Benazeplus STADA 20mg/25mg Filmtabletten

STADAPHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Benazepril/Hydrochlorothiazid →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 98 ST 22,00 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Essentielle Hypertonie, wenn eine Therapie mit einem Kombinationspräparat angezeigt ist
  • Hinweis:
    • fixe Kombination ungeeignet zur Initialtherapie oder Dosiseinstellung
    • Anwendung als Ersatz der freien Kombination aus 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid in der Dauerbehandlung

Dosierung

  • Hypertonie
    • allgemeine Hinweise
      • einschleichende Dosistitration mit den Einzelsubstanzen
      • Umstellung auf Kombination erst nach vorangegangener Therapie mit der freien Kombination aus Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid, falls
        • die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der fixen Kombination entsprechen
        • eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte
      • bei Nichtansprechen der Therapie keine Dosiserhöhung des Kombinationsarzneimittels
        • Fortführen der Therapie z.B. mit den Einzelkomponenten in einem geeigneten Dosisverhältnis
      • bei Erhöhung der Dosierung von Benazeprilhydrochlorid - insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. Erbrechen, Diarrhö, Diuretikavorbehandlung), schwerer Hypertonie
        • Überwachung des Patienten für mind. 6 Stunden (Gefahr eines übermäßigen Blutdruckabfalls)
      • vor Beginn der Therapie Salz- und / oder Flüssigkeitsmangel ausgleichen
      • individuelle Dosierung je nach Erfordernissen des Patienten
    • empfohlene Dosierung: 10 mg Benazeprilhydrochlorid plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid 1mal / Tag
    • falls erforderlich, schrittweise Dosiserhöhung mit Einzelkomponenten im Abstand von je 3 - 4 Wochen
    • Weiterbehandlung:
      • 1 Filmtablette (20 mg Benazeprilhydrochlorid plus 25 mg Hydrochlorothiazid) / Tag
      • in begründeten Einzelfällen: 1 Filmtablette 2mal / Tag, morgens und abends
    • Behandlungsdauer: vom Arzt bestimmt

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml / Min bzw. Serum-Kreatinin-Konzentration > 1,2 - < 1,8 mg/dl
      • besonders sorgfältige Dosiseinstellung (Titration der Einzelkomponenten)
    • Kreatinin-Clearance < 30 ml/ Min bzw. Serumkreatinin > 1,8mg/dl
      • Anwendung kontraindiziert
    • Dialyse
      • Anwendung kontraindiziert
    • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min / 1,73 m2) kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • Anwendung kontraindiziert
  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • besonders sorgfältige Dosiseinstellung (Titration der Einzelkomponenten)
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • kontraindiziert

Kontraindikationen

Benazepril hydrochlorid, Hydrochlorothiazid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Benazepril oder Hydrochlorothiazid
  • Überempfindlichkeit gegen andere ACE-Hemmer, gegen Sulfonamide, Thiazide (mögliche Kreuzreaktionen)
  • anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem oder sonstige Angioödeme (z.B. infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie)
  • Anurie
  • schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min., Serum-Kreatinin > 1,8 mg/dl)
  • Dialyse
  • Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Einzelniere)
  • Zustand nach Nierentransplantation
  • hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose oder hypertrophe Kardiomyopathie
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • primäre Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz
  • primärer Hyperaldosteronismus
  • Hyponatriämie
  • symptomatische Hyperurikämie
  • refraktäre Hypokaliämie
  • klinisch relevante Elektrolytstörungen (Hyponatriämie, Hypercalcämie)
  • 2. und 3. Schwangerschaftstrimester
  • Kinder
  • gleichzeitige Anwendung von Benazepril + Hydrochlorothiazid mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/ 1,73 m2) kontraindiziert
  • gleichzeitiger Anwendung einer Sacubitril/ Valsartan-Therapie
    • die Behandlung mit Benazepril + Hydrochlorothiazid darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/ Valsartan begonnen werden
  • Dialyse oder Hämofiltration mit Poly(acrylonitril,natrium-2-methallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z.B. »AN 69«)
  • LDL-Apherese mit Dextransulfat (Risiko anaphylaktoider Reaktionen)
  • Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (lebensbedrohliche Reaktionen bei Hyposensibilisierung gegen Insektengifte und gleichzeitiger ACE-Hemmer Anwendung)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Benazepril hydrochlorid, Hydrochlorothiazid - peroral

