Insulin oder oralen Antidiabetika anwenden, eine Hypoglykämie entwickeln. Eine Dosisanpassung von Insulin und oralen Antidiabetika kann erforderlich sein, wenn Benazeplus AL® gleichzeitig angewendet wird. Solche Patienten sollten deshalb über die Möglichkeit hypoglykämischer Reaktionen informiert und entsprechend überwacht werden.
        • Thiazide (einschließlich Hydrochlorothiazid) können die Glucosetoleranz stören. Eine Dosisanpassung von Insulin und oralen Antidiabetika kann erforderlich werden.
      • Goldverbindungen
        • Bei Patienten, die gleichzeitig eine parenterale Goldtherapie (Natriumaurothiomalat) und einen ACE-Hemmer erhielten, wurden selten nitritoide Reaktionen beobachtet; zu den Symptomen zählten Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie.
      • Kaliuretische Diuretika (z. B. Furosemid), Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon, Amphotericin B, Penicillin G, Salicylate oder bei Laxanzienabusus
        • Erhöhte Kalium- und/oder Magnesiumverluste durch Hydrochlorothiazid.
      • Allopurinol, Zytostatika, Immunsuppressiva, systemische Kortikoide, Procainamid
        • Abnahme der Leukozytenzahl im Blut, Leukopenie.
      • Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)
        • Die gleichzeitige Gabe von Thiazid-Diuretika kann die renale Exkretion von Zytostatika vermindern und ihre myelosuppressive Wirkung verstärken.
      • Hypnotika, Narkotika, Anästhetika
        • Verstärkter Blutdruckabfall (Information des Anästhesisten über die Therapie mit Benazeplus AL®).
      • Ionenaustauschharze
        • Beeinträchtigte Resorption von Hydrochlorothiazid bei Anwesenheit von Anionenaustauschharzen. Einzeldosen von Cholestyramin- oder Colestipolharzen binden Hydrochlorothiazid und verringern seine Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt um bis zu 85% bzw. 43%.
      • Muskelrelaxanzien vom Curaretyp
        • Verstärkung und Verlängerung der muskelrelaxierenden Wirkung durch Thiazide (einschließlich Hydrochlorothiazid) (Information des Anästhesisten über die Therapie mit Benazeplus AL®).
      • Andere Antihypertensiva
        • Thiazide (einschließlich Hydrochlorothiazid) potenzieren die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel (z. B. Guanethidin, Methyldopa, Beta-Blocker, Vasodilatatoren, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer).
      • Methyldopa
        • In der Literatur wurden Fälle von hämolytischer Anämie bei gleichzeitiger Anwendung von Hydrochlorothiazid und Methyldopa beschrieben.
      • Allopurinol bzw. Amantadin
        • Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-Diuretika (einschließlich Hydrochlorothiazid) kann die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol bzw. das Risikos unerwünschter Wirkungen von Amantadin erhöhen.
      • Harnsäuresenkende Pharmaka
        • Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid.
      • Diazoxid
        • Die gleichzeitige Gabe von Thiazid-Diuretika (einschließlich Hydrochlorothiazid) kann den hyperglykämischen Effekt von Diazoxid erhöhen.
      • Vitamin D, Calciumsalze
        • Die Anwendung von Thiazid-Diuretika mit Vitamin D oder Calciumsalzen kann den Anstieg des Calciums im Serum verstärken.
      • Ciclosporin
        • Risiko einer Hyperurikämie und gichtartiger Komplikationen möglicherweise erhöht.
      • Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden)
        • Bioverfügbarkeit von Thiazid-Diuretika möglicherweise erhöht, offenbar aufgrund einer Verringerung der gastrointestinalen Motilität und der Magenentleerungsrate.
      • Carbamazepin
        • Patienten, die Hydrochlorothiazid zusammen mit Carbamazepin erhalten, können möglicherweise eine Hyponatriämie entwickeln. Diese Patienten sollten deshalb auf die Möglichkeit hyponatriämischer Reaktionen hingewiesen und entsprechend überwacht werden.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatwechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
    • Da bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, besonders bei ACE-Hemmern, Drehschwindel auftreten kann, ist beim Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.
  • Überdosierung
    • Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosierung mit Benazeplus AL® vor.
    • Symptome der Überdosierung
      • Infolge einer Überdosierung von Hydrochlorothiazid können folgende Symptome auftreten: Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit, Hypovolämie, Hypotonie und Elektrolytstörungen in Verbindung mit Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen.
      • Es liegen keine Erfahrungen zur Überdosierung von Benazepril vor. Das Hauptanzeichen für eine Überdosierung wäre eine ausgeprägte Hypotonie.
    • Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
      • a)
        • Bei einem lebensbedrohlichen angioneurotischen Ödem mit Zungen-, Glottis- und/ oder Kehlkopfbeteiligung werden folgende Notfallmaßnahmen empfohlen: Sofortige subkutane Gabe von 0,3 - 0,5 mg Epinephrin bzw. langsame intravenöse Gabe von 0,1 mg Epinephrin (Verdünnungsanweisung beachten) unter EKG- und Blutdruckkontrolle, im Anschluss daran systemische Glukokortikoidgabe.
        • Ferner wird die intravenöse Gabe von Antihistaminika und H2-Rezeptorantagonisten empfohlen.
        • Zusätzlich zur Epinephrin-Anwendung kann bei bekanntem C1-Inaktivator-Mangel die Gabe von C1-Inaktivator erwogen werden.
      • b)
        • Ein spezifisches Antidot existiert weder für Hydrochlorothiazid noch für Benazepril. Die Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein.
        • Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zurückliegt, sollte Erbrechen induziert oder eine Magenspülung durchgeführt werden. Aktivkohle kann verabreicht werden, um die Resoption zu vermindern. Die Beine des Patienten sollten hochgelagert und verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzt werden. Die Nierenfunktion ist zu überwachen, bis sich der Zustand des Patienten wieder normalisiert hat.
        • Obwohl der aktive Metabolit Benazeprilat nur wenig dialysierbar ist, könnte eine Dialyse in Betracht gezogen werden, um bei stark eingeschränkter Nierenfunktion die normale Elimination einer Überdosis zu unterstützen. Eine ausgeprägte Hypotonie ist angemessen zu behandeln.
        • Nach der Einnahme einer Überdosis ist die Einweisung in eine intensivmedizinische Station wünschenswert, um eine Hypotonie - die lang anhaltend sein kann - durch intravenöse Verabreichung von Plasmaersatzmitteln oder - wenn das Ergebnis unzureichend ist - mit Katecholaminen zu beheben.