Benazepril + Hydrochlorothiazid

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angioödem
      • Ödem der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder des Larynx
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Appetitlosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypokaliämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyponatriämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Apathie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • Schlafstörung
      • Verwirrtheit
      • Nervosität
      • Angstzustände
      • Änderungen des Gemütszustandes
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindelgefühl
      • Somnolenz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bewusstseinsverlust (Synkope)
      • Parästhesie
      • Gleichgewichtsstörung
      • Geschmacksstörungen oder vorübergehender Geschmacksverlust
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Insomnie
      • Drehschwindel
  • Erkrankungen des Auges
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schmerzen in der Brust
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • (orthostatische) Hypotonie
      • Orthostasesyndrom, insb. zu Beginn der Therapie sowie bei Patienten mit Salz- und/ oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen, Durchfall, Diuretika-Vorbehandlung), bei schwerer Hypertonie, aber auch bei Erhöhung derDosierung mit Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl, Sehstörungen,gelegentlich auch mit Bewusstseinsverlust (Synkope)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • trockener Reizhusten
      • Husten
      • Symptome einer Infektion der Atemwege
      • Bronchitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Atemnot
      • Sinusitis
      • Rhinitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Bronchospasmus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Beschwerden / Magen- und Darmbeschwerden
      • Verdauungsstörungen
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Diarrhoe
      • Obstipation
      • Erbrechen
      • Pankreatitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bauchschmerzen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dysgeusie, Geschmacksstörung und kurzzeitiger -Verlust
      • Glossitis
      • Mundtrockenheit
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hautausschlag
      • Hautrötung
      • Hitzegefühl
      • Pruritus
      • Photosensibilitätsreaktion
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelkrämpfe
      • Schwäche der Skelettmuskulatur
      • Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
      • Paresen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gelenkschmerzen
      • Gelenkentzündung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pollakisurie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Proteinurie, teilweise mit gleichzeitiger Verschlechterung der Nierenfunktion
      • Auftreten oder Verstärkung von Nierenfunktionsstörungen (bis hin zum akuten Nierenversagen)
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüsen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fatigue / Ermüdung
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anstieg des Harnsäurespiegel sowie Harnstoff und Kreatinin im Blut (reversibel bei Absetzen)
        • wahrscheinlicheres Auftreten bei Patienten mit Nierenaterienstenose
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erhöhung der Bilirubin- und Leberenzymkonzentration
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • geringfügiger, bei Absetzen reversibler, Anstieg von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und Serum-Kreatinin beobachtet
      • leichte Verringerung der mittleren Serumkonzentration von Kalium wurde in einigen klinischen Studien festgestellt (dabei entwickelten nur 0,2 % der mit Fixkombination behandelten Patienten eine Hypokaliämie)
      • Hyponatriämie, erhöhte Harnsäure und verringertes Hämoglobin ebenfalls unter Fixkombination beobachtet

Nebenwirkungen unter Monotherapie mit den einzelnen Komponenten

ACE-Hemmer, einschl. Benazepril

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Abfall Hämoglobin-Konzentration, Hämatokrit, Leukozyten- oder Thrombozytenzahl
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • insb. bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenosen oder gleichzeitiger Therapie mit Allopurinol, Procainamid oder bestimmten Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken
        • Anämie (einschl. aplastische Anämie)
        • Thrombozytopenie
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Eosinophilie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • hämolytische Anämie / Hämolyse (auch im Zusammenhang mit Glucose- 6-Phosphatdehydrogenase-Mangel)
      • insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenosen oder gleichzeitiger Therapie mit Allopurinol, Procainamid oder bestimmten Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken
        • Agranulozytose
        • Panzytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktoide Reaktionen
      • Ödeme mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge (Inzidenz angioneurotisches Ödem bei farbigen Patienten afrikanischer Abstammung höher als bei nichtfarbigen Patienten)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyperkaliämie
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angina pectoris
      • Herzrhythmusstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • in Zusammenhang mit einem verstärkten Blutdruckabfall:
        • Myokardinfarkt
        • Tachykardie
        • Transistorische ischämische Attacke
        • zerebraler Insult
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
      • Subileus
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem des Dünndarms
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Cholezystitis (insb. bei vorbestehender Cholelithiasis)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hepatitis (vorwiegend cholestatisch)
      • cholestatischer Ikterus
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberfunktionsstörungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pemphigus
      • Urtikaria
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Steven-Johnson-Syndrom
      • schwerwiegende Hautreaktionen wie Erythema multiforme
      • Hautveränderungen mit Symptomen von Fieber, Myalgie, Arthralgie/Arthritis, Vaskulitiden, Eosinophilie, Leukozytose und/oder erhöhten ANA-Titer sowie BSG einhergehen
      • psoriasiforme Hautveränderungen
      • Hyperhidrosis
      • Alopezie
      • Onycholyse
      • Verstärkung Raynaud-Symptomatik
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verschlimmerung einer Psoriasis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Einschränkung der Nierenfunktion
  • Untersuchungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Serum-Kalium-Anstieg (bei Patienten mit Diabetes mellitus)

Thiazid-Diuretika, einschl. Hydrochlorothiazid

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Agranulozytose
      • Knochenmarkinsuffizienz / Knochenmarksversagen
      • hämolytische Anämie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • aplastische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen / Hypersensitivität
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nicht-melanozytärer Hautkrebs(NMSC) (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
        • auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativerdosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderter Appetit
      • Hypochlorämie
      • Hypomagnesämie
      • Hypercalciämie
      • metabolische Alkalose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hyperglykämie
      • Glukosurie und Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypochlorämische Alkalose
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schlafstörungen
      • Depressionen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Kopfschmerzen
      • Schwindelgefühle
      • Parästhesien
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Beeinträchtigung des Sehvermögens / Sehstörungen, besonders in den ersten Wochen der Behandlung
      • Einschränkung der Bildung von Tränenflüssigkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akute Myopie
      • sekundäres Engwinkelglaukom
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • EKG-Veränderungen sowie Arrhythmien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Herzrhythmusstörungen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika, Sedativa verstärkt werden kann
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • unter hohen Dosen infolge von Hämokonzentrationen insb. bei älteren Patienten oder Vorliegen von Venenerkrankungen
        • Thrombose
        • Embolien
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • nekrotisierende Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Atemnot, einschl. Lungenentzündung
      • Lungenödem
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • leichte Übelkeit
      • leichtes Erbrechen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Unwohlsein im Bauch
      • Obstipation
      • Diarrhö
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Cholestase
      • Gelbsucht
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Urtikaria und andere Formen des Hautausschlags
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lichtempfindlichkeitsreaktionen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • toxisch epidermale Nekrolyse
      • Lupus-erythematodes-ähnliche Hautreaktion
      • Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erythema multiforme
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • aktues Nierenversagen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • abakterielle interstitielle Nephritis mit konsekutivem akutem Nierenversagen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nierenfunktionseinschränkung und Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fieber
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erhöhungen von Blutzucker, Cholesterin, Triglyzeriden, Harnsäure, Amylase im Serum

Anwendungshinweise

  • Einnahme des Filmtabletten
    • morgens mit reichlich Flüssigkeit (im hohen Dosisbereich morgens und abends)
    • unabhängig von den Mahlzeiten

Stillzeithinweise

Benazepril hydrochlorid, Hydrochlorothiazid - peroral
  • Anwendung des Kombinationsarzneimittels Benazeprilhydrochlorid + Hydrochlorothiazid während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen
    • mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten beim Säugling besteht
  • wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung bei stillenden Müttern erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird
    • wenn das Arzneimittel während der Stillzeit angewandt wird, Dosis so niedrig wie möglich wählen
  • für Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegend
  • einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen Benazeprilhydrochlorid + Hydrochlorothiazid in der Muttermilch erreicht werden
  • Benazepril
    • einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von Benazepril in der Muttermilcherreicht werden
  • Hydrochlorothiazid
    • Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
    • geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können Laktation hemmen

Schwangerschaftshinweise

Benazepril hydrochlorid, Hydrochlorothiazid - peroral
  • aufgrund der Wirkstoffe dieses Kombinationsarzneimittels
    • wird eine Anwendung während des 1. Trimesters nicht empfohlen
    • ist die Anwendung im 2. und 3. Trimester einer Schwangerschaft kontraindiziert
  • Benazepril
    • 1. Schwangerschaftstrimester: Anwendung von ACE-Hemmern nicht empfohlen
    • 2. und 3. Schwangerschaftstrimester: Anwendung von ACE-Hemmern kontraindiziert
    • 1. Trimester
      • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich teratogenem Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmernwährend des 1. Schwangerschaftstrimesters vorliegend
        • geringfügig erhöhtes Risiko jedoch nicht ausschließbar
        • sofern Fortsetzung der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, Patientinnen, dieplanen, schwanger zu werden, auf alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umstellen
        • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beendenund, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • 2. und 3. Trimester
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) von ACE-Hemmern bei Anwendung während 2. und 3. Schwangerschaftstrimester bekannt
        • Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen, im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem 2.Schwangerschaftstrimester
      • Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, häufig wiederholt auf Hypotonie untersuchen
  • Hydrochlorothiazid
    • bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden
    • auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
    • nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft, insbesonderewährend des 1.Trimesters, vorliegend
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
    • unzureichende Ergebnisse aus Tierstudien
    • 2. und 3. Schwangerschaftstrimester
      • Störung der fetoplazentaren Perfusion und fetalen und neonatale Auswirkungen wie Ikterus, Störungdes Elektrolythaushaltes und Thrombozytopenien möglich (auf Grund pharmakologischer Wirkung)
  • Fertiliät
    • Hydrochlorothiazid: keine Daten zur Auswirkung auf die Fruchtbarkeit bei Menschen vorliegend
    • in Tierversuchen hatte Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid allein oder in Kombination keine Auswirkungenauf die Fruchtbarkeit und Empfängnis

Warnhinweise

Benazepril hydrochlorid, Hydrochlorothiazid - peroral
  • darf nur nach einer sehr kritischen Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger Kontrolle repräsentativer, klinischer undlaborchemischer Parameter angewendet werden bei:
    • klinisch relevanter Proteinurie (mehr als 1 g/Tag)
    • gestörter Immunreaktion oder Kollagenkrankheit (z. B. Lupus erythematodes, Sklerodermie)
    • gleichzeitiger systemischer Therapie mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (z. B. Corticoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol, Procainamid oder Lithium
    • Gicht
    • gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln oder Kalium enthaltenden Salzsubstituten
    • Hypovolämie
    • Zerebralsklerose
    • Koronarsklerose
    • hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. hypertropher Kardiomyopathie
    • manifestem oder latentem Diabetes mellitus
    • eingeschränkter Leberfunktion
  • vor Anwendung Nierenfunktion überprüfen
  • vor Therapiebeginn Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel ausgleichen
  • Arzneimittel insb. zu Therapiebeginn nur unter intensiver Überwachung von Blutdruck und/oder repräsentativen Laborparameternanwenden bei Patienten
    • mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel
    • mit eingeschränkter Nierenfunktion (Serum- Kreatinin bis 1,8 mg/dl bzw. Kreatinin- Clearance 30 - 60 ml/min)
    • mit schwerer Hypertonie
    • mit schwerer Herzinsuffizienz
    • über 65 Jahre
  • bei Dosierungserhöhung von Benazeprilhydrochlorid - insb. bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen, Diarrhoe, Diuretikavorbehandlung), schwerer Hypertonie - zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen kann
    • Patienten mindestens 6 Stunden überwachen
  • Nierenarterienstenose/Nierentransplantation
    • keine Erfahrungen bei Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose, Stenose einer Einzelniere oder bei Patienten nach Nierentransplantation vorliegend
      • Arzneimittel bei diesen Patienten zur Behandlung der Hypertonie nicht anwenden
      • Benazepril: bei kleiner Studie an hypertensiven Patienten mit ein- oder beidseitiger Nierenarterienstenose kam es unter Benazepril-Therapie zu Nierenfunktionsstörungen, Oligurie, einem Anstieg von Blut-Harnstoff- Stickstoff und Serumkreatinin; diese Veränderungen waren nach Absetzen oder einer Dosisreduktion von Benazepril und/oder einer Diuretikatherapie reversibel
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • bei einige Patienten mit Hypertonie ohne erkennbare vorbestehende Nierengefäßerkrankungen kam es unter Behandlung mit Benazepril zu einer Erhöhung des Blut- Harnstoff-Stickstoffs und Serumkreatinin-Spiegels (meist geringfügig und vorübergehend), insbesondere bei gemeinsamer Gabe von Benazepril mit einem Diuretikum
      • bei Patienten mit bestehender Nierenfunktionsstörung ist die Wahrscheinlichkeit für diesen Anstieg höher
    • in diesen Fällen kann eine Dosisreduktion oder das Absetzen von Benazepril+Hydrochlorthiazid erforderlich sein
    • Untersuchung von hypertensiven Patienten sollte immer die Beurteilung der Nierenfunktion mit einschließen
  • Kinder und Jugendliche
    • keine ausreichenden Therapieerfahrungen bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren vorliegend
  • Benazepril
    • anaphylaktoide und verwandte Reaktionen
      • zahlreiche und zum Teil schwere anaphylaktoide und verwandte Reaktionen möglich, da ACE-Hemmer den Stoffwechsel der Eicosanoide und Polypeptide einschließlich des endogenen Bradykinins beeinflussen
    • Angioödem
      • Auftreten von Angioödemen im Gesicht, Lippen, Zunge, Stimmritze und Kehlkopf während der Behandlung mit ACE-Hemmern möglich
      • in einigen Fällen Symptome bis zu 2 Jahre nach Therapiebeginn beobachtet
      • in solchen Fällen Behandlung sofort abbrechen und angemessene therapeutische Maßnahmen ergreifen
        • Patienten sorgfältig beobachten, bis die Schwellung vollständig und endgültig zurückgegangen ist
        • beschränkt sich die Schwellung auf Gesicht, Lippen und Mund, wird sich dies gewöhnlich ohne weitere Behandlung bessern, wobei Antihistaminika hilfreich sein können, die Symptome zu lindern
      • Angioödeme mit Kehlkopfschwellung können tödlich verlaufen
      • sind Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen, ist eine Verengung der Luftwege wahrscheinlich und sofortige angemessene Behandlung erforderlich
        • z.B. subkutane Injektion von 0,3 - 0,5ml Adrenalin-Lösung 1 : 1.000, und/oder Maßnahmen treffen, um die Atemwege offen zu halten
      • ACE-Hemmer führen bei dunkelhäutigen Patienten afrikanischer Herkunft häufiger zu Angioödemen als bei anderen Patienten
      • Patienten mit Angioödemen in der Anamnese, die nicht mit einer ACE-Hemmer-Therapie zusammenhingen, könnten ein erhöhtes Risiko für Angioödeme während der Therapie mit ACE-Hemmern haben
        • andere Überempfindlichkeitsreaktionen wurden berichtet
      • gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern mit Sacubitril/Valasartan kontraindiziert
        • Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Benazepril begonnen werden
        • Behandlung mit Benazepril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden
      • gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin
        • kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden)
        • Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen
    • Anaphylaktoide Reaktionen während der Desensibilisierung
      • während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z. T. lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) möglich
        • in 2 Fällen traten unter ACE-Hemmer-Behandlung bei Desensibilisierung mit Hymenopterengift (Wespengift) lebensbedrohliche anaphlyaktoide Reaktionen auf
          • bei den gleichen Patienten konnten diese Reaktionen vermieden werden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde
          • traten aber bei unbeabsichtigter nochmaliger Exposition wieder auf
      • falls eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Hemmer vorübergehend durch andere Arzneimittel gegen Hypertonie zu ersetzen
    • Anaphylaktoide Reaktionen während Dialyse und Apherese bzw. Membran-Exposition
      • anaphylaktoide Reaktionen während der Hämodialyse mit hoch durchlässigen Membranen beobachtet
      • anaphylaktoide Reaktionen traten auch bei Patienten auf, bei denen eine LDL-Apherese mit Dextransulfat
      • während der Behandlung mit Benazepril+Hydrochlorothiazid darf keine Dialyse oder Hämofiltration mit Poly(acrylonitril,natrium-2-methallylsulfonat)-highflux- Membranen (z. B. „AN 69") erfolgen
      • im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration muss deshalb vorher auf ein anderes Arzneimittel gegen Hypertonie - kein ACE-Hemmer - umgestellt werden oder eine andere Dialysemembran verwendet werden
      • während einer LDL-(Low-density lipoprotein)- Apherese mit Dextransulfat können unter der Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auftreten
    • Agranulozytose / Neutropenie
      • für einen anderen ACE-Hemmer, Captopril, konnte gezeigt werden, dass dieser zu Agranulozytose und Knochenmarkdepressionen führt
      • solche Effekte treten häufiger bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf, besonders wenn diese Patienten auch eine Kollagen-Gefäßerkrankung wie z. B. systemischer Lupus erythematodes oder Sklerodermie haben
      • es sind keine ausreichenden Daten aus klinischen Studien vorhanden, die erkennen lassen, ob bei Benazepril eine vergleichbare Inzidenz von Agranulozytose vorliegt
      • Überwachung der Anzahl der weißen Blutkörperchen ist bei Patienten mit Kollagen- Gefäß-Krankheit erforderlich, besonders wenn die Krankheit mit eingeschränkter Nierenfunktion verbunden ist
    • Symptomatische Hypotonie
      • wie bei anderen ACE-Hemmern wurde auch unter Benazepril in seltenen Fällen eine symptomatische Hypotonie beobachtet, insbesondere bei Patienten mit Volumen- oder Salzmangel infolge einer längeren Diuretikatherapie, diätetischer Salzrestriktion, Dialyse, Diarrhö oder Erbrechen
      • Benazepril+Hydrochlorothiazid mit Vorsicht anwenden bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Antihypertensiva behandelt werden
        • Thiazid-Komponente kann Wirkung anderer Antihypertensiva verstärken
      • beim Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht und, wenn erforderlich, eine intravenöse Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung gegeben werden
        • Behandlung mit der Fixkombination kann fortgeführt werden, wenn Blutdruck und Volumen sich normalisiert haben
      • bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz kann eine Therapie mit ACE-Hemmern einen übermäßigen Blutdruckabfall hervorrufen, der mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) mit einem akuten Nierenversagen einhergehen kann
        • bei diesen Patienten Therapie unter strenger medizinischer Überwachung beginnen: in den ersten beiden Behandlungswochen engmaschig überwachen wie auch bei jeder Dosiserhöhung von Benazepril oder einem Diuretikum
    • Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe Kardiomyopathie
      • bei Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertropher Kardiomyopathie nur mit Vorsicht anwenden
    • Patienten mit schwerer, chronischer Herzinsuffizienz oder anderen Zuständen mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems
      • Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron- Systems (RAAS) abhängig ist (z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz), entwickelten unter der Behandlung mit ACE-Hemmern eine Oligurie und/oder eine progressive Azotämie und selten ein akutes Nierenversagen
      • ACE-Hemmer können eine exzessive Hypotonie hervorrufen
      • derzeit keine ausreichende Therapieerfahrung bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz vorliegend
      • es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es auch unter Benazepril+Hydrochlorothiazid infolge der Hemmung des Renin- Angiotensin-Aldosteron-Systems zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion beidiesen Patienten kommen kann
        • Benazepril+Hydrochlorothiazid nicht bei diesen Patienten anwenden
      • Benazepril kann durch Hemmung des RAAS bei empfindlichen Patienten zu Änderungen der Nierenfunktion führen
    • Primärer Hyperaldosteronismus
      • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus nicht mit Benazepril+Hydrochlorothiazid behandeln, weil ihr Renin-Angiotensin-Aldosteron- System von der Primärerkrankung beeinflusst wird
    • Änderungen der Serumelektrolyte
      • Überwachung der Serumkaliumspiegel und Nierenfunktion empfohlen
      • ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern
      • Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam
      • allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen
        • Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor- Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmererhalten, mit Vorsicht angewendet werden
    • Primäre Lebererkrankung/Leberversagen
      • selten wurde die Anwendung von ACE-Hemmern mit einem Syndrom in Verbindung gebracht, welches mit cholestatischem Ikterus beginnt, bis zu einer fulminanten hepatischen Nekrose fortschreitet und (manchmal) tödlich verläuft
      • Mechanismus dieses Syndroms ist nicht bekannt
      • Patienten, die Benazepril erhalten und bei denen eine Gelbsucht oder starke Erhöhungen der Leberenzymeauftreten, sollten Benazepril absetzen und angemessen ärztlich überwacht werden
    • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder progressiver Lebererkrankung, da geringfügige Veränderungen im Flüssigkeitsund Elektrolytgleichgewicht zu einem hepatischen Koma führen können
    • Husten
      • bei der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet
      • der Husten ist gewöhnlich gekennzeichnet als nicht produktiv, anhaltend und nach dem Absetzen reversibel
      • vermutlich aufgrund des gehemmten Abbaus von endogenem Bradykinin
      • Husten, der durch ACE-Hemmer ausgelöst wird, sollte in die Differentialdiagnose eines Hustens einfließen
    • Operation/Anästhesie
      • Hypotonie oder sogar zum hypotensiven Schock unter Benazepril möglich,durch Verstärkung anderer blutdrucksenkender Wirkungen bei Patienten während einer größeren Operation oder unter Narkose
      • vor Operation Anästhesist informieren, dass Patient ACE-Hemmer einnimmt
      • wenn Absetzen von Benazepril nicht möglich ist, Volumen-Bilanzierung mit Sorgfalt aufrechterhalten
      • während der Narkose mit Substanzen, die den Blutdruck senken, können ACE-Hemmer die durch die kompensatorische Reninfreisetzung verursachte Bildung von Angiotensin II hemmen
    • Duale Blockade des Renin-Angiotensin- Aldosteron-Systems (RAAS)
      • es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin- II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
      • duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
      • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen der Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
      • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
    • Ethnische Unterschiede
      • wie bei ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Antagonisten bekannt, wurde unter Benazepril ein geringerer blutdrucksenkender Effekt bei dunkelhäutigen Patienten afrikanischer Herkunft im Vergleich zu anderen Patienten beobachtet
        • möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz eines niedrigen Renin-Status in der farbigen hypertensiven Bevölkerung
    • Schwangerschaft
      • während der Schwangerschaft keine Behandlung mit ACE-Hemmern beginnen
      • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich
      • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
  • Hydrochlorothiazid
    • Nicht-melanozytärer Hautkrebs
      • in 2 epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nichtmelanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet.Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
      • Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
      • Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebszu minimieren
        • z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
      • Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
      • bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden
    • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Thiazide können bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Azotämie verursachen
      • Anwendung nur mit Vorsicht
      • Wirkung wiederholter Dosierungen können kumulieren
    • Änderungen der Serumelektrolyte
      • während der Behandlung mit Thiazid-Diuretika wurden Hypokaliämien beobachtet
        • Hypokaliämie kann auch das Herz für die toxische Wirkung von Digitalis sensibilisieren oder seine Reaktion darauf verstärken
        • Risiko einer Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit Leberzirrhose, schneller Diurese, inadäquater oraler Elektrolytaufnahme und unter gleichzeitiger Therapie mit Corticosteroiden oder ACTH
      • können mit dem Auftreten einer Hyponatriämie und hypochlorämischer Alkalose verbunden sein
      • Thiazide erhöhen die renale Ausscheidung von Magnesium; Verminderung Serum-Magnesiumspiegels möglich
      • Ausscheidung von Calcium wird durch Thiazid-Diuretika vermindert; erhöhte Serum- Calciumspiegel (Hypercalciämie) möglich
      • bei länger dauernder Behandlung wurde bei wenigen Patienten eine Funktionsänderung der Nebenschilddrüsen mit Hypercalcämie und Hypophosphatämie beobachtet
        • tritt Hypercalciämie auf ist eine weitergehende diagnostische Abklärung erforderlich
        • üblichen Komplikationen eines Hyperparathyroidismus wie Nierensteine, Knochenabbau undpeptische Ulzera wurden nicht beobachtet
      • Behandlung mit einem kaliumsalz oder kaliumsparenden Diuretikum sollte bei Patienten vermieden werden, die einen ACEHemmer und ein Thiazid-Diuretikum, einschließlich Benazepril+Hydrochlorothiazid, erhalten, es sei denn, es wird für notwendig erachtet
      • Kontrolle der Serumelektrolyte in regelmäßigen Abständen empfohlen
    • Natrium- und/oder Volumenmangel
      • bei Patienten, die Thiazid-Diuretika erhalten, auf klinische Anzeichen von Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt achten
      • Anzeichen für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind:
        • Trockener Mund, Durst, Schwächegefühl, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder Krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen wie Übelkeit und Erbrechen, Xerostomie, Asthenie, Somnolenz
      • schweren Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. bei hoch dosierter Therapie mit harntreibenden Mitteln) vor Therapiebeginn ausgleichen (in seltenen Fällen symptomatische Blutdrucksenkung möglich)
    • Andere metabolische Störungen
      • Thiazid-Diuretika können die Glukosetoleranz verändern
      • ggf. Dosierungsanpassungen von Insulin oder oralen Antidiabetika notwendig
      • Manifestation Diabetes mellitus während der Thiazid-Therapie möglich
      • Anstieg der Serumspiegel von Cholesterin, Triglyceriden unter Thiazid-Diuretika- Gabe beobachtet, obwohl bei Dosis von 12,5 mg geringe oder keine Effekte berichtet
      • Hyperurikämie oder Gichtanfall unter Thiazid-Therapie bei disponierten Patienten möglich
    • Systemischer Lupus erythematodes
      • systemischen Lupus erythematodes kann durch Thiazid-Diuretika ausgelöst oder verschlechtet werden
    • Dopingkontrollen
      • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
      • gesundheitlichen Folgen der Anwendung als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen
    • Akute Myopie und Engwinkelglaukom
      • Hydrochlorothiazid (Sulfonamid) wurde mit einer idiokratischen Reaktion, die in einer akuten vorübergehenden Myopie und einem akuten Engwinkelglaukom resultierte, assoziiert
      • Symptome schließen das akute Auftreten einer verringerten Sehschärfe oder Augenschmerzen ein und setzen typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn ein
      • unbehandeltes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
        • primäre Behandlung durch schnellstmögliches Absetzen der Hydrochlorothiazid- Gabe
        • rasche medikamentöse oder chirurgische Behandlung kann in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt
        • bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien als Risikofaktoren Entwicklung eines Engwinkelglaukoms